Samstag, 12. März 2016

RED im Interview

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Michael (Mike) und die Brüder Randy und Anthony machen seit mittlerweile 10 Jahren unter dem Namen RED Musik.

Über ihre Musik sagt Mike: "Es steckt ein gewisser Schmerz in unseren Melodien und Leidenschaft in unserer Musik. Ich glaube, dass sie unsere Hörer tief in ihrer Seele treffen kann und sich dort Plätze öffnen, von deren Existenz sie geträumt hätten. Wir tragen unsere Emotionen auf unseren Ärmeln und wir sind mit uns selbst zufrieden und erzählen anderen von unseren Anstrengungen [im Glauben], mit denen wir uns so rumschlagen." Anthony fügt hinzu: "Wir bringen unsere Musik und die Botschaft dahinter auf eine ziemlich aggressive Art rüber indem wir theatralische Methoden verwenden und die dunkelsten Teile unseres Lebens erforschen, um das Gute hervorzubringen. Wir sind unermüdlich und machen vor nichts Halt, um großartige Musik abzuliefern, die inspirieren und das Beste aus unserer Darbietung hervorbringen soll."

Sie wollen ihre Zuhörer mit ihrer Musik herausfordern und das haben sie mit ihrem letzten Album "Of Beauty And Rage" mal wieder unter Beweis gestellt.

Für ihren Erfolg sprechen nicht nur über 1 Million Facebook-Fans, sondern auch diverse Auszeichnungen, die sie erhalten haben, darunter 6 DOVE Awards und 2 Grammy Nominierungen. Sie landeten aber auch einige Top 10 Platzierungen in den Charts.

“There is a certain ache in the melody and passion of our music. I feel it can reach emotionally into the soul of the listener and open up places in their heart they didn’t know existed. We wear our emotions on our sleeves, and are OK with who we are and telling others about the struggles we are facing.” Anthony adds, “We deliver our music and message aggressively using themes of theatricality and delving into the darkest parts of our lives in order to bring out the good. We are relentless and will stop at nothing to deliver great music that will inspire and bring the best we’ve got in our performances.

CDs:
End Of Silence (Album, 2007)
Innocence & Instinct (Album, 2009)
Until We Have Faces (Album, 2011)
Release The Panic (Album, 2013)
Release The Panic (EP, 2014)
Of Beauty And Rage (Album, 2015)

Wir haben die 3 aus Nashville mal ein bisschen ausgequetscht.


Als erstes beschreibt die Band doch bitte mal in einigen Worten. Wer und wie seid ihr?
Mike: Passioniert...
Randy: ...aggressiv und echt.

Wann habt ihr angefangen, Musik zu machen?
Randy: Wir haben mit der Musik angefangen als wir noch Kinder waren. We sind gemeinsam in einer kleinen Stadt in Pennsylvania aufgewachsen.
Mike: Wir sind immer noch Kinder.
Randy: Wir waren dort in der Schulband und im Chor. Gegen Ende der High School  und im College haben wir angefangen, eigene Musik zu schreiben. Und RED Songs schreiben wir seit 2004.
Mike: 2003.
Randy: Wir machen also schon ziemlich lange zusammen Musik.
Anthony: Und wir arbeiten immer noch am Sound.
Randy: Wir arbeiten wirklich immer noch daran.

Was ist euer musikalisches Markenzeichen, was euch als Band besonders und einzigartig macht?
Anthony: Wir sind ziemlich bekannt für unsere orchestralen Elemente und dass wir viele klassische Instrumente mit Rock Musik kombinieren. Das schafft ein anderes Gefühl, einen anderen Sound.
Mike: Ich denke es sind auch die Melodien. Da ist einfach eine Art Schmerz in den Melodien der wie Sehnsucht ist, nach etwas zu greifen scheint. Wir versuchen, uns auf viele unterschiedliche Themen zu konzentrieren, die Leute erreichen. Die letzte Platte dreht sich viel um Leiden. Menschen erleben Schmerz und es geht darum, was sie in so einer Situation fühlen. Es ist einfach dieser Schmerz in der Melodie, eben genau so wie "End Of Silence" sich um Erlösung drehte und die Sehnsucht, sich nach Gott auszustrecken und zu ihm zurückzukehren und versöhnt zu werden.
Randy: Wir sind schon ziemlich hart aber auch sehr melodisch.

Wie oft wart ihr bisher schon in Deutschland?
Randy: Wir waren tatsächlich schon häufiger in Deutschland als in irgend einem anderen Land in Europa.
Anthony: Wir haben 15 oder 20 Shows in Deutschland gespielt bisher. Unsere erste Tour war vor ungefähr 2 oder 3 Jahren. Wir versuchen, jedes Jahr zurück zu kommen.

Was meint ihr über die Zuschauer, gibt es da Unterschiede zwischen Europa und Amerika?
Randy: Oh ja.
Anthony: Es ist anders, weißt du? Es kann bei beiden gleich intensiv sein. Aber wenn man die zwei vergleicht, dann würde ich sagen, dass die europäischen Fans sehr viel passionierter für Musik sind. Ich habe nicht das Gefühl, dass Musik hier so ein Massenprodukt ist wie in den Vereinigten Staaten. Die Leute hier neigen dazu, die Musik wirklich anzuhören und bei ihrer Lieblingsband zu bleiben. Sie bleiben ihren Lieblingsbands und -songs treu.
Mike: Sie sind sehr loyal.
Randy: In den USA ist es immer als würden sie in eine Cafeteria gehen und sagen "Ich nehme ein bisschen von dem und von dem." Als wäre es ein Buffet oder so.

Vor nicht allzu langer Zeit habt ihr "Release the Panic" herausgebracht und nun habt ihr es neu aufgelegt. Könnt ihr uns dazu mehr verraten?
Randy: Als wir die Platte produziert und herausgebracht haben, haben wir viel negatives Feedback von den RED Fans bekommen. Sie haben viele Dinge nicht erwartet, die wir auf der Platte umgesetzt haben. Eins dieser Dinge war, dass wir eines unserer Markenzeichen, die klassischen Orchesterelemente, herausgenommen hatten. Wir hatten viel programmierte Sounds auf dem Album. Ich glaube wir wollten sie ein wenig beschwichtigen und beruhigen. Einen Schritt zurück machen. Wir haben uns selbst gefragt: "Was wäre wenn wir diesen Song so bearbeiten würden?" So haben wir ein paar Lieder ausgewählt und uns entschieden das so zu machen. Wir haben es ein Überbrückungsprojekt genannt. Etwas das wir den Fans geben konnten, was sie von einer neuen Platte erwartet hatten. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Wir benutzen diese Versionen jetzt auch live, in unseren Bühnen Sets.

Wenn du einen biblischen Charakter - außer Jesus - treffen könntest, welcher wäre es?
Mike: Das ist schwierig.
Anthony: Ich will Hiob treffen. Er ist mein Lieblingscharakter.
Randy: Er verkörpert die ultimative Erlösungsgeschichte.
Anthony: Wenn Hiob noch leben würde wäre er ein RED Fan.
Mike: Ja, er wäre auf jeden Fall bei uns.
Randy: In seiner Geschichte gab es so viel Leiden. Doch am Ende hat er es überwunden, weil er immer noch geglaubt hat.
Anthony: Er war durch alles gehorsam.
Mike: Und er hat seinen Kopf rasiert.

Unser Blog heißt Burnin' Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Anthony: Ich denke wenn du einmal eine Beziehung zu Christus aufgebaut hast, ist es einfach etwas das du überall mit hinträgst und in jede Entscheidung die du machst einbeziehst. Du realisierst, dass es Folgen hat. Weißt du, wir alle sind Familienväter, wir alle haben Kinder und wir erziehen sie dazu, Nachfolger Jesu zu sein. Das ist uns wichtig. Wenn du zum Beispiel eine Beziehung zu deinen Eltern hast: Das ist etwas besonderes zwischen ihnen und dir. Und eine Beziehung zwischen einem Individuum und Christus ist immer einzigartig. Wir möchten die Leute ermutigen nicht unbedingt darauf zu hören, was die Leute sagen, sondern auf dein Herz zu hören. Wenn du in der Bibel liest, oder betest, oder Stille Zeit machst. Es ist etwas, was wir immer bei uns tragen.
Randy: Das Verrückte an unserem Glauben ist, dass wir tatsächlich mit dem Schöpfer des Universums kommunizieren können. Das ist total faszinierend. Und dass er uns so sehr liebt...
Anthony: Es ist ein soziales Medium, was es schon immer gab. Und es ist viel schneller als das Internet. Du rufst schneller bei Jesus an als bei irgendwem anders.

Unsere letzte Frage: Habt ihr ein paar abschließende Worte, einen Rat für unsere Leser? Was ihr möchtet.
Anthony: Basierend darauf worüber ihr berichtet und warum: Wir wollen, dass ihr da draußen wisst, dass es viel mehr für euch gibt als nur Kirche. Es gibt andere Wege, Gott zu ehren und andere Wege, eine Verbindung und eine tiefere Beziehung zu ihm zu entwickeln.
Randy: Wir sind Beispiele dafür. Wir sind mit der Kirche aufgewachsen. Michaels Vater ist Pfarrer. Als ich zu Festivals wie der Christmas Rock Night in den Staaten gegangen bin und diese Bands dort ihr eigenes Ding gemacht haben  war das auch für uns eine Eröffnung. Es hat unser Herz erfasst und dafür gesorgt, dass wir das machen wollten was wir heute tun. Es gibt zig tausende Bands in Amerika und wir sind gesegnet und haben Glück in einer Position zu stehen, in die Gott uns hineingestellt hat. Er erwählt auch andere Bands und jeder geht auf seinem bestimmten Weg. Wir sind gesegnet, die Plattform verwenden zu dürfen die er uns gegeben hat um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Mike: Ich denke, es kann sehr leicht werden am Sonntag in der Kirche einfach durch die Abläufe zu gehen. Du tust dies und jenes, kniest dich hin, betest... Es kann diese einfache Routine sein, der du folgst. Wir wollen dich einfach ermutigen, mit deinem Glauben raus zu gehen. Geh raus in das Umfeld in dem du lebst. Was ich in der Region versuche wo ich gerade lebe ist, direkt meine Nachbarn zu erreichen. Nicht im Sinne von an die Türe klopfen und sagen "Hey, kennst du schon Jesus?" sondern eher Beziehungen aufzubauen und diese zu pflegen.
Anthony: Besonders für euer Publikum passt folgender Slogan gut: Variation ist der Schlüssel zum Impuls. Wenn sie mehr tun als nur zur Kirche zu gehen, wenn sie auch Musik hören und auf die Bands hören. Das ist unsere Art Lobpreis und es wird sie auf eine andere Art ansprechen. Es hat unsere Beziehung zu Jesus mit Sicherheit gestärkt und jeden von uns geformt. Ich denke wir alle kennen die Basics, aber als wir angefangen haben, auf die Musik zu hören hat einfach irgendetwas geklickt und plötzlich Sinn gemacht.

Vielen Dank für das Interview.

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