Donnerstag, 31. März 2016

Wir sind wieder unterwegs: Sacrety und Rumble in the Jungle in Rohr

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Es ist so weit: die Konzerte der Schwaben um Sacrety sind gezählt, im Juli ist Schluss. Diese letzte Chance macht sich die Kirchgemeinde Rohr glatt zu Nutze, um die Jungs noch einmal zu sich einzuladen.

Wir sind dabei, wenn im Gemeindesaal in Rohr bei Nürnberg ab 19:00 Uhr gerockt wird.
Als Support sind an diesem Abend die Lokalmatadoren von Rumble in the Jungle dabei, die mit Pop Rock und Alternative in den Abend starten. Obwohl sie noch nie in ihrem Heimatort direkt gespielt haben wird sich der Heimvorteil doch auszahlen und für den Abend den bestmöglichen Auftakt bieten.
Danach rocken Sacrety mit Electro Core in gewohnt lauter und energischer Manier. Wer in der Nähe ist und/oder um Nürnberg wohnt sollte definitiv vorbeikommen, denn wie wir alle wissen ist die Zeit bis Juli und die Anzahl der Konzerte von Sacrety begrenzt!
Karten könnt ihr euch noch zurücklegen lassen (über die Facebook Seite des Gemeindehaus Rohr) oder spontan dann an der Abendkasse für günstige 10€ erstehen.
Lasst euch eine dieser letzten Chancen nicht entgehen! Es wird auf jeden Fall laut und gut wie eh und je (:

Dienstag, 29. März 2016

Burnin' Heart Reports feiert Geburtstag!

Wie krass...
... Burnin' Heart Reports feiert schon seinen  
4. Geburtstag!
Wie schnell die Zeit doch wieder verfliegt!

In den letzten Jahren haben wir insgesamt 1017 Posts veröffentlicht. Außerdem können wir bis jetzt über 270.000 Klicks verzeichnen. Täglichen klicken sich im Durchschnitt 200 Leute durch unseren Blog.

Außerdem gab es für euch wieder zahlreiche CD-, Film- und Buch-Vorstellungen. Wir haben uns etliche neue Musikvideos etwas genauer angeschaut und zu einigen auch ein paar interessante Hintergrundinfos ausgegraben.

Natürlich gab es für euch auch wieder jede Woche einen Impuls und jeden ersten Tag im Monat einen in englischer Sprache.

Burnin' Heart Reports gibt es aber nur, weil ihr so toll seid und uns unterstützt und die Posts lest.

Wir möchten euch für euren Support mal richtig fett DANKE sagen!

DANKE, dass ihr Burnin' Heart Reports lest;
DANKE für euer Feedback auf dem Blog, bei Facebook, Twitter, Google+ und in persönlichen Gesprächen;
DANKE an über 400 Facebook-Liker, Twitter-Follower, Google+ Folger und Blog-Abonnenten;
DANKE an alle, die Posts von uns geteilt haben und Freunden von uns erzählt haben;
DANKE für jedes einzelne Gebet;
DANKE für eure Vorschläge;
DANKE an alle Bands, Autoren und Verläge, die uns mit CD-, Buch- und Filmmaterial unterstützen;
DANKE an alle Veranstalter, die uns immer wieder herzlich willkommen heißen, uns einladen, uns Tickets für Gewinnspiele zur Verfügung stellen, sich um uns kümmern, uns beherbergen und uns einen Stand zur Verfügung stellen;
DANKE an alle Spender, die unseren kleinen Bus am Stand füttern;
DANKE an alle Kritiker, die nicht an uns geglaubt haben und uns damit nur bestärkt haben weiter zu machen;
DANKE an jeden einzelnen für gute, lobende und aufmunternde Worte;
DANKE an Gott für seinen Segen und die Bewahrung unterwegs;
DANKE an all diejenigen, die uns geholfen haben, wenn wir mal mit unserem Auto liegen geblieben sind ;)
DANKE an alle, die in irgendeiner Form am Blog mitgearbeitet haben;
DANKE an alle, die wir jetzt hier vergessen haben aufzuzählen.

Ihr gebt uns so viel und deshalb haben wir uns für euch wieder etwas tolles ausgedacht!


Hier habt ihr wieder die Möglichkeit tolle Sachen zu gewinnen - zum Geburtstag gibt es schließlich immer Geschenke! (;

Beantwortet uns einfach folgende Fragen:

Wie viele Posts haben wir in unseren 4 Jahren Burnin' Heart Reports veröffentlicht?

Schreibt uns neben der richtigen Lösung gerne auch noch, warum ihr Burnin' Heart Reports lest, was euch am besten gefällt und was ihr euch für das nächste Jahr thematisch wünscht.

Wir sind gespannt auf eure Antworten, die ihr bis zum 5. April 2014 (23.59 Uhr) an burningheartreports[at]yahoo.de schreibt.

Achso, das wichtigste noch:
Wir verlosen dieses Mal nicht nur einen Preis, sondern gleich mehrere!
Zu gewinnen gibt es 3 Überraschungspakete, bestehend u.a. aus CD's, DVD's und Bücher.

Das Los entscheidet dann über die Gewinner, welche am 6. Aril auf Facebook bekannt gegeben und auch per Email über den Gewinn benachrichtigt werden. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. E-Mailadressen und Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben oder zu Werbezwecken verwendet, sondern dienen nur der Benachrichtigung des Gewinners und der Zusendung des Gewinns. Sollten die Gewinner sich nicht bis 10. April 2014 bei uns melden, werden neue Gewinner ermittelt. Gewinne werden nicht in Bar ausgezahlt! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Montag, 28. März 2016

Impuls für deine Woche

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Mehr als nur einmal habe ich am Ostersonntag darüber nachgedacht, wie ich wohl reagiert hätte, wenn ich zur Zeit Jesus gelebt hätte. Wie hätte ich persönlich all die Geschehnisse von Palmsonntag über Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag erlebt.
Zu schnell vergessen wir in unserer heutigen Zeit, da all diese Ereignisse so weit weg scheinen, dass sie mit uns persönlich zu tun haben. Nicht umsonst heißt es in der Bibel:

"Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt."
(Jesaja 53, 5)

Darum für diese Woche kein gewöhnlicher Impuls, sondern ein kleines Experiment. Sucht euch irgendwann in dieser Woche einen ruhigen Moment und einen ruhigen Ort. Verdeutlich euch noch einmal, was eine römische Kreuzigung bedeutete, nämlich schreckliche Schmerzen und Leiden.
Stellt euch vor ihr seid dabei, als Jesus gekreuzigt und in das „geliehene“ Felsengrab gelegt wird und geht dann nach Hause, weil der Sabbat beginnt. Am Sonntagmorgen kommt ihr wieder und findet das Grab leer vor. Was würdet ihr denken? Was würdet ihr fühlen?
Und vergesst dabei nicht, dass die Jünger damals nicht mit der Auferstehung rechneten und das, obwohl Jesus ihnen mehrfach gesagt hat, dass er auferstehen würde.

Wenn ihr Lust habt, dann teilt eure Gedanken darüber mit uns. Auch wenn wir in einer Zeit leben, in der wir Jesus nicht leibhaftig begegnen können, so können wir ihn doch erfahren.

Gesegnete Ostern

Sonntag, 27. März 2016

Osterspecial: Jesu Auferstehung und die erste Lüge darüber

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Nachdem Jesus in das geliehene Grab von Josef von Arimathäa gelegt wurden war, kamen der Hohe Priester und die Pharisäer zu Pilatus. „Herr, wir haben uns erinnert, dass Jesus als er noch lebte, sagte, dass er nach 3 Tage wieder auferstehen wird. Befiehl doch bitte, dass das Grab gesichert und bewacht wird, bis zum dritten Tag. Sonst kommen noch seine Jünger und stehlen den Leichnam, um dem Volk zu sagen: Seht, er ist auferstanden. Und die letzte Verfolgung wird größer sein als die Erste."

Pilatus gestand ihnen eine Wache zu, allerdings war mit einer Wache eine Einheit gemeint und die bestand aus 12 Soldaten.

Das Grab wurde gesichert und von den Soldaten bewacht.

Römische Soldaten hatten eine gute militärische Ausbildung. Sie arbeiteten im Wechsel. Sechs Wachen blieben wach und sicherten das Grab, während die anderen schliefen. Nach acht bis zehn Stunden erfolgte ein Wechsel. So, dass die Soldaten immer ausgeruht waren.

Als allerdings am dritten Tag die Frauen zum Grab kamen, gab es ein Erdbeben, ein Engel des Herrn kam vom Himmel, wälzte den Stein vom Grab und eben jene Soldaten fielen geschockt „wie tot“ zu Boden.
Der Engel rief die Frauen zum Grab und zeigte ihnen dass dieses leer war. Die Frauen liefen zu den Jüngern und erzählten ihnen davon. Kurze Zeit später kam Jesus selbst zu ihnen. Die Freude unter den Jüngern war groß, denn nie im Leben hatten sie damit gerechnet Jesus lebendig wieder zu sehen.

Die Soldaten jedoch gingen zum Hohen Priester und zu den Pharisäern und erzählten ihnen alles was geschehen war. Jene aber bestachen sie mit Geld, weil sie sagen sollten: Seine Jünger kamen bei Nacht als wir schliefen und haben den Leichnam gestohlen! Allerdings wusstet ihr, was mit römischen Soldaten geschieht, die während ihrer Schicht einschliefen: Sie wurden hingerichtet! Deswegen versichern die Pharisäer auch, dass sie beschwichtigend auf den Stadthalter einwirken werden, wenn sie Ärger bekommen sollen. Die Soldaten nahmen das Geld und machten es so, wie der Hohe Priester und die Pharisäer es wollten. Und bis heute verbreitet sich diese Geschichte unter den Juden.

Das erste Gegenargument gegen die Auferstehung wird also in der Bibel selbst genannt. Wenn ihr wollt, dann könnt ihr es in der Bibel nachlesen. Ihr findet den Text im Matthäus-Evangelium im Kapitel 27, Vers 62 bis zum 28.Kapitel, Vers 15 (click).

Besonders interessant ist allerdings, dass der Hohe Priester und die Pharisäer ja eigentlich die Soldaten haben wollten, weil sie befürchteten, dass der Leichnam gestohlen wird. Sie wussten genau, dass römische Soldaten/ Wachen sehr zuverlässig waren.
Noch heute frage ich mich, ob sie Angst hatten? Was muss es wohl für sie bedeutet haben, dass der Jesus, den sie tot sehen wollten, nun wieder lebendig war!
Aber die Wahrheit, nämlich das Jesus auferstanden ist, konnte nicht weg gelogen werden. Sie hat jeden Angriff bis in die heutige Zeit überlebt.

Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen. (Joh. 8, 32)

Wer sich für diese Story näher interessiert, der sollte sich mal den aktuellen Kinofilm Auferstanden ansehen. Dort geht es um einen römischen Soldaten, der sich auf die Suche nach dem Leichnam Jesu begibt. Er ist echt empfehlenswert. Hier noch der Trailer für euch:


Samstag, 26. März 2016

Osterspecial: Der goldene Kelch (Teil 2)


Der goldene Kelch (Teil 2)
von Max Lucado

Aus dem Kelch strömte immer noch der verführerische Duft, er versprach Macht und Genuss. Doch für den Sohn des Lichtes war es ein widerwärtiger Gestank. Der Anblick des Kelches erregte den Sohn so sehr zum Zorn, dass er ihn aus der Hand des Versuchers schlug. Die beiden standen sich gegenüber und blickten sich feindselig an.
Ich werde das Gift trinken“, schwor der Königssohn, „Dazu bin ich gekommen. Doch die Stunde dafür bestimme ich!
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Schließlich kam diese Stunde. Ein letztes Mal ging der Sohn zum Vater. Er suchte ihn in einem Garten auf, in einem anderen Garten. Einem Garten mit knorrigen Bäumen und steinigem Boden.
Gibt es keine andere Möglichkeit?
Nein, nur diese.
Gibt es niemanden sonst, der es tun könnte?
Der König schluckte. „Nein, nur du!
Muss ich wirklich diesen Kelch trinken?
Ja, mein Kind, diesen Kelch!
Er blickte den Prinz des Lichts an. „Die Finsternis wird groß sein.“ Er hielt seine Hand über das reine Gesicht seines Sohnes. „Der Schmerz wird schrecklich sein!“ Dann machte er eine Pause und ließ seinen Blick über sein verdunkeltes Reich gleiten. Als er den Sohn wieder ansah, standen ihm Tränen in den Augen. „Nein, es gibt keine andere Möglichkeit!
Der Blick des Sohnes war auf die Sterne gerichtet, als er die Antwort gab. „Dann soll es geschehen!
Die Worte, die den Sohn töten würden, kamen ihm nur langsam über die Lippen: „Stunde des Todes, Zeit des Opfers, es ist soweit. Unzählige Male geübt auf nachgebildeten Altären mit Ersatzlämmern- die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Ihr Soldaten, glaubt ihr wirklich, dass er von euch abgeführt wird? Ihr Stricke, glaubt ihr wirklich, dass er von euch festgebunden wird? Ihr Menschen, glaubt ihr wirklich, dass euer Urteil ihn verdammt hat? Er folgt nicht eurem Gebot. Er schreit nicht, weil ihr ihn schlagt. Er folgt allein meiner Stimme. Allein meine Verdammnis fürchtet er. Und er tut es zur Rettung eurer Seelen. Oh mein Sohn , mein Kind. Schau mir noch einmal in die Augen, bevor ich mich von dir abwende. Höre noch einmal meine Stimme, bevor ich verstumme. Ach, wenn ich doch dich und sie retten könnte. Aber sie können weder hören noch sehen.
Der Lebende muss sterben, damit die Sterbenden leben. Die Zeit ist gekommen, das Lamm zu schlachten. Hier ist der Kelch, mein Sohn. Der Kelch der Leiden. Der Kelch der Sünde.
Schlag zu, Hammer. Vollbringe dein Aufgabe. Deine Schläge soll man im ganzen Universum hören. Richtet ihn hoch auf, Soldaten. Erhebt ihn auf den Sohn der Gnade. Hier muss er sterben. Erhebt ihn hoch über die Menschen, die seinen Namen fluchen. Und nun rammt den Stamm in die Erde. Befestigt ihn tief im Herzen der Menschheit. Tief in den Schichten der vergangenen Zeiten. Tief in den Nährboden der Zukunft.
Gibt es keinen Engel, der meinen Isaak rettet? Gibt es keine Hand, die den Erlöser erlösen kann?
Hier ist der Kelch, mein Sohn. Trink ihn allein!
Ich glaube, dass Gott weinte, als er tat, was er tun musste. Alle Lügen, alle Verführungen, alle Taten, die im Schatten vollbracht wurden, befanden sich in diesem Kelch. Langsam, heimtückisch, breiteten sie sich im Leib des Sohnes aus. Der letzte Akt der Menschwerdung.
Das reine Lamm war voller Makel. Die Flammen begannen seine Füße zu verzehren. Der König gehorchte seinem eigenen Befehl. „Dort, wo das Gift ist, wird der Tod sein! Dort, wo der Kelch ist, da wird das Feuer sein!
Der König wandte sich vom Prinz ab. Der unverhüllte Zorn des Vaters, der die Sünde hasste, traf den Sohn. Das Feuer verzehrte ihn. Der Sohn blickte zum Vater auf, aber der Vater war nicht mehr zu sehen.
Mein Gott, mein Gott … warum?

Im Thronsaal war es dunkel und still. Der König hielt die Augen geschlossen.
Im Traum befand er sich wieder in diesem Garten. Der kühle Abendwind strich über den Fluss, während die drei miteinander spazieren gingen. Sie sprachen über den Garten … wie er war, wie er sein würde.
Vater …“, setzte der Sohn an.
Der König horchte diesem Wort nach. VATER – VATER.
Das Wort war wie eine Blume, wie eine zarte Blüte, die leicht zerstört werden kann. Ach, wie sehr er sich danach sehnte, dass ihn seine Kinder wieder Vater nannten!
Ein Geräusch weckte ihn aus seinem Traum. Er öffnete die Augen und sah eine leuchtende Gestalt in der Tür.
Es ist vollbracht, Vater. Ich bin wieder zu Hause!


Aus dem Buch: Ein Tag, der alles veränderte (Leben in der Kraft des Kreuzes)
Von Max Lucado
Das Buch ist leider bereits vergriffen. Weitere Artikel von Max Lucado findest du hier.

Freitag, 25. März 2016

Osterspecial: Der goldene Kelch


Der goldene Kelch (Teil 1)
von Max Lucado


Auf dem Hügel lodern Flammen. Rauchwolken steigen in den Himmel. Das Feuer knackt und knistert.
Mitten aus dem Feuer erschallt ein Schrei- das verzweifelte Aufbegehren eines Gefangenen, als die Kerkertür verriegelt wird; das Brüllen eines Löwen, als er die Hitze der brennenden Steppe spürt.
Der Schrei eines verlorenen Sohns, als er vergeblich nach dem Vater Ausschau hält.
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Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Die Worte hallen von Stern zu Stern wieder und dringen in den Königssaal. Sie sind Sendboten eines blutigen Schlachtfeldes und taumeln in die Gegenwart des Königs. Zerschlagen und Zerbrochen flehen sie um Hilfe, um Erlösung.
Die Soldaten des Königs stehen bereit zum Angriff. Sie besteigen die Rosse, rücken die Schilder zurecht, ziehen die Schwerter. Doch der König schweigt. Er ist auf diesen Moment vorbereitet. Er kennt seinen Plan. Seit Beginn hat er darauf gewartet, dass diese Worte ausgesprochen würden-seit diesem Moment, als das erste Gift in sein Königreich hineingeschmuggelt wurde.
Es war getarnt. Es befand sich in einem goldenen Kelch mit einem langen Stiel. Es hatte einen wunderbaren fruchtigen Geschmack. Das Gift wurde nicht von der Hand des Königs gereicht, sondern von der Hand eines Fürsten- des Fürsten der Schattenwelt.
Bis zu diesem Augenblick hatte es keinen Grund gegeben, sich im Garten zu verbergen. Der König hielt sich bei seinen Kindern auf und die Kinder kannten ihren König. Es gab keine Geheimnisse. Es gab keine Schatten.
Doch dann betrat der Fürst der Schattenwelt den Garten. Er musste sich verstecken. Er war zu hässlich, zu widerwärtig. Sein Gesicht war entstellt. Deshalb kam er in der Dunkelheit. Nur seine Stimme war zu hören.
Hier, probier mal“, flüsterte er und reichte ihr den Kelch. „Es ist süß und macht klug.
Die Tochter hörte die Stimme und wandte sich um. Ihre Neugier wurde geweckt. Ihre Augen hatten nie zuvor einen Schatten gesehen. Seine geheimnisvolle Verborgenheit hatte etwas Verführerisches an sich.
Der König beobachtete sie. Seine Heerscharen wussten, dass der Fürst der Schattenwelt ihrer mächtigen Armee niemals gewachsen war. Sie standen bereit zum Angriff und warteten auf den Befehl.
Aber es wurde kein Befehl erteilt.
Sie muss die Entscheidung selber treffen“, erklärte der König, „Wenn sie uns um Hilfe bittet, dann eilt zu ihr und befreit sie. Wenn sie sich nicht an uns wendet, wenn sie nicht zu mir aufblickt, dann rührt euch nicht. Sie muss die Entscheidung selbst treffen.“
Die Tochter starrte den Kelch an. Der Wein duftete und weckte in ihr das Verlangen. Sie erhob die Hand, griff nach dem Kelch und trank das Gift. Von diesem Augenblick an, konnte sie ihren Blick nicht mehr frei heben.
Das Gift durchströmte sie, verzerrte ihre Sicht, ließ ihre Haut altern und veränderte ihr Herz. Sie duckte sich in den Schatten des Fürsten.
Plötzlich war sie einsam. Sie spürte nicht mehr die vertraute Nähe, die sie bis dahin gekannt hatte und für die sie geschaffen wurden war. Doch statt beim König Zuflucht zu suchen, lockte sie den Nächsten von ihm fort. Sie füllte den Kelch und bot ihn dem Mann an.
Erneut hielt sich das himmlische Heer bereit. Erneut warteten sie auf den Befehl des Königs. Doch er sprach dieselben Worte: „Er muss die Entscheidung selber treffen. Wenn er uns um Hilfe bittet, dann eilt zu ihm und befreit ihn. Wenn er sich nicht an uns wendet, wenn er nicht zu mir aufblickt, dann rührt euch nicht. Er muss die Entscheidung selbst treffen.
Die Tochter reichte dem Sohn den Kelch. „Es ist in Ordnung“, versicherte sie ihm, „Es schmeckt süß.“ Der Sohn sah, wie sich der Genuss in ihren Augen wiederspiegelte. Hinter ihr stand eine schattenhafte Gestalt.
Wer ist das?“, fragte der Sohn.
Trink einfach“, wiederholte sie. Ihre Stimme war rau vor Verlangen.
Als er den Kelch an die Lippe führte, spürte er das kühle Metall. Die Flüssigkeit ließ seine Unschuld in Flammen aufgehen. „Kann ich noch mehr haben?“, fragte er und strich mit dem Finger über den Boden des Kelches, um die letzten Tropfen zu genießen.
Die Soldaten blickte zum König und warteten auf Anweisungen. Die Augen des Königs füllten sich mit Tränen.
Reich mir dein Schwert!“ Der General stieg von seinem Pferd und schritt mit schnellen Schritten zum Thron. Er hielt dem König das blanke Schwert entgegen.
Der König nahm es nicht in die Hand. Er berührte es nur kurz. Es begann zu leuchten, bis es schließlich lichterloh brannte.
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Der General hielt das flammende Schwert in der Hand und wartete auf den Befehl des Königs.
Ihre Entscheidung soll respektiert werden. Da, wo das Gift ist, wird der Tod sein. Da wo der Kelch ist, wird Feuer sein. So soll er geschehen!
Der General ritt los und nahm seine Stellung am Tor ein. Das flammende Schwert ließ alle wissen, dass das Reich des Lichtes niemals wieder von Schatten verdunkelt werden sollte. Der König hasste die Schatten, weil die Kinder im Schatten nicht in der Lage waren den König zu sehen. Der König hasste die Kelche. Er hasste sie, weil sie bewirkten, dass die Kinder den Vater vergaßen.
Draußen vor dem Garten breiteten sich die Schatten immer weiter aus und immer mehr Kelche lagen am Boden verstreut. Immer mehr Gesichter wurden entstellt. Immer mehr Augen blickten verzerrt. Immer mehr Seelen wurden verändert. Niemand wusste mehr, was Reinheit war, niemand konnte den König noch erkennen. Niemand wusste, dass es einmal ein Reich ohne Schatten gegeben hatte.
In den Händen hielten sie den Kelch der Selbstsucht. Ihr Lippen verkündeten die Litanei der Lüge: „Hier, trink, es ist süß!
Und es geschah, wie der König gesagt hatte: Dort, wo sich das Gift befand, dort war auch der Tod. Dort wo sich der Kelch befand, war nun Feuer. Bis zu diesem Tag, an dem der König seinen Sohn sandte.
Dasselbe Feuer, das das Schwert entflammt hatte, entzündete nun eine Kerze und stellte diese mitten zwischen die Schatten.
Seine Ankunft blieb nicht unbemerkt, wie auch die Ankunft des Kelchträgers nicht unbemerkt geblieben war.
Seht dort, ein Stern!“, so wurde sein Kommen bekannt gegeben, „Ein helles Licht am dunklen Himmel!“ Ein Diamant, der im Staub glitzerte.
Strahle hell, mein Sohn“, flüsterte der König.
Immer wieder wurde dem Prinzen des Lichts der Kelch angeboten. Er wurde ihm von denen angeboten, die den König verlassen hatten. „Nimm nur einen Schluck, mein Freund!
Voller Qual blickte er in die Augen derer, die ihn in Versuchung führen wollten. Was war das nur für ein schreckliches Gift? Es bewirkte, dass der Gefangene versuchte, den zu töten, der gekommen war, um ihn zu retten!


Fortsetzung morgen …


Donnerstag, 24. März 2016

22. Balinger Rockfestival

Schon zum 22. öffnete das Balinger Rockfestival seine Tore.
Im Laufe der Jahre hat das BRF sich einen Namen gemacht und gehört mittlerweile zu eine der größten und bekanntesten christlichen Festivals in Süddeutschland.
7 nationale und internationale Band heizten den knapp 1400 Besuchern so richtig ein.

Den Anfang machten L!chtfabrik. Die 4 Korntaler Party-Rocker waren sichtlich aufgeregt, hatten aber eine Menge Spaß. Es war der Auftritt für sie in diesem Jahr. Auf dem BRF zu spielen war ein großer Traum der in Erfüllung ging. Neben akrobatischen Tanzeinlagen gehörte auch ein Konfettiregen zu ihrer Show. Von Beginn an zogen Sie das Publikum in ihren Bann. Auch den ein oder andere Patzer machten die charmanten Korntaler wett.

Gegen Ende der Zugabe fanden sich dann schon DJ FreeG und Saymo'K samt Band auf der Sidestage im vorderen Teil der Halle ein.

Für die Schweizer war der Auftritt auf der Sidestage eine kleine Premiere, denn unplugged haben sie ihr Können bisher noch nie zum Besten gegeben. DJ FreeG hat sich dabei auch eher zurückgehalten und das Gitarrespielen, Trommeln und Singen eher Saymo'K und seiner Band überlassen. Im Anschluss haben sich der Rapper und der DJ noch den Fragen von Moderator Patrick Reusch gestellt.

Und schon machte sich die nächste Band auf der Mainstage bereit, um die Halle zum Beben zu bringen. Die Rede ist von Normal ist anders, die zur Zeit auf so gut wie keinem christlichen Festival fehlen dürfen. Das Publikum war heiß und so gab es als Belohnung nicht nur bereits bekannte Songs wie "Wir glauben fest daran" und "Boom", sondern auch einen brandneuen Song. Mit "Up" präsentierten die 4 Herren Ihre brandneue Single zu der es bald weitere Neuigkeiten gibt. Man darf also gespannt sein was NIA im laufe des Jahres noch so parat haben.

Auf der Talkstage fanden sich nun die Jungs von Lichtfabrik ein und stellten sich dort nicht nur den Fragen des Moderators, sondern gaben ihr Können auch unplugged zum Besten.

Unterdessen fanden sich DJ FreeG und Saymo'K auf der Mainstage ein. Nicht nur mit gutem Rap, House und EDM sorgten sie für Partystimmung, sondern auch der große aufblasbare Wal kam beim Publikum gut an und ging somit auf Reise durch die Volksbankmesse. Leider war bis kurz vor Schluss des Sets die Anlage nicht voll ausgenutzt worden und es fehlte ein wenig an Bass, was im großen und ganzen der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Ein besonderer Programmpunkt sowohl auf der Mainstage, als auch auf der Sidestage war der Auftritt von Marco Michalzik, der mit seinem Poetryslam für eine gelungene Abwechslung sorgte.

Bevor die erste amerikanische Band die Mainstage enterte, schlugen die 4 Herren von NIA nochmal ruhigere Töne auf der Sidestage an.

Es ist schon eine Weile her, dass Remedy Drive das letzte Mal in Deutschland waren. Umso begeisterter war das Publikum. Ursprünglich bestand die Band mal aus Brüdern. Vor ein paar Jahren verließen 2 der Brüder die Band. Doch für das Balinger Rockfestival gesellte sich Philipp Zach zur Band dazu und unterstützte sie musikalisch. Die Songs des aktuellen Albums "Commodity" kennt er nur zu gut, denn er war der Produzent des Albums. Das Album geht gut ins Ohr und so war es kein Wunder, dass die ganze Halle Textzeilen wie "I'm a soul inside a body / I'm not commodity no oh".
Seit knapp 2 Jahren schreibt Sänger David Zach Songs, die gegen Menschenhandel und Sklaverei aufklären und zum Nachdenken anregen wollen.  Zudem engagiert er sich auch sehr für Menschen, die in diesem Teufelskreis gefangen sind. Er fliegt nach Asien und filmt dort heimlich und versucht die jungen Frauen aus den Fängen des Sexhandels zu befreien.
Die Organisatoren Karin und Wilfried Rauscher verschenkten in diesem Jahr ca. 150 Freikarten an Flüchtlinge, nicht um sie zu "bekehren", sondern um ihnen etwas Gutes zu tun. Die Einladung wurde von den jungen Flüchtlingen gerne angenommen. Dazu gehörte auch ein Meet & Greet mit der Band Remedy Drive.

Schon weit vor Ende des Auftritts der Amerikaner, versammelte sich ein Teil des Publikums vor der kleinen Sidestage, denn dort stellten sich Sacrety ein allerletztes Mal den Fragen der Moderatoren. Sie erzählten von den Erlebnissen der vergangenen Jahre und wie es für sie ab Sommer weitergehen wird.

Auf der Mainstage ging es international weiter, denn keine Geringeren als Children 18:3 folgten der Einladung der Organisatoren und unterbrachen für das BRF extra ihre Tour mit Spoken, Disciple, Seventh Days Slumber und Decyfer Down. Und sicherlich kam der Eine oder Andere auch nur wegen dieser Band nach Balingen. Mit Songs ihrer letzten Alben brachten sie die Messehalle zum Kochen. So erklangen Lieder wie "Cover Your Eyes", "All My Ballons", "Come In" und "We'll Never Say Goodbye".
Wenn man bedenkt, dass Auftritte der 3 Geschwister in Amerika nur um die 20 Minuten dauern (5 Songs), dann kann man durchaus gut verstehen, warum die 3 auch gerne mal über den großen Teich fliegen und dort einfach mal einen Circle Pit durch die gesamte Halle entfachen - etwas ungünstig für diejenigen, die sich bereits vor der Sidestage einfanden, wo sich Remedy Drive schon auf das Interview und 2 kleine Songs vorbereiteten.

Nichts desto trotz fanden sich genug Leute vor der Sidestage ein, um den 3 Musikern von Remedy Drive zu lauschen. Aus ihrem Repertoire erklang unter anderem der Song "Commodity". Wer die Band vorher schon mal live gesehen hat, der weiß, dass David Zach gerne auf allem herumturnt, was gerade auf der Bühne steht. Dies fiel es ihm schon schwer, ganz ruhig hinter seinem Piano sitzen zu bleiben - aber auch er wird älter. ;)

weitere Fotos auf Time Passed By Photography
Auf der Mainstage war es nun Zeit für den wohl traurigsten Moment in der Geschichte des Balinger Rockfestivals - nach Auflösung der Band Crushead: die 5 Schwaben von Sacrety gaben ihr letztes Konzert, zumindest auf dem BRF. Diesen Auftritt genossen nicht nur die Bandmitglieder, sondern auch die Fans besonders. Es wurde getanzt und gesungen, als gäbe es kein Morgen mehr. Und auch die Band, die schon fast irgendwie zum Inventar gehörte gab nochmal alles. So erklangen neben Tracks des aktuellen Albums auch ein Medley aus Songs der letzten Jahre. Und die "affenstarke" Tanzeinlage der Herren durfte natürlich auch nicht fehlen.

Auf der Sidestage war es nach diesem Auftritt von Sacrety nun an der Zeit für die letzte Band des Abends. Dass Children 18:3 lieber Musik machen, als irgendwelche Fragen zu beantworten, ist wohl bekannt. Aber tapfer stellten sie sich den Fragen der beiden Moderatorinnen. Musikalisch hatten sie unplugged Versionen von "Bethlehem" und "Follow the Star" dabei.

Für einen würdigen Abschluss des 22. BRFs sorgte nun die Outbreakband auf der Mainstage. Mit Liedern wie "Mittelpunkt", aber auch Hillsong-Hits wie "Wake" boten sie den Raum, Gott für den genialen Abend zu danken, aber auch um wieder etwas zur Ruhe zu kommen bevor es Zeit war, den Heimweg anzutreten.

Am Ende bleibt uns nur, den Veranstaltern und allen Mitarbeitern ein großes Danke zu sagen, für ein so tolles und gelungenes Event.
Für uns fühlt es sich jedes Jahr an wie nach Hause kommen. Vor ziemlich genau 4 Jahren fing nämlich alles mit den Balinger Rockfestival an. Das erste Event über das wir berichtet haben und dort Bands für euch ausgefragt haben...

Dienstag, 22. März 2016

Buch: Pete Greig & Dave Roberts - Red Moon Rising

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Wenn sich Freunde treffen, um gemeinsam zu beten, dann kann Großes entstehen. Erst recht mitten in der Nacht. Das hat zumindest die Geschicht der 24-7 Gebetsbewegung gezeigt.

In den späten 90er Jahren entstand diese Bewegung, angeführt von einem Mann, Pete Greig, der eine Vision hatte. Als er mit einem Freund am Kap Sao Vincente Urlaub machte, hatte er da dieses Bild vor Augen als er an den Klippen stand und auf's Meer sah. Eine Armee junger, friedlicher Krieger, eine Armee Gebetskrieger. Zu diesem Zeitpunkte ahnte Pete Greig noch nicht, was sich aus seiner Vision entwickeln sollte.

2005 erschien sein Buch "Red Moon Rising - Wenn Freunde anfangen, zu träumen und zu beten", in dem er über die Entstehung der Bewegung schreibt und die ersten Gehversuche von 24-7 Prayer beschreibt. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich diese Bewegung - inspiriert durch das Herrnhuter Gebetsmodell von Graf Zinzendorf - über den gesamten Kontinent aus. Gebetsräume entstanden, kleine Gruppen trafen sich, um erst eine Woche, dann einen Monat und letztendlich sogar über Jahre zu beten, Treffen für die Leiter auf der ganzen Welt wurden organisiert, "Boiler Rooms" wurden eingerichtet. Die Gebetsbewegung wuchs unkontrolliert an, was bei Pete Greig nicht immer für Freude, sondern auch für Verzweiflung und Überforderung sorgte.
In diesem Buch schreibt er über diese Freuden, über Freundschaften, die geschlossen wurden, über Gebetserhörungen, Heilungen und Bekehrungen. Er schreibt aber auch über Zeiten, die alles andere als freudig waren, Situationen, die Kraft kosteten, ihn ins Zweifeln brachten.

Ein sehr ergreifendes, aber auch provizierendes Buch, welches ermutigen will, selbst groß zu träumen, inbrünstig zu beten. "Lebe, als ob alles von dir abhängt und bete, als ob alles von Gott abhängt."

Diese Bewegung hat viele Menschen, ja sogar ein Stück weit die Welt verändert. Da bekommt man Gänsehaut und ein großes, sehnsüchtiges Herz für diese Bewegung, diesen Gott und das Gebet zu ihm, beim Lesen. Ein Beweis, dass Gott auch heute noch Gebete erhört!

Jetzt, ca. 15 Jahre nach diesem ehrwürdigen Moment in Portugal, erschien eine "Jubiläumsausgabe" mit weiteren Berichten, Gebetserhörungen, aber auch zusätzlichem Material für Kleingruppen, praktischen Tipps und vielen Hintergrundinformationen.

Die Jubiläumsausgabe ist für 16,95 € bei SCM Hänssler oder auch bei SCM R. Brockhaus erhältlich. Die Erstausgabe von 2005 gibt es noch in kleinen Mengen und überwiegend gebraucht bei Amazon.
Eine Leseprobe findet ihr HIER.

Montag, 21. März 2016

Impuls für deine Woche

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Der HERR ist nahe denen,
die zerbrochenen Herzens sind
und ER hilft denen,
die zerschlagen im Geist sind!
 (Psalm 34,19)

In den Zeiten der größten Wirren und Dunkelheit in meinem Leben, war es dieser Vers, der mir den Weg zum Vaterherzen Gottes zeigte. Dieser Vers zeigte mir wie Gott ist. Wie groß seine Liebe zu allen Menschen auf dieser Welt ist. Der HERR lehnt uns in unserer Schwachheit oder Krankheit nicht einfach ab. ER steht immer zu uns, hinter uns und vor uns. ER ist immer für uns und niemals gegen uns.

Der HERR tut alles, um dir zu zeigen wie sehr ER dich liebt. Mir zeigte ER einst ein Bild voller Hoffnung, Herrlichkeit und Stärke und zwar in genau dem Moment in dem ich dachte, dass das Leben keinen Sinn macht.

Für diese Woche: Schreib diesen Vers auf und erinnere dich jeden Tag, jede Stunde und wenn es geht jede Minute daran was für einen Gott wir haben. Einen großen und manchmal unglaublichen Gott. Einen Gott der Wunder und aller guten Dinge, die wir in unserem Leben haben. ER will unser Herz in Sorgen/ Ängsten aufrichten und unseren manchmal zerstörten Geist wieder herstellen. ER ist in guten und in schlechten Zeiten bei uns. ER lässt uns niemals fallen, egal was in unserem Leben geschehen oder schiefgehen mag.

Gott kann uns Dinge geben, die uns neue Hoffnung geben und unsere Verletzungen heilen. Das können andere Menschen, Orte, Bibelverse, Lieder oder Gespräche sein.

Sucht nach den kleinen Dingen in eurem alltäglichen Leben, denn oft finden wir darin ohne das wir es erwarten die größten Wunder.

Vertraut auf den HERREN und erinnert euch jede Zeit an seine Gnade und Güte.

Samstag, 19. März 2016

PaperClip im Interview

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Wir haben ja schon ein paar Mal über die Band  PaperClip berichtet. Die 5 kommen aus Pobershau und Großrückerswalde, mehr oder weniger kleine Dörfer im Erzgebirge. Sie machen deutschen Pop mit deutlichen, authentischen Texten. In den letzten 1-2 Jahren hat sich einiges bei den 5 Ergebirgern getan. Bei einem Wettbewerb der Werbeagentur POSTYOU haben sie die Produktion eines Musikvideos gewonnen und kurze Zeit später ihr erstes Musikvideo veröffentlicht. Darauf folgte ihre erste CD "An Dich", die letztes Jahr erschien, und die Teilnahme an einem bundesweiten Bandcontest bei dem sie es bis ins Finale Ost geschafft haben. Wusstet ihr eigentlich, dass es von ihrem Song "An Dich" sogar schon eine Remix-Version gibt? 
Wenn man genau hinhört, dann klingt die Stimme von Sänger Samuel ein bisschen nach Johannes Falk - kein Wunder, der Singer/Songwriter gehört neben Döhler & Scheufler zu den musikalischen Vorbildern der Band.
Aber sie wollen nicht einfach andere Musiker kopieren. Im Laufe der Zeit, in der sie schon zusammen musizieren, haben sie auch ihren eigenen Stil gefunden und der kann sich echt hören lassen.


Diskografie:
An Dich (EP, 2015)


Wir haben uns die 5 mal geschnappt und sie ein bisschen ausgefragt:

Stellt euch doch zu Beginn mal vor, wer seid ihr?
Samuel R.: Wir sind PaperClip aus Pobershau im Erzgebirge. Wir machen deutschsprachigen Pop. Wir sind zu fünft: 4 Cousins und Cousinen und einer aus Großrückerswalde, der ich bin. Und neben mir gehören noch Samuel Tiede, Kevin Rau, Sophie Landgraf und Johannes Landgraf, der gerade nicht mit da ist, dazu.

Seit wann macht ihr zusammen Musik?
Samuel R.: Angefangen hat das alles 2008. Als 5-Cousins-&-Cousinen-Projekt. Seit Oktober 2012 bin ich als neuer Sänger mit dabei.

Und wie seid ihr ganz persönlich zur Musik gekommen?
Samuel R.: Ich persönlich bin durch die Kirche, durch die Gemeinde zur Musik gekommen. Ich war früher in der Kurrende, hatte dann noch beim Kantor Klavierunterricht und hab dann auch die große Leidenschaft für’s Singen entdeckt. Und die anderen können ja für sich selbst sprechen.
Kevin: Das kann ich bestätigen. Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und in die Kirche gegangen. Das ist halt dann die Musik, die man so am Anfang hört. Ich hatte dann 5 Jahre Keyboardunterricht und mach das jetzt mehr oder weniger im Selbststudium.
Samuel T.: Meine Eltern sind sehr musikalisch. Mein Vater spielt bei den Hutzenbossen (erzgebirgisches Volksmusik-Duo) und da hat man das schon früh so in die Wiege gelegt bekommen.
Sophie: Bei mir und Johannes ist das auch ähnlich gewesen. Schon allein von der Familie her. Die Kirche und die Gemeinde haben bei uns aber auch eine große Rolle gespielt.

Im Sommer letzten Jahres habt ihr euer Debütalbum veröffentlicht. Was steht bei euch so in nächster sonst noch an? Habt ihr schon konkrete Pläne geschmiedet, was noch kommen soll?
Samuel R.: Richtig konkrete Pläne gibt es noch nicht. Wir haben jetzt einige neue Songs geschrieben und sind auch noch dabei weitere zu schreiben. Es stehen immer mal wieder Jugendgottesdienste bei uns auf dem Plan, wo wir spielen. Und dann schauen wir mal, was so auf uns zukommt und ob da vielleicht auch paar Festivals dabei sind. Aber wir schauen mal, was die Zukunft bringt.

Aber schön wär’s schon?
Samuel R.: Also abgeneigt wären wir nicht. Aber wir müssen auch erstmal sehen, wie sich das jetzt alles entwickelt, auch mit unserem Studium bzw. mit der Arbeit bzw. Ausbildung.

Ihr habt ja vorhin schon erzählt, dass ihr schon eine ganze Weile zusammen Musik macht. Gibt es irgendein lustiges oder sogar ein peinliches Banderlebnis?
Kevin: Überleg gut.
Samuel R.: Das ist schwierig. Ich würde jetzt nicht sagen lustig, aber sehr schön. Wir waren vor paar Jahren in Breslau mit Wolfgang Tost, dem Landesmusikreferenten, zum ost- und mitteleuropäischen Begegnungstagen und haben dort ein Konzert auf einem Schiff mit 200 Konfirmanden und unserem Landesjugendpfarrer gespielt. Und das war richtig cool und auch lustig, weil fast keine Technik vorhanden war. Das war echt lustig mit denen dort um Mitternacht „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ zu singen.

Wenn ihr eine Person aus der Bibel treffen könntet, welche wäre das und warum? Jesus jetzt mal außen vor gelassen.
Samuel R.: Für mich wäre das Salomo. Gerade wegen unserem Lied „Von Wolken und Wegen“. Ich hab vor kurzem erst das Buch Prediger gelesen. Das ist eigentlich so ein Buch der Bibel, was die wenigsten Leute schon mal gelesen haben. Salomo war so ein weiser Mensch, der hat eigentlich alles ausgetestet, der hatte Haufen Frauen, der hatte viel Gold und Silber und einen riesen Palast. Und am Ende hat er geschrieben: „Fürchte Gott und halte seine Gebote.“ Das ist das Endergebnis des Ganzen. Ich finde echt, der ist so ein weiser Mann, den würde ich echt gerne mal treffen. Dann könnte er mal bissl was aus dem Leben erzählen, wie’s so läuft.
Sophie: Ich muss gestehen, ich hab darüber noch nie so nachgedacht. Mir fällt da gerade echt niemand wirklich ein. Aber Salomo wäre schon nicht schlecht.
Kevin: Es wäre allgemein nicht schlecht, wenn man mal so mit jemanden aus der Bibel quatschen könnte und die erzählen könnten, wie sie so gelebt haben.
Samuel T.: Ich würde gerne mal Johannes treffen. Es wäre bestimmt interessant mit ihm mal über die Offenbarung, die er geschrieben hat, zu reden.

Unser Blog heißt Burnin‘ Heart Reports, was bedeutet euch euer Glaube? Wie lebt ihr euren Glauben im Alltag?
Samuel R.: Mein Glaube ist mit meinem Alltag verankert, zum Teil weil ich evangelische Religionspädagogik studiere – da komm ich nicht Drumherum mich damit auseinander zu setzen. Zum anderen Teil bin ich JG-Leiter. Ich hab gemerkt, dass einem da Leute viel mehr zuhören, wenn man Sachen aus dem Alltag erzählt, wie Jesus einem dort begegnet ist. Predigten sind schön und gut, aber wenn der Bezug zum Leben, zum Alltag fehlt, dann sind das nur leere Worte. Und das treibt mich auch an Lieder zu schreiben, weil ich meine Erlebnisse auch weitergeben will und mit Leuten ins Gespräch kommen will.
Sophie: Wir sind alle in der JG, wo wir uns und unseren Glauben mit einbringen und was auch unseren Alltag beeinflusst.
Samuel T.: Das Medium, mit dem wir unseren Glauben an die Leute weitergeben, ist für uns die Musik. Und das packen wir auch in unsere Texte und versuchen dem Ganzen damit Ausdruck zu verleihen.

Dann kommen wir jetzt zur letzten Frage. Was möchtet ihr unseren Lesern zum Schluss noch mit auf den Weg geben?
Samuel T.: Stay tuned.
Samuel R.: Stay in his blood. Ein Leben mit Jesus ist wertvoll. Und wenn du kritisch bist und Sachen hinterfragst, dann ist das gut. Es ist auch wichtig, Sachen zu hinterfragen. Schaltet nicht ab, wenn Leute von Jesus erzählen, lasst euch drauf ein und redet mit denen darüber.
Sophie: Egal in welcher Situation ihr gerade seid, Gott ist da. Er geht nicht einfach, er bleibt auch wenn’s mal schwierig wird.
Kevin: Auch wenn man gerade nicht daran denkt, er ist trotzdem da.

Habt vielen Dank für das Interview.

PaperClip - An dich



Um nicht nur vom Remix zu reden, zeigen wir euch den natürlich auch:

PaperClip - An Dich (Naycill Remix)


Freitag, 18. März 2016

Rock The Church in Pforzheim

Am 12. März war es wieder so weit: im baden- württembergischen Pforzheim wurde es wieder einmal laut. Drei Bands waren an jenem Abend angereist, um beim  "Rock The Church" Festival die Kirche zum rocken zu bringen.
Den Beginn des rein deutschsprachigen Line Ups machte Die HipHop Kombo "Fynn Faible". Auch wenn das Publikum noch sehr verhalten war und anfangs nicht so recht in Schwung kommen wollte gaben die Musiker auf der Bühne alles und überzeugten mit freshen Beats und kompromisslosen Texten. Musikalisch könnte man einen Vergleich zu RudiO ziehen, da zweifelsohne eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden ist. Nach einigen Liedern Zeit zum aufwärmen begannen die Zuschauer auch langsam mitzugehen und es wurde gebounct und mit den Köpfen genickt. Besonders begeisterte eine kleine Beatbox Einlage des Drummers, der sein Schlagzeug kurz gegen das Mikro austauschte und reihenweise für Erstaunen sorgte.

In der Umbaupause konnte man sich entweder um sein leibliches Wohl kümmern oder dem jungen Nachwuchsmusiker zuhören, der auf der Bühne mit seiner E-Gitarre einige Coversongs zum besten gab.

Nach der kurzen Pause war es Zeit für normal ist anders die Bühne zu stürmen. Nun, da die Zuschauer auch auf den Abend eingestimmt waren konnten die vier jungen Herren mit ihrer Energie und explosiven Bühnenshow schnell überzeugen. Es wurde gesprungen und ausgelassen getanzt. Die eingängigen Texte wurden schnell mitgesungen und die Stimmung war bestens. Neben den "Klassikern" wie "Alle Ketten reißen auf" und "In Goldenen Lettern" gab es außerdem noch einen brandneuen Track zu hören, der auf Anhieb super Anklang fand. Sicher ist, dass normal ist anders in Pforzheim viele neue Fans dazugewonnen haben!

Weitere Fotos auf Time Passed By Photography
Auch in der nächsten Umbaupause wurde wieder für Überbrückung gesorgt, bevor Soundbar als Headliner ihren Auftritt begannen. Auch hier war die Stimmung bestens und es wurde fröhlich getanzt und mitgesungen. Die Lieder des aktuellen Albums "Akita Mani Yo" konnten sofort begeistern. Neben dem tanzbaren Hit "Sonne" wurde es zwischendurch aber auch mal etwas ruhig, als die Band aus Gummersbach "Mississippi" zum besten gaben. Nach einer kurzen ruhigeren Phase und einem Foto mit den Zuschauern ging die Party dann aber laut weiter und bis zur letzten Zugabe wurde getanzt und gefeiert.

Insgesamt kann man festhalten, dass das diesjährige Rock The Church ein gelungenes Konzert war und die Zielgruppe, nämlich Konfirmanden, bewiesen bekommen hat dass Kirche auch außerhalb der gewohnten Abläufe sehr viel Spaß machen kann.
Wir bedanken uns herzlich, dass wir dabei sein durften und freuen uns, wenn es wieder heißt: Rock The Church!

Donnerstag, 17. März 2016

Thema des Monats: Wenn ein Streit alles kaputt macht

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Die meisten von euch kennen Arno Backhaus wahrscheinlich oder haben zumindest schon mal von ihm und seinen "verrückten" Aktionen gehört. Er steht gerne auch mal in der Fußgängerzone mit einer dunklen Brille, einer Armbinde für Blinde und mit einem Schild auf dem steht "Ich glaube nur, was ich sehe". Nicht nur damit proviziert er, kommt mit Menschen ins Gespräch und bringt sie zum Nachdenken, sondern auch mit mit diversen T-Shirts, die es in seinem Online Shop zu kaufen gibt. Er ist Liedermacher, Autor und Aktionskünstler und bezeichnet sich selbst als "E-fun-gelist" und "Missio-Narr".

Aber auch mit unserem Thema des Monats kennt er sich aus.

Diesen Monat geht es um Streit, um Verletzungen, die Beziehungen kaputt machen, aber auch einen selbst innerlich kaputt machen können. Damit die Seele daran nicht zerbricht, ist Vergebung notwendig. Der Weg dahin ist nicht immer einfach. Das weiß auch Arno.


Es regnet in meine Seele – über Verletzungen, andere Gemeinheiten und Vergebung –

Wer kennt das nicht - Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich beobachte mich immer wieder, wie ich in der Gefahr stehe, wenn ich auf der Autobahn fahre und von einem Autofahrer geärgert oder unfair behandelt werde. Wenn einer Fehler macht, habe ich nicht so Probleme, aber wenn einer frech ist, fies, link - oh dann wird mein ganzes kreatives Potential aktiviert. Warum eigentlich? Kann ich mir nicht leisten, großzügig zu sein?
Natürlich, wenn ich den Eindruck habe, ich komme im Leben grundsätzlich zu kurz, dann muß ich kämpfen um mein Recht, um meinen Platz. Aber wie ist das mit den Christen? Könnten die nicht anders mit eigenem oder fremdem Versagen umgehen? Bei Gott kommen wir nicht zu kurz, er ist unser Anwalt. Hier eine interessante Bibelstelle zum Thema Verletzungen, Rache, Auge um Auge, Zahn um Zahn, um Vergebung. Wer wirft den ersten Stein?!

Epheser 4, 25-32
25 Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde Jesu.
26 Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.
27 Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften.
28 Wer früher von Diebstahl lebte, der soll sich jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er auch noch Notleidenden helfen kann.
29 Redet nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle.
30 Beleidigt nicht den Heiligen Geist. Als Gott ihn euch schenkte, hat er euch sein Siegel aufgedrückt. Er ist doch euer Bürge dafür, dass der Tag der Erlösung kommt.
31 Mit Bitterkeit, Jähzorn und Wut sollt ihr nichts mehr zu tun haben. Schreit einander nicht an, redet nicht schlecht über andere, und vermeidet jede Feindseligkeit.
32 Seid vielmehr freundlich und barmherzig, und vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat.


1. Womit kann ich eigentl. verletzen bzw. auch verletzt werden?
Mit Worten; mit Ratschlägen (die sind mehr Schläge als Rat, die schlagen einem dann auf die Seele, und später verschlägt’s einem die Sprache); Lachen; Vertrauensmissbrauch; mit Schweigen (Psycho-Druck); selbst mit Gedanken kann ich verletzen (bei der Geburt: Mist, ich bin schwanger!!; mit Ignoranz, wenn ich andere ausgrenze; mit Wissen & Bildung; mit Überlegenheit und Erfahrung (ich habe die Erfahrung gemacht…, bekomme du erst mal 3 Kinder.., werde du doch erst mal arbeitslos…,werde du erst mal so alt wie ich, du Schnösel, etc); mit Krankheit, Schwäche; mit übergestülpter Liebe; mit Schläge; usw.


2. Wie kann ich auf Verletzungen reagieren?
Es gibt 3 Arten auf Verletzungen, Hass, Unterdrückung und Gewalt zu reagieren:
1. Ich gewöhne mich an Gewalt und resigniere. Ich ergebe mich dem Schicksal und spiele das Spiel der Unterdrückung mit. Bei dieser Art mit Verletzungen umzugehen, gehe ich daran kaputt!
2. Ich entscheide mich mit Gewalt zu reagieren, mit Aufstand, Aggressionen und zerstörendem Hass. Auch daran gehe ich kaputt und andere noch dazu. Nach dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn bleiben nur Blinde und Sprachlose zurück. Warum? Weil Gewalt das zerstört, was sie erreichen will, nämlich gesichertes und geordnetes Zusammenleben. Gewalt erzeugt das, was sie zerstören will, das Böse nämlich. Gewalt ist nicht radikal genug, sie verändert nichts an der Wurzel d.h. im Herzen und im Denken des Gegners. Die Spirale der Gewalt ist keine Lösung!
3. Die einzige sinnvolle Alternative ist gewaltloser Widerstand und Vergebung. Und dabei wirst du von deinen Verletzungen geheilt, und aufgebaut. Und manchmal auch andere. Wenn ich vergebe ist die Schuld nicht einfach weg, sondern ich gebe sie weiter, ich gebe sie an Gott und er wird gerecht richten.

Drei sehr unterschiedliche Wege, wie ich auf Verletzungen reagieren kann.

In Epheser 4 finden wir eine Aufzählung verschiedener Formen, wie ich mich rächen kann, wie ich zurück-schlagen kann... „Mit Lüge: Belügt euch nicht, Zorn, in dem ich Unfrieden stifte, redet nicht schlecht voneinander, Bitterkeit, Jähzorn und Wut, gehässiges Gerede oder andere Gemeinheiten.“ Das verzeih ich dir nie! Das meinen wir nicht so, sitzt aber. Weil wir verletzt sind, wollen wir den anderen auch verletzen und treffen. Wir sind zutiefst verbittert. Das Problem ist aber, dass Bitterkeit ein Gift ist, mit dem ich andere töten will, dass ich aber selber trinke. Man kann es auch noch intensiver ausdrücken: Nicht zu vergeben ist wie Rattengift trinken und darauf warten, dass die Ratte stirbt. Du willst dem A n d e r e n schaden, willst dich rächen und sagst, „dem vergebe ich nicht!“ Aber du schadest dem Anderen vielleicht gar nicht, er bekommt vielleicht deine Bitterkeit, deine Gedanken gar nicht mit. Aber d i r schadest du auf jeden Fall! Du schleppst die Verletzung dein Leben lang mit dir rum, weil du nicht bereit bist loszulassen und zu vergeben. Der Andere hat den Konflikt vielleicht längst vergessen, vielleicht ist der Täter auch schon gestorben. Diese Verletzungen und die nicht-Breitschaft zur Vergebung prägt dich ein Leben lang: Viele von uns können Narben zeigen von einem kleinen Unfall mit dem Fahrrad aus der Kindheit, aber die inneren Narben, die unsere Seele davongetragen hat, die sind oft nicht so schnell zu erkennen und zu erklären. Wir haben halt Gras drüber wachsen lassen und wissen oft gar nicht was uns negativ geprägt hat. Doch dann kommt irgendein Kamel und frisst das Gras ab und die Wunden sind freigelegt, die Erinnerungen werden wach und schnell wieder lebendig. Und diese bewussten und unbewussten Erinnerungen von damals bestimmen heute unsere Vorstellungswelt, unsere Gefühlswelt, unsere Beziehung zur Umwelt, zum Menschen, zu uns selbst und auch die Beziehung zu Gott. Verletzungen können sehr tief gehen, wenn z.B. ein 70-jähriger noch weiß, wie er als Kind geschlagen wurde. Das hat sich tief eingebrannt. Die Menschen, die uns am stärksten verletzen können, sind die Menschen, die uns nahestehen oder standen. Je mehr ich mich einem anderen öffne, d.h. mein Innerstes offenlege, umso verletzlicher werde ich. Man öffnet sich dem anderen Menschen gegenüber, mit all seinen Gefühlen, Gedanken, Ängsten und Unzulänglichkeiten - und der Andere liest in meiner Seele wie in einem Buch. Und dieses Buch kann man nicht einfach in das Bücherregal stellen!! Wie wird man damit fertig, wenn ein Anderer diese Offenheit, dieses Vertrauen missbraucht?? Man muss sich darüber klar werden, warum der andere so gehandelt hat oder spricht.
Oft resultiert die Verletzung aus dem Unvermögen des anderen genauso offen Nähe zuzulassen. Wir sind doch alle verletzte Kinder!! Oft kennen wir auch die Gründe nicht, warum mich andere verletzt haben oder ich mich verletzt fühle (der andere wollte mich vielleicht gar nicht verletzen). Ein fataler Lösungsweg mit Verletzungen umzugehen ist, sich zurückzuziehen und seine Verletzungen zu pflegen und zu hüten? Es entsteht ein Teufelskreislauf. Der Teufel nimmt seinen Kreislauf. Hat sich dein Schmerz schon mal gelindert, wenn du dich zurückgezogen hast? Viele verdrängen und verheimlichen den Schmerz, gerade bei Sex. Missbrauch. Das hat oft den Grund, dass die missbrauchte Person gar nicht mehr befreit werden will, weil ihr die Leiden, die sie kennt, sicherer erscheinen, als die Leiden, die sie noch nicht kennt. Das ging den Kindern Israel auch so, als sie lieber Sklaven beim Pharao waren, als sich von Mose befreien zu lassen.
Grundsätzlich gilt: Ein seelisch Verletzter sollte seine Verletzung niemals verbergen, sondern offen zeigen. Das kann in Form von Traurigkeit, Wut oder Aggressionen geschehen. Schreib auf, wer hat dich verletzt, wen kannst du nicht ausstehen und lieben. Schreib einen Brief und dann verbrenn ihn. Mach ein Gedicht oder ein Lied. Wenn ich den Schmerz und die Wut unterdrücke, stehe ich meinem eigenen Heilungsprozess im Weg. Empfindungen wie Wut und Aggressionen sind der Anfang der Heilung. Irgendwann, vielleicht nach einem jahrelangen Prozess, nehme ich meine Verletzung an. Ich kann auch die Anderen dafür verantwortlich machen, dass ich heute so oder so reagiere. Aber hilft das? Nehmen wir unsere Prägung an, auch die negative, und versuchen dann damit sinnvoll umzugehen? Wenn ich eine Sache nicht ändern kann, muss ich die Einstellung zu der Sache ändern. Ein Ja zu den Neins im Leben. Schauen wir den Verletzungen ins Gesicht. Nehmen wir die Wut, Aggression, den Hass über die Verletzung wahr? Oder verdrängen wir den Schmerz? Der tut ja weh. Die Wut und die Aggression über die Verletzung, ist die Kraft, das Messer der Verletzung aus uns herauszuwerfen, d e n , der uns verletzt hat aus unserem Herzen zu weisen. Wir brauchen erst eine gesunde Distanz zu dem, der uns verletzt hat, um ihm vielleicht gegenüber treten zu können. Erst dann sind wir fähig ihm in die Augen zu schauen. Aber solange er mit seiner Geschichte noch in uns steckt, wie ein Messer, erkennen wir unser Gegenüber gar nicht richtig, spüren nur die Verletzung, die Wunde kann nicht heilen, die Wunde wird sich so nicht schließen. Wenn wir den, der uns verletzt hat, aus einer gesunden Distanz heraus sehen, erkennen wir vielleicht, dass er selbst ein verletztes Kind ist, das einfach um sich geschlagen hat, weil er selbst so viel geschlagen worden ist. Er hat u n s gekränkt, weil er selber krank ist.
Nur wenn ich es lerne, nicht nur meine Wunden zu sehen, sondern mich dem anderen zuwende und seine Beweggründe erfasse, kann ich vergeben. Und Zuwendung muss nicht immer im Gespräch stattfinden, das kann auch heißen, dass ich mich gedanklich mit dem anderen befasse.


3. Codewort Vergebung
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In der Bibelstelle aus Epheser mündet letztendlich alles in der Zuspitzung: „..und vergebt euren Mitmenschen, so wie Gott euch durch Christus vergeben hat.“ Die Vergebung steht am Ende des Verarbeitungsprozesses und nicht am Anfang. Vergebung ist das Schlüsselwort.
Damit knackst du den sichersten und härtesten Safe, den kompliziertesten Code. Manchmal muss ich mehrmals vergeben. Aber wie ist das mit der Vergebung, ist das so locker, geht das so einfach? Gewalt ist einfach, weil sie in uns steckt, die brauchen wir nicht einüben, sich rächen kann schon ein 3-jähriger. Alternativen zur Gewalt sind immer komplex, schwierig, erfordern Kreativität und machen Mühe. Vergebung muss ich einüben und trainieren, das kann ich nicht von mir aus: Es heißt ja auch: wir sollen Liebe ü b e n. Wir wären Mutmacher, wenn andere uns beobachten könnten, wie wir mit unserem Versagen umgehen, mit unserer Schuld und Schwäche - und mit dem Versagen und der Schuld anderer. Wenn Du dich im Ton vergriffen hast, und am nächsten Tag zu deinem Nachbarn oder Arbeitskollegen gehst, und ohne große Worte, dich bei ihm für deine Worte entschuldigst. Wir vergeben uns wirklich nichts, wenn wir andere um Vergebung bitten. Und wir vergeben uns wirklich nichts, wenn wir anderen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Paulus sagt „Ich will mich um so mehr meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi in mir Wohnung nehme.


4. Warum sollen wir überhaupt vergeben ? 
Weil wir uns selbst schaden, wenn wir es nicht tun. Wenn wir uns weigern, machen wir uns zum Sklaven der Vergangenheit und erlauben, dass unsere Gegenwart und Zukunft von unseren Verletzungen aus der Vergangenheit weiter geprägt wird. Noch heute hat der Täter Macht über das Opfer, wenn das Opfer dem Täter nicht vergibt. Wir halten gerne an unserem Schmerz fest. Und ermöglichen ihm "Zinsen" zu bringen. Es wird schlimmer statt besser. Es kommt uns ungerecht vor jemanden zu vergeben, bevor er seine Schuld bezahlt. „Was hab ich denn gemacht? Soweit kommt’s noch, dass ich dem vergebe“. Wir merken nicht, dass wir uns mit so einer Haltung selbst schaden. Der andere soll wenigstens ein schlechtes Gewissen haben und ein bisschen mitleiden. Wir erwarten, dass der andere durch unsere Vergebung sich verändert. Aber bei der Vergebung geht es zuerst um m e i n e Befreiung und um m e i n e Veränderung. Wir suchen gerne nach Rache und Genugtuung, nach Gerechtigkeit. Bei der Vergebung geht es aber um Heilung und inneren Frieden. Vergebung heißt nicht vergessen, sondern mit dem Schmerz anders umzugehen. Wir können von den Wunden der Vergangenheit geheilt werden, auch wenn sie noch sichtbar sind. Und wir verlängern unser Leid, wenn wir nicht vergeben. Martin Luther hat mal gesagt „Ich kann nicht verhindern, dass ein Vogel auf meinem Kopf landet, aber dass er dort ein Nest baut.“ Ich kann nicht verhindern, dass ich verletzt werde, aber ich kann verhindern, meinen Schmerz und meine Verletzungen zu pflegen. Vielleicht kennt ihr ja den Spruch von Hildegard v. Bingen „Die Aufgabe des Menschen ist es, Wunden in Perlen zu verwandeln.“ Ich kann Wunden nur in Perlen verwandeln, wenn ich ein „ja“ finde zu meinen Wunden, zu meiner Wut, zu meiner Verzweiflung. Wenn ich mich mit meinen Wunden versöhnen will, komme ich nicht drum rum die Wut und den Schmerz denen gegenüber zuzulassen, die mich verletzt haben. Und nicht mit jedem, dem ich vergebe, muss ich mich wieder versöhnen! Was ist der Unterschied zwischen vergeben und versöhnen? Vergebung ist eine persönliche Entscheidung der Person, der Unrecht getan wurde. Sie hängt weder von der Bitte um Vergebung ab, noch von irgendeiner anderen Reaktion des Schuldigen. Versöhnung aber ist ein gegenseitiger Prozess, an dem beide sich beteiligen. Versöhnung heißt, dass die alte Beziehung wieder hergestellt wird. Meiner Mutter habe ich vergeben, ich habe mich nicht mir versöhnt. Zu meiner Mutter hatte ich nie eine warmherzige vertrauensvolle Beziehung, die durch die Versöhnung wieder hätte hergestellt werden können. Ich brauche Menschen, die mich ermutigen, die mich trösten und auch ermahnen, wenn ich aus schlechtem Gewissen heraus zu schnell vergebe oder aber auch wenn ich die Vergebung auf die lange Bank schiebe. Ich brauche Seelsorger, oder auch eine Therapie.

Ich fasse zusammen:
* Ich kann auf die unterschiedlichste Art verletzt werden
* Ich muss den Verletzungen ins Auge sehen.
* Ich sollte meine Wut, Enttäuschung, Verzweiflung zulassen
* Ich tue mir einen Gefallen wenn ich vergebe, nicht dem Täter.
* Die Tat ist durch die Vergebung nicht einfach weg, sondern bei Gott, er hat den größeren Durchblick, er wird gerecht Recht sprechen.
* Vergebung und im besten Falle die Versöhnung stehen am Ende eines Heilungsprozesses.

Montag, 14. März 2016

Impuls für deine Woche

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Wir befinden uns gerade in der Passionszeit. Für viele ist das eine Zeit des Fastens. Manche fasten Schokolade, andere Fastfood und wieder andere Facebook oder Fernsehen.

Aber warum fastet man eigentlich in den Wochen vor Ostern?

Da hat jeder andere Beweggründe.
Vielleicht fastest du, weil du bewusst auf etwas verzichten willst. Vielleicht fastest du auch aus gesundheitlichen Gründen. Gesunde Ernährung ist ja nie verkehrt. Weniger Süßes, dafür mehr Obst und Gemüse.Vielleicht verzichtest du in dieser Zeit auch bewusst auf bestimmte Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen (z.B. Facebook, Fernsehen, Computerspiele), um diese Zeit anders zu nutzen, sinnvoller. Und manch einer fastet, um sich selbst an das Leiden Jesu zu erinnern.

Zu Moses Zeiten gab es direkt eine Ordnung zum Fasten. Es war eine ganz bestimmte Zeit festgelegt, in der die Menschen fasten sollten, also keine Arbeit verrichten sollten, sondern Gottesdienst feiern und Gott ein Brandopfer bringen sollten (3. Mose). Oder die Menschen fasteten, wenn sie Sünde begangen hatten und wieder rein vor Gott werden wollten, als Buße tun wollten (1. Samuel 7). Manchmal fastete man sogar, wenn man etwas von Gott erbat (Esra 8).

Zu Jesu Zeiten haben die Menschen auch gefastet. Fasten ging immer einher mit Gebet. Im neuen Testament steht oft "und sie fasteten und beteten".
Für viele war das Fasten allerdings nur eine Tradition, eine Pflicht. Und gerade die Pharisäer zeigten gerne öffentlich, dass sie fasteten - einfach um zu zeigen, dass sie etwas besseres sind.

Jesus selbst hatte eine ganze eigene Ansicht vom Fasten. So sagte er in der Bergpredigt "Wenn ihr fastet, dann schaut nicht so drein wie die Heuchler! Sie setzen eine wehleidige Miene auf, damit jeder merkt, dass sie fasten. Ich sage euch: Diese Leute haben sich ihren Lohn schon selber ausbezahlt! Wenn du fastest, dann pflege dein Äußeres so, dass keiner etwas von deinem Verzicht merkt - außer deinem Vater im Himmel. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich belohnen."(Matthäus 6, 16-18).

Auch er hat mal gefastet. Und zwar 40 Tage lang. Das war bevor Jesus angefangen hat als "Wanderprediger" durch die Gegend zu ziehen. Er hat sich so auf das Ganze vorbereitet.

Da jetzt die Fastenzeit nun aber in der Passionszeit liegt, also kurz vor Ostern, wo an Jesu Leiden, Tod und Auferstehung gedacht war, versuchen viele Christen in dieser Zeit nun eben auf etwas zu verzichten, was für sie wichtig ist, um sich so eben auf diese Leidenszeit zu besinnen, sich bewusst mit diesem Thema auseinander zu setzen oder sich eben ganz bewusst wieder neu mehr Zeit für Gott, für ihren Glauben zu nehmen und sich und ihr Leben neu auszurichten.

Das muss nicht unbedingt ganze 7 Wochen lang sein. Vielleicht kannst du dir auch heute oder diese Woche mal ganz bewusst Zeit nehmen, um dich damit oder mit deinem Leben auseinander zu setzen, dich neu zu besinnen.

Ach übrigens, wusstest du, dass die Adventszeit auch eine Fastenzeit ist? Schwer vorstellbar bei all dem Essen und den vielen Weihnachtsfeiern... ;)

Samstag, 12. März 2016

RED im Interview

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Michael (Mike) und die Brüder Randy und Anthony machen seit mittlerweile 10 Jahren unter dem Namen RED Musik.

Über ihre Musik sagt Mike: "Es steckt ein gewisser Schmerz in unseren Melodien und Leidenschaft in unserer Musik. Ich glaube, dass sie unsere Hörer tief in ihrer Seele treffen kann und sich dort Plätze öffnen, von deren Existenz sie geträumt hätten. Wir tragen unsere Emotionen auf unseren Ärmeln und wir sind mit uns selbst zufrieden und erzählen anderen von unseren Anstrengungen [im Glauben], mit denen wir uns so rumschlagen." Anthony fügt hinzu: "Wir bringen unsere Musik und die Botschaft dahinter auf eine ziemlich aggressive Art rüber indem wir theatralische Methoden verwenden und die dunkelsten Teile unseres Lebens erforschen, um das Gute hervorzubringen. Wir sind unermüdlich und machen vor nichts Halt, um großartige Musik abzuliefern, die inspirieren und das Beste aus unserer Darbietung hervorbringen soll."

Sie wollen ihre Zuhörer mit ihrer Musik herausfordern und das haben sie mit ihrem letzten Album "Of Beauty And Rage" mal wieder unter Beweis gestellt.

Für ihren Erfolg sprechen nicht nur über 1 Million Facebook-Fans, sondern auch diverse Auszeichnungen, die sie erhalten haben, darunter 6 DOVE Awards und 2 Grammy Nominierungen. Sie landeten aber auch einige Top 10 Platzierungen in den Charts.

“There is a certain ache in the melody and passion of our music. I feel it can reach emotionally into the soul of the listener and open up places in their heart they didn’t know existed. We wear our emotions on our sleeves, and are OK with who we are and telling others about the struggles we are facing.” Anthony adds, “We deliver our music and message aggressively using themes of theatricality and delving into the darkest parts of our lives in order to bring out the good. We are relentless and will stop at nothing to deliver great music that will inspire and bring the best we’ve got in our performances.

CDs:
End Of Silence (Album, 2007)
Innocence & Instinct (Album, 2009)
Until We Have Faces (Album, 2011)
Release The Panic (Album, 2013)
Release The Panic (EP, 2014)
Of Beauty And Rage (Album, 2015)

Wir haben die 3 aus Nashville mal ein bisschen ausgequetscht.


Als erstes beschreibt die Band doch bitte mal in einigen Worten. Wer und wie seid ihr?
Mike: Passioniert...
Randy: ...aggressiv und echt.

Wann habt ihr angefangen, Musik zu machen?
Randy: Wir haben mit der Musik angefangen als wir noch Kinder waren. We sind gemeinsam in einer kleinen Stadt in Pennsylvania aufgewachsen.
Mike: Wir sind immer noch Kinder.
Randy: Wir waren dort in der Schulband und im Chor. Gegen Ende der High School  und im College haben wir angefangen, eigene Musik zu schreiben. Und RED Songs schreiben wir seit 2004.
Mike: 2003.
Randy: Wir machen also schon ziemlich lange zusammen Musik.
Anthony: Und wir arbeiten immer noch am Sound.
Randy: Wir arbeiten wirklich immer noch daran.

Was ist euer musikalisches Markenzeichen, was euch als Band besonders und einzigartig macht?
Anthony: Wir sind ziemlich bekannt für unsere orchestralen Elemente und dass wir viele klassische Instrumente mit Rock Musik kombinieren. Das schafft ein anderes Gefühl, einen anderen Sound.
Mike: Ich denke es sind auch die Melodien. Da ist einfach eine Art Schmerz in den Melodien der wie Sehnsucht ist, nach etwas zu greifen scheint. Wir versuchen, uns auf viele unterschiedliche Themen zu konzentrieren, die Leute erreichen. Die letzte Platte dreht sich viel um Leiden. Menschen erleben Schmerz und es geht darum, was sie in so einer Situation fühlen. Es ist einfach dieser Schmerz in der Melodie, eben genau so wie "End Of Silence" sich um Erlösung drehte und die Sehnsucht, sich nach Gott auszustrecken und zu ihm zurückzukehren und versöhnt zu werden.
Randy: Wir sind schon ziemlich hart aber auch sehr melodisch.

Wie oft wart ihr bisher schon in Deutschland?
Randy: Wir waren tatsächlich schon häufiger in Deutschland als in irgend einem anderen Land in Europa.
Anthony: Wir haben 15 oder 20 Shows in Deutschland gespielt bisher. Unsere erste Tour war vor ungefähr 2 oder 3 Jahren. Wir versuchen, jedes Jahr zurück zu kommen.

Was meint ihr über die Zuschauer, gibt es da Unterschiede zwischen Europa und Amerika?
Randy: Oh ja.
Anthony: Es ist anders, weißt du? Es kann bei beiden gleich intensiv sein. Aber wenn man die zwei vergleicht, dann würde ich sagen, dass die europäischen Fans sehr viel passionierter für Musik sind. Ich habe nicht das Gefühl, dass Musik hier so ein Massenprodukt ist wie in den Vereinigten Staaten. Die Leute hier neigen dazu, die Musik wirklich anzuhören und bei ihrer Lieblingsband zu bleiben. Sie bleiben ihren Lieblingsbands und -songs treu.
Mike: Sie sind sehr loyal.
Randy: In den USA ist es immer als würden sie in eine Cafeteria gehen und sagen "Ich nehme ein bisschen von dem und von dem." Als wäre es ein Buffet oder so.

Vor nicht allzu langer Zeit habt ihr "Release the Panic" herausgebracht und nun habt ihr es neu aufgelegt. Könnt ihr uns dazu mehr verraten?
Randy: Als wir die Platte produziert und herausgebracht haben, haben wir viel negatives Feedback von den RED Fans bekommen. Sie haben viele Dinge nicht erwartet, die wir auf der Platte umgesetzt haben. Eins dieser Dinge war, dass wir eines unserer Markenzeichen, die klassischen Orchesterelemente, herausgenommen hatten. Wir hatten viel programmierte Sounds auf dem Album. Ich glaube wir wollten sie ein wenig beschwichtigen und beruhigen. Einen Schritt zurück machen. Wir haben uns selbst gefragt: "Was wäre wenn wir diesen Song so bearbeiten würden?" So haben wir ein paar Lieder ausgewählt und uns entschieden das so zu machen. Wir haben es ein Überbrückungsprojekt genannt. Etwas das wir den Fans geben konnten, was sie von einer neuen Platte erwartet hatten. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Wir benutzen diese Versionen jetzt auch live, in unseren Bühnen Sets.

Wenn du einen biblischen Charakter - außer Jesus - treffen könntest, welcher wäre es?
Mike: Das ist schwierig.
Anthony: Ich will Hiob treffen. Er ist mein Lieblingscharakter.
Randy: Er verkörpert die ultimative Erlösungsgeschichte.
Anthony: Wenn Hiob noch leben würde wäre er ein RED Fan.
Mike: Ja, er wäre auf jeden Fall bei uns.
Randy: In seiner Geschichte gab es so viel Leiden. Doch am Ende hat er es überwunden, weil er immer noch geglaubt hat.
Anthony: Er war durch alles gehorsam.
Mike: Und er hat seinen Kopf rasiert.

Unser Blog heißt Burnin' Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Anthony: Ich denke wenn du einmal eine Beziehung zu Christus aufgebaut hast, ist es einfach etwas das du überall mit hinträgst und in jede Entscheidung die du machst einbeziehst. Du realisierst, dass es Folgen hat. Weißt du, wir alle sind Familienväter, wir alle haben Kinder und wir erziehen sie dazu, Nachfolger Jesu zu sein. Das ist uns wichtig. Wenn du zum Beispiel eine Beziehung zu deinen Eltern hast: Das ist etwas besonderes zwischen ihnen und dir. Und eine Beziehung zwischen einem Individuum und Christus ist immer einzigartig. Wir möchten die Leute ermutigen nicht unbedingt darauf zu hören, was die Leute sagen, sondern auf dein Herz zu hören. Wenn du in der Bibel liest, oder betest, oder Stille Zeit machst. Es ist etwas, was wir immer bei uns tragen.
Randy: Das Verrückte an unserem Glauben ist, dass wir tatsächlich mit dem Schöpfer des Universums kommunizieren können. Das ist total faszinierend. Und dass er uns so sehr liebt...
Anthony: Es ist ein soziales Medium, was es schon immer gab. Und es ist viel schneller als das Internet. Du rufst schneller bei Jesus an als bei irgendwem anders.

Unsere letzte Frage: Habt ihr ein paar abschließende Worte, einen Rat für unsere Leser? Was ihr möchtet.
Anthony: Basierend darauf worüber ihr berichtet und warum: Wir wollen, dass ihr da draußen wisst, dass es viel mehr für euch gibt als nur Kirche. Es gibt andere Wege, Gott zu ehren und andere Wege, eine Verbindung und eine tiefere Beziehung zu ihm zu entwickeln.
Randy: Wir sind Beispiele dafür. Wir sind mit der Kirche aufgewachsen. Michaels Vater ist Pfarrer. Als ich zu Festivals wie der Christmas Rock Night in den Staaten gegangen bin und diese Bands dort ihr eigenes Ding gemacht haben  war das auch für uns eine Eröffnung. Es hat unser Herz erfasst und dafür gesorgt, dass wir das machen wollten was wir heute tun. Es gibt zig tausende Bands in Amerika und wir sind gesegnet und haben Glück in einer Position zu stehen, in die Gott uns hineingestellt hat. Er erwählt auch andere Bands und jeder geht auf seinem bestimmten Weg. Wir sind gesegnet, die Plattform verwenden zu dürfen die er uns gegeben hat um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Mike: Ich denke, es kann sehr leicht werden am Sonntag in der Kirche einfach durch die Abläufe zu gehen. Du tust dies und jenes, kniest dich hin, betest... Es kann diese einfache Routine sein, der du folgst. Wir wollen dich einfach ermutigen, mit deinem Glauben raus zu gehen. Geh raus in das Umfeld in dem du lebst. Was ich in der Region versuche wo ich gerade lebe ist, direkt meine Nachbarn zu erreichen. Nicht im Sinne von an die Türe klopfen und sagen "Hey, kennst du schon Jesus?" sondern eher Beziehungen aufzubauen und diese zu pflegen.
Anthony: Besonders für euer Publikum passt folgender Slogan gut: Variation ist der Schlüssel zum Impuls. Wenn sie mehr tun als nur zur Kirche zu gehen, wenn sie auch Musik hören und auf die Bands hören. Das ist unsere Art Lobpreis und es wird sie auf eine andere Art ansprechen. Es hat unsere Beziehung zu Jesus mit Sicherheit gestärkt und jeden von uns geformt. Ich denke wir alle kennen die Basics, aber als wir angefangen haben, auf die Musik zu hören hat einfach irgendetwas geklickt und plötzlich Sinn gemacht.

Vielen Dank für das Interview.

Freitag, 11. März 2016

Buch: Wenn du für Sonne betest, lass den Schirm zu Hause

via Gerth Medien
"Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gott nicht einfach zu finden ist, was ich, wenn ich ehrlich bin, sehr schade finde. Geduld gehört nicht zu meinen größten Tugenden, und manchmal würde ich mir wünschen, dass Gott mir auf eine wichtige Frage oder Bitte direkt antwortet und deutlich spricht, aber er lässt sich Zeit."

David Kadel hat wahre Geschichten zusammengetragen, die zeigen wollen, dass Gott auch heute noch unsere Bitten ernst nimmt und sich uns zeigt. Er macht das Gebet zum Hauptthema im Buch und das nicht mit theoretischen oder theologischen Abhandlungen, sondern mit alltäglichen Erlebnissen.

"Wenn du für Sonne betest, lass den Schirm zu Hause" enthält eine Kombination aus wahren Geschichten und Andachten, die mit passenden bunten Bildern aufgewertet werden.

Es erzählen unteranderem Samuel Koch, Class P. Jambor, Pala Friesen, Fabian Backhaus, Tobi Unger und Jo Jasper von ihren froh machenden und manchmal traurigen Erlebnissen mit Gott und wie er ihnen auf kreativen und auch kuriosen Wegen begegnete.
Es sind Geschichten die von Bewahrung, Gebetserhörungen, Vertrauen in und von Gott, seiner Führung im Leben und der Fürsorge berichten.
Das alles Lebensnah und Alltäglich. Das Buch macht Mut und gibt Hoffnung, dass Gebete auch heute noch etwas bewirken. Die Geschichten verdeutlichen das, denn sie haben sich erst kürzlich in den letzten Jahren ereignet.

So regt es einen auch zum Nachdenken über das eigenen Gebetsleben und das Gebetsverhalten an. Glaubt man daran, dass Gott die Bitte erfüllt? Oder ist man skeptisch und hat Zweifel? Betet man anhaltend oder gibt man nach einigen Tagen auf, weil sich nichts tut?

Dieses Buch will auch verdeutlichen, dass Gott zu uns und unserem vollgestopften Leben durchdringen möchte. Er will im Kontakt mit uns stehen, denn er sieht jeden einzelnen von uns und möchte das auch zeigen. Gott will uns helfen, uns trösten und uns heilen. Alles was wir tun müssen, ist auf seine Rufe hören, ihn in unsere Leben lassen und eine Beziehung zu ihm aufbauen. Dazu gehört auch zu beten und Dinge vor ihn zubringen, um ihn zu bitten uns zu helfen.
Genau dazu ermutigt uns dieses Buch mit seinen vielfaltigen Geschichten. Es zeigt, dass wir Gott im Alltag finden können, wenn wir ihn suchen. Wir müssen uns nur darauf einlassen.

Ein ermutigendes und empfehlenswertes Buch zum selber lesen und verschenken.

Erhältlich ist das Buch u.a. bei Gerth Medien für 12,99 €.
Dort findet ihr auch eine Leseprobe.

Donnerstag, 10. März 2016

Thema des Monats: Wenn ein Streit alles kaputt macht

via Meeting Jesus
Gina Lippert ist Autorin und Bloggerin (www.meetingjesus.de). Dort schriebt sie über Dinge, die sie bewegen und die sie anderen mit auf den Weg geben will, damit sie Jesus kennenlernen. Gegründet wurde Meeting Jesus ursprünglich von Gina, damit sie dort ihre für den Jugendkreis vorbereiteten Themen online zur Verfügung stellen kann - für andere zum nachlesen und für die Besucher, die zur Jugendstunde krank waren.
Fast täglich bloggt sie dort nun zu Bibelversen, Zitaten, aber auch über Veranstaltungen und andere interessante christliche Themen - sozusagen eine Kollegin von uns. ;)

Da Streitereien sehr häufig in unser aller Alltag vorkommen, hat Gina für unsere Rubrik "Thema des Monats", etwas dazu geschrieben, wie Streit viele Dinge kaputt machen kann und was man dagegen tun kann.

Aber lest selbst:


Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt. Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften.“ (Epheser 4, 26-27)

Nicht immer laufen wir strahlend und positiv durch die Gegend, Es gibt durchaus auch Phasen in unserem Leben, in denen wir wütend sind. Streit und Ärger gibt es wohl in jedem Haushalt.

Das kleine Kind ist wütend auf ihre Eltern, weil sie nicht das bekommt, was sie gerne hätte. Der Bruder streitet sich mit der Schwester, weil er sich ungerecht behandelt fühlt. Der Vater ist sauer auf seinen Chef, weil er keine Gehaltserhöhung bekommt. Die Freundin ist sauer, weil die/der beste Freund/in sie nicht gut behandelt hat.

Überall findet man Ärger, Streit und Wut. Mit Sicherheit kennst du dieses Gefühl wohl auch!? Es ist nicht unbedingt das schönste Gefühl, aber es ist gut zu wissen, wie es sich anfühlt und das man seinen Ärger auch mal Luft macht. Denn nur dann kannst du reflektieren und schauen, wo es herkommt. Wieso bist du sauer?

Wenn du deine Wut unterdrückst, betrittst du eine Welt in der du dich nur selbst kaputt machst. Wenn es ganz schief läuft, explodierst du irgendwann und deine Wut bekommt jemand ab, der total unschuldig an deinen Gefühlen ist.

Die Bibel will uns sagen, dass wir aufpassen müssen, was wir tun, wenn wir sauer sind. Schnell sagen wir Sachen oder Handeln aus dem Affekt heraus, ohne darüber nachzudenken, was wir da eigentlich grad tun. Diese Sachen machen eine Situation meist noch viel schlimmer, als es eh schon ist.

Also nicht unterdrücken, aber auch nicht sofort in eine „Angriffsstellung“ gehen. Sammel dich erst mal, denk in Ruhe darüber nach und dann suche das Gespräch. Aber lass dir auch nicht zu lang Zeit damit, denn die Bibel gibt uns noch einen Tipp:

Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.“ (Epheser 4, 26)

Die zeitliche Begrenzung hat einen Sinn. Denn wer Wut und Ärger tagelang mit sich rumschleppt, hat mit Sicherheit keinen guten Schlaf und auch keinen inneren Frieden. Ich selbst merke zurzeit, wie mich der Ärger zurzeit so runterzieht und es mir seelisch echt zu schaffen macht. Das ist echt nicht cool, das kann ich euch sagen.

Gebt dem Teufel keine Gelegenheit, Unfrieden zu stiften.“ (Epheser 4, 27)

Umso länger wir die Wut in uns toben lassen und nicht vergeben, desto mehr hat der Teufel die Macht noch mehr kaputt zu machen! Der Teufel nimmt uns den Frieden und deswegen müssen wir dafür sorgen, die Wut und den Ärger loszuwerden.

Bitte Gott darum, dass du vergeben kannst. Versuche den Menschen in Liebe zu begegnen. Denn die Liebe ist der Schlüssel!

Zum Nachdenken:
Bist du gerade sauer oder hast du Ärger mit jemanden? Wie reagierst du darauf?