Donnerstag, 5. Oktober 2017

Thema des Monats: du bist begabt!

Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du begabt bist? Kennst du deine Begabungen?
Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob du überhaupt welche hast, dann lass dir sagen: Jeder hat mindestens eine Begabung! In diesem Begriff steckt das Wort "gab" - es ist eine Gabe, die dir gegeben wurde, damit du sie einsetzen kannst.
Sebastian Damm ist Jugendreferent in Bayern und arbeitet viel mit Jugendlichen zusammen. Außerdem ist er Hauptorganisator des Rock am Stein Festivals in Hof. Im Bezug auf Begabungen ist ihm so einiges aufgefallen, was er mit euch im Thema des Monats teilen möchte.


Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht
Ja, ich gebe es ja zu. Dieses alte Sprichwort ist ziemlich abgedroschen. Für dieses Monatsthema passt es aber einfach zu gut. Es geht um unsere Begabungen. Zunächst einmal aber ganz langsam von Anfang an.

Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat,
als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. 1. Petrus 4,10

In dieser Bibelstelle werden 3 Punkte zu Begabungen ganz deutlich:
1. Jeder hat Begabungen (man hat sie empfangen).
2. Wir sollen gut damit umgehen (gute Haushalter).
3. Gott gibt sie uns aus freien Stücken (aus Gnade).

Als Jugendreferent freue ich mich sehr, wenn junge Menschen ihre Begabungen entdecken. Seit vielen Jahren bin ich in der Ausbildung von Jugendleitern tätig. Ich bin immer wieder erstaunt, was da manchmal schlummert, was ich nicht erwartet hätte. So mancher Teenager hatte in seiner ersten vorbereiteten Andacht so tiefgründige und geniale Gedanken, dass ich mit gespitzten Ohren dasitze und innig lausche. Ich staune dann zum einen über die Wege, über die mich Gott immer wieder erreicht. Zum anderen kann ich ein bisschen erahnen, wie reich Gott diese Welt ausgestattet hat. So viel steckt in uns und ich wage zu behaupten: Nur recht wenig kommt davon zum Vorschein.
Warum ist das so? Warum sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht? Ich würde mir so wünschen, dass mehr davon aufbricht und dazu beitragen kann, dass Gottes Reich wächst und gedeiht. Daher ein paar Gedanken von mir dazu.

Zu viel Energie für die Suche – zu wenig für den Einsatz
Eine Methode wie Christen den Schatz der eigenen Begabungen zu bergen versuchen, sind Gabentests. Ich sage es ganz ehrlich – ich habe noch keinen gemacht. Daher möchte ich darüber auch gar nicht viel sagen. Ich habe da einen ganz pragmatischen Zugang: Wo kannst du dich einbringen? Pack das an! Und dann wirst du sehen, wo dein Platz ist.
Eine große Experimentierfreude kann hier nicht schaden und ich wünsche mir große Offenheit Neues auszuprobieren. Im Tun zeigt sich uns doch ganz schnell, was mir leicht von der Hand geht und was mir Spaß macht. Dort bist du dann genau richtig.

Die kleine Dinge werden vergessen
Na klar braucht es mitreißende Prediger und tolle Musiker. Doch Gott braucht genauso hartnäckige Beter, eifrige Geschirrspüler und herzliche Zuhörer. Diese Begabungen erscheinen auf den ersten Blick nicht so attraktiv und werden von anderen leicht übersehen. Doch sie sind so unendlich wertvoll. Ich wünsche mir, dass wir ihnen den richtigen Stellenwert geben und das in zwei Richtungen: 1. Übersehe diese kleinen Dinge bei deiner persönlichen Gabenentdeckungsreise nicht! 2. Nimm war, was andere um dich herum treu und unauffällig tun und danke ihnen dafür!

Gott beschenkt uns immer wieder neu
Gott gibt uns immer wieder das, was wir gerade brauchen. In Matthäus 6,32 verspricht Jesus uns: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“ Daher können wir unser Leben lang immer wieder Herausforderungen annehmen und dabei neue Begabungen entdecken, die dazu notwendig sind. Wenn wir im Herzen die Gewissheit tragen, dass Gott die Kraft ist, aus der wir handeln, können wir mutig auch das anpacken, von dem wir denken, dass es nicht unseren Begabungen entspricht.

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