Montag, 7. September 2015

Impuls für deine Woche

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Seid Wochen geht es durch die Nachrichten: Hunderte Menschen, Flüchtlinge, begeben sich auf eine lange Reise nach Europa, weil sie aus ihrer Heimat fliehen müssen. Aus Angst verlassen sie ihre gewohnte Umgebung, ihre Freunde, Arbeitsstelle, Familie. Manche von ihnen sehen keine andere Möglichkeit, um ihr Leben zu retten, andere sind einfach nur auf der Suche nach einem besseren Leben. Manche von ihnen überleben diese Reise nicht. Manche verhungern, ersticken, werden erdrückt oder tot getrampelt in den vollgestopften Containern. Manche kommen über's Meer und ertrinken vielleicht, weil das kleine Boot viel zu voll ist und untergeht. Andere kommen zu Fuß über die Grenze. Und jeder von ihnen hat eine ganz eigene, traurige Geschichte.

In vielen Gemeinden wird überlegt, wo Flüchtlinge untergebracht werden können. Es gibt viele Debatten und Diskussionen. Und meistens sind die Nachrichten darüber nur einseitig betrachtet, sodass es zu Schlagzeilen kommt wie "Rassistischer Osten". Wie es zu solchen Schlagzeilen kommt, hinterfragen nur die wenigsten. Und dass es auch anders geht, vergessen auch viele, oder besser gesagt, es wird ignoriert.

Viele Menschen bemühen sich um ein gutes Zusammenleben mit den Hilfesuchenden. Sie spenden Kleidung, Essen, geben aber auch ihre Zeit und versuchen zu helfen, wo sie können. Auch wenn ein bisschen Angst, die doch oft aus Unwissenheit und Vorurteilen resultiert, mitschwingt, versuchen sie zu helfen, wo sie können.

Statt ihnen mit Vorurteilen und Hass entgegen zu treten, kann man es doch auch mal mit einem freundlichen Wort versuchen. Ein bisschen Zeit, die man abgibt, um sich mit den Menschen zu beschäftigen. Und vielleicht hat man zu Hause ja auch noch ein paar Klamotten rumliegen, die nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen.
Sag doch einfach mal "Hallo" zu jemanden, der so ganz anders ist als du, der fremd ist. Das muss nicht unbedingt gleich einer der Flüchtlinge sein, das kann auch der Bettler in der Einkaufsstraße sein, an dem du jeden Tag auf dem Weg zur Schule/Arbeit vorbeiläufst. Oder die alte Frau, die sich immer abmüht mit ihrem Einkauf.
Ein freundliches Wort kostet nichts, außer vielleicht ein wenig Überwindung. Und wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, dann lass es konkret und aktiv werden.

Denke aber nicht nur darüber nach, was du geben kannst, sondern denke auch darüber nach, dass sie etwas geben können, dass du etwas von ihnen lernen kannst.


”Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. …
Und der König wird antworten und zu ihnen sagen:
Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen
geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
 Matthäus 25,35+40 

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