Samstag, 25. Juni 2016

Wenn Fußballer glauben... [Jérôme Boateng]

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Deutschland ist im Achtelfinale. Alle hoffen auf das nächste Fußballwunder. Wird es das nach dem Spiel gegen die Slowakei geben? Das Testspiele spricht ja eher dagegen...

Vor einigen Wochen ging eine Meldung durch die Nachrichten, in der es hieß, dass niemand Nationalspieler Jérôme Boateng als Nachbar haben will. Zahlreiche Posts auf Facebook sprachen vom Gegenteil.

Immer wieder sieht man auch auf dem Spielfeld seine zahlreichen Tattoos. Alle seine Tattoos haben eine Bedeutung. "Ich tätowiere mich nicht zum Spaß. Ich lasse mir nur Sachen stechen, die eine ganz besondere Bedeutung für mich persönlich haben."1

Die Namen seiner Zwillingstöchter Soley und Lamia zieren seit der EM 2012 seinen linken Arm. Sie sind sein ganzer Stolz. Auf dem Rücken hat er sich seinen Familienstammbaum tättowieren lassen und auch die "3" auf seinem rechten Arm steht für seine Familie, die ihm sehr wichtig ist.

Auch die Heimat ist für ihn von großer Bedeutung. Auf dem linken Oberarm ist der afrikanische Kontinent mit dem Schriftzug "Ghana" tättowiert. Sein Vater stammt aus Ghana, aus dem Clan der Aduana der Akan-Ethnie.

Aber auch sein Glaube wiederspiegelt sich in seinen Tattoos.  Auf seinem linken Unterarm sieht man die Jungfrau Maria, die für seinen Glauben steht. "...weil ich Christ bin. Ich bin gläubig, gehe aber nicht jeden Tag in die Kirche. Aber meine Religion bedeutet mir viel." 2 Das Kreuz mit Händen auf seinem rechten Oberarm steht ebenfalls für seinen Glauben. Zudem hat er sich auf Englisch den Spruch "Nur Gott kann über mich richten" tätowieren lassen.

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Boateng engagiert sich in verschiedenen Projekten, um Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen, ihnen zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. 
"Du musst mit dem Herzen dabei sein - das gilt im Fußball und für all das, für das man sich engagiert. Mein Motto lautet dabei: Lieber ein Zweikampf auf dem Platz als auf der Straße. Mit dem Herzen dabei zu sein, heißt für mich auch nicht nur einfach Geld zu geben. Ich will spüren, wofür ich mich einsetze. Um etwas zu erreichen, ist Teamwork notwendig. Deshalb will ich die Menschen kennen, mit denen ich zusammen etwas auf die Beine stelle. Und vor allem die, für die wir uns einsetzen." 3

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