Samstag, 13. September 2014

Buch: Jill Francis Hudson - Die letzte Königin von Saba

via Gerth.de
"Die Königin von Saba hatte schon viel von Salomos Ruhm und seiner Liebe zu Gott gehört. Deshalb beschloss sie, diesen König zu besuchen und sich mit schwierigen Rätseln von seiner Weisheit zu überzeugen."
Die Bibel, nach 1. Könige 10

Nur wenige Verse in der Bibel erwähnen die Königin von Saba, und doch beschäftigt sie auch heute
noch viele Historiker und Forscher und bleibt interessant für die Geschichte. Auch die Autorin Jill Francis Hudson hat sich mit der rätselhaften Königin auseinandergesetzt und einen geschichtlichen Roman geschrieben.
Saba, ein großes Königreich das sich von Arabien bis Äthiopien erstreckte, steht nach dem Tod der Königin Vorerst ohne Regierung da. Der Kronrat macht sich die Entscheidung nicht leicht, wählt am Ende aber Makeda aus, die extra den weiten Weg von Äthiopien in die Hauptstadt von Saba auf sich genommen hat. Auch wenn sie sich nicht um das Amt der Königin gestritten hat, so nimmt sie es doch würdevoll an. Sie erkämpft sich die Macht gegen ihren eigenen Vater, ihr Onkel Tamrin (der eigentlich ihr Cousin ist), hilft ihr dabei. Aus seiner Sicht wird die Geschichte wiedergegeben. Als Kaufmann hatte er die Ehre, Salomo schon mehrmals begegnet zu sein und den glorreichen König seinen Freund zu nennen. Makeda will ihren Staat schließlich nach dem Vorbild Israels restaurieren, da vor allem in der Landbevölkerung vieles im Argen liegt. Sie reist nach Israel, um Salomo persönlich kennen zu lernen. Viel Zeit verbringt sie im Palast Salomo's, beeindruckt von seiner Weisheit und Schönheit. Schließlich nimmt sie sogar seinen Glauben an den Gott Israels an. Zwischen den Regenten entwickelt sich mehr als nur eine Freundschaft, und nachdem Salomo Makeda in der letzten Nacht vor ihrem Aufbruch in die Heimat überlistet und ihr auf diesem Weg die Jungfräulichkeit nimmt, erwartet sie ein Kind von ihm. Ein Skandal, wo doch die Königin von Saba ein Leben lang eine Jungfrau bleiben muss. Mit Hilfe ihrer Zofe und Tamrin gelingt es ihr, die Schwangerschaft zu verheimlichen und ihren Sohn als den ihrer Zofe auszugeben. So wächst er am Hof von Makeda heran, zwölf Jahre lang, bis das Geheimnis durch eine Verkettung von Zufällen gelüftet wird. In dieser Zeit besucht auch Joschafat, ein Berater Salomos, Tamrin in Saba und berichtet verzweifelt über den Verfall des Königs. Saba war aufgeblüht, doch Israel hatte unter Salomos Schmerz über Makedas Verlust gelitten. Er hatte sich hunderte Frauen genommen und begonnen, fremde Götzen anzubeten. Daraufhin wird Menelik, der Sohn Salomos und Makedas, nach Israel geschickt, um dort von seinem Vater zu lernen. Im Namen Makeda's bittet er um eine Franse des Überwurfs der Bundeslade. Mehr als das wird ihm vor seinem Aufbruch in die Heimat gewährt: Er erhält den ganze Überwurf und eine Nachbildung der Bundeslade. Wie sich jedoch auf der Reise herausstellt, handelt es sich um die echte Lade, die einer der von Salomo mit Menelik Gesandten aus dem Allerheiligsten entfernt hat...

Jill Francis Hudson weiß, wie sie ihre Leser fesseln kann. Abwechslungsreich und kurzweilig geschrieben regt der Roman nicht nur die eigene Fantasie, sondern auch ehrliches Interesse an der Königin von Saba an. Natürlich wohnt dem Schmöker etwas Fiktion und künstlerische Freiheit bei, wie die Autorin im Nachwort ausdrücklich zu verstehen gibt, allerdings steckt auch eine ganze Menge historischer Fakten darin.
Kurzum ist das Buch sehr zu empfehlen, da es einen voll und ganz in die Zeit des großen Herrschers Salomo entführt.

Erhältlich ist es für 16,99€ bei Gerth Medien oder in jeder gut sortierten christlichen Buchhandlung.

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