Montag, 14. März 2016

Impuls für deine Woche

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Wir befinden uns gerade in der Passionszeit. Für viele ist das eine Zeit des Fastens. Manche fasten Schokolade, andere Fastfood und wieder andere Facebook oder Fernsehen.

Aber warum fastet man eigentlich in den Wochen vor Ostern?

Da hat jeder andere Beweggründe.
Vielleicht fastest du, weil du bewusst auf etwas verzichten willst. Vielleicht fastest du auch aus gesundheitlichen Gründen. Gesunde Ernährung ist ja nie verkehrt. Weniger Süßes, dafür mehr Obst und Gemüse.Vielleicht verzichtest du in dieser Zeit auch bewusst auf bestimmte Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen (z.B. Facebook, Fernsehen, Computerspiele), um diese Zeit anders zu nutzen, sinnvoller. Und manch einer fastet, um sich selbst an das Leiden Jesu zu erinnern.

Zu Moses Zeiten gab es direkt eine Ordnung zum Fasten. Es war eine ganz bestimmte Zeit festgelegt, in der die Menschen fasten sollten, also keine Arbeit verrichten sollten, sondern Gottesdienst feiern und Gott ein Brandopfer bringen sollten (3. Mose). Oder die Menschen fasteten, wenn sie Sünde begangen hatten und wieder rein vor Gott werden wollten, als Buße tun wollten (1. Samuel 7). Manchmal fastete man sogar, wenn man etwas von Gott erbat (Esra 8).

Zu Jesu Zeiten haben die Menschen auch gefastet. Fasten ging immer einher mit Gebet. Im neuen Testament steht oft "und sie fasteten und beteten".
Für viele war das Fasten allerdings nur eine Tradition, eine Pflicht. Und gerade die Pharisäer zeigten gerne öffentlich, dass sie fasteten - einfach um zu zeigen, dass sie etwas besseres sind.

Jesus selbst hatte eine ganze eigene Ansicht vom Fasten. So sagte er in der Bergpredigt "Wenn ihr fastet, dann schaut nicht so drein wie die Heuchler! Sie setzen eine wehleidige Miene auf, damit jeder merkt, dass sie fasten. Ich sage euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt! Wenn du fastest, dann pflege dein Äußeres so, dass keiner etwas von deinem Verzicht merkt - außer deinem Vater im Himmel. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich belohnen."(Matthäus 6, 16-18).

Auch er hat mal gefastet. Und zwar 40 Tage lang. Das war bevor Jesus angefangen hat als "Wanderprediger" durch die Gegend zu ziehen. Er hat sich so auf das Ganze vorbereitet.

Da jetzt die Fastenzeit nun aber in der Passionszeit liegt, also kurz vor Ostern, wo an Jesu Leiden, Tod und Auferstehung gedacht war, versuchen viele Christen in dieser Zeit nun eben auf etwas zu verzichten, was für sie wichtig ist, um sich so eben auf diese Leidenszeit zu besinnen, sich bewusst mit diesem Thema auseinander zu setzen oder sich eben ganz bewusst wieder neu mehr Zeit für Gott, für ihren Glauben zu nehmen und sich und ihr Leben neu auszurichten.

Das muss nicht unbedingt ganze 7 Wochen lang sein. Vielleicht kannst du dir auch heute oder diese Woche mal ganz bewusst Zeit nehmen, um dich damit oder mit deinem Leben auseinander zu setzen, dich neu zu besinnen.

Ach übrigens, wusstest du, dass die Adventszeit auch eine Fastenzeit ist? Schwer vorstellbar bei all dem Essen und den vielen Weihnachtsfeiern... ;)

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