Montag, 26. Juni 2017

Impuls für deine Woche

Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren, 1529)
Am 10. November 1483, wurde in Eisleben Martin Luther geboren. Er war von seinem Vater eigentlich für die Juristenlaufbahn vorgesehen. Nachdem er als Student in einem Gewitter knapp einem Blitzschlag entgangen war, trat er als Mönch in ein Kloster ein. Dort studierte er Theologie und hatte in Wittenberg ab 1512 bis zu seinem Tod einen Lehrstuhl inne.

Schon im Kloster trieb ihn die Frage um, wie er einen gnädigen Gott und Heilsgewissheit bekommen könne. Im Zuge seiner Römerbriefstudien kam er nach langem Ringen zu der Erkenntnis, dass Gerechtigkeit vor Gott nur dem Glaubenden geschenkt wird und nicht von eigenen Werken abhängt. Daraus leitete er das dreifache »Allein« ab: allein die Heilige Schrift, allein durch Gnade, allein durch den Glauben. Nur so bekommt der Mensch Heil und Gerechtigkeit vor Gott geschenkt. Dies ist bis heute die Grundlage bibeltreuer evangelischer Theologie. Damit stellte er sich gegen alle Werkgerechtigkeit. Manche seiner Lehren und Äußerungen werden heute von vielen Christen kritisch gesehen, wie seine Tauf- und Abendmahlslehre. Leider musste er auch erleben, dass seine rein geistlichen Thesen in den folgenden Jahren politisch für Machtfragen missbraucht wurden. Luther starb 1546 in seiner Geburtsstadt, als er, schon schwer krank, zwischen zwei weltlichen Herren Frieden stiften wollte.

Für heute wichtig bleibt seine Erkenntnis, dass Gott uns allein in seinem Wort in Jesus Christus begegnet, dass er uns durch ihn in freier Gnadenwahl das Heil im Glauben schenkt und wir uns vor Gott nichts durch unsere Bemühungen verdienen können. Seine Frage nach dem gnädigen Gott ist und bleibt die entscheidende Lebensfrage für jeden Menschen.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Thema des Monats: Streit in der Familie

Vielleicht kennst du das auch, Zuhause gibt's mal wieder richtig Zoff und du hast dich mit deinen Eltern so richtig in den Haaren. Es knallen Türen und es fliegen die Fetzen. Und auch noch Tage danach ist die Luft zu Hause immer noch explosiv.
Im Juni soll es beim Thema des Monats genau um dies gehen: Streit in der Famile.

Unsere BHR-Autorin Nici hat sich da mal ein paar Gedanken dazu gemacht.


Streit kam auch in meiner Familie, zwischen meinen Eltern oder auch unter uns Geschwistern vor. Sei es eine kleine Zankerei um das Lieblingsspielzeug, den Game Boy oder später den Computer, irgendwas war immer.
Unter meinen Eltern kam es auch zum Streit. Da wurde schnell aus einer Kleinigkeit ein Drama und man wusste selbst danach nicht mehr warum man angefangen hatte.
Auch im Freundeskreis konnte man sowas beobachten. Dabei ist keine Familie perfekt. Egal ob christliches Elternhaus oder, wie bei mir, wo der Glaube nie eine Rolle spielte. Ich selber habe erst mit 14 richtig zum Glauben an Gott gefunden. Darüber wurde auch gestritten. Muss das wirklich sein? Taufe? Niemals! Und dann der Satz:"Wenn du 18 bist kannst du machen was du willst, aber jetzt machst du Jugendweihe."
Ein Streit, der für mich damals schlimm war. Aber gleichzeitig wollte ich meine Eltern nicht verletzen. Somit gab es dann zum 18. Geburtstag, der auf einen Sonntag fiel, die Taufe. Zwar ohne meine Eltern, was wieder zum Streit führte, aber dafür mit meiner zweiten Familie, der Gemeinde.
Ich glaube, in jeder Familie gibt es Streit. Und grad zwischen Eltern und Kindern gibt es immer Streit oder Diskussionen. Das gibt sich aber. Das habe ich selber gemerkt als ich mit 25 von Zuhause ausgezogen bin.
Jeder Streit ist für mich eine Verschwendung von der kostbaren Zeit, die Gott uns auf dieser Erde gibt. Ich kann auch keinen Streit ertragen. Am liebsten würde ich mich da immer ins Bett unter die Decke verziehen. Auch jetzt noch, mit 27.

In der Bibel, im 1.Petrus Kapitel 3, die Verse 9 und 10 steht:

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.
Denn »wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen."

Vergelte nicht Böses mit Bösem, lasse dich nicht auf einen Streit ein. Halte ein, atme durch und versuche ruhig und gelassen auf ein böses oder kritisches Wort zu reagieren. Ich kann hier gut schreiben, denkst du dir? Ich weiß selber, dass es nicht immer einfach ist. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich auch ab und an aus der Haut fahre. Ich bin nun mal ein impulsiver Mensch. Aber ich habe an mir gearbeitet und tue das auch immer noch. Doch wie ich sagte, keiner ist perfekt. Und Streit passiert. Wichtig ist, wie man damit umgeht. Denn "wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen." 
Eine Entschuldigung und ein klärendes Gespräch nach einem Streit können sehr viel wert sein.

Also denkt dran "Segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt."

Dienstag, 20. Juni 2017

Musikvideo: LZ7 - Elevator & Two Left Feet

via
Wer auf Partymusik steht, der kommt an LZ7 definitiv nicht vorbei.
Wie am laufenden Band haut die Band aus Manchester ein Musikvideo nach dem anderen heraus mit Songs des aktuellen Albums "Home".

Die Musikvideos sind zwar eigentlich nur Lyric-Videos, aber nicht im herkömmlichen PowerPoint Stil mit stilischem Hintergrund und Text. Nein, diese Lyric-Videos haben bewegte Bilder, die sogar noch eine Geschichte erzählen und definitiv nach MEHR schreien!

Wir haben heute für euch gleich 2 dieser Videos, die wir euch unbedingt zeigen müssen.

Den Anfang macht das Video zu "Elevator".
Es beginnt ganz unspektakulär mit einer Wohnviertelszene, sorgt dann aber noch für Überraschungen.
Lindz läuft durch die Straßen und betritt dann ein Haus. Als er in den Fahrstuhl (engl. "Elevator") einsteigt, dann die Überraschung. Es wird bunt und wild. Eine Party mit Farbpulver und flüssiger Farbe im Fahrstuhl.
Textlich wird eine gewisse Sehnsucht nach dem Göttlichen, Übernatürlichen deutlich. So singt er gleich zu Beginn "I got to get back to where I belong... so much more than destiny... I'm so alive, you're the air I breathe".
In unserem Glaubensleben gibt es immer wieder Hochs und Tiefs, Momente in den man meint, Gott sei unendlich weit weg, aber auch Zeiten, wo man Feuer und Flamme ist und am liebsten Berge versetzen möchte.
Im Song wird nicht nur gesungen, gegen Ende des Songs gibt es auch einen Rap-Part von Lindz. Dieser Part wird im Musikvideo mit Liveszenen hinterlegt.
"Elevator" ist nicht nur ein absolut tanzbarer Clubsound, sondern auch definitiv radiotauglich. Mit dem Song zeigen LZ7, dass sie mit der Zeit gehen. Der Sound macht Bock zu tanzen - und das Musikvideo erst recht!

LZ7 - Elevator



Dass LZ7 aber nicht nur dem Mainstream folgen und das machen, was gerade trendy ist, sondern auch ihren eigenen Stil haben, zeigt der Song "Two Left Feet", zu dem es auch ein Musikvideo gibt.
Der Sound dieses Songs geht nämlich in eine völlig andere Richtung und vereint Electro und Dance mit einem kleinen Hauch von Country und Folk.
Wenn du bei "Elevator" dachtest, dass du so eh nie tanzen kannst, weil du 2 linke Füße hast, dann ist der Song genau das Richtige für dich! Auch mit 2 linken Füßen kannst du "shufflen".
Aber es müssen nicht immer 2 linke Füße sein, die uns bei manchen Dingen im Weg stehen. Jeder hat so sein eigenes Manko. Manch einer würde vielleicht gerne singen, kann es aber aus welchen Gründen auch immer nicht. Ein Anderer wäre gerne sportlicher und ein Dritter würde gerne Bilder malen, aber die sehen am Ende nicht so aus wie sie es sollten. Und der Nächste hat vielleicht 2 linke Hände. Manchmal sagen uns andere Menschen, dass wir bestimmte Dinge nicht können und es lieber bleiben lassen sollten. Aber manchmal brauchen Dinge auch Zeit und Übung. Nur weil jemand sagte, dass du es nicht kannst, musst es noch lange nicht so sein. Wenn du etwas gerne machst, dann bleib dran - dazu will der Song ermutigen. Auch wenn manche Moves vielleicht komisch aussehen, kannst du daraus vielleicht sogar etwas neues kreieren und andere mitreißen. Auf geht's! Tanz auf den Tischen, auch wenn es komisch aussieht, aber mach es mit Freude. Hab Spaß dran und probier dich aus! Der Song macht auf jeden Fall Lust dazu.
Ein kleines Gastspiel in diesem Song hat übrigens Soul Glow Activatur von Family Force 5.

LZ7 - Two Left Feet



Das aktuelle Album "Home" bekommst du z.B. bei SCM Hänssler für 14,95 €.

Montag, 19. Juni 2017

Impuls für deine Woche

via Gottes-wort.de
Neue Woche, neues Glück - auf dass dein Montag bisher gut läuft! Montage sind ja unter den
Wochentagen nicht sonderlich beliebt, was eigentlich sehr schade ist. Immerhin bietet er dir eine neue Chance, frisch ans Werk zu gehen, neue Dinge zu schaffen und ein hoffentlich erfülltes leben zu leben. Wie dankbar sollten wir eigentlich jeden Morgen aufs neue sein, dass wir gesund aufwachen dürfen anstatt uns zu beschweren dass wir früh aufstehen und in die Schule oder zur Arbeit müssen.
Wir nehmen das sehr oft als selbstverständlich hin, obwohl es einfach ein riesiges Geschenk ist. Überhaupt nehmen wir so vieles als selbstverständlich und vergessen dabei, wie privilegiert wir eigentlich sind. Leider gehört auch die Anwesenheit Gottes dazu. Zwischen all den medizinischen Errungenschaften und wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer schnellen Zeit ertappe ich mich oft dabei, dass Gott gar keine richtige aktive Rolle in meinem Leben hat - Stille Zeit, die Losungen, Lobpreis und Gottesdienst - alles super Sachen, aber wie oft finde ich mich in der Mitte der Woche wieder und merke, dass ich eigentlich schon lang nicht mehr einfach so mit Gott gesprochen habe? Ich muss zugeben: in letzter Zeit viel zu oft. Glauben ist irgendwie zur Selbstverständlichkeit geworden. Ich will nicht, dass das so bleibt, denn ein selbstverständlicher Glaube ist ein müder, "fauler" Glaube. Ich möchte Gott immer wieder neu entdecken, und mich von seinem Heiligen Geist neu inspirieren lassen. ich möchte dankbarer werden für die "Selbstverständlichkeiten" in meinem Leben: Aufwachen, fließend Wasser, Elektrizität, günstige Medizinische Versorgung, Bildung, all das. Ich will mehr und öfter in der Bibel lesen als nur die Verse in der Losung oder der Bibellese. Ich will mir selbst ein Bild machen von Jesus und Gott, mir selbst das Wissen aneignen was ich über den Hernn in der Bibel finde. Ich möchte mich nicht nur auf anderer Menschen Worte verlassen, sondern selbst einen festen Glauben haben, hinter dem ich überzeugt stehen kann. In diesem Glauben möchte ich aufblühen. Darum bete ich diese Woche.
Stehst du vielleicht an einer ähnlichen Stelle wie ich? Dann lade ich dich ein, es mir gleich zu tun.
Wenn du Gott zurzeit sehr nahe stehst, freue ich mich riesig für dich. Behalt es dir bei, bete, lies in der Bibel, finde auch mal Stille.
Wenn du Gott noch gar nicht kennst und zufällig hier bist: Die Bibel ist ein ziemlich interessantes Buch. Vielleicht kommst du ja dazu, mal hinein zu schauen. Dazu lade ich dich herzlich ein.

Egal an welcher Stelle du stehst - mach das beste daraus und habe eine gesegnete Woche.

Dienstag, 13. Juni 2017

Buch: Martin Dreyer - Martin Reloaded - Luthers Schriften für alle

via
Im Lutherjahr dreht sich natürlich alles um martin Luther, den Mann, der vor 500 Jahren die Kirche reformierte.

Aber was tat er eigentlich damals? Und wie und vor allem womit reformierte er die Kirche.
Zu Luthers Zeiten hatte die katholische Kirche viel Macht, die auch missbraucht wurde. Das widerstrebte Luther und er wollte den Menschen die Augen öffnen. Vor allem der Ablasshandel, das Freikaufen von Sünden, war ihm ein Dorn im Auge. Und so schlug er vor 500 Jahren seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. Dass das für Luther nicht ohne Folgen blieb, war klar und so floh er.
Aber seine Mühen führten zu einem Umdenken.

Luther schrieb allerdings nicht nur die 95 Thesen zum Thema Ablass, sondern auch noch viele andere Dinge, die für die evangelisch-lutherische Kirche noch heute von Bedeutung sind.

Und da 500 Jahre alte Schriften nach einer Unmenge Staub klingen, hat es sich Martin Dreyer, der auch die Volxbibel geschrieben hat, zur Aufgabe gemacht, diese Schriften in ein modernes und leicht verständliches Deutsch zu übersetzen. So erscheinen nicht nur die 95 Thesen in neuem Gewand, sondern auch der klene Katechismus.

Das Buch "Martin Reloaded - Luthers Schriften für alle" beinhaltet aber auch noch Luthers Schriften zum Thema Ehe, Gottesdienstordnungen und seine Einstellung zur Kirche.
Aufgelockert wird das Ganze mit den geistlichen Liedern (darunter beispielsweise "Eine feste Burg ist unser Gott") und Luthers Tischreden.

Ein Buch, das ganz neue Sichtweise auf diese fundamentalen Kirchenschriften und vor allem neuen neuen Zugang zu diesen bietet.
Wie vielleicht auch bei der Volxbibel sind diese Schriften teilweise etwas sehr spitz und vielleicht auch ein bisschen zu locker und jargonmäßig formuliert. Es ersetzt keineswegs die Originalschriften Luthers und ist vielmehr als Ergänzung zu sehen.

Erschienen ist das Buch bei SCM R.Brockhaus für 14,95 €.

Montag, 12. Juni 2017

Impuls für deine Woche


Wenn sich alles um die Liebe dreht, woran erkennen wir Liebe?
Wie können wir in dieser Woche Liebe zu unseren Mitmenschen zeigen? Zu unseren Nachbarn, unseren Mitschülern, unseren Eltern, unseren Freunden?
Vielleicht findet ihr in dieser Woche Möglichkeiten, euren Mitmenschen eure Liebe zu zeigen.

Euch eine gesegnete Woche!


Freitag, 9. Juni 2017

36. Deutscher Evangelischer Kirchentag 2017

via 
Alle zwei Jahre ist es an der Zeit: in irgendeiner Stadt in Deutschland findet der Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Nach Stuttgart vor 2 Jahren wurde das Zepter für die diesjährige Veranstaltung an die Bundeshauptstadt Berlin weitergereicht, wo sich vom 24.-28. Mai über 100.000 Christen versammelten um gemeinsam zu feiern.
Denn dieses Jahr stand der Kirchentag nicht nur unter der Losung "du siehst mich" aus 1. Mose 16,13, sondern auch ganz im Zeichen des 500. Reformationsjubiläums.

Am 24. Mai ging es also los, Quartiere überall in Berlin wurden bezogen, im Anschluss machten sich die meisten direkt wieder auf den Weg, um Abends in der Stadt gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Gleich drei große Eröffnungsgottesdienste wurden angeboten: Einer am Brandenburger Tor, einer nebenan am Reichstagsgebäude und einer am Gendarmenmarkt. Jeder war für eine andere Zielgruppe ausgelegt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Neu waren beim Einlass auf das Gelände die Gepäckkontrollen, die aber im Großen und Ganzen zügig abliefen und zur allgemeinen Sicherheit beigetragen haben. In Gemeinschaft mit vielen anderen Christen wurde so der Kirchentag feierlich eröffnet. Am Reichstagsgebäude wurde die kulturelle Gestaltung vom Kirchentagsposaunenchor übernommen, und zur Einstimmung auf die Stadt und den Kirchentag wurden große Kugeln mit unterschiedlichen Bildern bedruckt oder mit Spiegelflächen verkleidet durch die Menschenmenge getragen, Dazu wurde jeweils eine kurze Erklärung geliefert, von jungen Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen - denn der Kirchentag sollte auch ein Ort der Begegnung sein.
Mehr Bilder auf Time Passed By Photography
Im Anschluss an die Gottesdienste ging es weiter mit dem Abend der Begegnung, wo sich nicht nur die Gemeinden aus der Umgebung vorstellten, sondern man sich auch international einen Überblick über Gemeindearbeit verschaffen konnte. Mit vielen kulinarischen Spezialitäten, Musik und natürlich den heiß begehrten Sammelkarten mit unterschiedlichen Smileys darauf verging die Zeit wie im Flug.
Der Eröffnungstag wurde schließlich mit dem Abendsegen abgeschlossen, und obwohl es ziemlich windig war, kam am Ende ein wunderschönes Lichtermeer zustande.

Mit den vielen Eindrücken des ersten Abends starteten die Besucher in den ersten vollen Programmtag. Der größte Zuschauermagnet war dabei wohl das Gespräch von Barack Obama und Frau Merkel, die vor dem Brandenburger Tor zum Thema Demokratie diskutiert haben. Wer keine Lust auf so viele Menschen hatte, konnte sich an anderer Stelle in einer der vielen Bibelarbeiten mit dem Tagestext befassen und sich über den Tag hinweg Vorträge, Podiumsdiskussionen und Performances anschauen. Egal ob Konzert oder Theaterstück, für jung und alt gab es in der Stadt verteilt die unterschiedlichsten Angebote. Wie seit etlichen Jahren üblich, gab es verschiedene Zentren, die sich jeweils einem Thema gewidmet hatten. Das Zentrum Jugend erfreute sich natürlich großer Beliebtheit bei den jungen Leuten, dort gab es viele Konzerte, Geländespiele, Aktionen und interaktive Mitmach- Stände. Im Zentrum Kinder war auch für die jüngsten Besucher ein buntes Programm geboten, das nicht nur Spaß, sondern auch Botschaft mit sich brachte. In der Messe konnte man sich an den vielfältigen Ständen auf dem Markt der Möglichkeiten über jedes Thema, egal ob politisch, kirchlich oder sozial, informieren. Viele Organisationen und Einrichtungen nutzten die Chance, um neue Interessenten zu finden. Auch hier gab es coole Mitmach Aktionen, Lesungen und Vorträge, bei denen mitunter auch Prominente aus Politik und Showbusiness auftraten. Außerdem waren in der Messe weitere Zentren angesiedelt, die sich zum Beispiel mit dem älter werden oder körperlichen Einschränkungen beschäftigten. Der Abend war geprägt von Konzerten (Highlight: die Wise Guys) und anderen Großveranstaltungen, aber auch hier gab es wieder ruhigere Alternativen für alle, die sich nach etwas Besinnung sehnten.
Außerdem waren am Donnerstag die "Kirchentage auf dem Weg" gestartet, die in Leipzig, Erfurt, Magdeburg, Halle/Eisleben, Dessau-Roßlau und Jena/Weimar ein buntes Programm für die boten, die nicht nach Berlin kommen konnten. Eine schöne Idee zum Reformationsjubiläum, auch wenn die Besucherzahlen geringer ausfielen als erwartet.
Ähnlich gestaltete sich der Freitag: in ganz Berlin verstreut sah man die orangenen Kirchentagsschals, und in den öffentlichen Verkehrsmitteln kam man so auch mit dem ein oder anderen Einheimischen ins Gespräch. Mit einem Programm, das auch ein ganzes Jahr hätte füllen können, konnte sich jeder Teilnehmer genau nach seinem Geschmack heraussuchen, was er Tag für Tag besuchen wollte und es blieb ganz nebenbei Zeit um die Bundeshauptstadt etwas besser kennen zu lernen.
Am Samstag, dem letzten vollen Tag in Berlin, konnte man den ersten schon den Schlafmangel ansehen, aber das hinderte niemanden daran, Bibelarbeiten zu suchen, ein letztes Mal auf dem Markt der Möglichkeiten vorbeizuschauen oder Vorträge zu besuchen. Vielleicht nutzte man auch die Chance, sich einmal eine Rockandacht oder ähnliches anzuschauen, und hat neue Facetten von Kirche und Gottesdienst kennen gelernt. Am Abend stand der große Abschlussgottesdienst in Berlin am Brandenburger Tor an, jedoch gab es auch hier wieder viele kleiner Abschlussveranstaltungen.
Am Sonntag fand der traditionelle Festgottesdienst statt, jedoch nicht in Berlin, sondern in der Lutherstadt Wittenberg. Auch hier hatten die ganze Woche über schon Veranstaltungen stattgefunden, und viele Besucher waren sogar schon am Samstag nach Wittenberg gereist, um auf den Elbwiesen bei bestem Wetter unterm Sternenhimmel zu übernachten. So fand der Kirchentag seinen gebührenden Abschluss in der Stadt, wo Luther die Reformation ins Rollen brachte.

Abschließend kann man festhalten, dass der Kirchentag in Berlin eine erfolgreiche Veranstaltung war. Kritik bleibt natürlich nicht aus, besonders am zunehmend politischen Charakter der Veranstaltung. Nichtsdestotrotz war es ein tolles Erlebnis, mit anderen Christen zusammen zu kommen und in Gemeinschaft Jesus Christus zu feiern. Erfrischt gehen wir zurück in den Alltag und freuen uns darauf, in zwei Jahren in Dortmund wieder dabei zu sein.


Dienstag, 6. Juni 2017

Film: Entfesselt

via
Glaubst du auch nur das, was du siehst?
Aber um ehrlich zu sein, gibt es auch Dinge, die man sich trotzdem nicht erklären kann.
Nicht alles,w as man sieht, ist auch tatsächlich so wie man es sieht.
Eine Kunst, die vor allem Illusionisten beherrschen. Mit ein bisschen Magie und trickreichem Können, zaubern sie Illusionen, nehmen uns mit in eine andere Welt und sind Meister der Täuschung.
Einer von ihnen ist Harris III.
Er erzählt seine Geschichte im Film "Entfesselt".
Alles fing an mit einem Zauberkasten, den er geschenkt bekam - nicht gerade sein Wunschgeschenk, wie er gesteht. Aber fasziniert davon und vor allem vom großen Houdini, möchte er lernen, zu sein wie der große Magier. Und der gelingt dem ihm.
Mit seiner Kunst nimmt der Meisterillusionist sein Publikum mit in eine andere, magische Welt, und verliert sich selbst dabei. Er erliegt seiner eigenen Illusion aus Materialismus und Ruhm und muss feststellen, dass das nicht alles ist, dass ihm trotzdem etwas wichtiges in seinem Leben fehlt.
Der Film gewährt tiefe Einblicke in die wahre Geschichte des Illusionskünstlers und zeigt, wie er auch heute noch Illusion und Glaube zusammenbringt und auf der Bühne nicht nur Zauberkünstler ist, sondern auch Evangelist.
Ein großartiger Film für die ganze Familie.
Wie bei SCM Hänssler üblich, findet man auf der DVD auch noch Bonusmaterial, um das Thema des Films weiter zu vertiefen, was auch den Einsatz in der Gemeinde erleichtert.
Zu kaufen gibt es die DVD aktuell für 9,95 € bei SCM Hänssler.

Titel: Entfesselt
Originaltitel: Entangled
Genre: Spielfilm
FSK: 6 Jahre
Veröffentlichung: 09/2014
Länge: 103 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Preis: 9,95 €



Montag, 5. Juni 2017

Impuls für deine Woche

via
Heute ist kein gewöhnlicher Montag. Heute ist Pfingstmontag und deshalb Feiertag. Es bietet sich also wie jedes Jahr im Frühsommer Gelegenheit, die Geschichte des ersten Pfingstfestes vor etwa 2000 Jahren ins Gedächtnis zu rufen.
Die Jünger waren damals in Jerusalem versammelt. Die großen Ereignisse lagen alle hinter ihnen: Die viele Erlebnisse, Gleichnisse und Wunder, die sie mit Jesus erlebt hatten. Leiden und Kreuzigung. Jesus war vom Tod auferstanden und hatte sich ihnen gezeigt. Schließlich war er in den Himmel aufgefahren und die Jünger mit einer Zusage zurückgelassen: Sie sollten vom Geist Gottes erfüllt werden. Und dann an einem Tag passierte es schließlich: Die Zusage wird erfüllt, der Geist Gottes kommt und die Jünger fangen an in verschiedensten Sprachen zu predigen und stellen damit förmlich die ganze Stadt auf den Kopf.
Es ist eine beeindruckende Geschichte, die damals wie heute Verwirrung und Faszination hervorrufen kann. Und sie scheint unglaublich weit weg vom heutigen Alltag und dem, was wir uns erklären oder vorstellen können. Aber ist sie wirklich soweit weg?
Mir persönlich kommen einige Aspekte sehr bekannt vor und dir wird es vielleicht ähnlich gehen.

Wie oft kommt es einem vor, als fände das Leben in einer Warteschleife statt, besonders auch im Glaubensleben. Die Bibel steckt voller ermutigender Zusagen. Doch wenn man ehrlich ist, passiert es viel häufiger, dass man sich an einer solchen Zusage festklammert, als das man sich an einer erfüllten Zusage erfreuen kann. Meine Gebete bestehen meist nur aus Bitten, und danach verbleibe ich und warte, was Gott den nun macht und wann er endlich handelt. Vielleicht hat Gott dir persönlich etwas zugesagt, und nun fragst du dich, wann die Zusage in Erfüllung gehen wird.
Es scheint, dass Warten ein existenzieller Bestandteil im Lebens und im Glauben ist.
Heute wie damals.
Es steht zwar nicht explizit in der Bibel, inwiefern die Jünger von Ungeduld erfüllt waren, als sie in Jerusalem auf Gottes Geist warteten, aber dass sie warten mussten ist gewiss. Und auch wenn dir dein Warten endlos erscheint, die Pfingstgeschichte berichtet auch vom entscheidenden Ereignis und vom Ende des Wartens: Gottes Geist kommt.

Gott wird seine Zusagen erfüllen und dem Warten ein Ende bereiten.

Wie lange dein Warten auch schon dauert und wie lange es noch dauern mag, du musst nicht ewig warten. Es liegt eine große Chance in dem Vertrauen, dass Gott treu ist und seine Versprechen erfüllt. Dann muss das Warten nicht mehr zu Verzweiflung führen, sondern kann voll Zuversicht sein. Lass den heutigen Tag einen Anlass sein, dich auf Gott zu verlassen und voll Zuversicht auf das zu warten, was er zur richtigen Zeit erfüllen wird.

Und ein letztes sollten wir auch nicht vergessen: Wenn Gott sein Versprechen erfüllt, wenn sein Geist kommt, dann geht es erst richtig los...

Donnerstag, 1. Juni 2017

Impulse for your month

via
Today I want to talk about friendship.
True friendship is really important. We often underestimate this. Many friendships break today, because we don´t care about them enough, or because we destroy them, by disappointing each other.
I recently read a book about friendship and want to share some points that became important to me:
It’s important to invest into the friendship. To talk about what´s important to you and to take time for the other person, without looking for your own benefit. But also without using the selflessness of the other person.
Another important point is, to not being jealous of your friend, when is having a good time. But to be happy for him and show it, that you’re happy. Cause if you divide happiness it gets double.
It´s also important to help each other, if one is having a hard time. Not to feel too good to get dirty and to go through every high and low together. Because a one-sided friendship destroys the person who is investing more into the friendship. But you also have to let people help you.
I hope that someone could take something out of this.

Montag, 29. Mai 2017

Impuls für deine Woche

Geht es dir auch manchmal so, dass du dich über jemanden ärgerst - und das dann vielleicht auch noch den ganzen Tag über. Er oder sie hat irgendetwas dummes gesagt oder gemacht und das regt dich so sehr auf, dass du den ganzen Tag damit verbringt drüber nachzudenken und dich aufzuregen. Vielleicht überlegst du ja sogar, wie du das dieser Person heimzahlen kannst.
Ganz schön quälende Gedanken, die einen da verfolgen.
Und schwuppdiwupp rauben sie dir Kraft und Zeit, die dir dann für wichtigere Dinge fehlt.
Manche Dinge und vor allem manche Menschen kann man nicht ändern. Da bleibt einem nur dafür zu beten. Man kann z.B. dafür beten, dass die Dinge sich ändern oder dass Gott dich ändert, damit du anders damit umgehen kannst und du deine Zeit und Kraft in andere Dinge investieren kannst, z.B. in Menschen, die du magst oder die dich mögen oder in Dinge, die dir und deiner Umgebung gut tun und du Gott damit eine Ehre machen kannst. Damit alle Dinge, die wir tun in Liebe und zur Ehre Gottes geschehen können. Lies mal in Kolosser 3 den Vers 17 oder 1. Korinther 10,  Vers 31.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Thema des Monats: Kirche heute


Chris ist der 2. von rechts
Christ ist Bassist bei Staryend. Ende April haben die 5 ihr Debütalbum und ein Musikvideo zur ersten Single "Stay With Me" veröffentlicht. Finanziert wurde das Album mit der Hilfe der Fans über eine Crowdfunding-Kampagne.
Für sie sind aber nicht nur die Fans wichtig, sondern auch Kirche bzw. Gemeinschaft mit anderen Christen.
Bereits letztes Jahr hat Chris einen Beitrag zum Thema des Monats beigetragen.
Aber was bedeutet Kirche für ihn?


An was denke ich, wenn ich das Wort Kirche höre? Was versteht man selbst darunter und was können andere darunter verstehen?
Kirche ist nicht für jeden gleich. Der eine versteht darunter ein altes Gebäude, das in fast jedem Dorf zu sehen ist und irgendwie dazu gehört. Aber wirklich damit etwas anfangen können viele gar nicht. Für andere wiederum kann es die gewohnte Umgebung sein, zu der man regelmäßig geht, sich aufhält und tiefe Bewegungen haben kann.
Früher war das mit Sicherheit auch so. Viele Leute hatten keinen großen Bezug zur Kirche und schon damals war es für viele ein sehr lästiges Thema. Wenn man sich aber einmal die Zahlen der Kirchenaustreter anschaut, dann kann man sehr gut erkennen, dass dort ein sehr großer Trend zu vernehmen ist. Immer mehr Leute treten aus der Kirche aus und viele Kirchenzugehörige, zumindest auf dem Papier, kommen wenn überhaupt unregelmäßig. In der heutigen, schnelllebigen Zeit will man sich gar nicht mehr auf Kirche einlassen. Es gibt Leute die schlechte Erfahrungen mit der Kirche gemacht haben, Leute die Kirche gar nicht richtig kennen und Leute die lieber „auf sich allein“ gestellt sind. Wenn ich mit manchen von diesen Leuten rede, dann sind die meisten Dinge auch nachvollziehbar. Was ich dabei oft höre sind vor allem Dinge, die auf Zwischenmenschlichkeiten zurückzuführen sind. Genau hier erkennt man dann sehr schnell, wenn der Sinn der „Kirche“ verfehlt wurde.
Aber wie sollte Kirche eigentlich sein?
Meiner Meinung nach liegt genau hier der Ansatz, wie man Kirche im Allgemeinen, aber auch speziell in der heutigen Zeit leben und erleben sollte. Denn Kirche muss nicht zwingend in dem alten Gebäude mit dem Turm stattfinden. Kirche sollte dort stattfinden, wo Christen sich begegnen, man Gottesdienst feiern und gemeinsam Jesus näher kommen kann. Auch nicht nur Sonntag morgens oder an Weihnachten, vielleicht mal an Ostern. Sondern auch mal an einem Samstagabend oder auch in kleineren Kreisen unter der Woche.
Kirche heute kann viel bewegen und bewirken. Es gibt viele Events und Menschen die genau das vor leben. Bist Du auch so jemand? Kennst Du solche Leute? In jedem von uns steckt dieses Potential. Sei auch Du ein Teil davon!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Download: C-DUB - Transformed

via
Heute haben wir Neuigkeiten für die Hip Hop Freunde unter uns: einen kostenlosen Download des US- Rappers C-DUB.
Auf Noisetrade könnt ihr euch die EP mit 6 Songs kostenlos herunterladen, und wenn ihr möchtet eine kleine Spende für den Künstler da lassen.

Wir haben für euch schonmal reingehört in "Transformed" - orientiert hat sich C-DUB klar an Römer 12,2, für alle die nachlesen möchten.
Das Intro legt direkt einen leicht mit Trap angehauchten Beat an den Tag und geht ordentlich vorwärts. Damit wird ein Vorgeschmack auf die ganze EP geleistet, zieht sich dieses Thema doch durch jeden einzelnen Track auf der Platte. Vor allem der Text hat es hier in sich: C-DUB hat keine Angst davordie Dinge auszusprechen die viele Christen sonst nur ungern sagen. Hinhörem lohnt sich also.
Der zweite Titel, "Naver fails" hat zwar augenscheinlich einen Schreibfehler im Namen, jedoch spiegelt das sehr gut die Botschaft des Songs wider. Gottes Liebe wird uns niemals im Stich lassen, egal wie unperfekt wir sind. Die Stimmung des Songs ist hier nicht so "düster" wie im Intro, und im Refrain kommt richtig eingängiger Clean Gesang zum Einsatz.
"Uncool", das nächste Lied auf der Platte, befasst sich mit der Reaktion anderer auf die eigene Veränderung durch den Glauben. Man schwimmt nicht mehr mit, ist nicht mehr Konform mit dem alten Umfeld. Anderen fällt das auf und man wird als uncool abgestempelt. Aber selbst wenn - dann ist das halt so, und ich werde genau das zelebrieren; so die Message des Songs.
Ganz anders als die vorherigen Titel ist "So Amazing". Der Track beginnt mit gesungenen Vocals, ist mit Pianomusik hinterlegt und hat eine sehr positive, andächtige Stimmung inne. C-DUB beweist so, dass er nicht nur knackige Rhymes produzieren kann, sondern auch in Richtung Gospel Fähigkeiten hat. Und was kann man in so einem Lied schon mehr sagen als "Lord, you are so amazing"?
Ähnlich verhält es sich mit dem nächsten Song, der auch sehr ruhig ist, aber wieder einen rhythmischen Beat mitlaufen hat. Hier kommen neben dem Piano auch Streichinstrumente zum Einsatz und der Refrain ist erneut sehr eingängig und lädt zum mitsingen ein. Das Lied ist mehr oder weniger ein Dankgebet an Jesus für seine unendliche Liebe und der Ausdruck der Sehnsucht nach Gottes Nähe.
Der letzte Track legt nochmal ordentlich vor, mit schnell gespitteten Rhymes und einem trappigen Beat. Im gesamten Song schwingt eine bestimmte Entschlossenheit mjt - das tief verankerte Wissen, dass Jesus mit uns ist, egal wo wir sind, und dass Gott uns treu bleibt. Mit welcher Botschaft hätte man die EP besser beenden können?
Für alle Fans von Lecrae sollte diese EP frischen Wind ins Plattenregal bringen. Denn nicht nur gelingt es C-DUB klassische Elemente des Genres mit dem aktuellen Trend zu verbinden, auch inhaltlich hat "Transformed" jede Menge zu bieten. Eine klare Empfehlung für alle Hip Hop Liebhaber!

Montag, 22. Mai 2017

Impuls für deine Woche

via
Vor einiger Zeit fuhr ich nachts auf dem Weg nach Hause mit dem Auto über eine Landstraße. Vor einer Querstraße erschien dann wie oftmals üblich eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die meisten kennen diese Situation vermutlich: In alle vier Himmelsrichtungen kein Mensch oder Auto, geschweige denn ein Polizist zu sehen. Warum denn jetzt bremsen, es kommt ja sowieso keiner und es sieht ja auch keiner. Während ich also erst bremste, dann langsam dahin zuckelte und mich in meinem Vorhaben schnell nach Hause zu kommen ungemein gehindert fühlte, dachte ich nach.
Am helllichten Tag, wenn alle zuschauen, halten sich die meisten an die Vorschriften. Aber alleine, im Dunkeln, wenn keiner hinsieht, ist das nicht mehr ganz so selbstverständlich.
Das ist nicht nur im Straßenverkehr so, mir fällt das auch sonst im Leben auf. Auch wenn es dort weniger um Vorschriften geht als vielmehr um das allgemeine Verhalten. In einer Gruppe herrscht eine kollektive Moral. Bei einem Picknick achten oft alle gemeinsam darauf, dass kein Müll in die Gegend geworfen wird und man ermahnt sich dazu auch gegenseitig. Aber wenn ich alleine durch den Park schlendere und kein Papierkorb ist in Sicht, dann fliegt das Kaugummipapier schnell durch die Luft und ins Gras. Es sieht ja keiner und ein kleines Stückchen Papier ist ja auch nicht so schlimm. So passiert es häufig: Eine kleine Notlüge hier, zu viel Wechselgeld dort, was ich nicht zurückgebe. An vielen Stellen schleichen sich kleine Alltagssünden ins Leben ein. Und das, obwohl wir selbstverständlich wissen, was wir in diesen Situationen eigentlich hätten tun sollen.
Warum tun wir dann nicht das, was wir tun sollten?
Ganz einfach, weil keiner zuschaut. Wir Menschen sind so sehr von unserer Umgebung abhängig, vor allem von den Menschen unserer Umgebung, dass unsere Worte und Taten immer davon abhängen. Dabei greift diese Sichtweise viel zu kurz. Denn es geht eben genau nicht darum, Gutes zu tun wenn gerade viele dabei sind und sonst in Gleichgültigkeit zu leben. Auch wenn der Satz unglaublich abgedroschen klingt, wahr ist er dennoch: Gott sieht alles. Und er wird uns für alles, was wir so getan und unterlassen haben, zur Rechenschaft ziehen. Das wird (zum Glück) nicht zwangsläufig ins Verderben führen, weil wir auf die Gnade durch Jesus Christus vertrauen können. Trotzdem sollten wir das Beste geben in unseren Worten und Handlungen, immer, egal wie das Publikum im Moment aussieht. Wir sollten auch dann langsam fahren, wenn nachts keiner da ist, und es uns wir riesiger Blödsinn vorkommt.

Ich wünsche dir für die neue Woche den Mut und die Kraft, auch dann das Richtige zu tun, wenn keiner hinsieht.

Freitag, 19. Mai 2017

Buch: Tobias Faix - Logbuch Berufung

via
Viel, nicht nur junge Menschen stehen vor der Frage, was sie aus ihrem Leben machen wollen oder daraus gemacht haben? Habe ich etwas bewirkt? Tue ich das, wozu ich berufen bin? Was will Gott von mir? Was ist sein Wille für mein Leben?
Fragen über Fragen. Aber woher kommen die Antworten?
Bist du noch auf dem Kurs oder brauchst du eine kleine Navigationshilfe?
Ratgeber gibt es viele und man könnte meinen, dass das Buch "Logbuch Berufung - Navigationshilfen für ein gelingendes Leben" eines von vielen ist. Aber das Buch von Tobias Faix ist anders.
Es bietet keine allgemeingültige Formel, wie man seine Berufung findet oder gibt vor, was das Richtige ist.
Auf ehrliche und authentische Weise bietet er mögliche Wege um etwa süber die eigene Berufung heraus zu finden. Dies unterstreicht er mit Beispielen aus der Bibel aber auch mit Erfahrungen von Menschen aus seinem Bekanntenkreis. So erzählt beispielsweise Goofi Müller aus seinem Leben und seinem holprigen Berufungsweg.
So zeigt er ganz authentisch, dass es kein Richtig oder Falsch gibt, sondern dass man manchmal auch einen Umweg gehen muss, um dort anzukommen, wo Gott einen haben will.
Tobias Faix nimmt den Leser aber auch ganz aktiv mit auf diese Berufungsreise indem er Aufgaben und ganz persönliche Fragen in sein Logbuch einbindet und dazu auffordert sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Für Tobias Faix steht eins fest: es ist nie zu spät dafür seine Berufung zu finden und zu leben.
Da es sich bei dem Thema Berufung um ein sehr vielseitiges Thema handelt, gibt er weiterführende Buchtipps zum Vertiefen.
Mit seiner Art und Weise, die keineswegs aufdringlich wirkt, ist das "Logbuch Berufung" ein längst überfälliges Buch, wie es Torsten Hebel im Vorwort beschreibt.
Ein hervorragendes, ermutigendes und vor allem inspirierendes Buch.
Das Buch gibt es für 9,95 € bei Francke.
Eine Leseprobe gibt es hier.

Montag, 15. Mai 2017

Impuls für deine Woche

via
Es gibt Dinge, die wir sehen können und Dinge die wir nicht sehen können.
Ein Regenbogen entsteht nur, wenn Sonnenstrahlen auf Wassertropfen treffen. Das weiße Licht bricht sich dann in den Regenbogenfarben. Ohne das Zusammenspiel von Sonne und Regen kann allerdings kein Regenbogen entstehen.
Aber gibt es um uns herum nicht auch nur Dinge, die wir unter bestimmten Voraussetzungen erst zu erkennen sind. In Zeiten der Not gibt es immer wieder Menschen, die sich gerade erst in diesen schwierigen Zeiten erheben und sich mit allem Mut und Glauben für das Gute einsetzten. Unter normalen Umständen würden solche Menschen eventuell niemals aufstehen müssen, da es kein Unrecht gibt, gegen das sie aufstehen müssen. Viele dieser Menschen nennt man Helden. Lustiger Weise sehen sich diese selbst aber fast nie so. Ihrer Meinung nach haben sie oft nur getan was sie für richtig hielten.
Oft ertappe ich mich dabei wie ich andere oder mich selbst für zu schwach halte, in einer schwierigen Situation so zu handeln, wie z.B. Bohnhoefer, Sophie Scholl, Martin Luther, Paulus, Petrus, die Verfolgten Christen sowohl damals wie heute und so viele andere.
Würdet ihr euch für mutig genug halten, die Welt verändern zu wollen? Mit eurem Leben für euren Glauben und eure Ideale einzustehen?
Ich kann euch beruhigen. Kaum jemand von den oben genannten Personen wollte das. Sie wollten nur für ihre Überzeugungen aus ganzem Herzen einstehen und wenn das ihre Leben gefährdete, dann war es halt so.
Gott selbst war sich klar, dass seine Nachfolger auch in Gefahr kommen würden. Er gab uns Bibelverse für solche Zeiten. Verse die uns zeigen, dass Gott uns beisteht und zu uns steht.

Siehe, Gott steht mir bei, der HERR erhält meine Seele.
(Psalm 54,4)

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; habe keine Angst, denn ich bin dein Gott.
Ich helfe dir, ja, ich mache dich stark, ja, ich halte dich mit meiner hilfreichen Rechten. 
 (Jes.41,10)

Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den Herrn verlässt, wird beschützt.
(Sprüche 29,25)

So können wir getrost sagen: »Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten;
was kann mir ein Mensch tun?«
(Hebräer 13,6)

Lasst uns voller Zuversicht in den nächsten Tag gehen, den Mund aufmachen wenn wir Ungerechtigkeit sehen und immer auf Gott und seine Versprechen vertrauen.

Euch allen eine gesegnete Woche.

Freitag, 12. Mai 2017

Wir sind wieder unterwegs: 36. Deutscher Evangelischer Kirchentag

via
Vom 24.-28. Mai 2017 geht der Deutsche Evangelische Kirchentag in seine 36. Runde. Dieses Mal
werden sich ca. 100 000 Menschen in Berlin treffen um dort 5 Tage unter dem Motto "Du siehst mich" zu verbringen.

Anlässlich des 500. Jahrestag der Reformation gibt es diesesmal etwas Besonderes. Sechs Kirchentage auf dem Wege in acht Städten: Dessau-Roßlau, Erfurt, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Leipzig und Magdeburg sind kulturelle, spirituelle und touristische Stationen auf dem Weg zum gemeinsamen Festgottesdienst am 28. Mai 2017 in Wittenberg.
Von Donnerstag, 25. Mai, bis Samstag, 27. Mai, feiert jede Stadt 500 Jahre Reformation mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen thematischen Schwerpunkten.

Auch das Programm wieder breitgefächert. Das Programmheft umfasst es in knapp 600 Seiten. Man kann natürlich auch die APP nutzen, die es für Android und iOS gibt.
Damit ist man auch immer auf dem aktuellen Stand und hat sein Programm etwas kompakter zur Hand.

Ein paar interessante Programmpunkte haben wir für euch rausgesucht:
Am ersten Tag sollte man einen der drei Eröffnungsgottesdienst nicht verpassen. Er ist die perfekte Einstimmung für die erlebnisreichen 5 Tage in Berlin. Mit dem Abend der Begegnungen stellt sich Berlin und seine Gemeinden vor und verwandeln die Innenstadt in ein großes Straßenfest mit buntem Angebot.

An den nächsten 3 Tagen lockt der Kirchentag mit einer bunten Vielfalt an Programmpunkten. So warten verschiedene Bibelarbeiten, Gottesdienste, Konzerte, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Theaterstücke, Mitmachaktionen und Workshops auf einen.
Neben Max Giesinger oder Samuel Harfst stehen auch die Wise Guys, Chris Lass, Albert Frey, Solarjet, Könige und Prister und viele mehr auf der Bühne.
Mit Margot Käßmann, Dr. Thomas de Maiziére, Dr. Eckart von Hirschhausen und weiteren Theologen in der Bibel lesen und darüber nachdenken.
Auch Ausstellung zum Motto sind in Berlin und den Kirchentagen auf dem Wege verteilt, die nur darauf warten besucht zu werden.

Highlight ist für einige der Hauptvortrag am Donnerstag. Zum Thema "Engagiert Demokratie gestalten - Zuhause und in der Welt Verantwortung übernehmen" sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama.

Abgeschlossen wird der DEKT mit einem großen Festgottesdienst in Wittenberg am Sonntag. Hierzu fahren ab 4 Uhr in berlin die Shuttelzüge kostenfrei. Weiter Infos und alle Programmpunkte gibt es hier,  hier als PDF oder in der APP.

Teilnehmen kann jeder am Kirchentag. Dauertkarten als auch Tagestickets gibt es noch online oder vor Ort in Stuttgart.
Weitere Infos rund um den Kirchentag gibt es hier.

Dienstag, 9. Mai 2017

Buch: Max Lucado - Drei Minuten mit Gott

via
Manchmal fehlt im Alltagsgewusel einfach die Zeit, um intensiv Bibel zu lesen.
Da kommt das Buch "Drei Minuten mit Gott" von Max Lucado gerade Recht, denn 3 Minuten hat man meistens noch bevor man los muss auch wenn man total fertig nach Hause kommt und schon wieder zum nächsten Termin hetzen muss.
3 Minuten mit Gott - das bedeutet eine kurze Andacht.
Die Kurzandachten in diesem Buch beginnen mit einem Bibelvers. Max Lucado schreibt dann kurze Gedanken und Begebenheiten aus seinem Alltag dazu und schließt das ganze mit ein paar Gedanken und Fragen zum Nachdenken ab.
Für jeden Tag des Jahres gibt es eine Andacht. So kann man einfach mitten im Buch anfangen und es für seine tägliche Bibellese auch noch im nächsten Jahr nutzen.
Der Untertitel "365 Powerpacks für deinen Glauben" hat es in sich, denn an manchen Tagen fordert Max Lucado einen ganz schön heraus, nicht nur zum Nachdenkne, sondern auch zum Umdenken.
Die Andachten sind alltagsnah und leicht verständlich geschrieben. Dadurch eignen sich diese Andachten auch für Menschen, die gerade erst zum Glauben gekommen sind.
Erhältlich ist das Andachtsbuch mit Umschlagband und Lesezeichen für 16,99 € u.a. bei Gerth Medien.

Montag, 8. Mai 2017

Impuls für deine Woche

via
Kennen wir die Situation? Ein kleines Steinchen ist überraschend in unseren Schuh gelangt. Es drückt beim Gehen und macht sich unangenehm bemerkbar. Oft nehmen wir uns nicht die Zeit, das Steinchen zu entfernen. Wir schütteln es in eine Ecke des Schuhs und können kurze Zeit beschwerdefrei laufen. Aber das Steinchen kommt von Zeit zu Zeit wieder zum Vorschein. Unser Wohlbefinden ist dahin. Schmerzhafte Blasen sind die Folgen.
Was ist notwendig? Anhalten und den Schuh ausleeren und nicht länger das Steinchen verdrängen. So kleine Steinchen können in unserem Leben:

• verletzende Worte,
• unangenehme Erinnerungen,
• Streit (unbewältigte Konflikte,
• Neid,
• Unwahres in unserem Leben oder
• Sünde und unvergebene Schuld sein.

Wenn wir unseren Weg ohne Schaden fortsetzen wollen, muss das »Steinchen« aus dem Dunkel des Schuhs und ans Licht gebracht werden. Wir schleppen hin und wieder ein Leben lang solch ein Steinchen mit uns herum. Fast immer leidet nicht nur unser eigenes Befinden darunter, sondern uns nahestehende Menschen sind mit betroffen. Wir stehen in der Gefahr, es immer wieder zu verdrängen, obwohl es uns fertig macht. Die Lösung: Aufeinander zugehen und sich gegenseitig vergeben! Dann können wir geheilt und froh unsere Lebenswanderung fortsetzen.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Thema des Monats - Kirche heute

René Böckle liebt Musik, Menschen und Events.
Er lebt in Stuttgart, ist dort als Jugendreferent für die Evangelische Jugend Stuttgart tätig. Nebenberuflich ist er seit 2013 als DJ FAITH unterwegs. Mit einem Mix aus christlichen und säkularen Songs gespickt mit Impulsen zum Nachdenken begeistert er deutschlandweit. „Ich liebe es, junge Menschen zum Tanzen, Springen und Feiern zu bringen. Aber Leben ist mehr als Party. Darum genieße ich es, die Gäste einer Veranstaltungen mit kurzen Impulsen in meinen Sets zu überraschen. Die Lebenswelt der Menschen wahrzunehmen und nachzufühlen und hierdurch Lebensbegleiter sein zu können in einem erfüllten Leben mit Gott ist meine Passion. Denn wir haben jeden Grund beziehungsweise den besten Grund zu feiern. Ein Leben mit Gott.“
Auf diesem beruflichen und auch im privaten Hintergrund ist das Thema Kirche heute immer präsent. Folgend seine Gedanken hierzu:


Volle Kirchenräume – Menschen die singen, tanzen, lachen, leben – jung und alt gemeinsam, tief im Glauben verbunden und vereint.
Eine Wunschvorstellung? Oder nicht viel mehr ein Ziel, dass es zu erstreben gilt?

In meiner Arbeit als Jugendreferent erlebe ich leider immer wieder Gottesdiensträume, die nur mit wenigen Besucherinnen und Besuchern besetzt sind. Ja, für diejenigen, die kommen, ist das vielleicht genau das Angebot, das sie suchen und das ihnen gut tut. Aber es drängt sich mir doch die Frage auf, wo all diejenigen sind, die wir nicht erreichen. Und warum wir sie mit unserem Angebot Kirche, unserer Botschaft nicht erreichen.
Als Kontrast an dieser Stelle bietet sich das Bild dass ich erlebe, wenn ich als DJ auf christlichen und kirchlichen Veranstaltungen unterwegs bin. Volle Räume, Menschen jeglichen Alters die begeistert tanzen, mitsingen, feiern. Natürlich ist das an dieser Stelle ein unfairer Vergleich, da es ja bei einer Party ums feiern und das Event geht. Und doch zeigt sich in diesem Moment, dass sich auch im kirchlichen Kontext Räume (mit Leben) füllen und Jugendliche sich begeistern lassen.

Muss Kirche also ein Event werden? Eine große Show mit vielen Effekten?
Ich beobachte, dass wir als Kirche* große attraktive Konkurrenz bekommen haben. Und der Mehrwert von einem Leben mit Gott und mit der Kirche für viele Menschen nicht mehr erkennbar und nachvollziehbar scheint.

*“Wir als Kirche“ – ich spreche an dieser Stelle von der württembergischen Landeskirche, wie ich sie erlebe. Jedoch finde ich, dass nicht mehr von der einen Kirche gesprochen werden kann. Die Glaubens- und Kirchenlandschaft hat sich vielfältig und kreativ verändert. Viele junge und lebendige Gemeinden gestalten unsere Gesellschaft. Somit führt der Titel des Artikels in die Schwierigkeit, eine Kirche zu beschreiben, die es in der ursprünglichen Form nicht mehr gibt. Auch muss meiner Meinung nach zwischen Kirche als Institution und der gelebten Religion getrennt werden. Allzu oft werden diese beiden Bereiche jedoch von der Gesellschaft als eines verstanden. Denn für das Reden mit Gott und für das Ausleben meiner Religion benötige ich im ersten Moment keine Kirche. Jedoch kann und soll mir Kirche Heimat geben, Gemeinschaft stiften und soziale, gesellschaftliche Aufgaben übernehmen.  Es geht um einen gelebten und lebendigen Glauben der in der Gemeinschaft Kirche Heimat findet. Und Kirche ist dabei mehr als der Sonntagmorgengottesdienst. Kirche ist für mich die Gemeinschaft aller Gläubigen, die in einem Miteinander ihr Leben mit Gott und füreinander gestalten. Sie geben mit ihrem Leben den Menschen, die bisher kein Leben mit Gott führen einen Ausblick, ein Beispiel für ein Leben mit Gott.

Wenn ich mir also selbst die Frage stelle, wie Kirche heute sein soll beziehungsweise was sie leisten sollte, so fallen mir folgende Thesen ein:

> Kirche soll und muss anziehend und spannend für Menschen jeglichen Alters sein.
> Kirche muss sich mit den aktuellen Problemen der Gesellschaft und der Welt befassen
> Kirche soll und kann im Gottesdienst als ein Angebot der Kirche ein Beispiel dafür geben, wie lebendiger Glaube, wie ein Leben mit Gott aussehen kann
> Kirche muss lebendig sein
> Kirche muss sich in der Gesellschaft bewegen, darin aktiv vorkommen und im Gespräch sein
> Kirche soll sich in die Gesellschaft und das Weltgeschehen einmischen und den Mund aufmachen, auch wenn es mal unangenehm ist.
> Kirche soll Lebensbegleiter sein, der den Menschen als Gegenüber ernst nimmt.
> Unsere Kirche soll Menschen beteiligen, ihre Gedanken, Wünsche und ihr Engagement ernst nehmen und sie in der Arbeit einbinden. In besonderer Weise gilt es meines Erachtens zu hören, was sich die Kinder, Jugendliche, jungen Erwachsenen, wünschen, denn sie sind die Kirche von Morgen. Ihnen schon heute Heimat zu bieten mit ihren Lebensbelangen finde ich unabdingbar.
> Es gilt als Kirche auf die Menschen jeglichen Alters der Gesellschaft zuzugehen und nicht die Menschen auf die Kirche.

Ich sage, es beginnt bei mir. Kirche ist, was ich daraus mache. Daher gilt jeglicher Anspruch, den ich vorhergehend genannt habe auch für mich selbst in meinem Alltag!
Es liegt an mir, an dir, an jedem selbst, Kirche zu gestalten.


Dienstag, 2. Mai 2017

Buch: Lee Strobel - Gott auf der Spur

via
Lee Strobel ist in einem christlichen Haushalt aufgewachsen - und doch kann er nie richtig verstehen, was dahinter steckt. Von seinem Vater erfährt er keine Liebe: als viertes, ungeplantes Kind wurde er zwar groß gezogen, aber lediglich akzeptiert. Nie erfährt er Gnade. Und doch merkt er, dass es mehr geben muss; dass es Gnade geben muss. Er macht sich auf den Weg, um unterschiedliche Menschen kennen zu lernen, die Gnade auf einzigartige Weise erfahren haben.

Der Journalist reist um die Welt und trifft auf die unterschiedlichsten Schicksale. All diese Beschreibt er in seinem Buch "Gott auf der Spur": Sei es ein koreanisches Waisenkind, das von seiner Mutter verstoßen wurde, sich auf der Straße durchschlagen musste und schließlich doch neue Eltern, elterliche Liebe und Heimat finden konnte oder der Drogensüchtige, der erst um ein Haar sein Leben verlieren musste um Wahres Leben wiederzufinden. Acht Schicksale beschreibt er und kommt mit den Personen, die dahinter stehen, ins Gespräch. Jeder einzelne erzählt, wie Gnade ihr Leben veränderte - und wie schwer es war, diese Gnade anzunehmen. Schließlich ist sie ein Geschenk Gottes, das man willentlich akzeptieren muss. und wenn man nie zuvor Gnade erfahren hat, wie soll man damit umzugehen wissen?
Eines jedoch haben alle Geschichten gemeinsam: Das Waisenkind, der Drogensüchtige, der Professor, der Schlächter, der Obdachlose, der Pastor, der verlorene Sohn und zuletzt auch der Autor Lee Strobel selbst durften Gottes große Gnade erfahren und lernen, sie anzunehmen.

Eindrucksvoll und mitreißend beschreibt Lee Strobel die Geschichten seiner Gesprächspartner. Beim Lesen wird einem ein ums andere Mal bewusst, wie gesegnet man ist - mit seiner Familie, Freunden, einem Dach überm Kopf. Ein sehr empfehlenswertes Buch, das mitfühlen lässt.

Erschienen ist "Gott auf der Spur" bei Gerth Medien und für 14,99€  im Handel erhältlich.

Montag, 1. Mai 2017

Impulse for your month

When was the last time you've received a letter? A handwritten letter? A note?
I don't mean a note by your mom to go to the store to buy some milk.
I mean a real note or even a real letter with some nice and warm words.

You can't remember?

Don't worry!

We have one for you.

Jesus wrote it for you.
He loves you and he is waiting for you. He'd love to speak with you.
And he's calling.

Now it's your turn: Will you answer his call?

Impuls für deine Woche

Ich war mit dem Auto unterwegs. Während ich auf der Autobahn Kilometer um Kilometer dahinfuhr, bemerkte ich, wie der Himmel sich mit Wolken überzog. Es wurde immer dunkler, die ersten Tropfen fielen. Dann brach ein furchtbares Gewitter los. Die Blitze zuckten und das Getöse der Donner übertönte das Geräusch des Motors. Und ich saß in meinem Wagen und hatte gar keine Furcht.
Wie kam es, dass ich mich nicht fürchtete? Ganz einfach: Ich hatte irgendwann einmal früher in der Schule gut aufgepasst, als uns der Lehrer von dem Faradayschen Käfig erzählt hatte. Mit dem Faradayschen Käfig hat es folgende Bewandtnis: Wenn ein Mensch in einem metallisch umschlossenen Raum ist, und es schlagen von außen elektrische Funken auf, dann bleibt die Ladung auf der äußeren Oberfläche und der Mensch bleibt unversehrt. (Ein Blitz ist so ein elektrischer Funke.)

Warum erzähle ich dieses Erlebnis? Weil ich mich etwas geschämt habe. Ich saß im Auto und fühlte mich völlig sicher (geborgen in dem Faradayschen Käfig), weil ich den Worten irgendeines Lehrers Glauben schenkte. Doch wie oft fürchte ich mich in den »Gewittern« dieses Lebens - obwohl ich doch das Wort meines Gottes habe: »Ich will dich nicht versäumen und dich nicht verlassen!« (Hebräer 13,5). Mein Lehrer hat uns bestimmt vieles erzählt, was inzwischen längst von der Wissenschaft überholt ist, und ich glaubte ihm. Und was Gott sagt, was doch in Ewigkeit Bestand hat, das bezweifeln wir alle leider so oft.

Dabei können wir in der Bibel lernen, dass es nicht eine einzige Person gab, die auf Gott vertraute und von ihm enttäuscht wurde. Als die Jünger von Jesus am Ende ihrer gemeinsamen Dienstzeit gefragt wurden, ob ihnen je etwas gemangelt habe, konnten sie nur sagen: »Nichts!«

Samstag, 29. April 2017

Musikvideo: Derek Minor feat Hollyn - Time to change the world

via
Die Welt verändern. Davon scheinen viele zu träumen. Tim Bendzko will sie retten. Band Aid proklamieren, dass wir die Welt sind und den Tag für unsere Mitmenschen erhellen können. Und ganz aktuell singen Derek Minor und Hollyn im Lied "Time to change the world", dass es jetzt an der Zeit ist, die Welt zu verändern.

Zu dem Lied gibt es auch ein Musikvideo, welches ganz gewöhnliche Plätze in der Stadt zeigt, wie z.B. auf einem Parkdeck und auf der Straße. Es zeigt aber auch ganz alltägliche Situationen. Situationen, die uns bekannt vorkommen und die uns herausfordern und uns die Chance geben, unser Licht scheinen zu lassen und unsere kleine Welt, unseren Mikrokosmos, der sich in usnerer direkten Umgebung befindet, zu verändern. Und das kann ganz einfach sein, ganz gewöhnliche Dinge, indem wir zum Beispiel jemandem helfen, etwas aufheben, jedem etwas zu trinken geben. Möglichkeiten dafür gibt es viele. Und warum das alles? Weil in jedem von uns etwas göttliches steckt. Gott hat in jedem von uns, etwas vons einer Herrlichkeit hineingelegt. Und außerdem hat er dieses kleine Licht in uns hineingelegt und möchte, dass es aus all unseren Öffnungen herausscheint.

Und so singen die beiden in der Hook:
"Beautiful people don't you know your made in his image / The image of greatness? / Why don't we see His reflection inside one another / And all of our faces? / I bet you just want to let your light shine / It feels like you been waiting for the right time / This is your moment / This is your moment / It's time to change the world"
(Ihr wundervollen Menschen, wisst ihr denn nicht, dass ihr als sein Ebenbild geschaffen seid / Das bedeutungsvolle Ebenbild? / Warum sehen wir nicht sein Spiegelbild in unserem Gegenüber / und all unseren Gesichtern?  / Ich wette, du willst einfach nur dein Licht scheinen lassen / Es fühlt sich so an, als würdest du nur auf die richtige Zeit warten / Das ist dein Moment / Das ist dein Moment / Es ist Zeit, die Welt zu verändern)

Zu finden ist das Lied auf Derek Minors aktuellem Album "Reflection". Der Song war auf Platz 1 der Billboard's Hot AC/CHR charts und wurde von Minors erstem Besuch in Haiti im Jahr 2015 inspiriert. "Ich schrieb das Lied als eine Hymne, in der Hoffnung, dass Menschen eine Veränderung bewirken. Ich glaube, das aktuelle Klima der Welt ist so, dass wir vergessen haben, dass unsere Unterschiedlichkeiten wundervoll sind. Gott hat jeden von uns einzigartig geschaffen, und das macht unsere Welt zu einem besseren Platz. Ich glaube, dass 'Time to change the world' unsere Sehnsucht mit Liebe akzeptiert zu werden anspricht, die tief in uns allen ist." 1

Und hier ist nun das Video für euch:

Derek Minor feat. Hollyn - Time to change the world


Montag, 24. April 2017

Impuls für deine Woche

via
Sind wir das Ergebnis eines evolutionären Zufalls oder eines göttlichen Planes? Von der Beantwortung dieser Frage hängt unsere Lebensausrichtung ab. Wenn wir Zufallsprodukte sind, gibt es keinen tieferen Sinn, keine absolut gültige Moral und keine persönliche Perspektive über dieses kurze Leben hinaus. Wenn wir jedoch von Gott, durch Gott und für Gott geschaffen wurden, dann sieht alles ganz anders aus. Dann gehören wir Gott, sind ihm verantwortlich und sollten fragen, wer er ist und wozu er uns geschaffen hat. Wenn Gott unser Schöpfer ist, dann ist das Ziel unseres Lebens, nach seinem Willen und in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Eine Verfehlung dieses Ziels hätte nach der Bibel fatale Konsequenzen.

Darwin hat diese Vorstellung gefürchtet: »Ich kann mir gar nicht vorstellen, warum irgendjemand wünschen kann, dass das Christentum wahr ist. Das wörtliche Verständnis der Bibel scheint doch zu bedeuten, dass jeder, der nicht glaubt, und das schließt meinen Vater, meinen Bruder und alle meine besten Freunde mit ein, ewige Strafe erleidet. Und das ist eine verdammenswerte Lehre.«

Auf der anderen Seite hat er auch geahnt, wie brüchig und zweifelhaft seine Lebensgrundlage war. Er schrieb an seinen Freund Lyell: »Wenn ich darüber nachdenke, wie oft sich schon Männer jahrelang einer Täuschung hingegeben haben, läuft es mir kalt den Rücken herunter, und ich frage mich, ob ich nicht etwa mein Leben einer Fantasie gewidmet habe.« Diese Frage sollten wir uns alle stellen, denn wenn wir uns in diesem zentralen Punkt täuschen, ist es möglicherweise eine Ewigkeit lang nicht wiedergutzumachen.

Samstag, 22. April 2017

Buch : Ellen Nieswiodek-Martin - Montagsgedanken

via
Seit 5 Jahren gibt es bei uns jedem Montag, zum Wochenbeginn, einen kleinen Impuls für deine Woche von uns. Wir finden es wichtig mit Gottes Wort in die Woche zu starten und manchmal ist es einfacher mit einem Gedanken eines anderen, weiter zu denken. Statt digital auf einem Blog, wie bei uns, wurden Gedanken, Erlebnisse und Hinweise in einem Buch von vielen Autorinnen zusammengetragen.

Der Montag gehört selten zu den Lieblingstagen. Nach dem Wochenende, was viel zu schnell verging, wartet die Schule, das Studium oder die Arbeit wieder auf einen. Früh aufstehen ist für Morgenmuffel dann auch nicht einfach, besonders Montags. Um dem Montag aber etwas positives zu geben, hat Ellen Nieswiodek-Martin 52  Impulse gesammelt und in einem Buch verpackt. Dies kurzen Andachten sind perfekt für den Start in den Montag mit wertvollen Gedanken.

Obwohl die Texte kurz sind, sind sie sehr inhaltsvoll mit wertvollen Informationen die sich direkt an den Leser wendet. Sie bringen einen Mut, Trost, Kraft und Freude. Nach jedem Text steht ein passender Bibelvers am Ende. Man könnte ihn als Wochenleitvers verwenden, der einen in der Woche immer wieder zum nachdenken anregt.  Die Themen der einzelnen Impulse sind vielfältig und decken ein breites Spektrum ab. Situationen mit Kindern, in der Familie, den ganz normalen Alltagswahnsinn, Beziehungen, Sorgen aller Art oder das einfache tägliche Leben werden angesprochen.

Die Woche in Gottesgegenwart beginnen, dass kann man mit diesem Buch sehr gut. "Montagsgedanken" lässt einen achtsamer werden, Gottes Liebe und unendliche Gnade neu erleben. Durch die unterschiedlichen Autorinnen wechselt auch der Schreibstil zwischen den Impulsen. Zusammenfassend lässt sich die Sammlung an alle empfehlen, auch wenn Frauen an manchen Stellen mehr angesprochen werden. Es ist ein schöner Gedankenanstoß und Ermutigung.

Eine Leseprobe gibt es bei Gerth Medien, wo man das Buch auch für 15,00 € erwerben kann.

Freitag, 21. April 2017

CD: V. Rose - Young Dangerous Heart

via
Rapmusik ist schon lange keine Nischenmusik mehr. In den Charts und im Mainstream hat das Genre Einzug gehalten und auch „kleine“ Künstler sind in der breiten Masse angekommen.
Auch im christlichen Bereich gibt es Hip-Hop Musiker und Rapper - meist männlich.
V.Rose beweist, dass auch Frauen in diesem Genre gut und erfolgreich sein können.

Tracklist:
01 Take A Broken Heart ft. Derek Minor
02 If I Don’t Have Love
03 Money$ On You ft. FLAME
04 I Love You So Much (ILYSM) ft. Trip Lee
05 Fairy Tale Ending
06 We’re Girls ft. Angie Rose
07 Love Shaped Heart
08 Sinking Deep
09 Storms
10 Not Afraid of the Midnight
11 Emotionful
12 Bottom To The Top
13 Young Dangerous Heart

V. Rose macht aber nicht nur Hip Hop, sondern kombiniert es mit Pop, Dance-Musik und etwas Worship in einem Album. Inhaltlich und musikalisch richtet sich die Platte an die jüngere Generation. Besonders an Teenager, die damit kämpfen ihren eigenen Weg zu finden. Die Musikerin ging es damals selber so. "Der Übergang vom Teenager zum Erwachsenen kann sehr schmerzhaft sein. Du kannst aus dieser Lebenssituation entweder gestärkt und selbstsicher herausgehen oder unsicher und verwirrt. Das hängt ganz davon ab, ob du den sicheren Weg gehst und immer nur versuchst, alle anderen glücklich zu machen, oder ob du auf Gott hörst und seiner Stimme in deinem Herzen folgst. Und wenn du das tust, dann wirst du am Ende wahre Freude erleben.“

Das möchte sie mit ihren Songs vermitteln und das gelingt ihr unsere Meinung gut.
„Trying to tell you He can take a broken heart away / If you trust in that it can be a get away / You only know one way theres another way / Theres a better way“ heißt es im ersten Song und erinnert vom Gesang an Trapmusik. Und wer behauptet Geld macht glücklich, liegt falsch. Denn eine Villa im schönsten Teil der Welt, Perlen, Diamanten und berühmt und reich zu sein, macht nicht glücklich. Es spielt keine Rolle, wenn man keine Liebe hat. Auch der dritte Track handelt von Geld, Geld was man auf Jesus setzt. Denn mit Jesus kann man nicht verlieren. „More than money you can have my life / More than money you can have my all“

„I Love You So Much“ ist ein Liebeslied an Jesus. Sie hat es auf Tour geschrieben als ihr Herz voll mit der Liebe Gottes war, nachdem sie jeden Abend Leute getroffen, ihre Geschichte geteilt und mit ihnen gebetet hat. Ähnlich Inhalt hat der nächste Song, der sehr popig und glücklich klingt. „I was lost in the beginning / Now you found me. It's a fairy tale ending“ Sie vergleicht es mit einem Märchen, an dessen Ende sie ihren Traumprinz gefunden hat und zwar in Jesus.

„We’re Girls“ wendet sich direkt an die jungen Mädels. Sie haben mit Selbstzweifel, ihrem Aussehen und vielen weiteren kleinen oder großen Problemen zu kämpfen. Mit dem Song möchte V. Rose ihnen Mut machen und bewusst machen, dass Gott sie geschaffen hat und er macht keine Fehler. „God made us just the way we are / We shine bright yeah / We’re superstars / Full of love / Every single girl / So let's show the world“
Auch der nächste Song, der etwas an Taylor Swift erinnert, spricht ein ähnliches Thema an. Wenn man sich alleine fühlt, Druck von außen bekommt und man nicht den nächsten Tag erleben möchte. Aber lass diese Gefühle gehen, denn du bist mehr wert als du glaubst.
„Sometimes it's hard but that will change / A love shaped heart will heal the pain“

Mit „Sinking Deep“ gibt es ein Cover von Hillsong Young & Free. Der Song wurde etwas poppiger und elektronischer, aber behält seine ruhige Note. In „Storms“ beschreibt sie wie Gott immer wieder die Stürme im Leben stillt und man mit ihm da durch gehen kann.

Ungewohnt ruhig beginnt „Not Afraid Of The Midnight“ und fasst die Märchenthematik noch einmal auf mit Assoziation zu Cinderella. „Please let me never forget / There’s no shoe that I can fit to gain your love / Because you gave your love“
Mit „Emotionful“ setzt sie sich mit „Hatern“ auseinander. Um Hasskomentare und Mobbing zu erfahren, muss man kein Star sein. Im Internet wurden schon viele per anonyme Nachricht beleidigt oder erniedrigt. Sie rät, nicht sofort und emotional darauf zu reagieren oder emotional selbst so eine Nachricht zu verfassen. Den Wörter verletzten tiefer als man denkt und kann man nicht zurück nehmen. Was gesagt ist, ist gesagt.

„Bottom to the Top“ besingt V. Rose, dass sie nie vergessen wird woher sie kommt und wer sie war, bevor sie Musik gemacht hat bzw. damit erfolgreich wurde. Den Abschluss des Albums bildet der Song nachdem das Album benannt wurde. „Young Dangerous Heart“ ist musikalisch wieder sehr ruhig und V.Rose beweist noch einmal eindrucksvoll, dass sie schnell rappen kann, aber auch wundervoll singen.

Im Mittelpunkt des ganzen Album steht Jesus, der mal mit ruhigen Songs und mal mit poppig-tanzbaren Liedern angebetet wird. Die Songs richten sich an die jüngere Generation, die zu kämpfen hat, sich selbst zu finden in einer Welt, wo man immer und überall mit Kritik an sich selbst konfrontiert ist. In einer Welt, wo Soziale Medien den Ton angeben und man immer das beste haben muss und immer der beste sein sollte. Besonders die jungen Mädchen orientieren sich an Stars und Sternchen und verlieren sich selbst aus dem Blick.
Das Album kann Mut machen und ist empfehlenswert für Leute, die gerne Hip Hop hören, aber auch für die Pop Hörer und die ruhigere Musik lieben.

Zu erwerben gibt es die Platte unter anderem bei Gerti Medien.


V. Rose - Take A Broken Heart



Donnerstag, 20. April 2017

Thema des Monats: Gott in deinem Viertel, deinem Dorf, deiner Stadt


Sven Wenzel aus dem Leitungsteam des Jugendfestival Buchholz hat sich ein paar Gedanken über die Frage gemacht, wo er Gott begegnet und wo Gott uns begegnen kann.

Sven ist 35 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Seit ca. 17 Jahren ist er ehrenamtlicher Jugendleiter und Mitarbeiter in der Evangelsichen Jugend Annaberg-Buchholz. Und vor 12 Jahren war er einer der Mitbegründer des Jugendfestivals. Und das löiegt ihm sehr auf dem Herzen: "Ich denke meine Berufung ist es der Jungen Generation zu Dienen und ihnen Vorbild/Mentor zu sein in der Nachfolge mit Jesus. Dabei ist eines meiner Herzensanliegen die Musik .... durch ansprechende und inhaltlich gute Musik den Leuten von der besten Botschaft der Welt weiterzugeben und zu zeigen das ein Leben mit IHM definitiv nicht langweilig und uncool sein kann."

Hier seine Gedanken zum Thema:

Ja das ist eine Gute Frage: Wo ist Gott in meinem kleinen Dorf oder in meiner kleinen lokalen Gemeinde oder bei mir auf Arbeit im Alltag zu finden.

Doch in den letzten Monaten erlebe ich immer mehr wie krass Gott in meinem Alltag wirken will.

Viele Jahre erlebte ich Gott immer nur von EVENT zu EVENT und fiel nach dem tollen Erlebnis mit Gott zu einem Grossevent (wie zum Beispiel der WillowCreek Jugendkonkress etc.) in ein Loch und fragte mich wo Gott in meinem Alltag eine Rolle spielte.

Vor einiger Zeit wurde mir klar, das dass aber nicht wirklich an Gott liegt, sondern an mir und meiner Beziehung zu IHM. Ich dachte immer es reicht für mich aus in sämtlichen Gemeindekreisen und
Events von Gott zu hören, mit ihm zu reden und für ihn viele wichtige Sachen zu tun usw.
Erst als ich mich wirklich vom Herzen nach IHM austreckte und merkte, dass Jesus wirklich in erster Linie an der Beziehung zu MIR interessiert ist und ich im Alltag mega wenig Zeit für Ihn reserviert hatte. Kurzes Gebet am Morgen, Abends zu müde zum Bibellesen, im Facebook die Zeit vergessen usw....

Also beschloss ich eine Entscheidung zu treffen und Gott wirklich Priorität in meinem Alltag zu geben. Ich streckte mein Herz mehr und mehr nach ihm und seinem Geist aus und hatte keinen Bock mehr die Dinge selbst aus meinen Kräften zu tun und gab mehr und mehr an Gott ab und betete um
seine Leitung.

Seitdem merke ich wie ER mich und mein Umfeld langsam im Alltag verändert und wie ich auf einmal immer klarer sehe was für unglaublich große Dinge er für mich vorbereitet hat.
Hey Leute, ich mache euch echt MUT von euren Gedanken, Plänen, Prägungen, Träumen wegzugehen und IHN täglich zu fragen, was sind DEINE Gedanken, deine Pläne für diesen TAG.

Und es ist verrückt wie auf einmal ein Gespräch mit meinem Nachbarn der Nichtchrist ist zustande kommt, wie ich sehe wer eine Ermutigung braucht in unsere Jugendgruppe, wie Gott mich mit Leuten aus Tschechien zusammengeführt hat, um uns als echte Familie zu begegnen, wie ich in meiner Beziehung zu meiner Frau wachsen kann usw. ... Ich könnte noch vieles erzählen. ;)

Doch der erste Schritt war bei mir zu erkennen, was in meinem Leben falsch läuft und diese Sachen vor Gott zu bringen.
Erst dann konnte ich wirklich in Freiheit diese Dinge im Alltag erleben. Das war nicht einfach und ist auch bei mir noch ein langer Weg zu erkennen wo ich im Alltag NICHT den Willen Gottes tue, oder auch Dinge in meiner Vergangenheit oder Familie mich daran hindern, die im Verborgenen sind. Aber, ich erkenne dass es Jesus einzig und allein auf unsere Herzenshaltung und unseren Glauben ankommt. ER wirkt die Veränderung in uns und ER möchte unser Freund und Bruder sein und uns vollkommene Freude und Liebe schenken! Die Frage ist; nimmst DU die Freundschaft an und investierst du auch in sie?

Lies dazu -> Johannes 15,9-17

Dienstag, 18. April 2017

DVD: Jung, ledig, sucht...

via
Gwyneth ist enttäuscht von der Männerwelt und total unglücklich, dass sie mit 30 zwar beruflich erfolgreich ist, aber in ihrem Liebesleben tote Hose herrscht.
An einem dieser Abende allein in ihrer Wohnung, total verzweifelt und unglücklich stößt sie über eine Fernsehwerbung für eine Singleplattform. Obwohl es sich dabei um eine christliche Plattform handelt, meldet sich Gwyneth an und informiert sich über die Gepflogenheiten der Christen. Kurze Zeit später ergibt sich tatsächlich ein Date mit Paul, einem netten, jungen Christen.
Doch dann droht ihre Lügenwelt aufzufliegen und das obwohl sie gerade Gefallen daran und vor allem an Paul findet.
Gibt es eine Chance für die beiden?

Was hier anfangs wie ein typischer Frauenfilm klingt, entpuppt sich als romantische Komödie. Vor allem die typischen christlichen Klischees werden humorvoll auf die Schippe genommen, denn Gwyneth fällt auf das eine oder andere Klischee ahnungslos herein. Und das macht "Jung, ledig, sucht..." zu einem authentisches Film, der nicht den gängigen christlichen Filmen entspricht. Vor allem Gwyneths Art mit Gott zu reden und ihren Kinderglauben wieder zu entdecken macht den Film zu etwas Besonderem. Nicht immer ist alles so wie es scheint und genauso wie im realen Leben ist auch der Film für eine Überraschung gut.

Gerade für Singles oder für einen gemütlichen Mädelsabend eignet sich der Film hervorragend. Und da er nicht einer dieser typischen christlichen Filme ist, kann man den auch super nicht nichtgläubigen freunden anschauen. Ein Muss für Filmromantiker, zum lachen und Heulen schön mit viel Herz und Tiefgang.

Erhältlich ist der Film. u.a. bei Gerth Medien für 15,00 €.





Titel: Jung, ledig, sucht...
Originaltitel: Single White Female
Genre: Spielfilm
FSK: 6 Jahre
Veröffentlichung: 05/2015
Länge: 98 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Preis: 15,00 € bei Gerth Medien