Montag, 31. August 2015

Impuls für deine Woche

via
Klatsch und Tratsch gehört zu unserer Gesellschaft. An den Kiosken finden wir Klatschzeitungen zuhauf, in denen uns von den Promis, Politikern oder Adelshäusern und ihrem Leben berichtet wird. Meistens können wir in den Artikeln nicht nur den Bericht eines Geschehens lesen, sondern uns wird auch eine unterbewusste Wertung präsentiert.
Aber wird nur über Promis Klatsch und Tratsch verbreitet? Oder finden wir ihn in unserem persönlichen Leben auch? Vielleicht gegenüber unserer Nachbarn oder Bekannten?
Ich las auf einer Internet-Seite einmal eine Erklärung über das Thema Klatsch und Tratsch:

Klatsch/ Tratsch ist die gedankenlose Beschäftigung mit den Fehlern,
Schwachheiten oder Angelegenheiten anderer.
Ohne ihnen helfen zu wollen. Einfach weil es Spaß macht,
etwas was man weiß weiter erzählen zu können.

Oft mischt sich auch ein gewisser Hochmut (vor dem Gott uns oft ausdrücklich warnt) mit hinein. „Gut, dass ich nicht so bin!“, „Gott sei Dank, habe ich diesen Fehler nicht gemacht!“ oder „Das habe ich von Der o. Dem auch nicht anders erwartet!“
Und davor ist niemand gefeilt. Ich habe mich schon zu oft dabei erwischt wie ich auf andere herunter blickte oder hinter ihrem Rücken redete, anstatt mit ihnen.
Lasst uns versuchen mehr mit den Menschen zu reden. Wenn euch in dieser Woche Tratsch zu Ohren kommt, dann versucht ihn nicht weiter zu tragen! Denn so entstehen oft die netten Rattenschwanz-Geschichten a la „Mein Bruder hat eine Freundin und die Mutter von ihrer Nachbarin kennt den besten Freund deiner Freundin und darum weiß ich, dass …“ Und in die Pünktchen könnt ihr alle möglichen Gerüchte einfügen, denn nur an der Hälfte (wenn überhaupt) allen Klatsches den man so hört, wird etwas dran sein.

In Sprüche 18 Vers 7 und 8 warnt die Bibel vor Geschwätz und Tratsch:

„Der Mund des Toren bringt ihn ins Verderben, und seine Lippen bringen ihn zu Fall.
Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem glatt ein.“

Lasst uns den Mut haben uns gegen Klatsch, Tratsch und das unnötige Verbreiten von Gerüchten zu stellen.

Donnerstag, 27. August 2015

Wir sind wieder unterwegs: More For You Festival in Mülsen

Für die Freunde der harten Musik steht am 5.September das More For You Festival in Mülsen auf dem Plan.

Im Amorsaal des Ortes wird es an dem Samstagabend laut, denn die Veranstalter haben sich 3 Bands aus dem Hardcore- & Metalcorebereich eingeladen.

Burning Nations - feinster Metalcore aus Freiburg haben die Jungs im Gepäck und werden das Publikum nicht nur zum Rudern bringen.

About An Author - Post-Hardcore aus Augsburg. Sie wissen wie sie die Zuhörer zum tanzen und moshen bringen.

Aliens Ate My Setlist - Post-Hardcore aus Stuttgart & Nürnberg. Bühnenerfahrung hat die Band und das sie das Publikum in ihren Bann ziehen, kann jeder bestätigen der sie schon einmal live gesehen hat.

Eine Aftershowparty mit DJ-Set wartet nach den 3 Konzerte auf die Besucher, die noch Kraft haben zu tanzen.

Die Türen werden 19 Uhr geöffnet. 5€ kostet der Spaß an der Abendkasse.

Dienstag, 25. August 2015

MissioCamp Erzgebirge

via MissioCamp
Alle Jahre wieder wird das Pockautal von Hunderten jungen Menschen überflutet.
So fand auch in diesem Jahr vom 14. bis zum 21. August das MissioCamp Erzgebirge auf dem Gelände der Strobelmühle in Pockau statt.

Wettertechnisch begann das Camp ja ganz sonnig, doch die heftigen Regenschauer machten auch vor den knapp 200 Campern keinen Halt - für die Bewohner der Double Pipes sicherlich nicht das beste Wetter. Die Laune ließ sich aber dennoch kein Campteilnehmer vermiesen!

Warum auch? Schließlich bot das MissioCamp genügend Programmpunkte, die die Laune hebten.
Neben Bibelarbeiten mit Campprediger Heinz Spindler, der in Rumänien den Menschen von Gottes Liebe erzählt, Seminaren und Workshops, gab es auch so einige Highlights. An diesen durften sogar Leute teilnehmen, die gar keine Campbewohner waren.

Jeden Abend um 19.30 Uhr luden die Veranstalter nämlich zum EvEvent ein. Diese Veranstaltung ähnelt einem Jugendabend. Da predigte nicht nur Campprediger Heinz, sondern auch die Missio Project Band begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Das diesjährige Thema lautete "Achterbahn" und so ging es an den einzelnen Abenden um die verschiedenen "Achterbahnen der Gefühle".

Nach dem EvEvent gab es immer noch ein besonderes Highlight, welches zum Teil auch für Besucher gedacht war.

So spielten gleich am 2. Abend October Light aus Kroatien. In der Strobelmühle sind sie keine Unbekannten mehr, denn schon seit 2001 kommen sie regelmäßig ins Camp. Dass sie immer wieder gerne kommen drückten sie in einem Dankeslied an Jugendwart Thomas Friedemann aus, der all die Jahre schon Kontakt zu den Kroaten pflegt.
Sänger und Trompeter Petar war dieses Mal nur kurz auf der Bühne zu sehen. Nach dem Konzert verriet er uns, warum das so war. "Ruben (das jüngste Bandmitglied) wollte unbedingt auf dem MissioCamp spielen. Und deshalb habe ich mich ein bisschen zurückgezogen und mich bei den Technikern aufgehalten." Bei einigen Liedern wie "Something Special" ließ es sich Petar allerdings nicht nehmen mit auf der Bühne zu stehen.
Neben einigen, fast schon Klassikern, wie "Something Special" und "Hands High" hatte die Skaband auch zahlreiche neue Lieder dabei, wie zum Beispiel "Falis mi" und "Kad bi barem". Wie die Titel schon vermuten lassen, sind diese auf kroatisch, eine Sprache, die wohl die wenigsten Campteilnehmer beherrschen. Das ist eigentlich ein bisschen schade, aber das Publikum ging trotzdem ab und schwang das Tanzbein was das Zeug hielt. Und auch den verspäteten Anfang nahm niemand der Band übel. Allzumal Stef, Ruben, Abel und Benjamin nach dem letzten Lied noch so viel Bock hatten, dass sie noch ein paar Minuten auf der Bühne rumgejammt haben, sozusagen als Special-Zugabe, um dann mit dem Lied "Open the Eyes of my Heart Lord" die Campteilnehmer und Besucher ins Bett zu entlassen.
Petar verriet uns außerdem noch kurz vor der Rückfahrt nach Kroatien, dass es bald ein neues Album geben wird, schließlich gibt es ja schon einige neue Lieder und das 10-jährige Bestehen das Band ist doch ein guter Anlass dafür.

Am Montagabend wurde nach dem EvEvent wieder das Tanzbein geschwungen, und zwar zur Christothek. Falls ihr euch jetzt fragt, was das ist... eine Christothek ist so ähnlich wie eine Disco, nur eben mit christlicher Musik, z.B. von Family Force 5, Soundbar, Trip to Dover oder Normal ist anders.

Dienstagabend gab es nach dem EvEvent noch eine Buchlesung mit Eberhard Heiße. Er las aus seinem Buch "Durchs ROTE MEER und andere Wüsten" vor. Im Marienberger und im Annaberger Bezirk ist Eberhard kein Unbekannter. Vor vielen Jahren hat er die Offenen Abende in Marienberg ins Leben gerufen, die jetzt immer noch regelmäßig in der Evangelischen Jugend stattfinden. Außerdem gründete er in Annaberg-Buchholz einen CVJM und ein Jugendhaus. Sein Buch handelt von seiner Lebensgeschichte, wie er mit seiner Familie das Naziregime überstand, als Jugendpfarrer in der DDR Freizeiten leitete und als Seelsorger für die Soldaten der NVA tätig war. An diesem Abend las er weniger aus seinem Buch vor, sondern erzählte mehr aus seinem Leben, was jedoch fast spannender und ergreifender für die Besucher war.

Eine weitere öffentliche Veranstaltung nach dem EvEvent, welches dieses Mal unter dem Thema "Achterbahn der Religion und Tradition" stand, war dann noch am Mittwoch ein Konzert mit Meridian. Bereits zum EvEvent durfte sich die noch recht junge Metalcoreband aus Chemnitz/Erzgebirge vorstellen. Das versprach laut zu werden. Und so wurde es dann ab 22.00 Uhr auch! Und zwar richtig laut, fast schon ein bisschen zu laut. Für die meisten Campteilnehmer und Besucher war die Musik der 5 Jungs einfach nur Geschrei, wenn man sich aber näher mit den Texten befasst und das Geschrei mal ausblendet, dann stellt man fest, dass die Texte sehr tiefgründig sind. Da war es doch ganz gut, dass bei einigen Liedern die Songtexte über den Beamer an die Leinwand  projiziert wurden. 10 Lieder hat die Band im Repertoire und diese wurden noch um eine kleine Predigt von Gitarrist Peter und einem Zeugnis von Bernd, dem zweiten Gitarristen ergänzt. Schnell zeigte sich jedoch, dass Metalcore nicht jedermanns Musikgeschmack ist. Und so gingen einige wieder nach draußen, andere schauten dem Spektakel lieber aus der Ferne zu und die ganz Harten ließen sich nicht lange bitten und moshten was das Zeug hielt. Dabei fiel auf, dass im Circle Pit und auch bei der Wall of Death fast nur Jungs zu sehen waren. Lediglich ein Mädchen wagte sich unter die harten Jungs und schloss sich dem Violent Dancing an. Das Konzert beim MissioCamp war erst ihr 2. Auftritt. Und dafür war dieser doch recht gut.

Das letzte abendliche Highlight des MissioCamps war keine öffentliche Veranstaltung. Auf dem Programm stand nämlich die traditionelle Campgala bei der die Teilnehmer ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Da gab es u.a. Tanzeinlagen und sogar einen Rap von MC Fresh Bio Dave über die Mitarbeiter.

Aufgrund des Regenwetters mussten zwar so einige Programmpunkte spontan geändert werden, für die Teilnehmer war es aber trotzdem ein super gesegnetes Camp. Ein kleines Highlight bei dem Wetter war da unter anderen auch die spontan eingerichtete Sauna im Steakhouse.

Und so hieß es dann am Freitag Koffer packen, sich von den neuen Freunden verabschieden und die Heimreise antreten.

Es ist immer wieder schön, dem MissioCamp einen Besuch abzustatten oder gar als Teilnehmer dabei zu sein. Gut, dass es so eine Veranstaltung für junge Menschen im Erzgebirge gibt und sich die Veranstalter jedes Jahr auf's Neue richtig was einfallen lassen, keine Kosten und Mühen scheuen und sich die Nächte um die Ohren hauen.

Was es sonst noch so im MissioCamp gab, könnt ihr unter www.missiocamp.com in den Campnews nachlesen und euch dort auch noch Bilder ansehen.

Montag, 24. August 2015

Impuls für deine Woche

strassederbesten.de
Wir leben im christlichen Abendland. Unsere gesamte Kultur ist geprägt vom christlichen Glauben. So ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande viele Menschen sich Christen nennen. Die gängigste Vorstellung ist, dass Christsein sich über eine Kirchenzugehörigkeit definiert; inklusive der Klassiker »Babytaufe«, »Konfirmation/Kommunion/Firmung«, »kirchliche Heirat«, »kirchliche Beerdigung« sowie regelmäßige Kirchgänge anlässlich der großen Feste. Die Liste ist erweiterbar. Dazu kommen Überzeugungen wie: »Ich kann auch in die Kirche laufen, ohne an Gott zu glauben.« Ein Kommilitone sagte mir einmal, dass er sich selbstverständlich dem »Verein« zugehörig fühle – nur mehr so als passives Mitglied, während er mich in die Sparte »aktive Mitgliedschaft« einstufe.
Das Problem ist offensichtlich: Der Glaube an den Gott der Bibel wird verstanden als kulturelles Erbe, seine Gebote als moralischer Leitfaden. Sein »Job« ist: »... und vergib uns unsere Schuld« – mehr nicht. Das ist weit entfernt von dem, was wir in der Bibel über echten Glauben erfahren.

Die Bibel kennt diese Situation, dass Menschen an Gott »glauben« und dennoch nicht in den Himmel kommen! An einer Stelle heißt es sinngemäß: Sie glaubten an Jesus Christus, aber sie wollten nicht, dass er ihr Leben verändert. Ihnen waren ihre eigenen Ziele und die Meinung ihrer Mitmenschen wichtiger als die von Gott. Das heißt also: Ich »erlaube« Gott, mir meine Sünden zu vergeben, aber ich traue ihm nicht zu, meinem Leben die richtigen Ziele zu setzen. Das mach ich dann doch lieber selber.

Mit anderen Worten: Wir wollen Jesus Christus als unseren Retter, jedoch nicht als unseren Herrn und König. Diese Rechnung geht garantiert nicht auf.


Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen.Matthäus 7,21

Freitag, 21. August 2015

Wir sind wieder unterwegs: Bandfestival zur Landesgartenschau in Oelsnitz/Erzgebirge

Warst du schon mal auf einer Landesgartenschau?
Nein? Das ist nur was für alte Menschen?

Bereits seit April findet in Oelsnitz/Erzgebirge die 7. sächsische Landesgartenschau statt.
Und am kommenden Wochenende zeigt die Landesgartenschau, dass das nicht nur etwas für alte Leute ist.
Am 30. August findet nämlich ab 10.00 Uhr ein Bandfestival, veranstaltet von der Evangelischen Jugend in Sachsen, auf dem Gelände der Landesgartenschau statt.

Mit dabei sind:

Hope - Sie bieten eine große Bandbreite an Musik, vor allem aber Rock mit kernigen Gitarrenriffs und verspielten Synthiesounds.

Rudi o & die Beatzeps - Der junge Rapper aus Detmold arbeitet gerade an einer neuen CD und sorgt mit seinen ehrlichen, gewaltigen und selbstbewussten Raps für ein bisschen Abwechslung.

PaperClip - Poprock, eine berührende, starke Stimme und tiefgründige Texte, das sind PaperClip. Die 5 Erzgebirger haben vor einigen Wochen erst ihre Debüt-EP veröffentlicht.

Lupid - Die Band dürfte einigen noch unter dem Namen Tobias Hundt & Band bekannt sein. Nachdem 2 Bandmitglieder aus verschiedenen Gründen die Band verlassen haben, war für die übrigen 3 Musiker klar, dass ein neuer Name her muss, erst HAZKY und nun Lupid. Mit dem Namenswechsel kommt natürlich auch frischer Musikwind in die Band.

Normal ist anders - Die Newcomerband aus dem Sauerland spielen derzeit auf den meisten bekannten christlichen Festivals und regen ihre Zuhörer mit ermutigenden, tiefgründigen Texten zum Nachdenken und Handeln an.

warumLila - Lange war die Band aus Minden nicht mehr im Erzgebirge, nun ist es endlich wieder so weit. Mit ihrem Auftritt bei der Landesgartenschau geben sie schon mal einen Vorgeschmack auf das Jugendfestival, welches Anfang Oktober in Annaberg-Buchholz stattfindet.

Jonnes - Der junge Musiker bringt authentischen Pop mit deutschen Texten mit auf die Landesgartenschau. Während der Umbaupausen übernimmt er die musikalische Moderation.

Ab 10.00 Uhr geht's also los.

An sich kostet das Bandfestival keinen Eintritt, es muss allerdings am Eingang der Landesgartenschau eine Karte gekauft werden.
Erwachsene bezahlen dafür 14,00 €. Kinder zwischen 7 und 17 Jahren bezahlen 3,00 € und für Ermäßigte kostet die Karte 10,00 €.

Weitere Infos gibt's auf der Homepage der Landesgartenschau.

Dienstag, 18. August 2015

Film: Ein perfekter Sommer

via Gerth
Einige Bundesländer haben noch Ferien, bei anderen steht die Schule schon wieder auf dem Plan. Und jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von einem perfekten Sommer.

Jake hat sich seine Sommerferien sicherlich auch anders vorgestellt.
Nach dem Tod seines Vaters ändert sich das Leben des 17-jährigen komplett. Weil seine Mutter in Chicago keinen Job finden kann, ziehen er und seine Mutter zu seinem Großvater, der in einem echten Paradies für Surfer lebt. Sein Unmut über den Umzug verstärkt sich noch mehr als er an 2 Jugendliche gerät, die es sich zum Ziel gesetzt haben dem Neuen zu zeigen, wo es lang geht.
Noch immer hat Jake die Hoffnung, dass seine Mutter mit ihm wieder zurück nach Chicago geht, doch sie findet einen Job und arrangiert sich mit der neuen Situation. Und auch Jake findet langsam Gefallen an der neuen Heimat, vor allem weil es dort ein Mädchen gibt in das er sich verliebt hat. Um bei ihr zu punkten und sich mit dem neuen Wohnort zu arrangieren, versucht er Surfen zu lernen. Ob es ihm gelingt, erfahrt ihr, wenn ihr euch den Film "Ein perfekter Sommer" anschaut. ;)

Gleich zu Beginn machen die ersten Szenen Lust auf mehr, vor allem auf mehr Urlaub, mehr Strand und mehr Meer.
Der Film eignet sich gut für Teen- oder Jugendkreise, da er mit 78 Minuten Länge nicht allzu lang geht.
Es werden geschickt verschiedene Themen aufgegriffen, die junge Menschen bewegen. Der Glaube an sich wird jedoch - anders wie in anderen christlichen Filmen - nur am Rand thematisiert.
Es geht viel mehr darum, wie das Kämpferherz in einem jungen Menschen geweckt wird, der sich seine Zeit sonst überwiegend mit Handy, Computer und Internet vertreibt. Dass Aufgeben keine Option ist, zeigt der Film ganz deutlich.

Originaltitel:
Genre: Spielfilm
Sprachen: Deutsch, Englisch
Länge: 78 Minuten
FSK: 6 Jahre
Veröffentlichung: 2015 (deutsch)
Preis: 14,99 € bei Gerth Medien



Montag, 17. August 2015

Impuls für deine Woche

© Richard Hagen www.fotos.sc
Obwohl mir Spinnen unsympathisch sind, beobachtete ich neulich fasziniert, wie eine Spinne einen Käfer fing.
Geduldig hatte sie gewartet bis sich der Käfer unvorsichtig auf die feinen Fäden begab. Dann aber verpasste sie ihm einen giftigen Biss und begann, ihn mit ihren zunächst unscheinbar und harmlos wirkenden, aber klebrigen Fäden zu umwickeln. Bis das Gift seine Wirkung tat, wehrte sich der Käfer kraftvoll. Doch die Spinne wickelte ihr Opfer immer schneller ein bis man nur noch eine weiße Umhüllung sah und hier und da ein Käferbein. Dann rieb sich die Spinne wie in großer Vorfreude »die Hände« (Beine) und sah nach, von wo aus sie ihr Opfer am besten aussaugen konnte. Im wahrsten Sinne des Wortes lief ihr dabei das Wasser, der Verdauungssaft, im Munde zusammen.

Ich beobachtete, wie der Wind am Netz zerrte, aber die Spinne ließ das Opfer keine Sekunde aus ihren Fängen. Sein Schicksal war besiegelt.
Die Spinnen sollten uns ein warnendes Beispiel sein. Wie schnell lassen wir Menschen uns von verlockenden Angeboten einwickeln, die uns anfangs harmlos erscheinen, die aber unser Leben nachhaltig schädigen oder sogar zerstören können. Wir meinen, die Sache im Griff zu haben, doch wie schnell sind wir »im Netz der Spinne«, das heißt, in den Fängen des Teufels, gefangen, und die harmlos erscheinende Sache beherrscht uns.

Gott hat uns in seinem Wort eine Anleitung zu einem erfüllten Leben gegeben. Wenn wir ihm gehorchen wollen, will er uns vor solchen Schäden bewahren. Aber auch wer auf den Teufel hereingefallen ist, darf zu Gott umkehren. Gott hat Kraft genug die stärksten Fesseln zu zerreißen. Er kann jeden befreien und ihn wieder froh und heil machen.

Lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.
Hebräer 12,1

Samstag, 15. August 2015

CD: PaperClip - An Dich

via PaperClip
Bereits Ende letzten Jahres haben wir für euch schon mal von einer noch recht jungen deutschsprachigen Popband berichtet. Sie heißen PaperClip und kommen aus dem Erzgebirge.
Als wir im Dezember 2014 über sie berichtet haben ging es um ihr Musikvideo zu dem Lied "An Dich".  Den Videodreh hatten die 5 bei einem Wettbewerb der Werbeagentur PostYou gewonnen.
Nun haben sie ihre erste CD veröffentlicht.
Der Silberling trägt den Namen "An Dich" und bietet 5 Songs:
1   Der Grund
2   An Dich
3   Die Art zu leben
4   Dein Leben für die Welt
5   Der letzte Blick

Eröffnet wird die EP mit dem Lied "Der Grund", welches rein musikalisch gesehen, gleich zu Beginn Lust auf mehr macht und vor allem das Interesse weckt, was jetzt auf der EP so alles kommt.
Nach einem kleinen Vorspiel, wo bei "klein" bei einer Dauer von einer knappen Minuten schon fast untertrieben ist, setzt Sänger Samuel ein. In dem Lied zeigt die Band ihre Gründe auf, warum sie Musik machen. Der wichtigste Grund der 5 jungen Musiker ist dabei Jesus, so wie sie es im Refrain besingen: "Doch wir stehen hier für unser'n Herren. Wir stehen hier für den, der alles hält. Doch wir stehen hier für Jesus Christus, der auch heute in uns lebt." Gegen Ende des Liedes experimentiert die Band ein bisschen und baut ein paar Electroparts ein. Hier unterstützt auch Bassistin Sophie Samuel beim Gesang und verleiht dem Lied somit noch ein anderes Flair.

Der zweite Track der EP ist der Titelsong "An dich" zu dem die Band im letzten Jahr ein Musikvideo veröffentlicht hat. Da wir hier schon ausführlicher über das Lied berichtet haben, fassen wir uns hier etwas kürzer. Geschrieben hat das Lied der Sänger der Band und zwar zu einer Zeit, wo er an seine persönliche Grenzen kam und genau zu diesem Zeitpunkt begegnet er Gott ganz neu und erfährt seine Gnade. Diese emotionale Situation ist auch musikalisch aufgefangen wurden. "An dich" ist ein Lied in dessen Text man sich ziemlich gut hineindenken kann und sich an manchen Stellen auch selbst wiederfindet.

via PaperClip
Titel Nummer 3 heißt "Die Art zu leben" und beginnt erstmal nur mit einem Klavierintro. Später setzen dann noch Gitarre und Schlagzeug ein. Auch hier kann man sich im Text selbst wieder zu finden. Manchmal wollen wir doch auch mit dem "Kopf durch die Wand" und denken nur an uns. Und dabei stellt sich die Frage, wie du dein Leben lebst und wofür.

"Dein Leben für die Welt" ist textlich auch wieder voll aus dem Leben gegriffen. Manche Dinge tun wir wie selbstverständlich, teilweise ganz oberflächlich, ohne darüber nachzudenken, warum das so ist. Aber da gibt es jemanden, nämlich Jesus, der hinter deine Fassade blicken will. Er weiß, wie es dir wirklich geht, wie du Dinge wirklich meinst. Und er ist es, der mit dir in die Tiefe gehen will und dein Leben bereichern will. Daran erinnern uns PaperClip in diesem Lied und enden mit den Wort: "Jesus will tiefer hinein. In die Tiefe der Seele, komm lass ihn ein!"

Der letzte Song auf der EP ist "Der letzte Blick". Im Gegensatz zu "Dein Leben für die Welt" ist dieser letzte Song wieder etwas rockiger. In dem Lied geht es um's Verlassenwerden und um das Gefühl allein zu sein. Anstelle sich im Selbstmitleid zu baden, fordert die Band dazu auf, sein leben in die Hand zu nehmen und etwas aus dem zu machen, was Gott einem gegeben hat: ein wertvolles Leben voller Gaben, die entdeckt werden wollen.

Viel zu schnell waren die knapp 24 Minuten der EP rum. 24 Minuten voller gefühlvoller Texte, die tiefer gehen und aus dem Leben sprechen.

An manchen Stellen hört man heraus, welche musikalischen Vorbilder die Band hat. Da gehört neben Döhler & Scheufler, die PaperClip gecoacht haben, auch Samuel Harfst dazu. Und an manchen Stellen erinnert Samuels Stimme etwas an Johannes Falk. Aber trotzdem machen sie das Ganze zu ihrem eigenen Ding ohne andere Künstler vollends zu imitieren.
Sollte sich euch mal die Gelegenheit bieten, die Band live zu sehen, dann lasst sie euch nicht entgehen! Es lohnt sich auf alle Fälle.
Und bei dieser Gelegenheit solltet ihr euch auch gleich für 5,00 € die EP kaufen. Oder ihr bestellt sie per Email direkt bei der Band.

PaperClip - An Dich

Freitag, 14. August 2015

Buch: Francine Rivers - Die Liebe findet dich

via Gerth Medien
Die amerikanische Schriftstellerin Francine Rivers wurde im Jahr 1947 geboren und schrieb bereits bevor sie 1986 den christlichen Glauben für sich entdeckte historische Romane. Sie ist mit Rick Rivers verheiratet und hat drei Kinder. Sie lebt mit ihrem Mann in Nordkalifornien.

Für euch haben wir jetzt eines ihrer neusten Werke gelesen: „Die Liebe findet dich“. Der Originaltitel des Buches ist „Bridge to Haven“. Dieser Roman erschien 2014 in englischer Sprache und 2015 in deutscher Sprache. Insgesamt umfasst das Buch zwanzig Kapitel auf 427 Seiten.

Kalifornien im Jahr 1936. Der junge Pastor Ezekiel Freeman findet ein ausgesetztes Baby unter einer Brücke. Seine Frau und Er ziehen das kleine Mädchen, das sie Abra nennen, wie ihr eigenes auf. Ihr Sohn Jason wird zu einem gute Freund und Beschützer der kleinen Abra. Doch der Tod der Adoptiv-Mutter ändert alles…

Das Buch schildert daraufhin wie aus dem kleinen Mädchen ein rebellischer Teenager wird. Aufgrund ihres fehlenden Vertrauens in alle andere Menschen und deren Liebe, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung für ihren künftigen Lebensweg. Dieser Weg führt sie zwar als „Sternchen“ nach Hollywood, aber er fordert auch ernste Konsequenzen…

Der Roman schildert die Geschichte um die aufwachsende Abra auf wunderbar einfühlsame Weise und so intensiv, dass ich bei vielen Szenen ein paar Tränen nicht unterdrücken konnte. Und einmal war es sogar der Fall, dass ich das Buch am liebsten im hohen Bogen gegen die nächste Wand geworfen hätte, weil ich dachte: Das ist jetzt nicht wahr!

Am Rande geht Francine Rivers auf die zeitgeschichtlichen Ereignisse ein und schildert auch die verschiedenen Gedanken der einzelnen Personen dazu. Auf die persönlichen Gedanken und Gefühle der Hauptpersonen wird aber während des gesamten Buches besonders Wert gelegt, um deren Beweggründe und Handlungen verstehen und besser nachvollziehen zu können.

Jedes Kapitel wird durch ein Zitat eingeleitet, entweder ein Bibelvers oder den Worten einer bekannten Persönlichkeit. Dabei brachte mich der einleitende Vers zum 10. Kapitel, der mich erst zum schmunzeln und dann zum Nachdenken brachte:

"Gott spricht flüsternd mit uns, wenn es uns gut geht.
Er spricht zu unserem Gewissen.
Aber er ruft laut, wenn es uns schlecht geht:
Sein Megafon vermag selbst eine Welt aufzurütteln, die an Taubheit leidet."
(C.S.Lewis)

Besonders faszinierend fand ich, dass nach dem Abschluss der Geschichte eine kurze Bemerkung von Francine Rivers an die Leser gerichtet wurde, die darauf hinweist, dass die Idee des Romans auf einer biblischen Geschichte basiert, nämlich auf Kapitel 16 des Buches Hesekiel.

Für das Buch „Die Liebe findet dich“ kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen, da es sehr ehrlich geschrieben ist. Die Charaktere zeigen typisch menschliche Stärken, aber eben auch Schwächen, was sie aber umso authentischer machte. Der Roman fesselt wirklich bis zur letzten Seite und die letzte Wahrheit wird erst auf den letzten zehn Seiten wirklich gelüftet, obwohl ich die Hälfte des Buches bereits das Gefühl hatte sie zu kennen. Aber zu hundertprozentig sicher war man sich eben erst zum Schluss.

Wer Bücher liebt, die von vielen Wendungen geprägt sind und auch vor traurigen Momenten nicht zurückschrecken, der sollte dieses definitiv lesen.

Ob es ein Happy-End gibt? Tja, da hilft nur selber lesen!

Das Buch gibt es für 16,99 Euro bei Gerth Medien zu kaufen. Dort gibt es auch eine kurze Leseprobe des Romans.

Donnerstag, 13. August 2015

Freakstock 2015

5 Tage, über 70 Musiker & Bands auf 6 Bühnen, über 75 Workshops, 5 Hauptseminare,

Das war das Freakstock 2015, welches unter dem Motto "New Ground. One Crowd. No Borders." stand. Es gab in den 5 Tagen viel zu erleben, viele Möglichkeiten Gott zu begegnen und wirken zu sehen und einfach eine gute Zeit zu verbringen mit Freunden und neuen Bekanntschaften.

Unser Freakstock begann am Mittwoch. Die Ankunft an der Location, dem Flugplatz in Allstedt, wo wir die nächsten 5 Tage verbrachten, war vielversprechend. Das der Veranstaltungsort besonders war, kann jeder, der dort war, bestätigen. Auf dem Zeltplatz waren schon einige Zelte aufgebaut und es wurden auch im Laufe des Tages immer mehr, sodass der Campingplatz gut gefüllt war.
Mittwochabend gab es dann das erste Hauptseminar auf der Hauptbühne, dem Herzstück. Mit elektronischen Lobpreis von fuenfpunktnull konnte sich schon etwas warm getanzt werden. Danach wurde an die Verluste der letzten Wochen erinnert, unteranderem an Carsten "Storch" Schmelzer, der prägend für die Bewegung war. Thematisch ging es in der Andacht um die Bibelstelle Offenbarung 21, 1 bis 22,5, die von dem neuen Jerusalem spricht und damit das komplette Motto des Freakstocks aufgriff. Danach stand Party für Jesus an und es wurde getanzt bis die Füße weh taten. Wem die elektronische Musik nicht so lag, ließ den Tag unterdem eigenen Pavillon ausklingen oder besuchte noch "Freakstock Komplet", einen Tagesabschlussgottesdienst in liturgischer Form.

Am nächsten Morgen gab es eine kleine Warteschlange beim Frühstück, aber so lernte man neue Leute kennen, die vor oder hinter einem in der Schlange standen. Die Entscheidung was man am Vormittag machen wollte, fiel einem gar nicht so leicht. Es gab eine bunte Vielfalt an Workshops und Seminaren, sowie dem morgendlichen Worship. So konnte man Frisbee spielen gehen, erfahren warum die Bibel eine Dramaqueen ist, prophetisch Comics zeichnen, die Freiheit aus Römer 6 entdecken, aus Luftballons Hunde knoten, hören wie Gemeinde nach dem Markusevangelium funktioniert, darüber nachdenken warum Menschen den Glauben verlieren, feststellen das Gott gut ist und das Leben hart, und noch viel mehr. Es war für jede Altersgruppe, jede Lebenssituation und für jedes Interesse etwas dabei. So konnte man Donnerstag bis Samstag jeden Tag 2 Seminare besuchen und mehr von Gott erfahren oder einfach mal abschalten durch das zeichnen von Comics oder dem basteln mit Salzteig.

Nachmittags warteten jeden Tag ein Hauptseminar, dass einen Bruchteil des Hauptthemas behandelte. Am Donnerstag war es "New Ground". An diesem Tag konnte man sich zwischen 4 Bühnen entscheiden, denn es wurde etwas neues probiert für das Hauptseminar. So gab es eins auf dem Herzstück, ein Lobpreis-Seminar mit Abendmahl auf der Quiet'n'Riot, ein Ministry auf der Onkel Bang und im Tanzlokal Friedrich ein Forum für Menschen außerhalb von organisierten Gemeindeformen.
Abends warteten viele Bands und Musiker auf den verschiedenen Bühnen. Für die Elektrofreunde gab es auf der Billy Elliot an diesem Tag viel Deep und House und zum Abschluss noch eine Briese Techno. Das Herzstück brachte Abwechslung zwischen Indie, Soul, Rock, Punk und Folk auf die Bühne mit Magma Waves oder The Fellow Man. Im ArtLand gab es Improtheater und Lobpreis am Abend. Auf der Quiet'n'Riot Bühne überzeugten Singer/Songwriter, Blues und Indiemusiker mit ihrer Musik.  Hier schauten wir uns Liz And The Lions an, die uns mit ihrere Musik verzauberten. Die Band spielte Songs von ihrem im September erscheinenden 2. Album und gab einen das Gefühl, dass die Zeit kurz stillstand, während man ihnen lauschte. Ihre Musik entschleunigte und gab einen Zeit zum nachdenken und träumen.
Die Open Stage war für alle offen, die sich bereit fühlten Musik auf einer Bühne zu machen. Das wurde auch von einigen talentierten Musikern an allen Tagen genutzt.
Auf der Onkel Bang regierte am Donnerstag der Metalcore und Hardcore. Schon die erste Band Praiser überzeugte mit ihrer Punkmusik die Zuschauer. Mit Burning Nations zog der typische Metalcore auf die Bühne. Sie spielten den ein oder anderen neuen Songs aus ihrer kommenden EP und auch der Sänger ließ es sich nicht nehmen im Pit etwas mitzumoshen.
NatusSumMori war dann etwas für die Freunde des Symphonicmetal und danach folgte I Am The Deceiver, die ihren ersten Festivalauftritt und ihren ersten Auftritt außerhalb des Raums Hamburg feierten. Der Hangars in dem die Bühne steht, ist voll und die junge Hamburgerband hat einige Fans dazugewonnen und einen soliden Auftritt auf die Bühne gebracht.
Den Abschluss auf der Onkel Bang machte die Dänische Band Road to Manila, die nochmal ordentlich das Publikum zum tanzen brachte.

Der Freitag verlief ähnlich zum Donnerstag. Vormittags warteten wieder viele interessante Workshops auf einen. So besuchten wir Dramaqueen Bibel und erfuhren von einem jungen Theologiestudenten, dass man die Bibel mit einem klassischen Drama vergleichen könnte und es in die 5.Akte einteilen kann. Er erklärte wie und wo man einige Bibelstellen einteilen kann und wie das unserem Bibellesen helfen kann.
Das Hauptseminar auf dem Herzstück stand unter dem Thema "One Crowd" und war mit einem großen Abendmahl verbunden. Die Predigt drehte sich um die Bibelstelle Johannes 15,5 in dem Jesus sagt, dass er der Weinstock ist und wir die Reben. Das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne schien und die Temperaturen stiegen im Vergleich zu den Vortagen. Auch der starke Wind war Schnee von gestern und so genoss man das gute Wetter bei leckerem Frozen Joghurt und kühlen Getränken.
Abends erklangen wieder verschiedene Musikgenres und es war für jeden Geschmack etwas dabei. Wir verbrachten die meiste Zeit wieder bei der Onkel Bang und verpasst dadurch den Secret Act, der sich als Sea + Air herausstellte und das Publikum vor dem Herzstück mit ihrem Ghost Pop, wie es die Band bezeichnet, verzauberten. Unser Abend begann mit Solomon Seed auf dem Herzstück. Regae mit Rap und Singersongwriterpart gepaart und einem Sänger, der einen von "The Voice Of Germany 2014" bekannt sein konnte.
Die Onkel Bang, die an diesem Abend nur Hardcore-Bands mit verschiedenen weiteren Einflüssen beherbergte, eröffnete Rising Anger. Der Sänger verbrachte hier mehr Zeit vor der Bühne als auf der Bühne. Weiter ging es mit den Leipzigern Keep It For Tomorrow und der Platz vor der Bühne wurde weniger. Das änderte sich bis Emily Still Reminds auch nicht. Das sie auf dem Freakstock keine Unbekannten waren, merkte man an den Tagen zuvor schon. Von keiner anderen Band sah man soviele Shirts und Pullis. The Green River Burial gaben als Headliner auf der Onkel Bang an dem Abend nochmal alles und das Publikum gab nochmal alles was es konnte.
Auf der Billy Elliot gab es eine bunte Mischung des Elektro von Techno über Dupstep bis Hip Hop und auf der Quiet'n'Riot war am Freitagabend der Indie prägend.

Der letzte lange Tag auf dem Freakstock begann natürlich wieder mit einem leckeren Frühstück und mit spannenden und ansprechenden Workshops. "No Boards" war das Thema des Hauptseminars auf dem Herzstück und wollte Grenzen sprengen. Familie stand thematisch im Mittelpunkt. Das passte gut zum Freakstock, denn es ist wohl das familienfreundlichste Festival was es in Deutschland gibt. Es gab einen extra Familiencampingplatz, auf dem man Familien mit Babys, Kleinkindern und größeren Schulkindern antraf. Für Kinder wurde auch einiges geboten. Es gab ein Kinderland mit Hüpfburg und jeder Menge Spielzeug. Hier gab es auch an jedem Tag ein Kinderprogramm für Kinder von 3-8 Jahren und eine Kinderbetreuung. Und auch sonst sah man auf dem ganzen Gelände viele Kinder.
Abends gab es wieder eine bunte Mischung, dessen Highlight die Band Honig und die darauf folgende Feuershow war. Wir haben uns neben den härteren Bands auf der Onkel Bang, die wieder von Metalcore und Metal in Form von Death als auch Symphonic beschalt wurde, auch wieder mehr Indie, Hip Hop und Rock angehört. Mit Rap von DopeJo aka. SlessPraismo ging der Abend für uns los. Er hatte das erste Mal eine Band im Gepäck und rappte von seinem Glauben, aber auch Zweifeln im Leben. Danach gab es Grunge von Plain aus Norwegen auf dem Herzstück bei abendlicher Sonne. Internationale Musiker waren einige vertreten. Von Niederländern, über Dänen, Italienern oder Franzosen. So auch Startled, die die Onkel Bang an dem Abend eröffneten oder Sleeping Romance, die das Hangars ordentlich füllen konnten mit neuen und alten Fans.
Mit Honig gab es den Headliner auf dem Herzstück am späten Abend. Sie wurden heiß erwartet und nicht nur die Musiker auf der Bühne hatten ihren Spaß am Auftritt. Das Publikum genoss die Mischung aus Indie und Folk. Das beweiste nicht nur der Applaus und die vielen Songs, die die Band extra spielten, sondern auch der viele Konfettiregen der immer wieder zu sehen war im Publikum.
Ein weiteres Highlight neben der Feuershow, war auch der Skateboardcontest am späten Nachmittag. Hier wurde der gesucht, der den höchsten Ollie sprang und der, der auf seinem Board unter der Limbostange am tiefsten kam. Das sorgte für einige Lacher und jeder Menge Spaß.

Sonntag wartetet das Abschlussseminar mit Martin Dreyer und danach die Heimfahrt. Beim Abschlussseminar wartete Worship von Passwechsel, die einen in die Gegenwart Gottes brachten. Die Predigt von Martin fesselte.
Das Motto des Freakstocks wurde dann immer mal wieder als eine Art Schlachtruf gerufen. Nach der Andacht gab es noch etwas Lobpreis von der Band. Danach war man am Ende des Freakstocks angekommen. Der Abbau wartete und die vielen Freaks fuhren wieder Richtung Heimat.

Was man vom Freakstock 2015 mitnimmt: neue Musiker und Bands, viel Input, neue Sichten auf die Bibel, neue "Brillen" wie man die Bibel lesen kann, das Motto "New Ground, One Crowd, No Borders", die Liebe des Vaters und diese weitertragen, Gemeinschaft, neue Freundschaften, neue Form der Anbetung, ... man könnte noch einiges Aufzählen. Eins war das Freakstock auf alle Fälle: lohnenswert. Selbst wenn man nicht zu den Jesus Freaks direkt gehört, ist man hier willkommen und wird aufgenommen. Man lernt eine andere Form von Gemeinde kennen und vielleicht auch lieben. Denn eins zeigen die Jesus Freaks auf alle Fälle und zwar das Christ sein nicht langweilig und altbacken ist, sondern auch mit Elektromusik statt Orgel und jeder Menge Spaß verbunden ist.

Wer sich den Termin für nächstes Jahr in den Kalender schreiben möchte: 27.-31.Juli 2016.

Dienstag, 11. August 2015

Musikvideo: Letters for Jonah - Erster Gedanke

© Letters for Jonah
Ganz sanfte Klänge stimmen Letters for Jonah aus Salzburg an. Aus dem österreichischen Duo um Sabrina und René Podesser hat sich nun mittlerweile eine kleine Band entwickelt, die mit Acoustic Indie Pop ihr Publikum in den Bann ziehen wollen. Ohne viel Schnickschnack und mit tiefen Gedanken und voller Liebe schreiben sie Songs, die das Herz treffen.

Mit Ihrerm ersten Musikvideo zur Single "Erster Gedanke" beweisen sie wie beschwingt ein Sommersong daher kommen kann.

Schon bei den ersten Tönen bekommt man sofort ein Lächeln ins Gesicht und schwingt direkt mit. Dazu noch in der Sonne liegen und den Tag genießen, einen passerenden Soundtrake gibt es fast nicht. Mit Ihrer Stimme verbreitet Sängerin Sabrina sofort positive Energie.
Musikalich, typisch Letters for Jonah, ganz einfach, unaufgeregt, mit Gitare, Ukulele, Schlagzeug. Man braucht nicht immer Synthesizer und einen "fetten" Beat. Manchmal tun es auch ganz einfache Rythmen.
Textlich geht es vielleicht nicht so in die Tiefe wie andere Songs der beiden. Doch man fragt sich sofort wer ist derjenige an den man morgens zuerst denkt? Wem gilt dein "Erster Gedanke"? An wen denkst du zuerst wenn du aufwachst. Sollte es sofort Gott sein den man für die gute Nacht dankt und um einen schönen Tag bittet? Oder ist es legitim wen man daran denkt was man zum Frühstück isst oder was man anzieht oder wie es dem Partner geht der vielleicht schon außer Haus ist.
Auf jedenfall hat der Song eine Ohrwurmgarantie und ist einer der Sommersongs diesen Jahres für uns.




"Erster Gedanke" - dein verspäteter Sommerhit von Letters for Jonah kannst du dir auf Amazon oder iTunes downloaden.

Montag, 10. August 2015

Impuls für deine Woche

Ein junger Mann, der Dozent an einer Bibelschule war, hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, seine Kinder jedes Mal bevor sie aus dem Haus gingen zu segnen. Als die Kinder größer wurden und Freunde mit nach Hause brachten, da beobachteten die fremden Kinder dieses Geschehen mehrmals. Irgendwann kamen sie auf diesen Mann zu und baten auch um seinen Segen.
Wie sieht es mit uns aus? Sprechen wir anderen Menschen den Segen Gottes zu? Lange Zeit war ich mir nicht bewusst, dass es zum Beispiel für andere Menschen wichtig sein kann, wenn sie in einer schwierigen Situation sind, eine Arbeit ausüben bei der sie oft unterwegs sind oder eine große Reise unternehmen. Aber nicht nur diesen Menschen sollten wir segnen und ihn unter Gottes Schutz stellen, sondern auch unsere eventuell schwierigen Nachbarn oder Menschen, die wir oft sehen ohne viel mit ihnen zu sprechen oder sie besser zu kennen.
Jeder Mensch verdient es unter Gottes Schutz gestellt zu werden, denn immerhin liebt Gott jeden von uns.
Schaffen wir es eine Woche lang jeden Tag einen Menschen zu segnen und unter den Schutz des Höchsten zu stellen und es dieser Person auch zu sagen? Egal ob es der nervige Nachbar, die unbeliebte Mitschülerin, der beste Freund oder einfach die Kassiererin bei Aldi an der Kasse ist.
Dadurch können wunderschöne Momente und Gespräche entstehen, die uns oft auch zeigen wie viel Wert wir für Gott haben! Außerdem ist es eine Möglichkeit für jeden von uns zu zeigen, dass wir an jemanden glauben und auf jemanden vertrauen, der immer für einen da sein kann, uneingeschränkt von unseren eigenen beschränkten, menschlichen Möglichkeiten.
Ein Versuch lohnt sich!

Samstag, 8. August 2015

CD: The Ongoing Concept - Handmade

Wer die junge Band aus dem US-Staat Idaho schon seit ihrem Debut "Saloon" verfolgt weiß, dass "anders" sind als die durchschnittliche Metalcore Band. Sie experimentieren viel, schrecken nicht vor für das Genre untypischen Instrumenten zurück und haben unglaublich viel System und Raffinesse in ihrer Musik, auch wenn man anfangs etwas Zeit benötigt um diese in dem "Krach" wirklich zu finden.
via 
The Ongoing Concept
Mit Saloon haben sie bereits bewiesen was sie können und dass sie (auch und vor allem live) ganz oder garnicht dabei sind. Die Vier Amerikaner sind keine Freunde halber Sachen.
Um dieses Konzept zur Vollendung zu bringen, haben sie den Albumtitel "Handmade" auf ein völlig neues Level gebracht. Nicht nur haben sie die Musik selbst gemacht (wie zu erwarten sein sollte) sondern, und das macht das Album so unfassbar genial, sie haben auch ihre Instrumente selbst hergestellt. Mit einem Baum, den sie selbst gefällt und in einer Eigenkreation von Sägemühle selbst verarbeitet haben. Als die ersten Teaser des Mitte Juni erschienen Albums veröffentlicht worden sind konnten es wohl viele erst einmal nicht fassen.
Die Trailer allerdings bewiesen, dieses Album ist bis ins kleinste Detail wortwörtlich "Handmade" - handgemacht.
Nun aber genug zur Vorgeschichte. Um mit dem Artwork der Platte anzufangen, da haben The Ongoing Concept es schlicht gehalten. Auf dem Cover ist die Band zu sehen, die zu drei vierteln an einen Truck gelehnt eher relaxt daherschaut während Sänger Kyle sich mit der Axt an einer riesigen Kiefer zu schaffen macht. Da Booklet ist auf das nötigste reduziert: Weiße Seiten mit dem Text, über jedem Lied die Umrisse eines Werkzeugs. So einfach das ganze ist, so genial ist es doch gleichzeitig.

Die Platte selbst enthält 10 Titel:

01 Handmade
02 Amends
03 Feel
04 Trophy
05 Prisoner
06 Melody
07 Unwanted
08 Soul
09 Survivor
10 Falling

Der erste Titel ist, wie schon auf Saloon, nicht wirklich ein Song, sondern eher ein Instrumental. Und den eingesessenen TOC Fan wird beim ersten Hören ein kleiner Schlag treffen - "woher kenne ich diese Melodie??!" - bis es klingelt: Mit den ersten Takten des Intros "Handmade" haben The Ongoing Concept den Faden des letzten Songs vom Vorgängeralbum aufgenommen. Wirklich raffiniert wird es aber erst, als die Melodie abbricht, man einen Autoschlüssel klimpern hört und ein Wagen abgestellt wird. Dann hört man einige Schritten und eine Axt beginnt rhythmisch auf Holz zu schlagen. Sozusagen lief das Album der Band im eigenen Auto, wo der letzte Ton verklingt und mit dem Schlagen des Baums das neue Album begonnen wird. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen.

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Gegen Ende des Intros setzt ein Schnipsen ein, das sich zum Beginn von "Amends" schnell mit den
Drums vereint. Dann fallen die ersten Vocals ein, schnell, rhythmisch, mitreißend. Und dann kommen die Trompeten. Wieder einmal schafft es die Band, dass einem mit dem ersten Lied auf dem Album der Mund offen stehen bleibt. Wie intelligent die Jazz Elemente in den Song eingebaut sind, der sonst so garnicht jazzig ist und eher chaotisch scheint, ist wirklich nicht zu verachten. The Ongoing Concept beweisen mal wieder, dass sie es können und sich aus dem mitunter sehr einheitlichen Massengewerbe des Metalcore deutlich abheben.

Auch "Feel" ist mit einer ordentlichen Prise Jazz ausgestattet, vor allem zu Beginn, wo man Geschrei und laute E-Gitarren dem ersten Eindruck nach nicht vermuten würde; bis man zur Bridge kommt. Dann kommt beinahe schon ein wenig ironisch ein kleiner Breakdown durch, bis der Jazztakt wieder die Überhand gewinnt. Neben der musikalischen Hochwertigkeit wird hier auch in den Lyrics ein wichtiges Thema behandelt: Das Streben jedem gefallen zu wollen. Bedingungslos. Auch wenn uns diejenigen, denen wir gefallen wollen das Gefühl geben, nichts wert zu sein. Denn obwohl sie uns runtermachen, inspirieren sie uns dazu, nach höherem zu streben, besser zu werden, ihnen zu beweisen, dass wir etwas können. Ich glaube, jeder kennt genau dieses Gefühl.

Bei "Trophy" geht es dann wieder mit ordentlich Rock'n'Roll zur Sache, fängt der Song doch schon mit einem Riff an der einmal ohne Umwege straight forward geht. Hier bringen The Ongoing Concept Rock vom feinsten auf die Platte, der nicht so chaotisch ist wie andere der Songs und einen klaren Beat hat, der sich wie eine Linie durch den gesamten Song zieht. Der Text ist bei einem
genaueren Blick etwas verwirrend und nicht ganz einfach zu verstehen. Es geht darum, wie Menschen Macht gegeben wird, die sie nicht verdienen. Den Kindern wird erzählt, dass ihnen die Welt zu Füßen liegt, aber nicht, dass man auch arbeiten muss, um etwas zu erreichen. Wenn sich dann die reale Welt zeigt, die so unfair sein kann, wo andere diskriminiert werden zum eigenen Vorteil, dann werden sie auf einmal hilflos. Diese naive Arroganz kann einem ganz schnell zum Verhängnis werden - und davor wollen TOC hier warnen.

Live Bilder von TOC findet ihr auch bei
Time Passed By Photography
Auch im nächsten Song geht es laut und rockig weiter. Die anfänglich einsame E- Gitarre wird in "Prisoner" schnell vom Bass und Schlagzeug unterstützt. Alles gemeinsam ergibt ein mitreißendes Gewebe aus kunstvoll eingesetzten Riffs, Wechseln im Takt und einem Refrain der ins Ohr geht: "Give it up, give it up all you liars and thieves/ give it up, give it up, you're killing passion with greed/ We're all just prisoners" Das Lied ist eine Aufforderung, sich von all den Lügen die uns die Gesellschaft heutzutage vorgaukelt loszureißen: Schönheitsideale, Wertsteigerung der eigenen Persönlichkeit durch Markenartikel. Sich nicht vordiktieren zu lassen, wie die Zukunft aussehen soll und sich nicht die Leidenschaft wegnehmen zu lassen für die Dinge die man liebt.

Während das vorhergehende Lied ordentlich vorwärts geht überrascht "Melody" mit dem heiteren Einsatz einer Ukulele. Der gesamte Titel ist unbeschwert, mit der schnell geschrammelten Ukulele, dem Klavier und dem fröhlichen Beat des Schlagzeugs. In Anbetracht der Lyrics ist diese Aufmachung schon fast etwas ironisch. Es ist ein Liebeslied, das an Melody gerichtet ist. Sie wird als Prinzessin dargestellt, die den 'Erzähler' in diesem Song allein gelassen hat. Er würde alles tun um sie zurückzuerobern, doch sie wollte ihn testen: Wie viel nimmt er wirklich auf sich, um sie aus dem Turm in dem sie weggesperrt ist zu befreien? Diese Verzweiflung und die Opferbereitschaft werden in der Bridge deutlich, in der der Gesang in leidenschaftliches Geschrei übergeht, bevor der Song leise und sanft sein Ende findet.

Im großen Konstrukt des Albums scheint "Melody" in Anbetracht des nächsten Songs wirklich etwas ironisch. "Unwanted", die erste Single Auskopplung des Albums zu der auch ein Musikvideo veröffentlicht wurde, ist nämlich alles andere als sanft. Auch dieses Lied ist ein Liebeslied, wenn auch wirklich eher mit melancholischem Hintergrund. Wie der Titel "Unwanted" ja schon sagt ist es eine unerwiderte Liebe. Allerdings trauert das erzählende Ich nicht lebenslang über die Abweisung, sondern reißt sich zusammen, lebt weiter. Als sich das Gegenüber plötzlich überlegt, dass er/sie sich doch eine Beziehung vorstellen könnte, dreht sich der Spieß um: Nun ist der/die ehemalige Angebetete "the one Unwanted". Musikalisch erinnert hier der Einsatz von einem Synthesizer an das frühe Werk "Arrows Before Bullets" von The Ongoing Concept. Neben dem vielen neuen, was sie ausprobieren, vergessen sie auch ihre Wurzeln nicht und begeben sich gern einmal "Back to the roots".

"Soul" ist als nächstes wieder harter Country Rock'n'Roll. Im Laufe des Songs kommen die "I sold my soul to the devil" ist eine der Textzeilen, die in einer ironischen Mischung aus bitterer Erkenntnis, Entschlossenheit und Heiterkeit gesungen werden. Anfangs sind die Lyrics eher leise, beinahe um die kleinen fiesen Stimmen darzustellen die dir erzählen, dass du lieber einen Plan haben solltest, mit dem du dich vorbehaltlos aufgibst wenn du etwas erreichen willst. Alleine bist du eh nicht gut genug. Eine Frage bleibt stehen: Wie viel bist du bereit für fünf Minuten Ruhm aufzugeben? Wie viel wird es dich kosten und was ist es dir wert?
Typischen Merkmale von The Ongoing Concept durch, ein wenig Chaos gemixt mit genialen Taktwechseln und einem Text, der es bei genauerer Betrachtung in sich hat. Hier geht es um den Preis, den man zahlt um sich ein wenig Ruhm und Ehre zu erkaufen.

via
Der vorletzte Titel des Albums "Survivor" hat einen charakteristischen Gitarrenriff, der in unterschiedlichen Variationen durch das dichte Soundgewebe durchschimmert. Bei diesem Song ist Abgehen garantiert, denn die flotten Lyrics in Verbindung mit Gitarre und Schlagzeug, die wieder leichte Jazzelemente mitbringen können keinen Freund harter Musik still stehen lassen. Textlich zieht sich der Faden von "Soul" hier weiter durch. Diesmal steht die Frage "Was kostet es, die Ziellinie erfolgreich zu erreichen?" im Raum. "Survivor, Survivor, you made it out a liar" - Überlebender, du bist als ein Lügner aus der Misere entkommen. Eine Lüge nach der anderen, die wir erzählen um so glimpflich wie möglich durch den Engpass zu entkommen. Am Ende sind wir doch alle gleich - gibt der Erzähler doch zu: Ich bin nur ein Pharisäer, aber du stehst hier neben mir. Wir zeigen mit dem Finger auf andere und sind selbst kein Stück besser, spielen aber beleidigt wenn einer uns des Lügens beschuldigt.

So schnell ist man damit schon am Ende des Albums angekommen, das mit einfachen Akkorden eines Klaviers beginnt, später fallen E- Gitarre und Schlagzeug, aber auch eine Orgel dudelt im Hintergrund und auch die Trompeten haben wieder ihren Auftritt. Der Titel "Falling" erinnert gleichzeitig auch an anderes Lied von The Ongoing Concept - "Falling for a second there, but I caught you" wird hier im Text eingebaut, gefolgt von der Melodie des letzten Songs des Vorgängeralbums "Saloon". Damit haben die vier Jungs aus Idaho wiedermal ein durch und durch rundes Kunstwerk geschaffen. Die Brücke zum ersten Album geschlagen und den Kreis geschlossen mit einem Schnipsen, das langsam in das Schlagen einer Axt auf Holz übergeht. Das letzte was man hört, ist der Baum, der mit einem hölzernen Krachen fällt.

Wer hohe Erwartungen an dieses Album gestellt hatte, der wird definitiv nicht enttäuscht. Mit einer Brillianz, die teilweise etwas an Verrücktheit grenzt haben The Ongoing Concept ein weiteres kleines Meisterwerk geschaffen, dass sich aus dem konventionellen Metal Genre abhebt und keiner Richtung einheitlich zugeschrieben werden kann.
Auf die Idee zu kommen, sich aus einem selbst gefällten Baum die eigenen Instrumente zu basteln und dann im Elternhaus selbst das Album aufzunehmen, zu mastern und mixen benötigt zugegebenermaßen eine kleine Brise Wahnsinn, aber es hat sich gelohnt. Die CD ist ein muss im Plattenregal jeden Freundes harter Musik.
Erhältlich ist sie Online bei Amazon oder dem Shop von TOC.
Wir freuen uns, wenn die Jungs im Winter wieder nach Deutschland kommen, und zwar zur Christmas Rock Night in Ennepetal!


Wie das Album Stück für Stück wirklich handgemacht wurde, könnt ihr auf dem Youtube Kanal der Jungs verfolgen:


...und das Video zu "Unwanted" auf Vimeo anschauen:

Dienstag, 4. August 2015

Wir sind wieder unterwegs: MissioCamp Erzgebirge

In wenigen Tagen ist es wieder so weit!
Deas Gelände der Strobelmühle in Pockau verwandelt sich wieder in ein buntes Dorf aus Double Pipes und das Pockautal wird mit Leben gefüllt!

In der Zeit vom 14.-21. August findet nämlich wieder das alljährliche MissioCamp statt.

Hunderte Jugendliche campen eine knappe Woche in der Strobelmühle. Auf dem Camper-Tagesplan stehen neben Bibelarbeit und Seminare aber auch noch andere coole Sachen wie eine Campgala, verschiedene sportliche Aktivitäten und Campchor.

Das MissioCamp ist jedoch nicht nur für Camp-Teilnehmer gedacht, sondern lädt abends auch Jugendliche aus der Umgebung ein zum Ev'Event mit dem Prediger Heinz Spindler, der in Serbien die Botschaft von Jesus unters Volk bringt, und der Camp-Band.

An einigen Abenden gibt es dann noch das eine oder andere Hightlight, wie Konzerte.
In diesem Jahr sind October Light aus Kroatien wieder mal im Pockautal zu Gast und wollen das Ding so richtig rocken.

Für das Konzert wird Eintritt in Höhe von 5,00 € veranschlagt.
Karten gibt's an der Abendkasse.

Das Ev'Event beginnt jeweils 19.30 Uhr (im Glashaus bei der Klettwerwelt).
Die spätabendlichen Hightlights, wie das Konzert, beginnen um 22.00 Uhr.

Montag, 3. August 2015

Impuls für deine Woche

via lovethispic.com
Gott ist gut. Das Leben ist hart. Und manchmal möchte man einfach nur schreien und fragen warum Gott manche Sachen zulässt und warum manche Dinge überhaupt passieren.
Leid hat jeder schon einmal erfahren. Der plötzliche Tod einer geliebten Person, die Krebserkrankung in der Familie, der Herzschmerz oder das Gefühl alleine mit allem zu sein.
Dann stellen wir Gott in Frage. Warum lässt er es zu? Warum musste sie sterben? Warum hat der Sturm das Haus zerstört? Warum ist Krieg im Land und Menschen müssen flüchten? Warum Gott?

Gott hat uns eine Freiheit geschenkt, zu entscheiden was wir tun möchten. Wir sind keine Spielfiguren von Gott, sondern er lässt uns entscheiden, was wir mit unserem Leben machen. Er genießt es keines Falls uns leiden zu sehen, denn er liebt uns. Aber er kann nicht verhindern, dass manche Dinge passieren. Er leidet mit uns und möchte uns nicht leiden sehen. Leid ist eine Folge von Sünde und beides hat sich Gott bei der Schöpfung nicht für die Menschen gedacht. 

Manchmal fühlen wir uns alleine mit unserem Leid. Dann scheint Gott weit weg und als hätte er uns verlassen. Das stimmt aber nicht. Er hilft uns aber nicht einfach. Wir müssen ihn wieder neu suchen und ihm unserer Sorgen ablegen. Das Leben ist nicht leicht, aber nur weil uns Leid zu Boden stößt, ist Gott nicht böse. Gott ist gut. Er will das Beste für uns. Er gab seinen Sohn, damit wir gerettet sind und das Leben haben. Leben im Überfluss. Aber dieses Leben haben wir nicht auf dieser Erde. Das Leben erwartet uns, wenn wir bei Jesus sind. Leid wird es dort nicht mehr geben. Aber hier auf der Welt, in der die Sünde fast an jeder Ecke wartet, ist Leid nun einmal vorhanden. Menschen sterben oder werden krank. Konflikte eskalieren und es gibt Ungerechtigkeit auf der Welt. Leid geschieht ohne das wir etwas daran ändern können und der Schmerz verschwindet nicht einfach. Aber wir können in solchen Zeiten in Gottes Gegenwart bleiben. Er verträgt es auch, wenn wir ihn anschreien, anschweigen und beschimpfen. Er kann damit umgehen und liebt uns trotzdem, auch wenn wir ihn anklagen. Er wird dir bei deinem Leid helfen und dich stärker hervorgehen lassen. Denn Gott ist gut. Das Leben ist einfach hart und unfair. 

Gut ist der Herr. Er ist ein Zufluchtsort am Tag der Bedrängnis; und er kennt die, die sich bei ihm bergen. Nahium 1,7

Samstag, 1. August 2015

Impulse for your month

via
Have you ever been to a museum? If so, you've probably seen a lot of paintings, sculptures and "old
stuff" like artifacts from ancient Egypt or Greece or Medieval Europe.
Fact is: Everything in that museum is really precious and worth at least a couple thousand Dollars. Everything is done to protect them: Some things put in a glass show case, definitely secured with a high tech security system, museum staff is all around to have an eye on the exhibits, in rooms with old and sensitive paintings even the humidity is controlled and measured constantly so they don't take damage. You will stand in front of all these things, all so different but all of incredible worth. You might wonder what makes them so special. It might be their age, or the technique the painting was made with, or simply the reputation of the artist. You might not be a fan of Salvador Dali but like the Impressionists while an admirer of Picasso would not be satisfied with the Mona Lisa. Anyway in the end all those paintings have one thin in common: they are worth a lot of money and the most precious thing to their collectors.
Now imagine that somebody sees the worth of those paintings in you. There's somebody who thinks you are just as precious, with all your character and looks. No matter which color your skin has, which language you speak or how old you are, God thinks you are wonderfully, carefully made and worth more than anything else to him. He is not focussed on one single type of human, he takes care of them all in the same manner, and so he takes care of you, too. He has a high Tech Security System installed all around you and restores you if you took damage despite all his precautions. He has his angels watch over you. He wants you to look your best and stay safe.
So no matter what people say: Remember you're a precious, wonderfully made being. God sees all your beauty. Embrace it.