Donnerstag, 21. Juni 2018

Thema des Monats: wenn Zweifel an dir nagen

Paperclip - Samuel, 3. v.r.
Zweifel hatten wir sicherlich alle schon mal. Manche Zweifel nagen lange an uns, andere weniger lange. Und so manch Zweifel wird man irgendwie nie richtig los. Zweifel an sich selbst. Zweifel an Gott.
Gibt es eine Art Rezept um Zweifel zu überwinden?

Samuel, Sänger der Band Paperclip, kennt das auch mit diesen Zweifeln. Im Thema des Monats möchte er euch von seinen Zweifeln erzählen.


Liebe Freunde,

ich möchte euch heute Zeugnis geben. Ich habe erlebt, dass es eine Art von  zerstörerischen Zweifeln gibt, die nicht aus uns selbst kommen und dass JESUS HERR über diese Zweifel ist.

Vor ein paar Jahren war ich mit einer Projektband in den Sommerferien bei einem Jugendcamp im Erzgebirge am Start. Das war für mich nichts ganz Neues mehr, da wir bereits das zweite Mal in Folge mit dabei waren. Die Probentage zuvor verliefen auch ziemlich produktiv und entspannt. Wir hatten eine gute Gemeinschaft untereinander und mit Jesus. Ich freute mich sehr auf das Camp und zum Mitarbeitergottesdienst, welcher immer unmittelbar vor dem offiziellen Beginn mit den Teilnehmern stattfindet, war soweit für mich noch alles in Ordnung.

Kurz bevor dann die erste Abendveranstaltung mit den Teilnehmern beginnen sollte, spürte ich, wie sich allmählich Zweifel in mir breit machten.

Wenn ich daran zurück denke, habe ich immer ein Bild von einer tiefschwarzen Wolke, die über mir schwebt, vor Augen. Vor diesem Erlebnis war ich davon ausgegangen, dass Zweifel allein eine Charaktersache sind. Ich war und bin so ein übertrieben positiv eingestellter Mensch, der keine Probleme, sondern eher Herausforderungen und schon die dazu passenden Lösungsalternativen sieht.

Als sich aber nun diese Zweifel in mir breit machten, war mir relativ schnell klar, dass sie nicht aus mir selbst kamen. Das waren Gedanken wie: „Samuel, du kannst das doch gar nicht!“, „Samuel, du bist zu schlecht, um auf die Bühne zu gehen und vor den Jugendlichen zu singen!“ und „Samuel, was hast du denn schon zu sagen?“.  Und ich bekam ziemlich Angst. Ich hätte eigentlich raus rennen und heulen können.  Eine viertel Stunde vor Beginn trafen wir uns dann backstage zum gemeinsamen Gebet. Nach kurzem Zögern erzählte ich dann von dem, was gerade mit mir los war und unser damaliger Jugendpfarrer legte mir die Hand auf und betete für mich. Nach diesem Gebet waren die zerstörerischen Zweifel komplett weg. Das verrückte daran war, dass es an den darauffolgenden Abenden immer bei jemand anderem aus der Band genau solche Zweifel gab, die dann aber leider nicht so schnell wieder gegangen sind.
 
An diesem Erlebnis sind mir zwei Sachen deutlich geworden. Zum einen sind Veranstaltungen, wo zum Glauben an Jesus eingeladen wird, extrem umkämpft in der geistlichen Welt.  Zum anderen habe ich erlebt, dass Gebet große Macht hat.

Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.  Jakobus 5,16

Lasst euch von diesen zerstörerischen Zweifeln keine Angst machen. Meist sind sie Lügen, die uns Satan einreden will. Bleibt in Beziehung mit Jesus, der diese kraftlosen Lügen aufdeckt und euch davon frei machen will.

Gruß und Segen euch
Samuel

Montag, 18. Juni 2018

Impuls für deine Woche

Deutschland einig Fußballland.
Was war das gestern für ein nervenaufreibendes Spiel? So manch einer hat bereits zur Halbzeit resigniert. Und andere haben bis zum Schluss gehofft,dass Deutschland wenigstens noch das Ausgleichstor schießt und wenigstens 1 Punkt mitnimmt. Aber mit einer Niederlage hat wohl kaum einer gerechnet.

Aber auch in unserem alltäglichen Leben fällt es uns schwer mit Niederlagen umzugehen.
Unsere Erwartungen an andere und vor allem auch an uns selbst sind so hoch, dass wir genau daran scheitern. Und die Enttäuschung über die Niederlage liegt uns meist lange Zeit noch schwer im Magen.

Auch der deutschen Nationalelf wird diese Niederlage wohl noch etwas im Magen liegen.
Nichtsdestotrotz heißt es für sie nicht lange schmollen, sondern ran an die Arbeit und alles geben. Aufstehen und weitermachen. Nicht in Trübsal verfallen, sondern trainieren und es das nächste Mal besser machen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Aber egal wie dein nächster Wettkämpf, dein nächstes Lebens-WM-Spiel ausgeht, wichtig ist, dass du aufstehst und weitermachst und dass du dich nicht in Selbstmitleid wälzt.

In welchem Team spielst du in deinem Lebensspiel? Team Jesus? Und wer ist dein Trainer?

Wenn du bei Jesus im Team bist, dann kannst du dir sicher sein, dass du nicht zu den Verlierern zählen wirst. Und egal wie es ausgeht, ob es Elfmeterschießen gibt oder nicht, es zählt nicht der Punktstand. Mit Jesus an deiner Seite zählst du zu den Gewinnern. Und auch wenn es keinen Pokal gibt, so bekommst du doch etwas viel wertvolleres: ewiges Leben.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Musikvideo: The Protest _ What else you got

via The Protest
Klangheimlisch, und kurz vor der veröffentlichung ihres neuen Albums, haben die vier Herren von The Protest zur Single "What else you got" ein Musikvideo veröffentlicht.

Frontmann Josh Bramlett erzählt bei AXS.com einiges über den Song und seine Entstehung:
"Der Song ist emotional, ein hymnischer Faustkämpfer. Es geht um Entschlossheit und Ausdauer. Wir als Band hoffen, dass der Song die Zuhörer dazu inspiriert, den Kopf hochzuhalten. In einer Zeit wo in der Wlet um uns herum alles zerreißt und viele schreckliche Dinge passieren soll der Song als Schlachtruf gelten. Eine Hymne, an der man sich festhalten kann in der Not. Versuche und Drangsale sind unvermeidlich, aber wie wir damit umgehen ist unsere Entscheidung. Wir können sie uns überwältigen lassen, oder wir können das Feuer im Inneren nutzen, um sie zu erobern."

Den Song selbst haben sie gemeinsam mit Josiah Prince (Dosciple) und Jeremiah Jones geschrieben.

Zum Video erzählt Josh weiter: "Das Video wurde von dem wunderbaren Adam Shewmaker gefilmt. Die eigenen Dreharbeiten waren voller Widrigkeiten. Es wurde Ende Februar aufgenommen und es war KALT. Die Temperaturen waren bei um die Minus 6 Grad. Das sieht man auch an unserem Atem im Video. WIr sind nur Tage später auf Tour gegangen, also auch keine Möglichkeit das Video später nochmal zu drehen. So mussten wir in der begrenzten Zeit alles richtig machen."

Gedreht wurde in einer Garage. Es ist zwar eine einfache und minimalistische Einstellung, doch die Jungs sind glücklich mit dem Resultat. Innerhalb von 10 Stunden wurde das Video gedreht.
"Wir hoffen, dass jeder es mag und die Worte des Songs zu Herzen nimmt!"

Wie Josh schon sagt, das Video ist wirklich minimalistisch und in einer einfachen Einstellung gedreht. Das nimmt der Energie des Songs jedoch nichts. Die Power, die die Jungs austraheln kommt voll zur Geltung. Auch geht es mehr um den Inhalt als der großen Story drum herum. Man darf also gespannt sein was noch auf uns hinzukommt mit dem neuen Album.




"The Legacy" erscheint am 13. Juli.

Dienstag, 12. Juni 2018

Buch: David Kadel - Was macht dich stark?

via Gerth Medien
In einer Welt in der es nur um Leistung geht, gehen viele unter, zerbrechen an dem Leistungsdruck und immer mehr Menschen leiden bereits in jungen Jahren an Burnout und Depressionen. Egal ob in Schule, Beruf oder im Sport - wohin man blickt sieht man junge Menschen, die versuchen diesem Druck stand zu halten.
Gerade im Leistungssport ist der Druck enorm hoch. Da ist es wichtig, sich an etwas festhalten zu können was einem Kraft gibt.

In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und alle Augen richten sich auf die Spieler. 4 Jahre lang trug die deutsche Nationalelf den Titel Weltmeister und in Russland gilt es diesen Titel in den nächsten Wochen zu verteidigen. Ihrer Vorbildfunktion sind sich die Spieler bewusst und immer wieder hört und liest man, dass sie nicht nur Vorbilder im sportlichen Sinne sind, sondern auch immer mehr zu gesellschaftlichen Vorbildern werden, weil sie sich gesellschaftlich engagieren und etwas bewirken wollen.
 
Einer, der viele Fußballer kennt, ist David Kadel. Der Kabarettist und ehemalige N24 Ethik Moderator hat schon viele Profifußballspieler begleitet. Bekannt ist er für seine Fußballbibel und diverse Low-Budget-Dokumentarfilme über christliche Fußballer und Trainer wie David Alaba, Davie Selke, Jürgen Klopp, Marcelo Bordon, Sven Schiplock u.v.a.

In seinem neuen Buch "Was macht dich stark? Fußballstars und ihr Erfolgsgeheimnis" spricht David Kadel mit einigen Spielern und fragt sie nach ihrem Erfolgsgeheimnis. Dabei steht die Frage "Was macht dich stark?" im Vordergrund. Aber auch die Frage, was ein Vorbild ausmacht ist in diesem Buch ein zentraler Punkt.

Ehrlich und ungeschminkt erzählen Jürgen Klopp, David Alaba, Heiko Herrlich, David Luiz, Benny Henrichs, Davie Selke, Neymar, Thilo Kehrer, James Rodríguez, Sandro Schwarz, Robert Bauer, Edison Cavani und Daniel Didavi im Zwiegespräch mit David Kadel ihre Geschichte. Gespickt ist diese nicht nur mit Bildern aus dem Fußballerleben, sonder auch mit ganz privaten Einblicken im Bildformat.

Zu kaufen gibt es das Buch für 15,00 € bei Gerth Medien.

Hier noch ein kurzes Interview über das Buch:



Montag, 11. Juni 2018

Impuls für deine Woche

Bei einer Feier saß ich einmal neben einem Mann, der mir viel darüber erzählte, was seine Eltern alles falsch gemacht hätten. Schließlich forderte er mich auf, ihm zu bestätigen, dass die anderen an allem schuld seien. Damit tat ich mich allerdings schwer. Denn zum einen kenne ich auch die »andere Seite« und deren Sicht. Da klingt das alles ganz anders. Zum anderen war ich bei keiner der geschilderten Auseinandersetzungen anwesend. Daher konnte ich mir kein Urteil erlauben. Natürlich hätte ich meinem Gesprächspartner einfach nach dem Mund reden können. Doch das wollte ich nicht. Das wäre den anderen Beteiligten, die nicht anwesend waren, nicht gerecht geworden.
Statt nun Richter in einer Sache zu werden, die ich nicht beurteilen konnte, schlug ich ihm einen anderen Weg vor: Wie wäre es, alle Enttäuschung und Bitterkeit – ob berechtigt oder nicht – einfach zu begraben und dem anderen zu vergeben? Statt immer wieder die alten Geschichten hervorzukramen, könnte er doch auf seine Eltern zugehen und ihnen die Hand reichen. Doch das kam für ihn nicht infrage. Er war empört über meine Haltung und hat das Gespräch sofort beendet. Die Folge: Der Streit besteht nach wie vor!

Vielleicht steckst Du auch in einem Konflikt, der schon lange anhält und in dem keiner nachgeben will. Wie dem jungen Mann kann ich Dir auch nicht einfach Recht geben. Das würde nichts bringen. Ich kann Dir nur das selbe raten: Mach den den ersten Schritt und vergeb dem anderen von Herzen. Das ist vielleicht nicht einfach. Doch ohne Vergebung wird der Streit nicht aufhören. Und wenn Dir die Kraft zu diesem Schritt fehlt, darfst du Gott bitten, dir zu helfen. Denn er vergibt gerne.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Thema des Monats - Wenn Zweifel an dir nagen

Falk Marquardt
Keyboarder von Hope! und The Nutcrackers
Im Juni geht es beim Thema des Monats um Zweifel.
Wer kennt sie nicht?
Eigentlich glauben wir ja, dass Gott gut ist und dass er nur unser Bestes will und unsere Gebete erhört. Wir glauben auch, dass Jesus vom Tod auferstanden ist und dass Gott Menschen heilen kann.
Aber manchmal fällt es uns wirklich sehr schwer, dass alles nicht nur zu wissen oder nur daran glauben zu wollen, sondern wirklich fest daran zu glauben.
Warum? Das ist eine gute Frage. Manchmal schleichen sich Zweifel ein, wenn zum Beispiel ein Gebet nicht sofort erhört wird oder uns etwas schlimmes passiert.
Oft sehen wir nur den Moment und merken erst viel später, dass unsere Zweifel unberechtigt waren und Gott doch eingegriffen hat - nur anders als wir uns das vorgestellt hatten.
Aber leider gibt es keinen Schalter um die Zweifel einfach auszuknipsen.

Falk möchte heute seine Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Er ist Keyborder von der Band HOPE! und the Nutcrackers.


Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Diese Worte sind im Markusevangelium die letzten Worte Jesu, bevor er am Kreuz stirbt. Es sind meiner Meinung nach unglaublich beeindruckende und starke Worte. Jesus, der Sohn Gottes, welcher Gott so nahe war, wie es ein Mensch wohl niemals sein kann, empfindet am Kreuz die totale Gottverlassenheit. Für mich zeigen diese Worte, dass Jesus keine halben Sachen gemacht hat. Er hat die schlimmsten Tiefen des Menschseins erlebt und durchlitten, bis in den Tod am Kreuz. Auch er zweifelte in der Stunde seines größten Leides.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Warst auch du schon mal an einem Punkt in deinem Leben, wo diese Worte gepasst hätten? Oder hast du sie sogar herausgeschrien? Vielleicht warst du schwer erkrankt, hattest einen geliebten Menschen verloren oder in Ausbildung oder Beruf lief es schlecht.

Jeder Mensch und auch jeder Mensch der mit Jesus lebt, wird in seinen Leben in Situationen kommen, in welchen er nicht mehr weiter weiß. In diesen Momenten können sich sehr schnell Zweifel und Fragen nach dem Warum breit machen. Wieso ist gerade mir das passiert? Wieso geht es anderen besser? Warum lässt Gott das zu, wenn er mich doch liebt? Gibt es Gott überhaupt?

Zweifel spielten in meinem Leben eher selten eine Rolle. Ich dachte oft, dass schon alles seinen Sinn haben wird und fühlte mich bei Jesus geborgen. Bis im letzten Herbst meine Beziehung zu meiner damaligen Freundin plötzlich zu Ende ging. Auf einmal fand ich am Tiefpunkt wieder und viele Zweifel stiegen in mir hoch? Ich wollte glauben, dass Gott einen Plan für mein Leben hat. Aber konnte diese schmerzhafte Erfahrung dazugehören? Ich betete oft um Besserung aber erst mal passierten nur Dinge, welche die ganze Situation noch verschlimmerten. Zu meiner Traurigkeit kamen auch noch körperliche Probleme. Es war nicht nur die kaputte Beziehung, an deren Echtheit ich zweifelte. Mein ganzer bisheriger Lebensweg wirkte auf einmal sinnlos. Auch an Gottes Führung und Beistand zweifelte ich.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass Gott mich nicht verlassen hat. Er hat mir viele Menschen an die Seite gestellt und mich so durch diese schwere Zeit getragen. Ein Satz wurde mir über die Monate von mehreren Leuten unabhängig zugesprochen: „Gott macht keine Fehler!“ In dieser Situation wirkte das manchmal nicht sehr aufbauend für mich aber jetzt kann ich sagen, dass diese Menschen recht hatten und Gott mir durch sie die Antwort auf meine Gebete und Zweifel gegeben hat.
Durch diese Zeit hat sich mein Leben verändert. Gott hat mir neue Freundschaften geschenkt und alte wieder aufleben lassen. Seit kurzem darf ich auch wieder eine Beziehung führen.

Zweifel sind menschlich und nicht verboten. Aber es ist wichtig wie wir mit ihnen umgehen. Bringen uns unser Leid und unsere Zweifel dazu Gott aus unserem Leben zu verbannen oder gelingt es uns ihm und seinen Verheißungen zu vertrauen. Lasst uns Wozu fragen und nicht mehr Warum.
Ich wünsche jedem, dass er in der Zeit des Zweifels an unserem Gott festhalten kann und erlebt wie er Leid und Zweifel benutzt, um Dinge in unserem Leben zum Guten zu wenden.

Wie es in einem Lied der Band August burns red heißt:
There is beauty in tragedy .
The heart won’t stop beating.
For the end is a new beginning.

Auch für den gekreuzigten Jesus gab es einen Neubeginn. Er ist auferstanden und hat den Tod und damit auch unser Leid und unsere Zweifel ein für allemal besiegt!

Montag, 4. Juni 2018

Impuls für deine Woche

picture by Nici Obermaier
Weil noch Zeit bis zum Abflug meiner Maschine war, lief ich durch die Einkaufsstraße des Flughafens. Da sah ich in einem Geschäft preisreduzierte Schuhe. Und weil ich sowieso ein neues Paar brauchte, kaufte ich eines, das mir gefiel. Zu Hause packte ich meine Neuerwerbung aus und fand unten im Karton einen interessanten Satz: »Welche Fußspuren werden Sie hinterlassen?«

Diese Frage brachte mich zum Nachdenken. Wir neigen sehr dazu, uns wenige Gedanken über unsere Fußspuren zu machen. Und wenn diese Fußspuren in falsche Richtungen führten, möchten wir das am liebsten möglichst schnell verdrängen. Stattdessen beschäftigt uns oft das Äußerliche: Passen die Schuhe zur Kleidung? Stimmen die Farben? Sind sie für den betreffenden Anlass nicht zu leger? Wir achten darauf, einen guten Eindruck zu machen. Aber wie die Schuhe aussehen, ist bei Licht betrachtet, wesentlich weniger wichtig, als die Frage, wohin sie uns getragen haben. Denn Gott achtet darauf, wohin unsere Spuren führen. Ihn interessiert unser Lebenswandel, und vor ihm können wir keine unserer Spuren verwischen. »Alles ist bloß und aufgedeckt vor seinem Angesicht«, heißt es in der Bibel (vgl. Hebräer 4,13). Und Gott hat ein sehr gutes Gedächtnis!

Weil aber Gott die Menschen nicht verdammen will, hat er uns allen einen Ausweg gezeigt: Wir müssen eingestehen, dass wir in die falsche Richtung gelaufen sind, und dürfen das nicht weiter zu vertuschen suchen. Dann vergibt er alle Fehltritte und redet nie mehr darüber. Das ist aber nur die negative Seite: Gott will nämlich nicht nur, dass unsere falschen Spuren verschwinden, sondern dass wir von da an solche Fußspuren hinterlassen, über die sich Gott und Menschen freuen können.