Donnerstag, 10. November 2016

Thema des Monats: Prädikat mangelhaft - wenn Zweifel an dir nagen

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In Österreich sind Cardiac Move schon längst keine Unbekannten mehr, haben sie dort doch auch schon einige Preise abgestaubt. Und auch in Deutschland haben sie schon das eine oder andere Mal gespielt.

Dass nicht nur Musiker unter einem enormen (Leistungs-) Druck stehen, weiß auch Johnny, Frontman der Band (Dritter von Links auf dem Bild). Auch im normalen Leben können Selbstzweifel an einem nagen.

Seine Gedanken dazu hat er uns für's Thema des Monats im November zugeschickt:

Wer kennt sie nicht, die Stimmen im Kopf, die einem einreden wollen, man wäre „nicht gut genug“. „Mir reicht’s“, denk ich mir dann immer wieder und bemühe mich redlich, sie zum Schweigen zu bringen. Es sind Lügen, die wir versucht sind zu glauben: „Du schaffst das nicht“, „Du kriegst das nie auf die Reihe“, „Du musst besser sein als die Anderen“, „Streng Dich gefälligst mehr an“, „Blamier’ Dich bloß nicht“; diese Liste perfider Verurteilungen könnte man wohl ewig so weiterführen.
Ja, es sind Verurteilungen. Ein „neutrales“ Urteil lässt Dich zumindest in der Freiheit, zuallererst einmal zu sein- ganz Du zu sein. Für mich ist das eine Frage der (Herzens-)Haltung. Ich kann jemanden beurteilend aufbauen oder abwerten. Ob der „Sender“ in Deinem Kopf ist, oder von außen kommt, ist eher zweitrangig. Was kommt bei Dir an und was macht positive oder negative Kritik mit Dir? Ich beziehe mich wieder auf die Haltung: als negative Kritik bezeichne ich niederschmetternde Wertungen (s.o.), die fernab von jeder Hoffnung sind, dass Du’s im Grunde genommen eben doch drauf hast. Du bist kein hoffnungsloser Fall- Mut machen kann auch ein wohlwollend und liebevoll ausgedrückter Verbesserungsvorschlag. Das halte ich für positive Kritik.
Jetzt aber zum „Empfänger“ – und da wird’s richtig spannend:
Wir alle haben unsere Prägungen; irgendwann hast Du vielleicht von Deinem Lehrer oder einem Vorgesetzten gehört, „dass Du’s nie zu etwas bringen wirst“. Aus welchen Gründen auch immer Menschen sich zu solchen Aussagen hinreißen lassen: So manches vernichtende Urteil hallt auch später noch nach und hinterlässt Spuren in unserem Herzen. Und jetzt die gute Nachricht. Was auch immer Menschen (am Besten, Du betest für sie- wir alle sind Menschen und machen Fehler) über Dich geurteilt haben- in den Augen Gottes bist Du der kostbarste Mensch auf der Welt und ER hört nie auf, Dir immer wieder zuzusprechen, dass Du unendlich geliebt bist; genau so, wie Du bist! Bei Gott darfst Du zuallererst einmal sein- ganz Du selbst sein. Ich denke, je mehr wir lernen, unseren Selbstwert von Gott –der die Liebe selbst ist- zu beziehen, desto weniger kann uns negative (vernichtende) Kritik von Menschen etwas anhaben. Andererseits wirst Du belehrbar bleiben, wenn Du auf gute Ratschläge hörst. Auch das kann ein Schlüssel zu einem gesunden Selbstwert sein: die Jünger Jesu hatten mit Sicherheit so manche Selbstwert-Wunde, fragten sie doch, wer denn der Größte im Himmelreich sei; Jesu Antwort? Einer ordne sich dem Anderen unter... Wenn sich Gott für Dich hingegeben hat und unaufhörlich das DU sucht, dann finden wir uns doch wohl am Ehesten, wenn wir für andere da sind.
Kleiner Tipp für die Praxis: frag mal Deine Freunde, was sie besonders an Dir schätzen- es wird um ein Vielfaches mehr sein, als Du je selber an Dir für richtig gut hieltest. Um wieviel mehr wird Dich dann Gott gutheißen, der Dich erschaffen hat und von Ewigkeit her einen einmaligen Plan für Dich hat!

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