Montag, 21. Mai 2018

Impuls für deine Woche

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Mutlos waren sie. Voller Trauer, Angst und Zorn. Dann passierte etwas Seltsames. Plötzlich waren sie wie verwandelt. Das erste Pfingsten erlebten ein paar Menschen in Jerusalem. Männer und Frauen, die mit Jesus durchs Land gezogen waren. Ohne ihn waren sie nur ein verlorener Haufen. Sie wollten ja glauben, dass er auferstanden sei, dass er lebt. Aber das war damals auch nicht einfacher als heute.

So war der Zweifel stark und der Glaube klein. Und dann geschah etwas Unerklärliches, so erzählt es die Apostelgeschichte. Der Geist Gottes, sonst unsichtbar wie Gott selbst, zeigte sich für einen Moment. Durch Feuerflammen auf den Köpfen der Jesusfreunde. Durch ein Wunder der Verständigung in allen Weltsprachen. Fremde und Einheimische hörten das Evangelium in ihrer Muttersprache. Und waren begeistert. Oder verstört. Manchmal schließt sich das nicht aus.

Prompt fragten die Zuschauer: Was ist hier los? Sind die besoffen? Wahrscheinlich haben sich viele die Sache so erklärt. Das passte ins bisherige Weltbild. Macht es Sinn, etwas erklären zu wollen, das sich dem Verstand entzieht? Von einem Medikament sagen wir: Hauptsache, es wirkt. Wer heilt, hat recht. Die Wirkungen des Heiligen Geistes waren mehr als stark, damals in Jerusalem. Aus den mutlosen Männern und Frauen wurde eine Gemeinschaft. Sie teilten ihre Hoffnung, ihren Glauben, ihr Leben, ihr Geld.

Gottes Geist sucht die Verständigung. Er ist ein Friedensstifter. Er überwindet Sprachgrenzen, Vorurteile und Mauern in den Köpfen. Wo Menschen ihre Konflikte ohne Gewalt lösen, dort ist Gottes Geist am Wirken. Wo Menschen anfangen, einander mit anderen Augen zu sehen, ist Gottes Geist im Spiel. Gottes Geist zeigt sich am deutlichsten in Jesus Christus. An seinem Leben und seinen Worten erkennen wir die Nebenwirkungen und Risiken des Heiligen Geistes.

Er hilft uns, zu Menschen zu werden, die erfüllt sind von der Liebe zum Leben, zu Gott und den Nächsten. Zu Menschen, die nicht den bequemsten Weg gehen, sondern sich für das Leben einsetzen. Deshalb bitten wir, nicht nur an Pfingsten: Komm, heiliger Geist!

(Karen Hinrichs, Oberkirchenrätin und Leiterin des Referates "Grundsatzplanung und Öffentlichkeitsarbeit" der Evangelischen Landeskirche in Baden
Quelle:https://www.ekiba.de/html/content/pfingsten.html?t=55165bfbedd92a38320f01348ead16e5&tto=69ef912f&detail=6046)

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