Donnerstag, 6. Juli 2017

Thema des Monats: Gott als Herr oder liebender Vater

Im Juli geht es beim Thema des Monats um die Frage, wer Gott für uns ist. Sehen wir ihn als Herr oder ist er für uns eher der liebende Vater? Sind wir ihm zu treuem Gehorsam ergeben oder dürfen wir seine Kinder sein und mit ihm über alles reden, was uns bedrückt oder Freude macht? Ist Gott ein naher Gott oder ein unnahbarer Gott?

Samuel hat sich auch mal mit dieser Frage beschäftigt und möchte seine Gedanken mit euch teilen.
Wenn er nicht gerade studiert, dann singt er auch bei der Band PaperClip und schreibt den einen oder anderen Song für die Band.


Liebe Freunde,

je länger ich über den Titel des Beitrags nachgedacht habe, desto mehr habe ich mich an dem Wort „oder“ gestoßen. Ich glaube wir alle hatten in unserer Kindheit die verschiedensten Vorstellungen von Gott. Die Bibel zeigt uns ja auch eine ganze Reihe von Bildern, die Gott beschreiben, auf (König, Hirte, Gärtner). Und egal welches Bild wir benutzen, es wird wohl immer zu kurz gegriffen sein. Denn Gott ist zu groß, als dass er sich durch ein einziges Bild beschreiben ließe. Deswegen gibt es vielleicht so viele verschiedene, welche die einzelnen Charaktereigenschaften Gottes versuchen zu zeigen. Manche erscheinen uns vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich, wie „Herr“ und „liebender Vater“. Ich möchte kurz meine Gedanken zu diesen beiden Bildern mit euch teilen.

Viele meiner Gebete beginnen mit „Herr“, denn dieses Wort drückt für mich eine demütige Haltung aus. Ich weiß mich als Mensch einzuordnen und mache damit ganz klar, wer hier Chef ist. Für mich ist das wichtig, weil ich schnell dazu neige mich selbst zu überheben und alles andere, auch Gott, nach meinem Willen auszurichten. Ich glaube, dass es gut ist, Gott als meinem Herrn zu begegnen, wenn ich nach seinem und nicht nach meinem Willen leben möchte.
Wer einen liebenden Vater erleben durfte, der weiß, wie viel Identität, Vertrauen und Lebensfreude er einem schenken kann. Das Bild des liebenden Vaters ist für mich ein Bild dafür, das ich von Gott gewollt, gemacht und geliebt bin. Es zeigt mir, wo ich hingehöre und das auch wenn ich Dinge tue, die für Gott nicht in Ordnung sind. Wie er mein Vater ist, so bin ich sein Kind, welches er bedingungslos liebt.

Ich möchte euch ein paar Zeilen mitgeben, die mir wichtig geworden sind, als ich über die vielen Bilder und Charaktereigenschaften, die uns Gott durch die Bibel von ihm zeigt, nachgedacht habe.

Du bist Viel Mehr als ich versteh´,
als ich mit meinen Augen seh´.
Ein Wort von dir, die Welt steht still.
Und für dich leben ist was ich will.

Will dich lieben und erkenn´, mich nie wieder verenn´, doch bin ich für Dinge blind,
die dir möglich sind.


So steht für mich am Ende kein „oder“ sonder ein „und“. Ich glaube, wir sollten Gott nicht auf ein Bild, welches uns vielleicht gerade gut gefällt, beschränken, sondern uns seine Größe und sein Facettenreichtum bewusst machen.


Ich wünsche euch Gottes Segen

Samuel

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