Donnerstag, 9. Juni 2016

Thema des Monats: Wenn die Hoffnung schwindet

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Die Outbreakband gibt es schon einige Jahre. Zusammengefunden haben sie sich durch diverse Jugendevents des Glaubenszentrums in Bad Gandersheim (darunter auch der Gottesdienst Outbreak). Mittlerweile kann man ihre Lieder nicht nur auf CD und bei Konzerten hören, sondern auch in vielen Liederbüchern finden (z.B. Feiert Jesus! 4). Mit ihren Songs loben sie Gott, singen von seiner Größe, seiner Herrlichkeit, seiner Liebe und führen so tiefgehend in den Lobpreis mit dem Schöpfer der Welt.

Hoffnung spielt in der Band auch eine große Rolle und so hat sich Tobias Gamerdinger (3. v.l.), der Pianist der Band, ein paar Gedanken zu unserem neuen Thema des Monats gemacht, die er hier mit euch teilen möchte:


Jeder von uns hat eine Menge an Herausforderungen, manche haben mehr, manche weniger. Aber niemand ist frei von schwierigen Situationen, die er während seines Lebens meistern muss. Und manchmal erscheinen die Situationen geradezu ausweglos – egal wo man sich hin bewegt: es scheint einfach gar keine Lösung zu geben.
Ich komme gerade aus einer Zeit voller Herausforderungen – eine schwierige Zeit. Oft war ich mit Hoffnungslosigkeit konfrontiert und habe mich gefragt, wo Gott ist – warum alles so schwer sein muss und warum es scheinbar keinen Ausweg gab. Nun sehe ich das Licht wieder sehr viel mehr und Freude ist zurück gekehrt. Doch selbst in den schwierigen Zeiten habe ich erstaunliche Entdeckungen gemacht.
Hoffnung im Deutschen Sprachgebrauch ist ja nicht sehr viel versprechend: “Hoffentlich geht es dir bald besser!”, “Hoffentlich wird morgen gutes Wetter…”, …
Viele dieser Floskeln sagen uns: “Es ist nicht sicher, aber wir können ja hoffen. Die Chancen stehen vielleicht bei 50:50.” Doch die Bibel ist da ganz anders…
In Römer Kapitel 5 steht, dass wir in innerlichen Kämpfen (das Wort, das hier steht, bedeutet unter anderem: eingekesselt sein – keinen Ausweg mehr haben) ausharren sollen, was uns bewährt macht, was wiederum Hoffnung bringt. In Vers 5 heisst es dann: Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.
Das Wort, welches hier für Hoffnung verwendet wird (wie auch an vielen Stellen im NT), ist das griechische Wort elpis.
Elpis bedeutet etwas ganz anderes als Hoffnung in unserem deutschen Sprachgebrauch: Es bedeutet, etwas freudig erwarten; auf etwas vertrauen; auf etwas warten, was sicher ist.
Hoffnung im biblischen Sinne ist keine vage Sache, die sich erfüllen könnte oder auch nicht, sondern es ist ein Warten auf etwas mit dieser festen Zuversicht, dass das, worauf man hofft, sich auch erfüllen wird.
In Jesaja 49,23 steht: “… Dann erkennst du, dass ich der Herr bin, auf den man hoffen darf ohne enttäuscht zu werden.”
Wer seine Hoffnung auf Gott setzt, wird nicht enttäuscht werden. Es ist nur nicht klar, wie lange es dauern wird, bis Bedrängnis sich aufhebt oder WIE es sich ereignet. Gott ist Gott und hat Wege und Gedanken, die so viel höher sind als unsere Gedanken. Deswegen tun wir gut daran, auf Gott zu vertrauen und Gutes zu erwarten, anstatt uns auf unseren Verstand zu stützen, der uns eventuell in Herausforderungen nur vorrechnet, wie auswegslos unsere Lage ist.
In Psalm 50 lesen wir einiges über “Lob/Dank opfern”. Es heisst dort: Wer Dank opfert, bahnt einen Weg. Das Wort “opfern” wurde auch für das Schlachten von Tieren verwendet. Das Wort, das hier für Lob oder Dank steht, bedeutet: Danksagen, bzw. ein Singen eines Chors, der mit Liedern Gott Dank entgegenbringt. Es ist eines der sieben hebräischen Worte für Lobpreis. Es gab also schon damals Veranstaltungen, wo man Gott bewusst Dank entgegenbrachte, Dank proklamierte – unter anderem auch durch Singen.
Mit anderen Worten: Wenn wir Gott angesichts von Schwierigkeiten oder gar Unmöglichkeiten anbeten, bahnen wir einen Weg. Jemand sagte das neulich so ähnlich: “Diese Form von Anbetung kannst Du nur auf der Erde darbringen. Im Himmel gibt es kein Leid mehr.” Darum sollten wir es als Vorrecht betrachten, wenn wir die Möglichkeit haben, Gott DANKE zu sagen, inmitten von Schwierigkeiten und Herausforderungen, gerade dann, wenn alles schwer scheint. Das ist eine sehr kostbare Form von Anbetung, mit der wir wirklich Gott ein Opfer darbringen, denn hier fällt es uns nicht gerade leicht, Danke zu sagen.
Doch ist es ein “Sich-Eins-Machen” mit der Wahrheit. Du kannst Gott “Danke!” sagen und dein ganzes Vertrauen auf Gott setzen und mit FREUDE ERWARTEN, dass Gott eingreift. Lange bevor Du das Positive siehst, kannst Du es schon erwarten – rufe Hoffnung über Deiner Situation aus.
Ich persönlich drücke Lobpreis gerne mit meinem ganzen Körper aus und tanze dann auch gerne. In letzter Zeit sagte mir mein Gefühl alles andere. Aber in manchen Lobpreiszeiten habe ich mich dann entschieden, es trotzdem zu tun, weil ich wusste, dass die Wahrheiten, die ich da singe, genauso wahr waren wie schon immer. Es hat nicht lange gedauert und ich wurde von Freude erfüllt. Und das habe ich mehr als einmal erlebt. Das erlebe ich immer und immer wieder.
Lass Dich nicht von Deinen Gefühlen bestimmen, sondern fange an, Dich mit der Wahrheit eins zu machen und nach der Wahrheit zu leben. Ergreife die Hoffnung. Denn da ist Hoffnung. Manchmal wissen wir nicht, was wirklich gut für uns ist und Verzweiflung klopft an Deine Tür. Das ist der Moment, indem Du Dich entscheiden kannst, ob Du Verzweiflung Raum gibst, oder, ob Du Dich mit der Wahrheit, die Gott über Dich und Deine Situation spricht, eins machst und durch Dein Lob und Deinen Dank einen Weg bahnst, einen Weg aus der Bedrängnis heraus.
Es gibt immer etwas, für das Du DANKE sagen kannst. Ergreife die Hoffnung und konzentriere Dich darauf, dankbar zu sein und mit Gott fest zu rechnen. Er ist Deine Hoffnung!

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