Samstag, 17. November 2012

Cardiac Move im Interview

Cardiac Move / Facebook
Sie spielen Pop-Rock im Stil von Coldplay, Muse und Jamie Cullum - die Rede ist von den 5 Österreichern von Cardiac Move.
Begonnen haben sie schon 2002 als Schulband. 2005 nahmen sie sich eine Auszeit vom Studium und legten ein Bandjahr ein. Dann wurden sie vom Hamburger Produzenten Franz Plasa entdeckt, der sie weiter nach oben katapultierte in der österreichischen Musikszene. 2008 gewannen sie dann  den Ö3-Soundcheck und bewegten sich immer weiter nach oben.


CDs:
Running In Your Mind (Single, 2008)
Head Over Heals (Single, 2009)
This Could Be (Single, 2009)
Fishermen (Single, 2010)
The Sixth Seal (Album, 2010)
What I Feel (Single, 2010)


Bei ihrem Auftritt auf dem KEY2LIFE in Marchegg (Österreich) haben wir die Jungs getroffen und mit Ihnen gesprochen.


Stellt euch kurz zu Beginn vor, wer seid ihr?
Emmanuel: Wir sind Cardiac Move, eine Rockband aus Österreich. Uns gibt es schon seit 2002.

Wie habt ihr euch zusammengefunden als Band?
Johannes K.: Ursprünglich wurde die Band in Salzburg von den beiden Bandmitgliedern, die wie ich aus Salzburg sind, gegründet: Unser Schlagzeuger Kuri und Emanuel, genannt Emi, gelten eigentlich als Gründungsmitglieder von Cardiac Move. Kurz darauf kam ich als Sänger und Pianist dazu. Das war 2002. Wir drei besuchten auch die gleiche Schule, haben also als klassische Schulband angefangen. Danach ging’s zum Studieren nach Wien, wo wir dann auch Manu (Gitarrist) und Josh (Johannes), unseren heutigen Bassisten, kennenlernten. Seit 2004 sind wir nun in dieser Besetzung aktiv und feiern heuer (2012) offiziell unser 10-jähriges Band-Bestehen.
Emmanuel: Das Rosenjubiläum. :)

Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Songs?
Johannes K.: Die Inspiration kommt eigentlich daher, wie das Leben spielt. Es sind Songs, die auch aus dem Alltag, aus dem Leben gegriffen sind und in die Tiefe gehen sollen. Wir wollen Fragen stellen; es geht nicht um vorgefertigte Antworten, die wie Masken erscheinen, die jemandem “auf das Gesicht gedrückt” werden könnten. Es sollte authentisch sein und das kann, glaube ich, nur passieren, wenn sich der Zuhörer selbst Fragen stellt zu den Themen, also in die Songs mit einbezogen und berührt wird. Thematisch geht’s auch um Sachen, die uns gerade selbst beschäftigen. Auch diese Grundfragen „Wo komme ich her? Was/wer sind wir? Wo geht es hin? Was ist so der Sinn unseres Lebens?“, sollen Beachtung finden. Mit alldem, was uns am Herzen liegt, möchten wir die Leute auch direkt im Herzen treffen. Und deshalb auch der Name „Cardiac Move“, frei übersetzt: Herzensbewegung oder Herzschlag.

Was läuft bei euch privat grad so für Musik? Läuft bei euch auch manchmal eure eigene Musik?
Emmanuel: Ja, ich meine jetzt mit der neuen Revolution der Musik, sprich alles ist in den Wolken -Clouds, Spotify und Co - da hört man alles Mögliche. Da werden dann ja auch Playlists vorgeschlagen und dann stöbert man herum. Ganz aktuell ist jetzt natürlich das neue Album von Muse, das bald rauskommt. Die neue Single ist bereits veröffentlicht. Einige von uns werden beim Konzert von Muse in Wien dabei sein.

Worauf dürfen sich eure Fans in nächster Zeit freuen? Gibt es da schon konkrete Pläne?
Emmanuel: Wir haben kürzlich (Februar 2011) ein Album in Kalifornien aufgenommen. Das wird momentan gemixt. Auf das freuen wir uns sehr! Und darauf können sich die Fans auch sehr freuen! Das ist glaube ich das Beste, was wir bis jetzt gemacht haben. Wir haben sehr viel Glück gehabt mit unserem Produzenten. Produzent Robert Caranzza kann 5 Grammys, mehrere Grammy-Nominierungen und viel Lebenserfahrung aufweisen. Wir flogen also im Februar 2011 für knapp zweieinhalb Wochen nach Los Angeles und nahmen im Studio von Jack Johnson auf. Und ich glaube, er (Robert Carranza) hat wirklich die Momente eingefangen, sodass es wohl ein richtig authentisches, rockiges, cooles Album wird.
Johannes K.: Ich glaube, es ist sehr “erdig” geworden und widerspiegelt unseren Ruf als klassische Liveband – einige Songs unserer ersten CD “The Sixth Seal”, sind sehr radiotauglich, sämtliche Singles liefen zum Teil oftmals im Radio. Und dann sagen die Leute „Ihr seid live noch besser als auf CD.“ Da freut man sich auch als Künstler. Und so soll es auch irgendwie sein. Jeder Song hat so seine speziellen Momente, die man auch gut auf CD mitbekommt– aber ich glaube live ist das eine Art Momentaufnahme: Ich nehme mir dann auch immer vor, dass ein Song live so klingen soll, wie wenn jemand den Song zum ersten Mal hört.

Wann wird das Album erscheinen?
Emmanuel: Wenn es fertig ist.
Johannes K.: Wir wissen es leider noch nicht genau- der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
Kurosch: Es wird jetzt noch gemischt. Aber das dauert halt ein bisschen länger, weil der Produzent gerade mit Linkin Park im Studio ist. Aber wir sind da dran und hoffen, dass es bald fertig ist und dann wollen wir es an sich auch gleich rausbringen. Hoffentlich noch vor Silvester.
Manu: 2012 ist unser Ziel.

Wenn ihr eine Comicfigur sein könntet, welche wäre das?
Emmanuel: Super Sonic. Oder Super Manu.
Kurosh: Die Frage sollte nur Manu beantworten!
Johannes K.: Oder ein Loriot-Männchen, weil die so aus dem Leben gegriffen sind.
Emmanuel: Der Emi wäre gerne Jesus?
Emanuel: Jesus? Wenn, dann aber ein Comic-Jesus. Oder Pinocchio.
Kurosch: Knecht Ruprecht, der Hund von den Simpsons.
Johannes W.: Keine Ahnung. Ich denke gerade nach. Der Brain vielleicht, von Pinky und der Brain.

Unser Blog heißt „Burnin‘ Heart Reports“, was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Kurosh: Ich denke, Glaube ohne Anwendung im Alltag ist wie ein toter Glaube, der einem nichts bringen wird und der auch eigentlich nicht da ist. Ich denke, wenn man den Glauben nicht jeden Tag mit in den Alltag reinnehmen kann, dann macht man irgendwas falsch. Für mich ist es das schönste, wenn ich den Tag beginnen kann mit Gott und auch beenden kann mit Gott. Dass man auch tagsüber versucht, einfach oft mit Gott in Kontakt zu treten und dass man da nicht nur eine abstrakte Theorie vor sich hat, sondern eher versucht, es wie eine Beziehung zu führen. Einfach immer wieder mit Gott sprechen, über alles was einen bewegt, was man sich wünscht, wofür man dankbar ist.
Emanuel: Ich kann das auch einfach nur unterstreichen, was Kuri sagt. Glaube ohne Anwendung im Alltag ist etwas Abschreckendes. Und ich möchte gerne immer darauf hingewiesen werden, wenn das bei mir so ist. Und ich ärgere mich selber in der Arbeit und in der Band, wenn ich einfach meine Unzufriedenheit oder mein Nicht-Froh-Sein zeige, wenn Leute nicht mit einem Lächeln weggehen, wenn sie mich treffen. Und ich finde, das ist ein Ausdruck unseres Glaubens und mir tut es leid, wenn ich dann merke, dass ich kein gutes Zeugnis für Christus bin. Und das finde ich schade. Und das hat eigentlich mit dem Alltag zu tun. Man kann die Bibel perfekt auslegen, man kann perfekt Lobpreis machen, aber wenn sich in den kleinen Dingen im Alltag nichts zeigt, dann ist es einfach nichts wert. Und zugleich muss ich sagen, dass das auch sauschwer ist so zu leben! Und ich bin froh, dass unser Gott ein barmherziger Gott ist, der das versteht und sich freut, wenn man sich bemüht.
Johannes K.: Für mich ist Glaube, dem lebendigen Gott alles hinhalten zu können und wirklich für alles dankbar sein zu können, was er schenkt; ihn auch zu bitten und zu ringen. Es ist nicht immer alles “Friede, Freude, Eierkuchen”, das weiß wohl jeder von sich selbst und das ist auch sehr menschlich. Gott weiß das sicherlich am Besten und zeigt auch mir immer wieder, dass er auch voll durch die Schwachheit wirkt. Ich empfinde mich doch auch immer wieder als extrem schwach. Aber das ist auf mysteriöse Art gerade das Schöne, dass er genau das oder vor allem das Schwache berufen hat. Wenn sich dann gute “Früchte” zeigen, sieht man Ihn an der Arbeit, nicht mich; ich glaube, Er lässt gute Früchte nicht selten auf einem Acker wachsen, den er auch wirklich durchpflügt hat - hierbei meine ich die Prüfungen und Herausforderungen, die das Leben an Einen stellt.

Wir sind jetzt schon am Ende unseres Interviews angekommen. Unsere letzte Frage: Was wollt ihr unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Johannes K.: Ich kann den Menschen unsere Musik ans Herz legen. Heiße Empfehlung: unser neues Album! Hört Cardiac Move und die vielen anderen coolen Bands auch.



Cardiac Move - What I Feel



Mehr Infos über Cardiac Move, sowie Tourdates bekommt ihr auf Facebook oder auf ihrer Homepage.


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