Freitag, 24. Februar 2017

CD: We Want A King - MMXI

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Schon anfang 2016 hatten We Want A King aus Stuttgart beim One Rock Festival das Geheimnis um ihre Konstellation gelüftet - Ende des Jahres dann war es so weit und die heiß ersehnte EP wurde veröffentlicht.
Das Artwork ist in Graustufen gehalten und sieht aus, als wäre es mal eben in groben Pinselstrichen entstanden.

Die EP enthält 7 Songs:

01 Insecurities
02 Can't See
03 Life Is A Joke
04 Go
05 Interlude
06 The Ones
07 Obvious

Schon der erste Song mit "Insecurities" lässt keine Kompromisse zu und geht geradeaus mit ordentlich Gitarren und Schlagzeug aufs Trommelfell. Es ist beinahe als wöllten WWAK damit über das eigentlich Thema des Songs hinwegspielen: Unsicherheiten. Die brauchen die vier Herren da allerdings nicht an den Tag zu legen, denn mit dem Song ist ihnen ein wundervolles Stück Rock gelungen, zu dem man sich richtig gut bewegen kann.

Auch "Can't See" legt einen guten Rhythmus an den Tag und macht allein beim zuhören richtig Spaß. Während der ganze Song schon ziemlich gut ins Ohr geht, wird am Ende nochmal ordentlich einer draufgesetzt und das Tempo noch ein wenig angezogen. Wer kann da noch still sitzen?

Das dritte Lied beginnt mit einem einfachen Gitarrenriff und klingt insgesamt eigentlich ziemlich positiv. Auch der Text klingt anfangs eher lustig-ironisch, aber wenn man genauer hinhört merkt man, dass eigentlich viel mehr dahinter steckt. "Life Is A Joke" handelt davon, wie es sich anfühlt von niemandem ernst genommen zu werden und wirklich nicht mehr weiter zu wissen - sogar mit dem Gedanken an Suizid zu spielen. Im Song wird die Frage gestellt "Hätte ich dir helfen können? Werde ich je die Chance bekommen dich noch einmal zu treffen?" Beantwortet wird diese Frage zwar nicht, aber wir alle stecken manchmal in solchen "Life Is A Joke" Situationen - wichtig ist, wieder aufzustehen oder sich Hilfe zu suchen.

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"Go" ist wohl das ruhigste Lied der Platte und wird vor allem anfangs nur vom Piano begleitet. Auch im Text wird deutlich gesagt: "This ain't a party-song" - Das ist kein Party Lied. Insgesamt eine schöne Ballade für gebrochene Herzen, die zur Mitte hin sogar richtig rockig wird.

"Interlude" dient eigentlich nur als Übergang zum nächsten Song: "The Ones".
Dieser hat Ohrwurmpotenzial und mit dem eingängigen Refrain das Zeug zum Soundtrack. Aus der ruhigen Strophe heraus steigert sich das Lied zum Refrain hin und dreht dann richtig auf. Trotz des recht langsamen Tempos im Gesang ist der Song peppig und macht Bock, sich auf ein Hausdach zu stellen und den Songtext laus rauszuschreien: "You'll be counting stars with me tonight/ We're only twentyfive/ We'll make it out alive".

Mit "Obvious" klingt die EP sehr ruhig aus. Auch hier wird die musikalische Begleitung anfangs auf ein Piano und eine Akustikgitarre. Im Text geht es scheinbar um das Ende einer Beziehung - keine einfache Sache für die Beteiligten. Die Musik bringt das perfekt zum Ausdruck und bringt die EP zu einem eigentlich recht melancholischen, aber dennoch bestimmten Ende.

Fazit: Das Debüt der vier "Füchse" aus Stuttgart kann sich hören lassen und dürfte die Herzen der Pop-Punk-Rock Liebhaber höher schlagen lassen. Wir hoffen, bald mehr von WWAK zu hören!

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