Montag, 21. September 2015

Impuls für deine Woche

© dpa/dpaweb
Wer von einem nicht zu hohen Aussichtsturm hinunterschaut, kann unten ganz gut die verschiedenen Menschen erkennen. Er sieht große und kleine, blonde und schwarzharige Menschen im Anzug oder im T-Shirt. Schaut man dann gar noch durch ein Fernglas, sieht man sogar, wie sich Menschen streiten, andere sich an der Hand halten; wieder andere telefonieren gerade oder binden sich den Schuh zu. Wer immer sich dort unten bewegt, denkt kaum daran, dass oben auf dem Turm jemand steht, der ihn beobachtet. Regnet es dagegen, ändert sich die Situation völlig. Die meisten spannen ihren Regenschirm auf und von oben kann man darunter nichts mehr erkennen.

Diese Situation erinnert mich an unseren Tagesvers. Hier spannt nicht der Mensch, sondern Gott einen Schirm auf. Das Gute daran ist, dass dieser Schirm nie ein Loch hat und jedem kostenlos zur Verfügung steht. Wer mit Gott im Reinen ist und sich ihm anvertraut, der darf wissen, dass ihm nichts zustößt, was nicht gut für ihn ist.

In allererster Linie aber besteht Gottes Schutz nicht darin, die Menschen vor Unfall, Krankheit, Hitze, Kälte, Arbeitslosigkeit oder Einsamkeit zu bewahren. Nein, Gottes »Regenschirm« besteht für einen Christen, der Vergebung mit Gott erfahren hat, vielmehr darin, dass ihm kein Gericht Gottes mehr droht. Wer darauf vertraut, dass Jesus Christus seine Schuld am Kreuz auf Golgatha auf sich genommen hat, den sieht Gott nicht mehr als Weißen oder Farbigen, als schlimmen oder weniger schlimmen Sünder, sondern er sieht ihn nur noch als einen Menschen unter seinem Schutzschirm, der alle Schuld bedeckt. So wie derjenige auf dem Turm nur den Regenschirm sieht, sieht Gott den Rettungsschirm.

"Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen."Psalm 91,1

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