Samstag, 23. April 2016

LUPID im Interview

Die 3 Herren kennt man doch. Als vor einem knappen Jahr Nico und Jonas die Band um Tobias Hundt verließen, war für Patrick, Tobias und Markus klar, dass sie weiter Musik machen wollen, aber ohne die beiden anderen wäre die Band nicht mehr das, was sie einmal war. Ein neuer Name musste also her - und das war gar nicht so einfach. Nicht nur das Name hat sich geändert, sondern auch die Musik ein wenig. LUPID experimentieren jetzt mehr mit Electro-Elementen.
Uns haben die 3 im Interview von der Namensfindung erzählt, aber auch noch so einige andere interessante Dinge konnten wir den 3 Musiker entlocken.

Stellt euch doch zu Beginn mal kurz vor.
Tobias: Wir sind LUPID. Das ist zum Einen der Markus, der Patrick und ich, Tobias.

Viele kennen euch ja noch unter einem ganz anderen Namen, nämlich Tobias Hundt & Band. Seit dem ist ein bisschen was passiert. Es gab Veränderungen in der Bandbesetzung und einige Versuche einen neuen Namen zu finden. Erzählt doch mal kurz selbst was über diesen ganzen Umbruch.
Patrick: Es war auf jeden Fall eine spannende Zeit. Es hat eigentlich angefangen als Jonas und Nico beruflich und familiär bedingt aufgehört haben. Dann haben wir ganz viel überlegt, wie wir weitermachen wollen. Wollen wir die 2 ersetzen oder machen wie ohne sie weiter. Wir haben dann ganz schnell gemerkt, dass Tobias Hundt ohne die 2 nicht mehr das ist, was es mal war und wir ohne die beiden nicht so weitermachen können. Aber wir wollten trotzdem unbedingt weiter Musik machen. Und dann haben wir eben gesagt, dass wir zu dritt was Neues starten.
Tobias: Es war jetzt auch nicht so, dass wir dachten, Tobias Hundt sei jetzt der geilste Name oder so. Aber es gab nie die Situation wo man hätte sagen können, wir brauchen jetzt einen neuen Namen. Und das war dann aber so ein Moment, wo wir einen richtigen Cut machen mussten. Entweder wir lassen es ganz oder wir starten echt was ganz Neues. Da mussten wir uns entscheiden.
Markus: Jetzt nochmal alles auf eine Karte!

„Alles auf eine Karte“, unter dem Namen LUPID. Was steckt dahinter?
Patrick: LUPID ist ein Kunstwort und kommt vom Wort Lupus.
Tobias: Lupus canis. Der Wolf.
Patrick: Der Sinn dahinter war, dass wir etwas Neues, Cooles, modernes kreieren wollten. In diesem Wort steckt eben der Wolf, der für unsere Wurzeln steht, mit dem wir ausdrücken wollen, dass wir unseren Wurzeln treu bleiben, also dem „Hund(t)“ im weitesten Sinne treu bleiben wollen.

Habt ihr lange gebraucht den Namen zu finden?
Tobias: Der ganze Namens-Prozess mit alles Hochs und Tiefs hat ca. ein halbes Jahr gedauert. Wir haben keine Vergleiche und können nicht wirklich sagen, ob das kurz oder lang ist, aber angefühlt hat es sich wie eine Ewigkeit! Es war schon ein krasser Schritt für uns und eine Nervenaufreibende Zeit.

Man hat ja schon ein bisschen was auf Facebook gehört und gelesen, was einen jetzt so erwartet. Gibt’s da musikalisch gesehen vielleicht in naher Zukunft schon etwas, was man käuflich erwerben kann?
Tobias: Käuflich erwerben erstmal noch nicht. Kaufen kann man von uns erstmal nur Merch. Da haben wir ganz viel neu machen, neu designen lassen. Im September haben wir ein erstes Lebenszeichen in Form eines Musikvideo veröffentlicht.

Was wärt ihr eigentlich, wenn ihr jetzt keine Musiker sein würdet? Wo hätte es euch wahrscheinlich dann beruflich hinverschlagen?
Markus: Ich würde wahrscheinlich irgendetwas Technisches machen.
Patrick: Müllmann. ;) Keine Ahnung, da habe ich mir noch nie so Gedanken darüber gemacht. Musik war irgendwie schon immer da und hat bei mir schon immer eine Rolle gespielt – egal in was für einer Konstellation. Vielleicht wäre ich auch Profifußballer geworden. Ja, echt keine Ahnung. Ich würde vielleicht meinem anderen Job noch mehr nachgehen und mir ein neues Hobby suchen.
Tobias: Ich wäre, glaube ich, echt ein komischer Kauz, wenn ich die Musik nicht hätte. Ich würde mich wohl irgendwie durch’s Leben schummeln, Nächte lang FIFA spielen. Ja, ich würde wohl professionell FIFA spielen. ;-)

Stellt euch mal folgende Situation vor: Ihr hättet die Möglichkeit, jemanden aus der Bibel zu treffen und könntet einen Tag lang mit dieser Person verbinden. Um das ein bisschen schwerer zu machen – Jesus steht nicht zur Auswahl. Welche Person wäre das und was würdet ihr den ganzen Tag lang tun oder diese Person fragen?
Markus: Also ich bin ja nicht so stark, ich würde daher eher Simson nehmen. Ich würde ihn fragen, wie man so stark wird.
Du kannst dann Krafttraining mit ihm machen.
Tobias: Und du musst dir die Haare lang wachsen lassen!
Markus: Ich werde deshalb auch immer gemobbt in der Band.
Tobias: Also ich würde aus reiner Musikersicht den David treffen wollen und mal mit ihm eine Runde jammen wollen auf seiner Harfe – auf seiner E-Harfe.
Patrick: Ich würde einen der Jünger treffen wollen und mal abchecken, wie das so war mit Jesus.

Unser Blog heißt ja Burnin‘ Heart Reports, was bedeutet euch euer Glaube im Alltag? Wie lebt ihr euren Glauben im Alltag?
Tobias: Ich muss erstmal überlegen, wo ich anfange, damit das nicht zu lang wird. Ich versuche das so natürlich wie möglich. Ich versuche alles, was sich unnatürlich und nach Krampf anfühlt völlig aus meinem Alltag zu verbannen. Und alles was sich so nach „Religion“ anfühlt, versuche ich mir nicht aufzubürden. Ein Beispiel: Die Bibel sagt, Gott hat sich mit uns eins gemacht. Das wissen wir, aber der Hang zu Religion macht es vielen Menschen schwer, das auch zu erlben. Wenn sich Gott durch seinen Geist mit uns eins gemacht hat, dann heißt das, dass ich mir nicht mehr ständig den Puls fühlen muss, ob ich Gott jetzt nah oder fern bin. Eine Frage, die mich früher schier Wahnsinnig gemacht hat stellt sich mir heute nicht mehr. Das ist für mich eine ganz natürliche Einheit. Die Frage ist für mich „Wie viel Raum gebe ich Gott in meinen Gedanken?“ und „Wie viel Zeit für Gedanken/Tagträumen/Reflektieren/Gebet räume ich mir in meinem Alltag ein?“. Ich glaube aber nicht, dass sich abhängig davon „Nähe“ und „Ferne“ zu Gott messen lassen kann.
Markus: Mir fällt noch eine Sache ein. Ich bin jetzt seit über einem Jahr Papa. Das ist für mich so interessant, wenn man ein Kind so aufwachsen sieht und eine ganz besondere Beziehung dazu hat, dann komm ich oft automatisch so ins Nachdenken, wie die Beziehung von Gott zu mir ist. Da entdeckt man dann Sachen, die man vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte, weil man das gar nicht so verstehen kann, wie man das vielleicht als Vater versteht. Das finde ich zur Zeit ganz spannend.
Patrick: Bei mir ist das auch sehr natürlich. Das ist so wie eine Beziehung, die man auch zu anderen hat. Das ist nicht so, dass man versucht, etwas Künstliches herzustellen oder sich zu etwas zu verpflichten. Es sind oft die kleinen Alltagsdinge, ohne etwas herauf beschwören zu müssen, sondern einfach auch mal zurück zu schauen, was denn so war. Dass man dann auch zurückblicken kann und sehen kann, dass einer einen da durch getragen hat, dass jemand an meiner Seite war.

Letzte Frage. Letzter Punkt. Was wollt ihr zum Schluss noch unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Tobias: Wir würden uns freuen, wenn ihr uns unterstützt. Wir brauchen gerade echt jede Unterstützung. Teilt, liked und kauft Merch was das Zeug hält. Und wir versuchen, uns mit guter Musik dafür zu bedanken.

Vielen Dank für das Interview.


LUPID - Träum mich zurück


LUPID - Tanz auf Scherben

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