Samstag, 7. November 2015

Buch: Max Lucado - Du wirst es schaffen

via Gerth Medien
"Sie werden es schaffen. Es wird nicht ohne Schmerzen abgehen. Es wird auch nicht schnell gehen. Aber Gott kann auch aus diesem Schlamassel etwas Gutes machen. Treffen Sie bis dahin keine dummen oder blauäugigen Entscheidungen. Aber verzweifeln sie auch nicht. Mit Gottes Hilfe werden Sie es schaffen" (S. 9)

Diese Zeilen findet man auf der erste Seite des Buches "Du wirst es schaffen - Hoffnung in stürmischen Zeiten" von Max Lucado.
Er beginnt mit 3 Beispielen, wo er diese Sätze zu Menschen spricht, die gerade durch Schmerz, Leid und schwere Zeiten gehen. Er redet nichts schön, sondern versucht Mut zu machen. Das schafft dieses Buch auf jeden Fall.

Es soll Mut machen und aufbauen. Das Leid verschwindet nicht einfach. Aber man bekommt einen anderen Blick auf seine eignen Probleme.
Dir wurde mitgeteilt, dass du Krebs hast? Du hast deine Arbeitsstelle verloren? Dein Kind ist bei einem Unfall ums Leben gekommen? Deine Ehe steht vor dem Aus? Du hast erfahren, dass du adoptiert bist?
Du kannst auf Gott wütend sein, ihn anschreien, an deiner Situation verzweifeln und dich von deinem himmlischen Vater abwenden. Oder auf ihn vertrauen, deine Sorgen vor ihm ablegen und hoffen, dass er aus dem ganzen Mist in deinem Leben etwas Gutes machen wird.
Manchmal passiert das nicht in diesem Leben, aber spätestens in der Ewigkeit ist es so weit. Während du um Hilfe bittest, arbeitet er schon an einer Lösung, die wir uns so gar nicht ausmalen können.

Wie in vielen solchen Büchern wird sich auf eine oder mehrere Bibelgeschichten gestützt. In diesem Fall ist es die Geschichte von Josef. Der Josef, der von seinen Brüdern in einen Graben geworfen wurde, nach Ägypten als Sklave verkauft, im Gefängnis saß und nach Jahren von Leid die Rechte Hand vom Pharao wurde. Anhand dieser Geschichte versucht Lucado zu zeigen, dass sich das hoffen lohnt. Gottes Wege sind unbegreiflich. Davon könnte Josef ein Lied singen.
In jedem Kapitel geht der Autor auf eine Kleinigkeit aus der Geschichte des Mannes ein. Auch wenn jeder die Geschichte von Josef kennen wird, bekommt man im Buch nochmal einen neuen, tieferen und persönlichen Blick darauf.

Mit vielen persönlichen Geschichten versucht Max Lucado zu verdeutlichen, was seine Kernaussage in den einzelnen Abschnitten ist. Die dunklen Seiten im Leben werden nicht verheimlicht, denn darum dreht sich das Buch im Großen: durch die schlechten Zeit mit Gottvertrauen zu kommen. Wir verstehen manche Dinge nicht, aber das brauchen wir auch nicht. Gott hat andere Dimensionen. Wir müssen nicht alles verstehen, denn Gott hat einen Plan für jedes seiner Kinder und der ist gut. Denn Gott ist gut.

"Sie würden am liebsten aufgeben. Aber stattdessen beschließen Sie, über Ihre Bestimmung nachzudenken. Ich bin ein Kind Gottes. Mein Leben ist mehr als nur diese Existenz hier… mehr als mein gebrochenes Herz. Gott hat mir eine Verheißung gegeben, und Gott wird sein Versprechen nicht brechen, so wie dieser jämmerliche Kerl. Und wieder hat Gott gesiegt." (S. 26)

Einige Aussagen könnten ihr Gottesbild verändern und ihn mehr erkennen lassen. So wie diese Textstelle aus dem Buch: "Die Bibel verlangt nicht, dass wir eine Hungersnot, einen Herzinfarkt oder einen Terroranschlag gutheißen sollen. Es sind schreckliche Tragödien, die das Nebenprodukt einer angefallenen Welt sind. Aber jede Botschaft der Bibel, und ganz besonders die Geschichte von Josef, fordert uns heraus, darauf zu vertrauen, dass Gott diese Ereignisse mit anderen Zutaten mischen wird, sodass etwas Gutes dabei herauskommt.
Aber die Definition von „gut“ müssen wir Gott überlassen. Unsere Definition umfasst Gesundheit, Bequemlichkeit und Anerkennung. Und seine? Im Falle seines Sohnes Jesus Christus gehörten zum guten Leben Schwierigkeiten, Stürme und der Tod. Aber aus alldem hat Gott das Beste überhaupt gemacht: seine Herrlichkeit und unsere Errettung." (S. 88)

Im Anschluss der 15 Kapitel gibt es noch Fragen zum Vertiefen. Die kann man alleine beantworten, aber sie eignen sich auch gut um sie in Hauskreisen oder anderen Kleingruppen zu beantworten und darüber zu sprechen.

Das Buch kann man jedem empfehlen. Denn jeder kennt stürmische Zeiten in denen er Hoffnung, Ermutigung und Trost benötigt. In denen er sich von Gott verlassen und alleine fühlt. In denen er Gott anklagt und sich abwenden möchte, sich fragt warum er das Leid und den Schmerz zulassen kann.
Max Lucado führt uns den Beistand Gottes wieder neu vor Augen und beim lesen wird das Vertrauen bestärkt, dass man es durch die dunkle Zeit in seinem Leben schaffen kann. Denn Gott ist gut und kann aus allem schlechten etwas gutes werden lassen, wenn wir ihn lassen und ihn Zeit dafür geben unsere Wunden zu heilen.

Das Buch gibt es unter anderem bei Gerth Medien für 14,99 €

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