Donnerstag, 29. Dezember 2016

Thema des Monats: Folge mir nach

Es gibt noch einen letzten Post zum Thema des Monats für dieses Jahr und für Dezember.
Im Januar starten wir dann mit neuen Themen wieder durch! Lass euch überraschen, welche Themen euch erwarten und wer da etwas für euch schreibt.
via

Frank Döhler hat sich zum Jahresende noch ein paar Gedanken zum Thema "Nachfolge" für euch gemacht.
Er ist Prediger und Musiker (Döhler & Scheufler) und lebt mit seiner Familie in Dresden.
Was für ihn Nachfolge bedeutet, erzählt er euch hier:


Jesus, der demütige König

Michael Jackson galt als der „KING OF POP“. Bis zu seinem Tod führte er ein Tagebuch.
Dort stand u.a. drin: „Ich will der absolut Größte sein, besser als Kelly und Astaire. Der erste Multi-Milliardär-Entertainer-Schauspieler-Regisseur.“ Jackson plante ein Musical und wollte mit seinem Namen sogar Kekse und Brause verkaufen. Kurz vor seinem Tod notierte der King of Pop: „Wenn ich mich nicht auf Film konzentriere, werde ich nicht unsterblich.“ Der KING OF POP sagte: Ich will der absolut Größte sein. Der König aller Könige - Jesus Christus - sagt - Mt. 11, 29: „… lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Jesus hat einen Wunsch. Er wünscht sich, dass du genauso demütig bist, wie er. Paulus beschrieb Jesus mal so - Phil. 2, 6f: „Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. (7) Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren… (8) Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb.
Jesus tat nie etwas eigennütziges. Er setzte keine eigene Idee um. Das lag nicht daran, dass er keine eigenen Ideen gehabt hätte. Es lag an seiner Demut - Joh. 5, 19: „Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: »Ich versichere euch: Der Sohn kann nichts aus sich heraus tun. Er tut nur, was er den Vater tun sieht. Was immer der Vater tut, das tut auch der Sohn.
Jesus hätte sich zum König machen lassen können. Stattdessen ist er geflüchtet - Joh. 6, 15: „Jesus merkte, dass sie im Begriff waren, ihn mit Gewalt aufzuhalten und zum König zu machen. Da zog er sich wieder auf den Berg zurück und blieb dort für sich allein.“ Hatte er nicht den Mut, als König zu regieren? Nein, es lag an seiner Demut. Er hat sich dem Vater im Himmel absolut unter geordnet. Und es war nicht Gottes Plan, dass Jesus Christus in die Politik geht.
Jesus hätte sich Freunde machen können bei den Einflussreichsten Menschen. Stattdessen gab er sich ab mit einfachen Leuten, Prostituierten und anderen Ausgegrenzten - Mt. 9, 10: „Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.
Das hat die großen Leute angekotzt. Damit hatte es sich Jesus bei ihnen verrissen. Deshalb haben sie ihn dann zerrissen. Ihm den Bart ausgerissen. Das Fleisch auf seinem Rücken mit Peitschen zerfetzt. Seine Kopfhaut mit Dornen zerstochen.
Jesus wusste, dass das auf ihn zukommt. Wenige Stunde vor diesen Qualen lag er auf seinen Knien im Garten Gethsemane. Er hat mit dem Vater im Himmel noch mal über alles gesprochen. Vielleicht gab es ja doch einen Weg an diesen Qualen… am Kreuz vorbei. Aber nein. Was war sein letzter Satz - Mt. 26, 39: „Doch ich will deinen Willen tun - Vater im Himmel - , nicht meinen.
Als dann die Soldaten kamen, nahmen sie Jesus gefangen. Einer seiner Freunde nahm seinen ganzen Mut zusammen: Petrus. Er schlug mit seinem Schwert einem Soldaten das Ohr ab. Mutig, aber nicht demütig. Jesus sagte - Mt. 26, 53: „Wisst ihr denn nicht, dass ich meinen Vater um Tausende von Engeln bitten könnte, um uns zu beschützen, und er würde sie sofort schicken?
Jesus sprach da von 12 Legionen Engel und mehr. Das sind 72000 Engel. Ein Münchner Olympiastadion voller Engeln. Wie oft habe ich schon gedacht: „Wenn ich nur wüsste wie, dann würde ich dem aber so richtig eins auswischen. Wenn ich könnte, dann…“ Jesus hätte gekonnt.
Er hat es nicht gemacht. Aus Demut.
Und als sie ihn dann nach dem Verhör quälten, passierte folgendes - Mk. 14, 65: „Einige begannen, Jesus anzuspucken; sie verbanden ihm die Augen und schlugen ihm mit den Fäusten ins Gesicht. »Du Prophet, sag uns, wer hat dich gerade geschlagen?«, höhnten sie.“ Jesus hätte jeden beim Namen nennen können. Jesus hätte Dinge über sie sagen können, die keiner wusste. Nur die Leute selbst. Das hätte für Verwunderung gesorgt. Keiner hätte mehr zugeschlagen. Sie hätten sich vor Jesus gefürchtet. Aber Jesus schwieg. Aus Demut. Er wollte unbedingt deine Sünde tragen, deine Schmerzen leiden, dein Verdammungsurteil auf sich nehmen. Deshalb schwieg er.
Ein Satz und sie hätten ihn frei lassen müssen. Wie oft hat Jesus mit nur einem Satz alle seine Gegner zum Schweigen gebracht. „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.“ Als Jesus vor dem Hohen Rat verhört wurde, schwieg er. Ein treffender Satz und die Versammlung hätte sich aufgelöst. Jesus schwieg. Fehlte ihm der Mut. Nein, es lag an seiner Demut.
Als sie ihn dann gekreuzigt hatten, spotteten sie weiter. Sie riefen - Mt. 27, 40: „Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!“ Jesus hielt seine Hände und Füße still. Nicht die Nägel hielten ihn am Kreuz. Es war die Demut. Demut, die von Liebe getränkt ist. Nur das tun, was der Vater im Himmel will.
Dieser Jesus Christus… Dein Jesus Christus sagt zu dir - Mt. 11, 29: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Paulus sagt - Phil. 2, 6f: „Eure Einstellung soll so sein wie sie in Jesus Christus war: Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. (7) Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt. (8) Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb. (9) Deshalb hat Gott ihn in den Himmel gehoben und ihm einen Namen gegeben, der höher ist als alle anderen Namen. (10) Vor diesem Namen sollen sich die Knie aller beugen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind. (11) Und zur Ehre Gottes, des Vaters, werden alle bekennen, dass Jesus Christus Herr ist.
Jesus hat einen Wunsch. Er wünscht sich, dass du genauso demütig bist, wie er. Ich weiß: Du kannst dich dazu nicht zwingen. Bei Zwang kommt nur Krampf und Frust heraus. Aber du kannst Jesus dein Herz öffnen und sagen: Verändere mich! Ich selber kann es nicht. Verändere mich! Ich will sein, wie du: demütig.

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