Donnerstag, 7. Juni 2018

Thema des Monats - Wenn Zweifel an dir nagen

Falk Marquardt
Keyboarder von Hope! und The Nutcrackers
Im Juni geht es beim Thema des Monats um Zweifel.
Wer kennt sie nicht?
Eigentlich glauben wir ja, dass Gott gut ist und dass er nur unser Bestes will und unsere Gebete erhört. Wir glauben auch, dass Jesus vom Tod auferstanden ist und dass Gott Menschen heilen kann.
Aber manchmal fällt es uns wirklich sehr schwer, dass alles nicht nur zu wissen oder nur daran glauben zu wollen, sondern wirklich fest daran zu glauben.
Warum? Das ist eine gute Frage. Manchmal schleichen sich Zweifel ein, wenn zum Beispiel ein Gebet nicht sofort erhört wird oder uns etwas schlimmes passiert.
Oft sehen wir nur den Moment und merken erst viel später, dass unsere Zweifel unberechtigt waren und Gott doch eingegriffen hat - nur anders als wir uns das vorgestellt hatten.
Aber leider gibt es keinen Schalter um die Zweifel einfach auszuknipsen.

Falk möchte heute seine Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Er ist Keyborder von der Band HOPE! und the Nutcrackers.


Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Diese Worte sind im Markusevangelium die letzten Worte Jesu, bevor er am Kreuz stirbt. Es sind meiner Meinung nach unglaublich beeindruckende und starke Worte. Jesus, der Sohn Gottes, welcher Gott so nahe war, wie es ein Mensch wohl niemals sein kann, empfindet am Kreuz die totale Gottverlassenheit. Für mich zeigen diese Worte, dass Jesus keine halben Sachen gemacht hat. Er hat die schlimmsten Tiefen des Menschseins erlebt und durchlitten, bis in den Tod am Kreuz. Auch er zweifelte in der Stunde seines größten Leides.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Warst auch du schon mal an einem Punkt in deinem Leben, wo diese Worte gepasst hätten? Oder hast du sie sogar herausgeschrien? Vielleicht warst du schwer erkrankt, hattest einen geliebten Menschen verloren oder in Ausbildung oder Beruf lief es schlecht.

Jeder Mensch und auch jeder Mensch der mit Jesus lebt, wird in seinen Leben in Situationen kommen, in welchen er nicht mehr weiter weiß. In diesen Momenten können sich sehr schnell Zweifel und Fragen nach dem Warum breit machen. Wieso ist gerade mir das passiert? Wieso geht es anderen besser? Warum lässt Gott das zu, wenn er mich doch liebt? Gibt es Gott überhaupt?

Zweifel spielten in meinem Leben eher selten eine Rolle. Ich dachte oft, dass schon alles seinen Sinn haben wird und fühlte mich bei Jesus geborgen. Bis im letzten Herbst meine Beziehung zu meiner damaligen Freundin plötzlich zu Ende ging. Auf einmal fand ich am Tiefpunkt wieder und viele Zweifel stiegen in mir hoch? Ich wollte glauben, dass Gott einen Plan für mein Leben hat. Aber konnte diese schmerzhafte Erfahrung dazugehören? Ich betete oft um Besserung aber erst mal passierten nur Dinge, welche die ganze Situation noch verschlimmerten. Zu meiner Traurigkeit kamen auch noch körperliche Probleme. Es war nicht nur die kaputte Beziehung, an deren Echtheit ich zweifelte. Mein ganzer bisheriger Lebensweg wirkte auf einmal sinnlos. Auch an Gottes Führung und Beistand zweifelte ich.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass Gott mich nicht verlassen hat. Er hat mir viele Menschen an die Seite gestellt und mich so durch diese schwere Zeit getragen. Ein Satz wurde mir über die Monate von mehreren Leuten unabhängig zugesprochen: „Gott macht keine Fehler!“ In dieser Situation wirkte das manchmal nicht sehr aufbauend für mich aber jetzt kann ich sagen, dass diese Menschen recht hatten und Gott mir durch sie die Antwort auf meine Gebete und Zweifel gegeben hat.
Durch diese Zeit hat sich mein Leben verändert. Gott hat mir neue Freundschaften geschenkt und alte wieder aufleben lassen. Seit kurzem darf ich auch wieder eine Beziehung führen.

Zweifel sind menschlich und nicht verboten. Aber es ist wichtig wie wir mit ihnen umgehen. Bringen uns unser Leid und unsere Zweifel dazu Gott aus unserem Leben zu verbannen oder gelingt es uns ihm und seinen Verheißungen zu vertrauen. Lasst uns Wozu fragen und nicht mehr Warum.
Ich wünsche jedem, dass er in der Zeit des Zweifels an unserem Gott festhalten kann und erlebt wie er Leid und Zweifel benutzt, um Dinge in unserem Leben zum Guten zu wenden.

Wie es in einem Lied der Band August burns red heißt:
There is beauty in tragedy .
The heart won’t stop beating.
For the end is a new beginning.

Auch für den gekreuzigten Jesus gab es einen Neubeginn. Er ist auferstanden und hat den Tod und damit auch unser Leid und unsere Zweifel ein für allemal besiegt!

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