Freitag, 30. November 2012

Kurfürst im Interview

Kurfürst @ facebook
Moderne Rock-Kreationen, Balladen und fun-punkige Partysongs - kurz Fürstenrock - gepaart mit knackigen Showeinlagen und dem Glauben an Gott - das sind die 6 Jungs von Kurfürst aus Chemnitz.
In letzter Zeit sind sie aus beruflichen und privaten Gründen etwas zurückgetreten und spielen nur noch hier und da ein Konzert, aber mehr dazu erfahrt ihr im Interview.


CDs:
Neuanfang (EP, 2007)
Vorspeise (Download-EP, 2010)
Es ist angerichtet (Album, 2010)
Kompott (Download-Single, 2011)


Beim Rock am Pleißenbach haben wir mit Sänger Dirk geprochen.


Wer verbirgt sich hinter Kurfürst, wer seid ihr?
Also Kurfürst, das sind 6 - mehr oder weniger - Musiker Tommy, Christoph, Lucas, René, Falk und Dirk aus Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) – Leute, die Spaß an Musik, an Party und stimmungsvollen Konzerten haben. Wir machen seit vielen Jahren Musik zusammen. Letztendlich leben wir diesen ewigen Klassenfahrtentraum, weil wir total oft die Möglichkeit haben verschiedenste Orte in ganz Deutschland und über die Grenzen Deutschlands hinweg zu besuchen, in diesem Klassenverbund. Das ist halt so ähnlich wie Jugendherberge, jedes Mal total spannend und aufregend. Wir sind so die Exkursionsgruppe.


Wann habt ihr angefangen Musik zu machen?
Der Grundstein für die Band Kurfürst wurde mit einer Vorgänger-Band gelegt. Das war 2002. Wir, also Christoph, Tommy und ich, haben uns damals „Fearless“ genannt, das englische Wort für furchtlos. 2001 haben wir uns Silvester kennengelernt und 2002 am 1. Januar war dann offizieller Start für „Fearless“. Wir haben auch mal wieder getrennt gespielt und uns dann aber wieder „neu“ gefunden. Wir sehen darin auch ganz klar die Führung Gottes, sonst wäre das nicht möglich gewesen, wie wir auf diesem Weg mit auseinander und zusammen dann trotzdem Kurfürst ergeben haben. Wir wissen, dass das unsere Band ist. Das ist wie die erste Liebe. Das hatten wir auch in keiner anderen Band so in dem Maße. Aber so richtig mit Kurfürst ging es 2005 los.

Ihr habt vor kurzem verkündet, dass es in nächster Zeit etwas ruhiger um euch wird. Kannst du nochmal kurz den Grund dafür nennen?
Im Prinzip sind wir mittendrin. Wir haben ja im vergangenen Jahr echt viele Konzert gespielt, waren überall, Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg (da waren wir letztes Jahr zum ersten Mal). Dieses Jahr können wir das leider nicht mehr machen, da Christoph seine Wohnung ausbaut. Das ist ein ganz simpler Grund, aber da er arbeitet und Familie hat, geht das nur am Wochenende mit dem Ausbauen und da hat er gesagt: „Sorry Jungs, hier muss ich halt meine Prioritäten anders setzen.“ Zu dem Zeitpunkt war aber auch noch nicht klar, dass ich für ein Jahr nach England gehen würde. Wir haben uns aber dann gesagt, dass wir da jetzt nichts machen können und so haben wir uns auf ein Konzert pro Monat geeinigt. Da haben wir jetzt das Glück uns die Rosinen herauspicken zu dürfen. Das sind meist die größeren Konzerte, wie zum Beispiel „BAM“. Ich geh ab September für ein Jahr nach England (Anm. d. Red.: Dirk ist mittlerweile schon in England), das ist aber wirklich nur für das eine Jahr. Ich war auch schon 2006 für ein Jahr in Israel. Da haben wir auch mit der Band pausiert. Das ist nicht das Ende für Kurfürst, im Gegenteil, wir werden jetzt nach dem Jahr mit Kurfürst neu durchstarten, mit neuem Konzept, frischen Sounds, neuen Liedern. Wir hoffen, dass wir damit das Publikum neu überraschen können.

Was war euer coolstes oder peinlichst oder lustigstes Erlebnis als Kurfürst?
Also ich finde, das peinlichste was uns ab und zu passiert (ist), ist wenn du in einem anderen Bundesland oder in irgendeiner Ortschaft bist, nicht weißt wo diese Region geografisch einzuordnen ist und dann was falsches sagst. Wir hatten zum Beispiel den Fall, dass wir in Sachsen gespielt haben und eines unserer Bandmitglieder dann während des Konzertes gefragt hatte „Versteht ihr uns überhaupt? Wir reden sächsisch.“ Aber wir waren halt mitten in Sachsen. Das war sehr peinlich. Wir haben auch einmal in Rheinland-Pfalz gespielt und besagtes Mitglied hat dann gesagt, „Es ist sehr schön hier im Schwabenland.“ Aber wir wissen mittlerweile, dass es anderen Bands auch so geht. Ansonsten hat Tommy hier in Röhrsdorf vor 2 Jahren fast nackt gespielt, weil er als Indianer verkleidet war. Im Prinzip ist uns nichts peinlich.

Habt ihr vor euren Auftritten ein Ritual? Irgendwas, was ihr immer macht?
Ich würde jetzt gern was Witziges antworten, aber ich glaube, ich nenne es einfach so beim Namen wie es ist: Wir stellen uns vor dem Konzert im Kreis zusammen und beten. Also beten für den Abend, für die Leute, die kommen, für die Technik, dass die Abläufe klappen, für die anderen Bands, die eventuell mit auf dem gleichen Gig spielen, dass wir Instrumente für Gott sein können, mit unserer Stimme, unseren Fähigkeiten und unseren Talenten.

Unser Blog heißt ja „Burnin‘ Heart Reports“, was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Mein Glaube ist das Fundament, das unter allem steht. Es gibt einfach keine bessere Metapher, als die mit dem felsigen Untergrund - oder mit dem sandigen Untergrund, wenn man es eben nicht hat. Ich weiß einfach, dass Gott mich trägt. Ich hab ihm mein Leben gegeben. Wir alle aus der Band haben unser Leben Gott gegeben und wissen, dass er mit uns diesen Weg geht. Wir haben uns ihm anbefohlen. Gott hat alles ins Gute gewendet. In unserem Song „Alarmsignal“ geht es auch genau darum. Du hast ganz oft Angst vor der Zukunft und glaubst gar nicht daran, was Gott eigentlich machen kann mit deiner Zukunft, mit deinem Leben. Du verlierst den Glauben, du zweifelst und denkst: „Wer weiß, ob das gut geht.“ Aber bei allen Fehlschlägen, die ich bis jetzt hatte, ist immer was Gutes daraus gewachsen. Und warum? Weil ich mein Leben Gott in die Hand gegeben habe. Weil ich gesagt habe: „Herr nimm dieses Leben, mach du das Beste daraus, weil ich es nicht kann.“

Da sind wir auch schon bei der letzten Frage, was möchtet ihr unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?
Kommt zu unseren Konzerten. Stellt euch möglichst weit vor. Erlebt das Kurfürst-Phänomen. Geht ab, fangt an zu schwitzen und lasst euch von uns kurfürstlich verwöhnen. :)


In diesem Sinne, schaut mal bei einem Kurfürst Konzert vorbei und lasst euch und eure Ohren kurfürstlich verwöhnen! Infos gibt's auf Facebook oder auf der Homepage von Kurfürst.



Kurfürst - Schrei vom Balkon




Kurfürst - Golgatha (unplugged)



Kurfürst - Am Rand (WalnutTV unplugged)


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