Dienstag, 29. April 2014

Wir sind wieder unterwegs: Machine Gun Preacher Deutschland Tour

via Facebook
Dass ein einzelner Mensch eine Welt verändern kann, zeigt eindrucksvoll die Geschichte von Sam Childers, auch als Machine Gun Preacher bekannt.

Nachdem der Amerikaner sich zum Glauben an Gott bekehrt hat, erfährt er im Fernseher, wie kleine Kinder in Afrika leben, ihre Eltern verlieren und teilweise sogar zu Kindersoldaten ausgebildet werden.
Das berührt Sam Childers und er denkt sich, dass er etwas dagegen unternehmen muss.
Er reist nach Uganda und in des Kriegsgebiet des Südsudan um die ganze Sache mit eigenen Augen zu betrachten... und ist erschüttert! Als er nachts Geräusche hört, entdeckt er auf der Straße viele Kinder, die dort auf der Straße schlafen.
Er muss zusehen, wie eins der Kinder durch eine Landmine getötet wird und fasst den Entschluss ein Waisenhaus für die Kinder dort zu gründen.

via Facebook
2011 erschien der Film Machine Gun Preacher, der die Geschichte von Sam Childers und seine Wandlung vom Biker zum Prediger und Verteidiger afrikanischer Waisen erzählt.

Im April diesen Jahres veröffentlichte nun der SCM Hänssler die deutschsprachige Version seiner Biografie als Dokumentation mit Szenen, die man so im Film nicht sieht.


Derzeit ist er auf Europatour und kommt im Mai auch nach Deutschland.


Die Termine findet ihr hier:


Dienstag, 6. Mai, 20:00 Uhr             Gottesdienst mit Sam Childers
Veranstaltungsort: Freie Christengemeinde Oldenburg, Deelweg 14, 26121 Oldenburg
Weitere Infos: www.freiechristengemein.de


Mittwoch, 7 Mai, 19:30 Uhr             Buchvorstellung und Lesung von Sam Childers: "Living on the Edge"
Veranstaltungsort: CEOE - Haus der guten Tagen im Einkaufszentrum Forum Steglitz, 1. OG, 12249 Berlin
Weitere Infos: www.coeo-berlin.de/


Donnerstag, 8. Mai, 20:00 Uhr         Lebensgeschichte und Bericht von Sam über seine Arbeit
Veranstaltungsort: Technische Universität Chemnitz, Turmbau der TU, Raum C104
Infos: SMD-Chemnitz (E-Mail)


Freitag, 9. Mai, 18:00 Uhr                Gottesdienst mit Predigt von Sam Childers
Veranstaltungsort: Ev.-Luth. Abraham-Gemeinde, Anna-Stiegler-Str. 124, 28277 Bremen
Infos: www.abraham-gemeinde.de


Samstag, 10. Mai. 19:00 Uhr            Jugendgottesdienst All4TheOne
Veranstaltungsort: Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Augsburg, Max-Gutmann-Straße 5, 86159 Augsburg
Infos: ev. Jugendallianz Augsburg (E-Mail)


Sonntag, 11. Mai                               noch in Planung, wird nachgereicht.


Montag, 12. Mai, 19:00 Uhr             Lebensgeschichte & Predigt von Sam Childers
Veranstaltungsort: LKG Wittenberge, Rathausstraße 31, 19322 Wittenberge
Infos: Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Wittenberge (E-Mail)


Dienstag, 13. Mai, 20:00 Uhr           Vortrag und Bericht von Sam Childers
Veranstaltungsort: Leuphana Universität Lüneburg, Campus Hörsaal 4
Infos: Leuphana Universität Lüneburg (E-Mail)


Mittwoch, 14. Mai, 19:30 Uhr           Vortrag und Bericht von Sam Childers
Veranstaltungsort: Ev. Kirchengemeinde, Kirchstr. 16, 27404 Heeslingen
Infos: www.kirche-heeslingen.de



Wir sind in Chemnitz mit dabei und werden euch davon berichten.

Montag, 28. April 2014

Impuls für deine Woche

via netzwerk-c.de
Auf Facebook wird nominiert was das Zeug hält. Da werden Kinderfotos oder Fotos vom Auto gepostet, aber auch Videos, die zeigen wie du ein Bier auf Ex trinkst.

Vielleicht wurdest du schon nominiert und hast andere nominiert, vielleicht wurdest du aber auch noch nicht nominiert. Vielleicht wunderst du dich aber auch, wie viele da immer mitmachen und was es da alles so gibt.

Bei Nominierungen denke ich viel mehr an irgendwelche Preise, die verliehen werden, wie z.B. den Oscar oder den Dove-Award.
Oder irgendwelche Castingshows, ob das nun Germanys Next Topmodel, der Bachelor oder Deutschland sucht den Superstar ist. Überall werden Menschen ausgewählt, entweder um etwas zu tun oder weil man sie toll findet.
Selbst in der Schule wird man nominiert, z.B. im Schulsport, wenn es darum geht eine Mannschaft zu bilden.

Ich habe eigentlich bis jetzt bei noch keinem Nominierungsspiel auf Facebook mitgemacht und auch bei noch keiner Castingshow, aber heute möchte ich jemanden nominieren!

Und zwar DICH!

Ja, genau dich möchte ich heute nominieren.

Ich nominiere dich nicht dazu, irgendein Kinderfoto von dir zu posten oder ein Bier zu exen, ich nominiere dich zu einem Leben mit Gott!

Ja, Gott selbst nominiert dich zu einem Leben mit ihm. Er hat dich auserwählt sein Kind zu sein.
Er findet dich, so wie du bist, total klasse. Er mag dich, nein besser, er liebt dich und will Zeit mit dir verbringen.

Als Kind Gottes darfst du dich auch frei fühlen, dich und deinen Wert nicht über irgendwelche Nominierungen zu definieren.



"Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt,
führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet.
Er macht euch vielmehr zu Gottes Kindern.
Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: "Vater, lieber Vater!"
Gottes Geist selbst gibt uns die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind."
Römer 8,15-16



Es gibt ein ziemlich passendes Lied dazu von Andreas Adams-Frey. Hör mal hier rein:

Andrea Adams-Frey - Freiheit der Kinder Gottes


Samstag, 26. April 2014

Film: Hope - Hoffnung für verletzte Herzen

© SCM Hänssler
Ein Mensch kann 40 Tage ohne Nahrung überleben. 3 Tage ohne Wasser. 8 Minuten ohne Luft. Abernicht eine Sekunde ohne Hoffnung. Aber was, wenn die Hoffnung zerbricht? Was trägt in den schlimmsten Momenten unseres Lebens?
Genau darum dreht sich die ergreifende und bewegende Dokumentation "Hope - Hoffnung für verletzte Herzen", in der 3 Geschichten von Verlust, Tod und Trauer aber auch von Vertrauen, Trost und Hoffnung erzählt werden.
Der Film berichtet aber nicht nur aus den schwersten Stunden der einzelnen Personen, sondern zeigt auch kleine Spielfilmsequenzen untermalt mit Musik und kleinen Impulsen und Denkanstößen zu den Themen, die die Dokumentation abrunden.

Der Film berührt einen von Beginn, denn wer kam im Leben noch nicht mit Schmerz und Leid in Berührung?
Die erste Geschichte erzählt Sänger Jeremy Camp, der seine Frau Melissa trotz Krebs heiratete. Der Kampf schien gewonnen, aber nach den Flitterwochen stellten die Ärzte fest, dass der Krebs gestreut hatte und man nichts mehr für sie tun konnte. Wir erfahren wie der Sänger damit umging und wie er nicht von Jesus losließ.
Wir lernen Greg und Cathe Laurie kennen, die ihren Sohn Christopher bei einem Autounfall verloren haben. Greg Laurie ist Pastor in der Harvest Christian Fellowship in Riverside in California und auch für ihn und seine Frau brach eine Welt zusammen, als ihr Sohn starb.
Auch der Mann der ohne Arme und Beine geboren wurde, Nick Vujicic, erzählt seine Geschichte wie es für ihn und seine Eltern war, dass er ohne Gliedmaßen leben muss.
Jede der drei Zeugnisse hat ein „gutes“ Ende, weil sie an der Hoffnung und den Glauben an Gott festhielten in dieser schweren Zeit und sich auch Gott zuwandten. Sie berichten, dass Gott mit uns den Schmerz durchmacht und mit uns leidet und zeigt dass man viel Hoffnung darin findet, wenn man schon heute an das Jenseits denkt und damit lebt. Wir müssen alle sterben, egal wo wir leben, wie wir leben, wer wir sind und was wir können.

Der Film geht sehr nahe und das erwartet man als Zuschauer auch. Man bekommt Gänsehaut und ist den Tränen nahe, wenn man die Geschichten hört und erfährt was in einem vorgeht, wenn man solchen Schmerz erfährt. Der Film wirft auch die Gedanken und Fragen auf, die man an Gott in solchen Situationen hat und er kann so Menschen helfen und etwas Heilung schenken, die ähnliches Leid durchmachen oder durchgemacht haben.
Eine sehr authentische und emotionale Dokumentation, die einem einen Einblick in die einzelnen Geschichten gibt und die „verletzte Herzen“ berührt und eine Hoffnung hineinsetzt.

Im dunkelsten Moment unseres Lebens sind wir nicht allein!


Auf der DVD ist ein umfangreiches Bonusmaterial mit weiterführenden Gedanken, Fragen und Bibelstellen rund um das Thema des Films.





Erhältlich ist der Film beim SCM Hänssler Verlag.

Titel: HOPE: Hoffnung für verletzte Herzen 
(Original: Hope for Hurting Hearts)
Veröffentlichung: 2014 
Genre: Dokumentation
Länge: 75 Minuten
FSK: 6 Jahre 
Preis: 14.95 € (SCM Hänssler)

Freitag, 25. April 2014

CD: Switchfoot - Fading West

via switchfoot.com
Schon im Januar erschien das heiß erwartete neue Album der amerikanischen Band Switchfoot: "Fading West". Nachdem die Kalifornier schon eine ganze Weile in der Welt der Musik aktiv sind und dabei eine hörbare Entwicklung hingelegt haben, durfte man gespannt sein, wie die neue Platte klingen würde.

Das CD- Cover zeigt die Band, vermutlich an einer meernahen Klippe - einer der fünf trägt ein Surfboard, ein anderer eine Gitarre, wieder ein anderer eine Old- School- Videokamera. Was ursprünglich als Foto aufgenommen wurde, wurde für das Cover gekonnt stilisiert und erscheint nun in türkis-grün, rot, weiß und schwarz. Angelehnt ist es außerdem an das Artwork des Films "Fading West", der kurze Zeit vor dem Album erschien und die Band auf ihrer Welttournee begleitet, und zeigt, wie sie als Menschen, als Band, als Familie und auch als Surfer leben.

Die CD beinhaltet 11 Tracks:

01 Love Alone Is Worth The Fight
02 Who We Are
03 When We Come Alive
04 Say It Like You Mean It
05 The World you Want
06 Slipping Away
07 Ba55
08 Let It Out
09 All Or Nothing At All
10 Saltwater Heart
11 Back To The Beginning Again

Schon mit dem ersten Song, "Love Alone Is Worth The Fight", merkt man, dass das alles weniger rockig klingt als zum Beispiel auf dem Vorgängeralbum "Vice Verses". Die Band hat sich erneut enorm weiterentwickelt, setzt eher auf Piano- Klänge und auch leicht elektronische Elemente. Textlich geht es darum, sich selbst zu finden, durch Höhen und Tiefen, dafür zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Allein die Liebe, die man auf dieser Reise findet, die alle Ängste auslöscht, ist den langen Kampf wert, heißt es im Refrain frei übertragen. Manchmal ist es am besten, die unbekannte Straße zu nehmen - schließlich findet man, was einen ausmacht.

Nachdem der erste Track des Albums eher feierlich klang, geht es in "Who We Are" schon etwas flotter zu, anfangs wird der Takt mit "One, two, three, four, five" eingezählt. Auch in diesem Lied tritt die rockige Komponente in den Hintergrund, dafür stehen Klavier, Schlagzeug und Bass im Vordergrund. Wichtig bei allen Songs des Albums sind die Chor- Elemente, die speziell in diesem Lied von Kinderstimmen ausgemacht wird. Kein Wunder, heißt es doch in der Strophe gleich anfangs: "We were just kids..." Anschließend beschreibt die Band das unbedarfte Kinderleben, im Refrain zum Standpunkt des Erwachsenen zurückkehrend: Man darf auch mal wieder Kind sein, eigentlich hat man ja nichts zu verlieren. Unsere Kindheit hat direkt damit zu tun, wer wir heute sind; who we are. Der Song ist sehr rhythmisch gehalten, wird im Refrain aber ähnlich hymnisch wie "Love Alone Is Worth The Fight".

"When We Come Alive" beginnt mit einer glockenspielähnlichen Tonfolge, die schließlich vom Chor aufgenommen wird. Auch hier beherrscht in der Strophe eher der Sprechgesang, während im Refrain regelrecht hymnische Ohrwürmer dominieren, die dazu einladen, in die ganze Welt zu schreien und einfach nur glücklich zu sein. Auch der Text beinhaltet etwa diese Aussage: "We are fire / Burning brightly / You and I / We light the sky / When we ignite / When we come alive". Wenn wir lebendig werden, sind wir das Feuer, erleuchten den Himmel, scheinen hell. Ein Aufruf, trotz aller Schwierigkeiten und noch so großer Hürden weiterzumachen, das Leben in die Welt hinauszutragen.

via broadwayworld.com
Der vierte Song, "Say It Like You Mean It" drückt schon im Titel aus, was die Grundbotschaft des Textes ist: Nenn die Dinge beim Namen. Dieses rockigere Lied beweist textlich große Tiefe, behandelt sicherlich auch ein Stück weit den Werdegang der Band. Zwischen all dem Rock'n'Roll hat man aus den Augen verloren, was man eigentlich bezwecken wollte. "Say It Like You Mean It" ruft somit auf zu mehr Ehrlichkeit, vielleicht vor allem im Musikbusiness, keine leeren Texte mehr zu schreiben, die lediglich das beinhalten, was die Produzenten und die Zuhörer haben wollen. Der Unterschied zwischen Reden und Machen wird in diesem Song ausdrucksstark thematisiert. Gegen Ende kommen wieder internationale Einflüsse in den Track: Indisch anmutende Sitar- Klänge schließen das ansonsten sehr rhythmisierte Musikstück ab.

"The World You Want" beginnt mit Lagerfeuer- Athmosphäre, jemand trommelt, offenbar sitzen einige Menschen in froher Runde beisammen. Dann beginnt das eigentliche Lied, das sehr andächtig und beinahe schon etwas traurig klingt. Man steht vor einem Scherbenhaufen, versucht zu retten, was geht, aber irgendwie ist alles, was man sagt, verkehrt. Ist das die Welt, wie du sie willst? Es liegt an dir, ob du die Welt lässt wie sie ist. Du kannst die Welt verändern. Dem tiefen Text angepasst ist die musikalische Ausgestaltung eher einfach und sehr ruhig gehalten. Und jedem, der fragt: "Was ist schon Religion? Ich habe keine Religion." sagen Switchfoot mit diesem Song: Was du sagst, wie du es sagst ist deine Religion. Wen und wie du liebst ist deine Religion. All deine Wissenschaft, dein Hass, deine Kriege, jeder Atemzug ist deine Religion. Es liegt einzig und allein an dir, was du aus ihr machst.

Im Gegensatz zu dem recht melancholischen Song schlägt "Slipping Away" optimistischere Töne an. Der für "Fading West" charakteristische Sprechgesang darf auch hier nicht fehlen. Im Text geht es um Erinnerungen: Wer kennt es nicht, wenn man von ihnen wach gehalten wird? Alles, was man sagen wollte, rutscht einem aus der Hand. Man fühlt sich wie in einem Traum, wenn die Vergangenheit einen in der Gegenwart verfolgt. Musikalisch vereint dieses Lied auf ganz eigene Weise bittersüße Erinnerungen miteinander - technisch haben Switchfoot das einzigartig hinbekommen.

"Ba55" klingt von Anfang an eher geheimnisvoll. Im Vordergrund steht der regelmäßige, schnelle Bass, die Stimme wird von Effekten streckenweise verzerrt und verfälscht, was den mystischen Charakter des Songs ausmacht. Inhaltlich geht es darum, sich von allem Unangenehmen zu entledigen: "I believe you're the fire that can burn me clean / And let my soul fly".

Wie so oft in "Fading West" folgt nun erneut ein Break zwischen den Songs: "Let It Out" ist völlig anders als "Ba55", klingt das Lied doch eher wie die Produktion einer der gecasteten Boybands dieser Tage. Ganz nach diesem Motto geht es auch im Text: Nimm das Leben nicht so schwer, sei unbekümmert, lass ruhig mal alles raus.

"All Or Nothing At All" nimmt den Faden des vorhergehenden Songs auf. Alles oder nichts, das ist die Forderung. Es geht um eine Liebe, unter dem Vorsatz "Ganz oder gar nicht". Wie in allen Songs des Albums steht auch hier nicht die Musik, sondern der Text im Vordergrund, der effektiv von den Instrumenten unterstützt wird. Das Schlagzeug steht noch am ehesten im Mittelpunkt, eher im Hintergrund zu hören sind Piano, elektronische Elemente, Gitarre und Glockenspiel.

via thesurfchannel.com
Der vorletzte Track dieses Albums, "Saltwater Heart", ist (wie der Name schon andeutet) eine Ode an den Ozean und das Surfen. Tim Foreman, Bassist und Gründungsmitglied der Band, hat als gebürtiger Kalifornier schon immer sein Herz ans Wellenreiten verloren und wollte ursprünglich sogar Profi- Surfer werden. Das Freiheitsgefühl, am Meer zu sein und auf dem Surfbrett zu stehen, beschreibt die Band in ihrem Song so treffend, wie es wohl vorher keinem gelungen ist. Wenn man auf den Wellen reitet, kann man auch seine ans Land gebundenen Träume mal außen vorlassen. Auch musikalisch wissen Switchfoot dieses Gefühl sehr gut umzusetzen: Eine Gitarre, dann Schlagzeug, leicht elektronische Elemente. In Verbindung mit dem Text kann man das Meer beinahe schon riechen.

Der letzte Song bildet definitiv einen guten Abschluss und macht die ganze Sache rund: "Back To The Beginning Again" hat schon im Titel, was Switchfoot mit dem ganzen Album gelebt hat. Zurück an den Anfang, um all seine Träume neu oder überhaupt erst zu verwirklichen. Auf einer Reise zurück an den Ursprung, mit Rückenwind weitergehen. Auch die Hilfe von jemandem in Anspruch nehmen - in dem Text könnte gut Gott gemeint sein, aber auch einfach ein guter Freund, der einem schon ein Leben lang begleitet hat. Wie auch immer man das Lied interpretieren mag, ist es eine Ermutigung, sich seiner Vergangenheit zu stellen und seine Wurzeln zu suchen.

Switchfoot hat mit diesem 9. Studioalbum ein weiteres kleines Meisterwerk geschaffen, dass sich in vieler Hinsicht von der sonstigen Musikszene, christlich wie auch säkular, abhebt. Die Kalifornier haben einen Stil kreiert, der sich eigentlich nicht treffend beschreiben kann, den man hören muss. Abwechslungsreich gestaltet, musikalisch wie auch textlich gewandt und voller Überraschungen von einem Song zum Nächsten nehmen uns die fünf Amerikaner mit "Fading West" mit auf eine musikalische Weltreise. Die Erfahrungen der Welttournee, was die Musik wie auch das Menschliche anbelangt, spiegeln sich deutlich auf der Platte wieder und machen sie zu einer sehr persönlichen Dokumentation des Lebens, die viele Identifikationspunkte für jegliche Lebenslagen bietet. Switchfoot hat auf dieser Platte Hymnen geschaffen, dabei aber nicht den musikalischen Gegenpol vergessen. Auch jene, die das rockigere Switchfoot vielleicht vermissen, sollten sich das Album zweimal anhören und dann einen endgültigen Schluss ziehen, da man mit "Fading West" ein besonderes Album in der heutigen Zeit hat: Es schwimmt gegen des Strom, die Band bleibt ehrlich. Das macht die Platte sehr empfehlenswert.

Erhältlich ist die CD z.B. für 14,95€ bei SCM Haenssler.



Um sich einen Eindruck der musikalischen Vielfalt der Platte zu machen hier noch einige Beispiele:


Switchfoot - Love Alone Is Worth The Fight



Switchfoot - Say It Like You Mean It



Sowie der Trailer zum Film "Fading West":


Donnerstag, 24. April 2014

Wir sind wieder unterwegs: face2face in Annaberg-Buchholz


Am 2. Mai wird in Annaberg-Buchholz der neue Jugendwart Thomas Hecking eingeführt.
 
Na wenn das kein Grund ist, da eine große Sause auf dem Annaberger Marktplatz zu feiern.
 
Die evangelische Jugend Annaberg hat dies nämlich zum Anlass genommen und ein großes Open Air Event auf dem Marktplatz vorbereitet.
 
Das Ganze nennt sich face2face und steigt am 2. Mai ab 17.00 Uhr.
 
Da erwarten euch verschiedene kreative, sportliche und geschickliche Mitmachangebote.


Bilder via Ev. Jugend Annaberg



Ab 18.15 Uhr beginnt dann das Vorprogramm, welches von jungen Künstlern aus der Region ausgestaltet wird. Mit dabei sein wird unter anderem Louisa Colditz, die letztes Jahr beim Songtalent mitmachte und es bis ins Finale schaffte.
 
Am Abend gibt es dann noch einen Jugendgottesdienst unter freiem Himmel. Dazu gibt Jugendevangelist und Musiker Frank Döhler (Döhler & Scheufler) einen Impuls zum Thema "Glück? Auf!". Für die musikalische Stimmung am Abend sorgt dann die Synth-Pop-Rock Band Staryend aus Reutlingen.
 
Und natürlich sind wir auch mit dabei und haben was kleines für euch vorbereitet!

Montag, 21. April 2014

Impuls für deine Woche


Der massive Holzzaun, der unser Grundstück zum Nachbarn abgrenzte, war in die Jahre gekommen und ziemlich morsch. Die Sonne hatte Mühe, ein paar Strahlen durch die Ritzen zu schicken. Wir hatten Schattengewächse gepflanzt. Die Sträucher versuchten, sich hochzurecken, um ein bisschen von den wärmenden Sonnenstrahlen abzubekommen. Da unser kleiner Nachbarsjunge erfolgreich mit kleinen Tritten fast mühelos einige Zaunlatten abbrechen konnte, entschlossen wir uns, den alten Gartenzaun zu entfernen. Jetzt erst merkten wir, wie sehr der Zaun uns jeden Blick zum Nachbarn hinüber versperrt hatte.
So hat es wohl Paulus gemeint, als er davon schrieb, dass der Zaun abgebrochen ist. Umzäunung kann Geborgenheit geben, aber auch Enge und Abschottung. Wenn wir unseren Nachbarn nicht sehen können und kein Gruß hinüber möglich ist, dann ist die Voraussetzung für eine gute Nachbarschaftsbeziehung stark eingeschränkt.

In unserem Bibeltext geht es um einen weit größeren Beziehungsmangel, nämlich um unsere Entfremdung von Gott, dem Schöpfer, und auch um die Entfremdung unter uns Menschen. Da geht es um mehr als nur Blickkontakt. Die Trennung des Menschen von Gott hat Jesus Christus durch sein Kommen auf die Erde und seinen Tod am Kreuz beseitigt. Jeder, der dem Sohn Gottes im Glauben an sein Erlösungswerk sein Leben anvertraut, wird dankbar erkennen und genießen, dass der Friede Gottes ihn erfüllt.

Der Zaun zu unserem Nachbarn ist weg. Jetzt haben wir den nahen Kontakt zu ihm, grüßen einander und trinken auch mal gemeinsam eine Tasse Kaffee. Und wir tauschen auch Worte, die über das Wetter hinausgehen. Es ist wohltuend für uns, dieses Leben ohne Zaun.

Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen.Epheser 2,14

Sonntag, 20. April 2014

Ostern - Ehrensache

Alles ist still. Auf dem Weg zum Grab sagt keine der drei Frauen ein Wort. Immer noch sind sie von Trauer und Furcht beherrscht und wissen nicht, wie jetzt alles weitergehen soll. Ihr Meister, wie sie ihn immer nannten, ist vor drei Tagen am Kreuz hingerichtet worden.
via jesus.ch
Jetzt wollen sie zum Grab, kostbare Öle haben sie mit, um den Leichnam zu salben. Es ist so früh am Morgen, dass es noch dunkel ist. Eine Frage kommt auf: "Wie sollen wir den großen schweren Stein vor dem Grab wegrollen?" Vielleicht laufen sie als nächstes um eine Kurve und sehen dann das Grab - das offen steht. Entsetzen breitet sich aus, eine der Frauen könnte vor Schreck die Karaffe mit Salböl fallen gelassen haben, es wäre eine allzu verständliche Reaktion gewesen. Als wäre das nicht genug, sitzt in dem Grab ein Engel, der sagt, Jesus sei auferstanden. Maria von Magdala läuft los, um Petrus Bescheid zu geben. Die nunmehr nur noch 11 Jünger hatten sich aus Angst vor der wütenden Menge verschanzt. Trotzdem macht sich Petrus mit einem weiteren Jünger auf den Weg, um nach dem rechten zu sehen. Die Frauen, jetzt haben sie doch den Verstand verloren, denken die beiden Männer. Am Grab angekommen müssen sie einsehen, dass tatsächlich kein Leichnam mehr dort ist - aber irgendetwas ist merkwürdig. Die Tücher, in die Jesus gewickelt worden war, liegen säuberlich zusammengelegt und separat in der Grabkammer. Grabschänder hätten sich diese Mühe in ihrer Eile nicht gemacht. Ein bisschen ratlos stehen sie da, Maria von Magdala weiß auch nicht recht mit dem erneuten Verlust ihres Herrn umzugehen. Sie wendet sich ab und plötzlich steht ganz in der Nähe ein Mann, vielleicht ist es ja der Gärtner? Vielleicht weiß er ja, wo Jesus hingebracht wurde? Als sie ihn fragt, bekommt sie als Antwort nur ein Wort: "Maria."
Da geht ihr ein Licht auf. Aber eigentlich... Nein... Wie kann denn... Jesus lebt?!
Maria glaubt. Sie glaubt ganz fest an das, was sie sieht, doch sie sieht Jesus nicht nur leibhaftig vor sich stehen, sie spürt auch, dass das alles seine Richtigkeit hat. Er schickt sie los, um den Jüngern zu sagen, dass er auferstanden ist. Sie tut das was er sagt, stößt bei den Jüngern aber noch auf Skepsis. Sie werden Jesus jedoch selbst bald leibhaftig vor sich sehen, und beim Anblick der Narben beginnt sogar der letzte, zu glauben.
Es muss ein unglaubliches Gefühl sein, zu realisieren, dass Glaube, Hoffnung und vor allem Liebe siegen.
Maria wird nach Lobpreis zumute gewesen sein, nach Tanz, danach, Gott die Ehre zu geben. Auch wenn es am Anfang irrsinnig erscheint und wirr klingt, wenn dir jemand davon erzählt - es ist wahr. Jesus lebt.
Erinnerst du dich an das Lied von Karfreitag? Am Ende des Songs heißt es: "Unter die Erde gelegt wusstest du doch, dass sie dich nicht halten konnte. Sie dachten, du wärst durch die Naturgesetze dort gefangen. Er ist auferstanden! Der Vorhang wurde in zwei Teile gerissen, die Dunkelheit flieht, ein Symbol dafür, dass die Schuld nun gezahlt wurde. Als der Stein zur Seite gerollt wurde, war er nicht mehr dort wo er lag. Unser König ist vom Tod auferstanden!"
via lebendigeswort-detmold.de
Gottes unendliche Liebe zu seiner Schöpfung, zu uns Menschen, zu seinem eignen Sohn, war so groß, dass sie sogar den Tod überwand. Diese 180° Wendung bestimmt von da an unser ganzes Dasein. Jesus hat drei Tage lang für jeden einzelnen Menschen, der je gelebt hat, demütig die schlimmsten Qualen auf sich genommen. Er hat für uns in dem engen Raum mit flackernder brummender Leuchtstoffröhre gesessen. Darum sind wir davon erlöst - solang wir dieses unendlich große, absolut unbegreifliche Opfer würdigen und Jesus ehren.
Ostern ist kein Freibrief zum Sündigen. Ostern ist Ehrensache. Wir würdigen Jesus' Befreiungstat, indem wir ihn mit all unserem Tun und Sein ehren, preisen, von tiefstem Herzen an ihn glauben. Wenn wir Jesus ehren, wahren wir gleichzeitig unsere eigene Würde, weil wir anerkennen und demütig annehmen, was uns mit dem Tod des Gottessohnes großartiges geschenkt wurde.

Lass uns lobpreisen, IHN ehren, die Befreiungstat, die so unbegreiflich ist, neu annehmen. Jesus hat Ostern zu guter letzt zu einer Ehrensache gemacht.
Ihm gebührt das Lob!

Der Herr ist auferstanden, Hallelujah!

Harvest Bashta - Song Of The Lamb

Nachlesen kannst du die Auferstehungsgeschichte in allen vier Evangelien jeweils am Ende - Besonders zu empfehlen sind Matthäus 28, Lukas 24 und Johannes 21, an diese Kapitel ist dieser Post angelehnt.

Samstag, 19. April 2014

20. Balinger Rockfestival - die Hütte rockte!

via Facebook
Die Hütte rockte!

"Praise the Lord, God's in the house,
that's a reason to jump"
(Crushead)

Vergangenes Wochenende feierte das Balinger Rockfestival seinen 20. Geburtstag und meldete für beide Tage ausverkauft!

Bereits am Freitag, dem 11. April, luden die Veranstalter zum Konzert mit Albert Frey und Andrea Adams-Frey als Auftakt des großen Festivals ein.
In der Volksbankmesse begeisterten die beiden Lobpreismusiker das Publikum, welches den Altersdurchschnitt des gesamten Wochenendes um einige Jahre in die Höhe trieb, der Stimmung aber keinerlei Abbruch tat. ;)

Am Samstag stieg dann nach dem eher ruhigen Warm up die große Geburtstagsparty mit 4 nationalen und 3 internationalen Bands.
Schon ganz ungeduldig warteten die Besucher am Eingang auf den Einlass, der sich um einige Minuten verzögerte. Ein Bad in der Sonne machte es aber allen wartenden etwas einfacher, die Wartezeit zu überbrücken.

Den Anfang durften am Samstag die 4 Musiker von warumLila machen. Mit ihrer Crowdfunding Kampagne im Gepäck tourten sie im März durch's Land und hatten bis zum BRF schon die 50 % Marke geknackt. Und das wurde am Samstag natürlich auch gefeiert. Den Song "Metropole", den es auch auf ihrer Startnext Seite als kostenlosen Download gibt, spielten die 4 Mindener natürlich auch. Die Zuschauer gingen von Anfang an ab, da die Jungs ja schon längst keine Unbekannten mehr in der Gegend sind und sich eine gute Fanbase aufgebaut haben. Trotz kleiner Hänger, die wohl der Müdigkeit von einigen Wochen Tour und Studioarbeit zuzuschreiben sind, konnte die junge Band begeistern und bot den bestmöglichen Auftakt für die Jubiläumssause in Balingen.

 
Bevor es auf der Hauptbühne wieder laut wurde, spielten Stellar Kart ein kleines Ständchen auf der Akustikbühne und erzählten ein bisschen was über ihre neue EP "Frozen".
Die Akustikbühne sah in diesem Jahr etwas anders aus als in den letzten Jahren. BRF-Plakate der letzten 20 Jahre wurden in gold eingerahmt und aufgehängt, dazu hingen über dem Talkbereich 2 edle Leuchter. Nach dem kleinen Ständchen stellten sich die 4 Musiker noch den Fragen der Moderatoren, die spontan eingesprungen waren. Da Jo Koch aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, wurde Patrick Reusch, der an diesem Abend ja selbst noch die Bühne mit seinem musikalischen Können rocken durfte, von Boppi, Heike und Anna beim Moderieren und Interviewen der Bands unterstützt.


Auf der Mainstage machten sich bereits Good Weather Forecast bereit, die an diesem Tag ihre neue Remix-EP "Rebuild The City" releasten. 5 ihrer Songs haben sie für die EP remixt und beim Balinger Rockfestival im Dubstep/ Electro Style zum Besten gegeben. Auch wenn das nicht den Geschmack aller traf, der Großteil der Besucher ging trotzdem richtig gut ab und tanzte, was das Zeug hielt.
Während des Auftrittes bekam der Schweizer Eventprediger Andreas "Boppi" Boppart ein paar Minuten zum Predigen. Sehr passend zum Balinger Rockfestival, denn auch so ein Festival begann mal mit einem Traum, der sich weiterentwickelt hat zu dem, was es heute ist: eins der bekanntesten deutschen christlichen Rockfestivals.
Natürlich durfte auch ein Feature von LZ7 nicht fehlen, da die Bands ja schon seit längerer Zeit mehr als nur das Label verbindet.
Anlässlich der Geburtstagsfeier hatten GWF außerdem knapp 120 Muffins mitgebracht, die sie mit Hilfe ihrer Frauen sogar noch schön verziert hatten. Diese Muffins konnte man am Stand der Band käuflich erwerben. Der Erlös wurde an das Orgateam des BRF weitergegeben, die damit ein Schulfest in Balingen auf die Beine stellen wollen, bei dem die Schüler dieser Schule zusammen mit Good Weather Forecast rocken dürfen.

Auf der Akustikbühne hatten sich die Jungs von warumLila bereits ein Plätzchen gesichert. Im Interview stellte Boppi die Frage aller Fragen, aber auch er bekam als Antwort nur, dass das Geheimnis um den Hintergrund des Bandnamens auch weiterhin geheim bleiben wird. Wer weiß, vielleicht lüften sie doch noch irgendwann das Geheimnis. ;) Auch sie durften akustisch ran und überzeugten auch mit leiseren Tönen.

Zum feierlichen Anlass des 20. Geburtstages ließen Crushead es sich nicht nehmen, ihr 3. Comeback seit ihrem Ende vor 5 1/2 Jahren auf dem Balinger Rockfestival zu feiern. Angekündigt wurden sie von niemand geringerem als Fabi von Sacrety und Flo von GWF, für die Crushead zu ihren musikalischen Vorbildern gehört. Der Auftritt der selbsternannten "Dinosaurier" war sicherlich auch ein Grund dafür, dass das BRF mit rund 2000 Besuchern ausverkauft war, den viele "Crushkids" (Fans von Crushead) versammelten sich bereits gleich, nachdem GWF ihren letzten Song gespielt hatten, vor der Bühne um einen der begehrten Plätze in der ersten Reihe zu ergattern. Das Publikum gab alles, genauso wie die Band, und rockten gemeinsam die Halle. Mit Songs wie "Reason To Jump" oder "Crushkids" konnten Sie nochmal die Herzen ihrer Fans höher schlagen lassen, aber vielleicht auch den einen oder anderen neuen Fan gewinnen. Jemand, der die Band noch nie live erlebt hatte, konnte direkt umgehauen werden: knapp 2000 Mann sprangen und sangen geschlossen zu der offensichtlich zeitlosen Musik. Crushead selbst hingegen machten den Anschein, als hätten sie nie aufgehört, die großen Bühnen zu rocken.

Dann war es wieder mal Zeit für eine Umbaupause, die man nutzen konnte, um draußen frische Luft zu schnappen, sich etwas zu essen zu holen, sich mit diversen Merchandise Artikeln einzudecken oder aber eben wieder im hinteren Teil der Halle etwas ruhigere Musik zu genießen. Dass Good Weather Forecast auch anders können, bewiesen sie in dieser Umbauphase auf der Acousticstage mit einem gelungenen Cover des Michael Jackson Hits "Beat It". Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei wieder von Boppi am Akkordeon. Und wer weiß, vielleicht nehmen sie den Prediger und seine Quetschkommode mal mit auf Tour. ;)

Eine weitere Band, die das Balinger Rockfestival als ihr "Zuhause" bezeichnen kann, ist Sacrety, die wie GWF quasi schon zum Inventar gehören. Dass das für sie ein Heimspiel war, konnte man unter anderem an dem großen Banner erkennen, auf dem "Heimspiel" stand. Dieses Banner wurde nach einem fulminanten Intro, das an die Championsleague-Titelmelodie erinnerte, gelüftet, mit Stadionfeeling und euphorischer Stimmung begannen sie ihr Set. Die neuen Songs wie "Pull Ourselves Together" und "We Are The Ones" konnten inzwischen schon von großen Teilen des Publikums mitgesungen werden, "Shut Up" feierte sogar einjähriges Bühnenjubiläum. Der brandneue Hit "Take Me Home", der zum BRF seine Premiere erlebte, fand sofort großen Anklang und nach kurzer Zeit konnte der Refrain zumindest bruchstückhaft von den Zuschauern wiedergegeben werden. Die neue Setlist begeisterte durch und durch, da doch neben der mitreißenden Musik auch die Texte stimmten. Die Zugabe durfte auch nicht fehlen: "Hold On Tight" wird also der neue letzte Hit sein. (;

Alle Crushead Fans konnten nun ihre Lieblingsband nochmal akustisch hören. Wer den Song "Yes" bis dahin vermisst hatte, der kam nun auf seine Kosten. Im Interview verriet Frontman Patrick, dass er es ganz cool finden würde, beim 50. Balinger Rockfestival im Rollstuhl oder mit Rollator nochmal aufzutreten. Mit Boppi schwelgten sie aber auch in alten Erinnerungen des Tourlebens.

Nun war es endlich Zeit für den ersten internationalen Act des Festivals. Stellar Kart, die bereits zum Beginn schon auf der Sidestage einen kleinen Vorgeschmack gaben, stürmten nun die Bühne. Pop-Punk vom Feinsten. Mit dabei hatten sie eine gute Mischung aus alten Songs und aktuellen Stücken ihres Albums "All In". Vor wenigen Tagen erschien ihre neue EP "Frozen", die Songs des gleichnamigen Films enthält - diese spielten sie aber nicht. Auch wenn die Amerikaner schon längere Zeit nicht mehr in Deutschland waren, so wussten sie doch, mit eingängigen Texten, Melodien mit Ohrwurmpotential und animierender Bühnenshow das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Auf der Bühne im hinteren Teil der Halle warteten dann schon Fireflight, die unter anderem ihren Song "Escape" zum Besten gaben. Im Interview erzählten sie, was sie außer Musik sonst noch so machen, wie z.B. Drummer Adam, der Möbel baut, oder Sängerin Dawn, die sich bei sozialen Projekten engagiert. Nach den Interviews bekamen die Besucher des Festivals dann noch die Chance Bilder mit den jeweiligen Bands Erinnerungsfotos zu schießen. Dieses Angebot wurde rege genutzt.

Keine Unbekannten in Balingen sind auch LZ7, die bereits im letzten Jahr richtig einheizten. Sie spielten bekannte Lieder wie "27 Million" in der Remix- Version, aber auch einige neue wie "Aftershow", "Give Out The Love" und "Symphony". "Strobot" durfte an so einem Abend aber natürlich auch nicht fehlen. Und ohne großes Bitten machte das Publikum im Refrain mit und tanzte die Choreografie der Dancehall-Formation aus Manchester mit. Ein besonderes Highlight war, dass Lindz die feiernde Meute in Balingen aufforderte, Teil eines neuen Videos der Band zu werden.

Nachdem die Moderatoren das eine oder andere mal den Punktestand der Fußballspiele durchgaben, war es nun Zeit für Sacrety die Acousticstage zu entern; und das natürlich im Fußballtrikot! Sie durften leider aufgrund eines Hängers im Zeitplan nur einen Song akustisch spielen, bereiteten aber dafür umso mehr Freude mit all ihren Antworten - leider müssen die Fans immer noch auf den heiß ersehnten Releasetermin für das bereits fertige Album warten.

weitere Fotos findet ihr auf Time Passed By Photography
Die Zeit schritt voran und so war es nun Zeit für den Headliner des Abends: Fireflight. Die Rock-Band aus Florida war kurzfristig als Ersatz für Disciple, die aus diversen Gründen ihren Auftritt ziemlich überraschend absagten, eingesprungen. Die meisten Lieder, die sie spielten, stammten von ihrem aktuellen Album "Now". Derzeit arbeiten sie aber an einem neuen Album, welches sie wie derzeit viele andere Bands mittels Crowdfunding finanzieren wollen. Nachdem sie einigen schon vom Himmelfahrts- Festival des letzten Jahres bekannt waren, konnten sie nun schnell begeistern, zumal die einmalige Stimmlage von Sängerin Dawn in Verbindung mit den Riffs und der ausgereiften Bühnenshow eine Nummer für sich waren. Auch das Drumsolo riss die Massen mit. in letztes Mal konnte man sich so richtig auspowern. Die Bruchstückhaften, aber dann sehr exakten Deutschkenntnisse von Dawn machten die Band umso sympathischer.

Als letztes betraten dann auch LZ7 die Akustikbühne und stellten sich den Fragen der Moderatoren. Mal ganz anders und mit Unterstützung von Johnny und Timo von GWF performten sie dort u.a. das Lied "Beautiful Exchange". Die Briten standen noch lang nach dem Interview mit ihren Fans vor der Unplugged- Bühne, um Fotos zu machen.

Das Balinger Rockfestival wurde dann von Stellar Kart gebührend mit einem kleinen Lobpreiskonzert abgeschlossen. Viele nutzen nochmal das Angebot, Gott ganz konkret mit bekannten Lobpreisliedern für diesen sehr gelungenen Abend zu danken.

Dass die Message beim BRF nicht zu kurz kommt, weiß man. Ein besonderes Highlight ist aber immer noch der Jugendgottesdienst am Sonntag in der Kirche in Erzingen. Dieser besondere Gottesdienst stand unter dem Motto "Follow Me" zu dem Boppi noch einmal predigen durfte und Good Weather Forecast den Lobpreis leiteten.

In Zeiten in denen die Besucherzahlen von christlichen Festivals rückläufig sind, ist es ein besonderes Privileg, ein ausverkauftes Event zu haben.
Danke an alle, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass der 20. Geburtstag des Balinger Rockfestivals so gebührend gefeiert werden konnte.
Wir haben es sehr genossen, dort gewesen zu sein und wünschen dem Orgateam für die nächsten 20 Jahre viel Kraft beim Organisieren des Festivals und Buchen der Bands und natürlich noch ganz viele weitere ausverkaufte BRF's.

Freitag, 18. April 2014

Ostern - Vergebungssache

Gestern haben wir über Jesus' Gefühle vor der Verhaftung nachgedacht, erinnerst du dich?
via http://sunday-news.wider-des-vergessens.de/?p=9949
Jetzt ist es also so weit: Jesus wird abgeführt. Mit Stöcken und Schwertern kommt eine ganze Schar römischer Soldaten um ihn einzusperren. Einer seiner Jünger, Petrus, will ihn noch verteidigen, schlägt einem der Wärter mit einem Schwert das Ohr ab - und Jesus heilt ihn?! Ja, er heilt den Verletzten, weil er die unendlich große Gabe der Vergebung hat. 
Jesus geht mit den Soldaten, "damit die Schrift erfüllt wird", wie er selbst sagt. Seine Jünger verstehen die Welt nicht mehr, bekommen es mit der Angst zu tun, fliehen, wo sie doch vorher noch getönt haben, sie würden bis in den Tod mit Jesus gehen. Jetzt sind sie alle weg.
Jesus wird vor die Hohepriester geführt. Diese fragen ihn, ob er wahrhaftig der Sohn Gottes sei - als Jesus das bestätigt, erklären sie ihn für schuldig der Gotteslästerung. Während Jesus bei den Hohepriestern verhört wird, wartet draußen Petrus, der sich unters Volk gemischt hat. Dreimal wird er gefragt, ob er nicht einer von den Jüngern sei. Dreimal sagt Petrus "nein". Dann kräht der Hahn. Auch diese Prophezeihung hat sich also erfüllt. Petrus kann es nicht fassen, dass es so weit kommen konnte, und versteckt sich endgültig. 
Weil sich nun die Pharisäer aufgrund des Passahfestes nicht unrein machen wollen, schicken sie Jesus zum Statthalter Pilatus. Der soll Jesu Hinrichtung anordnen, aber zögert. Wieso das? Eigentlich müsste ihm jeder ein Dorn im Auge sein, der die Autorität des Kaisers anzweifelt oder in der römischen Besatzung Unruhe stiftet. Auch Pilatus fragt Jesus: "Bist du der König der Juden?" Als Antwort erhält er ruhig und bestimmt den Satz: "Du sagst es." Pilatus ist verunsichert. Warum sollte er den verurteilen, den die Juden als ihren König ansehen? Er stellt die Menschenmasse, die sich inzwischen lautstark vorm Statthalterpalast bemerkbar macht, vor die Wahl: der Verbrecher Barrabas oder Jesus?
Und sie schreien nur: Lasst Barrabas frei! Kreuzigt Jesus, kreuzigt ihn!
Nur wenige Tage vorher war Jesus glorreich in Jerusalem empfangen worden, und jetzt verabscheuen ihn die Leute. Wie kann so etwas so schnell geschehen? So ohne weiteres geht das nicht. Auch da hatte Gott seine Finger im Spiel, er hat das alles so gelenkt - denn Jesus muss am Kreuz sterben. Für und vor allem wegen uns.
Pilatus beugt sich schließlich etwas widerstrebend der Masse, denn eigentlich will er mit dem Tod eines Unschuldigen nichts zu tun haben. Jesus wird gegeißelt, sie binden ihm eine Krone aus Dornen und drücken sie ihm auf den Kopf. Er selbst leidet, vor allem wo er doch weiß, dass das schlimmste erst noch kommt. 
Nach dieser Tortur, völlig entkräftet, schicken sie Jesus auf den Weg nach Golgatha. Er trägt sein Kreuz (besser gesagt den Querbalken des Kreuzes, dieser allein war aber schon höllisch schwer) so gut es geht, dann muss ihm trotzdem noch geholfen werden. Simon von Kyrene nimmt Jesus sein Kreuz für ein Stück des Weges ab. Vermutlich war Jesus dafür dankbar, vor lauter Erschöpfung aber nicht in der Lage, das zu zeigen. Auf Golgatha angekommen, wird Jesus ans Kreuz gehängt. Selbst die Bibel hält sich da recht knapp und wir sagen auch recht lasch daher: Jesus ist ans Kreuz gegangen für unsere Sünden. Ganz so einfach war das nicht, denn niemand "geht mal eben so ans Kreuz" zum Sterben, das ganze war eine extrem langwierige und ziemlich heftige Art des Todes.
via gekreuzsiegt.blogspot.de
Die Nägel waren zum einen ziemlich lang und dick - schließlich mussten sie ja einiges an Massen halten. Dass sie auch wirklich fest hielten, wurden sie nicht durch die Handflächen geschlagen, da sie dort zu schnell rausgerissen worden wären. Sie wurden durchs Handgelenk getrieben, dass der Verurteilte richtig stabil hing. Eine extrem unangenehme Vorstellung, die Schmerzen müssen höllisch gewesen sein. Ähnlich wurde bei der Fixierung der Füße vorgegangen, denn auch da wurden die Nägel durch die Fußgelenke geschlagen. Um die Qual noch weiter zu verlängern, wurde den Verurteilten manchmal noch eine Stütze unter die Füße ans Kreuz angebracht. Moment, zur Verlängerung des Todeskampfes? Ja, richtig - denn ein Gekreuzigter starb nicht am Blutverlust. Er erstickte. Kläglich. Stell dir vor, Jesus hing da unter tierischen Schmerzen stundenlang am Kreuz. Ausgestreckt und bewegungsunfähig verließ ihn langsam die Kraft. Immer wieder muss er sich hochstützen oder -ziehen, um erneut Luft zu holen, da das in dieser Position mehr oder weniger frei aber doch fixiert hängend immer schwieriger wurde. Das verursachte nur noch mehr Schmerzen, die noch mehr der wertvollen Kraft raubten. So zog sich der Todeskampf bestenfalls Stunden - schlimmstenfalls Tage. Wenn die Angehörigen das alles beschleunigen wollten, ließen sie dem Verurteilten die Beine brechen, dass er direkt zusammensackte und der Erstickungstod sich nicht mehr ewig zog. Bei Jesus war das nicht der Fall. Man reichte ihm lediglich Essig zu trinken, um ihm wenigstens noch ein bisschen Flüssigkeit zuzuführen. 
In seinem Todeskampf musste er nun noch den Spott seiner Gegner ertragen: "Wenn du Gottes Sohn bist, so komm doch heruntergestiegen! So vielen hat er geholfen, aber selbst kann er sich nicht helfen." 
Jesus Ende ist gekommen. Der Himmel verdunkelt sich - mitten am Tag. Jesus schreit "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Es muss ein furchtbares Gefühl sein, zu spüren dass Gott von einem weicht, man in den Händen der Sünde liegt. Wenn trotz allem Glauben auf einmal die Gewissheit da ist, dass man allein ist, von keinem mehr gehört wird. Abgeschrieben ist. Und Jesus hatte dieses Gefühl nicht nur für kurze Zeit, in diesem Moment wurde er für ganze drei Tage von allem verlassen. Von Gott, von den Menschen.
Plötzlich beginnt die Erde zu beben. Ein Sturm zieht auf, der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste abschirmt, zerreißt in der Mitte. Was zuerst furchtbar klingt, ist das Zeichen der Befreiung: Das Allerheiligste, das Haus Gottes, ist nicht länger vom weltlichen Leben getrennt. Jesus öffnet uns die Tür ins Allerheiligste.
Er tut seinen letzten Atemzug am Kreuz und verstirbt mit den Worten: "Es ist vollbracht."

Auch hier gibt es ein Lied zu der Geschichte, Wolves At The Gate haben es auf einmalige und tief treffende Art und Weise geschafft, Jesus' Kreuzesweg zu beschreiben. Lies den Text mit, versuch ihn zu verstehen. Dann kann er dich auch zutiefst bewegen.
Wolves At The Gate - Man Of Sorrows

Stunden des Leidens waren vorüber. Die Bibel bezeugt, dass nach diesem Tod, der so anders war als die vielen Kreuzigungen vorher, sogar ein römischer Hauptmann der Überzeugung war, dass Jesus wahrhaftig Gottes Sohn gewesen ist. 
Und das war er wirklich. So wie Jesus gestorben ist, kann kein Mensch sterben. Er ist auch nicht einfach gestorben; Er wurde auf übelste Art und Weise hingerichtet. Wenn man sich das genau überlegt und an den Ablauf einer Kreuzigung denkt, bekommt das sonst so blumig glorifizierte Osterfest einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Aber es ist wichtig, die Qualen im Hinterkopf zu behalten, um dieses Opfer wirklich wertschätzen zu können.
Mit Jesus wurde wahrhaftig Gott von der Welt gerissen. Für uns Menschen wurde damit aber der Weg ins ewige Leben geöffnet. Gott hat vergeben. Indem er Jesus verlassen hat, hat er ihm alle Schuld der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft aufgebürdet und uns vergeben. 
Auch Jesus ist für uns selbst in der Situation seines Todes noch Vorbild: Er spricht einen seiner Mitgekreuzigten frei von aller Sünde, verspricht ihm das Paradies. Auch seine Peiniger werden gereinigt: "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" fleht er, glaubt an Gottes Gnade, und das, obwohl Gott selbst ihn schon verlassen hatte. 
Mit dieser Tat macht Jesus Ostern zur Vergebungssache. Auch wir sollten wieder lernen, mehr zu vergeben. Sollten darum bitten, dass Gott uns, allen denen wir Unrecht tun und allen die uns Unrecht tun, Vergebung schenkt. Denk auch später noch an Ostern als Vergebungssache.

Nachlesen kannst du die Kreuzigungsgeschichte zum Beispiel im Matthäusevangelium ab Kapitel 27, im Lukasevangelium ab Kapitel 22, 54 und im Johannesevangelium ab Kapitel 18. An diese Texte ist der Post angelehnt.

Donnerstag, 17. April 2014

Ostern - Vertrauenssache

via kirche-hamburg.de
Heute ist Gründonnerstag. Wir denken Jahr um Jahr im Frühjahr an Jesu Tod - die Ostergeschichte haben wir schon so oft gehört, dass uns das alles irgendwie ganz selbstverständlich vorkommt.
 Jesus geht ans Kreuz und stirbt für unsere Sünden, ist doch logisch. Wir nehmen dieses Ereignis als so selbstredend hin, dass wir gar nicht mehr realisieren, was eigentlich dahintersteckt. Ich möchte die Chance nutzen, die Ostergeschichte einmal etwas näher zu beleuchten.

Jesus war mit seinen Jüngern jetzt einige Jahre unterwegs gewesen und um ihn hatte sich eine große
Nachfolgerschaft angesammelt. Viele von ihnen hatten die Wunder gesehen, die Jesus getan hatte, hatten gehört, was er gesagt hatte, fühlten die Liebe und die Güte, die er ausstrahlte. Das alles gipfelte darin, dass Jesus umjubelt von hunderten Menschen wie ein König in Jerusalem willkommen geheißen wurde. Dort will er mit seinen 12 engsten Vertrauten, den Jüngern, gemeinsam das Passahfest feiern. Dieses Fest erinnert an die Befreiung des Volkes Israels aus der ägyptischen Sklaverei - ein erster Hinweis auf die Befreiungstat, die Jesus vollbringen wird.
Schließlich ist es so weit, die 13 Männer feiern gemeinsam Abendmahl. Jesus weiß, was nun alles auf ihn zukommt, und möchte seine Jünger darauf vorbereiten: Er bricht mit ihnen das Brot und sagt: "Dies ist mein Leib, nehmt und esst." Außerdem segnet er den Wein mit den Worten: "Trinkt; dies ist mein Blut, das zur Vergebung der Sünden vergossen wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Außerdem macht er weitere Andeutungen, dass sie ihn bald nicht mehr sehen werden, er aber wiederkommen wird. Er wäscht ihnen sogar als Zeichen der Demut die Füße. Die Jünger sind in dieser Situation sehr wie wir: Ziemlich starrsinnig und unverständig. Sie verstehen nicht, was Jesus meint. Als er jedoch deutlich sagt, dass einer von ihnen ihn verraten wird, werden sie hellhörig und fragen, wer von ihnen es sein wird; Judas wird derjenige sein, und gleich nach dem Abendmahl verschwindet er, um Jesus für die bereits gezahlten 30 Silberstücke zu verraten.
Wie furchtbar muss es sein, zu wissen, dass man verraten werden wird, und wer einen verraten wird? Ich als Mensch finde es schon furchtbar, im Nachhinein zu erfahren, wenn ich hintergangen wurde. So ein Freundschaftsbruch macht traurig und verletzt. Wie muss es da Jesus gegangen sein? Er wusste es schon vorher und hat Judas Iskariot doch bis zuletzt wie einen guten Freund behandelt.
via cyberhymnal.org
Jesus geht schließlich, als das Abendmahl beendet war, mit seinen drei engsten Freunden Petrus, Jakobus und Johannes in den Garten Gethsemane, um zu beten. In dieser Situation merkt man, Jesus hat im wahrsten Sinne des Wortes höllische Angst vorm Sterben und absolut keine Lust auf das, was ihm bevorsteht. Jesus selbst sagt: "Meine Seele ist betrübt bis an den Tod, bleibt hier und wacht mit mir." Dann geht er ein Stück weg, setzt sich und beginnt zu beten. Er betet vermutlich so, wie selten jemand von uns je gebetet hat; in der tiefsten Angst wendet er sich an seinen Vater und fleht "Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen" - Jesus ist am Ende. Vermutlich hat er in dieser Situation weniger Angst vorm Tod als vor dem, was ihn danach erwartet: die Hölle. Jemand hat sich die Hölle mal nicht als Feuersbrunst vorgestellt, sondern als winzig kleinen Raum, in den man gerade so zusammengehockt hineinpasst vorgestellt, mit einer Leuchtstoffröhre, die permanent flackert und brummt. Dem unendlich lang ausgesetzt zu sein, macht wahnsinnig. Dieser Wahnsinn erwartete auch Jesus. Nur dadurch sind wir von unserer Sünde gereinigt.
Aber kommen wir zurück in den Garten Gethsemane: Angriffen des Teufels hatte sich Jesus in seinem Leben erwehrt, die listigen Pharisäer immer wieder durchschaut, vielen Menschen geholfen und Wunder getan, und jetzt sollte er einfach so dafür sterben? Das alles klingt auch sehr widersinnig und eigentlich unverständlich. Vermutlich würde jeder Mensch an dieser Stelle die Segel streichen und das Weite suchen - Jesus aber nicht. Er sagt: "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe, Herr."
Wieder gestärkt geht er zurück zu seinen Jüngern. Die findet er schlafend vor. Ich kann mir vorstellen, dass
die kurze Stärkung schnell wieder verflogen war, als er sah, dass die drei es keine Stunde geschafft haben, wach zu bleiben. "Tolle Freunde..." würde ich traurig denken. Jesus weckt sie und beschwört sie, ebenfalls zu beten, warnt sie vor Anfechtung. Er selbst zieht sich wieder zurück und betet erneut zu Gott. Die Jünger schlafen inzwischen wieder ein. Diesmal lässt Jesus sie, und weckt sie erst, nachdem er zum dritten Mal zu Gott gebetet hatte und alles vor ihn hingelegt hatte. Ganz ruhig sagt er nur: "Die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. Steht auf, lasst uns gehen! Er ist da, der mich verrät."
Wie Jesus sich in diesen Stunden gefühlt haben muss, ist für uns als Menschen unbegreiflich - und trotzdem gibt es ein eindrucksvolles Lied über diese Gefühlslage, die die Verzweiflung des Mannes deutlich macht, den wir verehren und dem wir unser Leben verdanken:

Tobias Hundt - Gethsemane


via fotocommunity.de
Jesus wird schließlich abgeführt, verraten durch den Kuss eines ehemaligen Freundes, der sich schließlich aus Gram darüber das Leben nimmt. Jesus hat inneren Frieden gefunden. Das Gebet zu seinem Vater hat ihn gestärkt, die Bibel spricht sogar von einem Engel, der ihm Kraft schenkte. Er weiß immer noch, was ihm bevorsteht, er ist nicht blind gegenüber dem, was kommt. Aber er vertraut. Mit allem was er ist und was er hat vertraut er Gott, seinem Vater, legt ihm alle Ängste, Zweifel, Anfechtungen und schließlich sein ganzes Leben in die Hand. Jesus nimmt sich zurück, stellt sich an die Nummer zwei.

Dieses Vertrauen ist so groß, dass es für einen Menschen fast schon unbegreiflich ist. Und dennoch sollten wir uns dieses Vertrauen zum Vorbild nehmen und selbst aneignen. Jesus ist der eindeutige Beweis, dass Gebet wirkt und der Glaube an Gott stärker ist als alles andere auf der Welt.

Jesus macht Ostern zur Vertrauenssache - ein anderer Ansatz an die Ostergeschichte, aber ein lohnenswerter. Lass uns unser Leben auch zur Vertrauenssache machen und es voll und ganz Gott überantworten.

Die Geschichte vom letzten Abendmahl und Jesu Verhaftung kannst du z.B. im Matthäusevangelium ab Kapitel 26, 14 und im Johannesevangelium ab Kapitel 16 nachlesen. Diese Texte wurden für den Post genutzt.

Dienstag, 15. April 2014

Musikvideo: KB feat. Andy Mineo - 100

via facebook
Gibst du immer 100% oder läufst du manchmal auf Sparflamme? Um diese 100% geht es im Song "100"  von KB feat. Andy Mineo, die Singleauskopplung der aktuellen und gleichnamigen EP des floridarischen Rappers KB.

Im Video sieht man neben Andy Mineo, der die Hook rappt, und KB auch weitere Personen wie einen jungen Mann der in einem Fastfood Restaurant arbeitet und neben Gäste bedienen auch den Abwasch macht. Oder eine junge Frau über einer Menge Bücher und Zettel und später mit dem Collageabschluss und in typischer Robe gekleidet. Auch ein Boxer beim Training ist zu sehen der vom Seilspringen bis zum boxen alles gibt.

KB rappt davon, dass er lieber im Dschungel, in Nimba oder Liberia wäre und im Willen Gottes, als irgendwo anders und ohne den Willen Gottes. Selbst ein schnelles Auto, wie einen neuen Bugatti, würde er ablehnen, weil ihm der Glaube an Gott über allem anderen steht.
"OK, our God's never failing / Ain’t nothing you can tell Him / Yes He's the generous type […] No our God won't fail us / We know from where our help comes - OK, unser Gott, der nie versiegende / Es gibt nichts, was du ihm nicht sagen kannst / Ja, er ist der großzügige Typ [...] Nein, unser Gott, wird uns nicht enttäuschen / Wir wissen, von wo aus unsere Hilfe kommt"

Es ist egal ob wie Burger wenden oder Häuser verkaufen, denn unsere Bankkonten bedeuten nichts wenn er kommt. Wir versuchen das Beste, was wir können und Rasten, damit die Welt sehen kann, dass er es getan hat.
"I just wanna hear that / Well done my faithful servant / A life full of push back / At that moment will all be worth it / Cause my work is worship / And when He comes back for His church all over the earth / We’ll be given no less than what He gave us first / 100 - Ich will einfach nur hören, / Gut gemacht mein treuer Diener / Ein Leben voller zurüclstoßen / In diesem Moment wird es sich alles gelohnt haben / Weil meine Arbeit ist Anbetung / Und wenn er zurückkommt für seine Kirche auf der ganzen Erde / Werden wir nicht weniger geben als das, was er uns zuerst gab / 100"

100 möchte Gott von uns. Nicht nur 20 oder 50, sondern 100 - unser ganzes Leben und nicht nur einen kleinen Teil. Gott möchte in allen Lebensbereichen zu jeder Tageszeit in uns sein und uns führen. Geben wir ihm 100, wird er uns sein Bestes geben. "All I really know is 100 nothin' less"


KB feat. Andy Mineo - 100
 


Montag, 14. April 2014

Impuls für deine Woche

via luellemann.de

"Betet ohne Unterlass!"
1. Thessalonicher 5,17


Autsch! Das habe ich doch heute wieder nicht geschafft! Mist, immer noch nicht! Oh Mann, was hätte sich schon alles ändern können, wenn ich jetzt gebetet hätte! Immer mach ich alles falsch! Gott hat mich jetzt bestimmt auch nicht mehr lieb!

Ja, das war etwas überspitzt, aber gib es doch zu: Wir alle denken mal so, vor allem, wenn wir diese Stelle im Hinterkopf haben. Aber ganz ehrlich: Keiner ist perfekt ;-) Und auch Paulus, der diese drei Worte an die Thessalonicher geschrieben hat, hat bestimmt nicht ohne Unterlass gebetet, da rutscht bestimmt auch mal ein Gedanke dazwischen, der kein Gebet ist.

Was er damit aber sagen wollte: Versucht, so viel wie möglich mit Gott zu reden. Das muss nicht mal was Hochtrabendes sein! Er freut sich einfach, von dir zu hören. Ohne Zwang, ohne Druck. Und es stört ihn auch nicht, wenn du ihn mal anschweigst :-)

Samstag, 12. April 2014

Wolves At The Gate im Interview

via Facebook
Click here to read it in Englisch.

Zur Christmas Rock Night in Ennepetal geben sich Jahr für Jahr internationale Künstler die Klinke in die
Hand - auch die, die sonst (leider) nicht so häufig in Deutschland zu Gast sind. Wir haben die Chance genutzt, und Wolves At The Gate aus den USA ein paar Fragen gestellt.

CDs:
Pulled From The Deep (EP, 2009)
We Are The Ones (Album, 2011)
Captors (Album, 2012)
Back To School (EP, 2013)

Die vier standen uns ausführlich Rede und Antwort auf alle Fragen:

Bitte stellt euch erst einmal kurz vor.
Stephen: Ich bin Stephen, ich singe und spiele Gitarre.
Ben: Ich bin Ben und spiele Bass.
Nick: Ich bin Nick und ich singe.
Dylan: Und ich bin Dylan und spiele Schlagzeug.

Beschreibt die Band ein einigen Sätzen.
Stephen: Wir sind Wolves At The Gate und wir machen Post- Hardcore Musik. Wir sind seit fünf Jahren unterwegs und das ist unser drittes Mal in Deutschland.

Wie würdet ihr eure Musik umschreiben? Habt ihr irgendwelche besonderen Merkmale, die sie einzigartig machten?
Stephen: Wir fallen definitiv in ein recht hartes Musikgenre aber unsere Musik beinhaltet wesentlich mehr Clear- Gesang als es bei anderen Bands der Fall ist. Wir sind da hineingewachsen, melodischen Gesang zu hören und zu genießen. Unsere Musik wird durch Bands wie "Blindside", "As Cities Burn" und "Thrice" beeinflusst. Diese Bands sind alle hart, haben aber einen großen melodischen Einfluss. Das ist etwa das, was unsere Musik ausmacht und ausgebildet hat.

Ihr seid nicht das erste mal in Deutschland. Was gefällt euch am besten und gibt es große Unterschiede zu den USA?
Stephen: Der Kaffee ist stärker. (;
Ben: Ja, ich liebe den Kaffee.
Nick: Das Essen ist fantastisch. Es schmeckt sehr natürlich. In Amerika gibt es sehr viele Fertigprodukte und hier fühle ich mich nicht, als würde ich Müll essen.
Ben: Das Essen ist sehr, sehr gut.
Stephen: Ein weiterer Unterschied ist die Art Fleisch, die ihr esst. Für euch Deutsche ist es ganz normal, das zu essen, aber in den Vereinigten Staaten ist es völlig unüblich, viel Lamm oder Schwein zu essen, zumal die Zubereitung hier total anders ist als in den USA. Das ist cool, denn wir alle lieben es, Fleisch zu essen.
Ben: Ja, wir sind alle große Fleisch- Esser (;
Stephen: Und hier bereiten sie es auf eine Art und Weise zu, wie man es in den Vereinigten Staaten nicht bekommt.
Ben: Abgesehen davon, die Leute sind super. Ich glaube, das ist eine meiner Lieblingseigenschaften: man hat einfach die Chance alle möglichen unterschiedlichen Leute zu treffen. Hier auf dem Festival sind nicht nur Menschen aus Deutschland, sondern auch aus Holland und anderen Nachbarländern. Es ist immer sehr interessant, so viele Leute aus unterschiedlichen Nationen zu treffen.
Stephen: Die Kultur ist in vielerlei Hinsicht sehr unterschiedlich von den USA, was großartig ist. Eins der Dinge, die ich mitbekommen habe ist, dass Deutsche sehr viel ehrlicher sind als Amerikaner. Diese Ehrlichkeit ist manchmal hart, aber manchmal tut es auch sehr gut, das so zu hören. Wir hören hier regelmäßig von den Besuchern "Ja, ich mag eure Musik" oder "Nein, ich mag euch nicht". In Amerika sagen die Leute "Oh, ich finde euch toll", aber tatsächlich tun sie das gar nicht, sie wollen einem nur ein gutes Gefühl geben. Ich würde von ihnen lieber die Wahrheit hören. An Deutschland ist das ziemlich cool, manchmal hilft da sicherlich auch die Sprachbarriere, dass sie einfach nicht verstecken können, was sie fühlen.
Nick: Ja, das ist gut.
Ben: Es ist schon etliche Male vorgekommen, dass hier jemand nach der Show zu uns gekommen ist und meinte: "Naja, ihr habt nicht sehr gut geklungen". Das ist echt toll! (Alle lachen) Tatsächlich hört man solche Sätze in den Staaten nie, jeder sagt: "Oh, ihr klangt großartig! Es war perfekt, klang genauso wie auf der CD!" und ich denk dann nur: "Nein. Ich weiß selbst, dass wir nicht wie auf der CD klangen. Wir haben sie aufgenommen, es klang nicht so. Mein Bass hat die ganze Zeit nicht funktioniert!" Deutsche sind in dieser Hinsicht viel ehrlicher, nach dem Motto "Oh, es klang schrecklich. Aber es war immer noch gut" (lacht) "Ich habe es immer noch genossen, aber es war furchtbar."

Was ist typisch amerikanisch?
Ben: Also einfach Sachen, die einem bei dem Wort "amerikanisch" einfallen? Naja, ich denke mal McDonalds. (alle lachen)
Nick: Und WalMart.
Ben: Ja, McDonalds und WalMart sind zwei große Sachen.
Stephen: Ich denke hauptsächlich an viele dieser amerikanischen Rockbands, wie die Foo Fighters. Ich finde, sie sind sehr amerikanisch. Das ist eine gute erwähnenswerte Band, wenn man amerikanische Musik hört.
Ben: Ich denke da eher an diese stereotypischen amerikanischen Sachen wie Countrymusik.
Stephen: Ooh, darüber will ich garnicht nachdenken...
Ben: Nein, ich auch nicht... aber ich befürchte das ist es, woran Leute denken wenn es heißt "Oh ja, Amerika". Countrymusik, Super-Pop-Musik... Britney Spears, Hollywood... Das ist wovon ich annehme, dass die Leute daran denken wen sie an Amerika denken.
Nick: Hoffentlich nicht.
Ben: Wir entschuldigen uns dafür.
Nick: Wir entschuldigen uns für Amerikas Benehmen.
Stephen: Wie zum Beispiel furchtbare Reality- TV- Shows... Die Sache ist, dass die Amerikanischen Sendungen überall hin exportiert werden. Ich habe noch nie eine deutsche Fernsehsendung im Ausland gesehen aber ich weiß, dass Shows wie "Jersey Shore" international über MTV ausgestrahlt und angeschaut werden. Ich bin aus New Jersey und habe auch Italienische Wurzeln, da fühlt man sich wie "Suuuper, die ganze Welt denkt, ich bin ein Idiot. Aus New Jersey und Italiener." Das ist Amerika. Wir zeigen unsere Idioten im Fernsehen.

Auch wenn ihr schon ein bisschen was dazu gesagt habt: gibt es irgendwelche Unterschiede zwischen amerikanischen und deutschen Fans?
Nick: Meiner Meinung als Frontmann nach ist es sehr cool zu sehen, wie die deutschen Zuschauer interagieren, weil die Amerikaner das, was sie hören, sehr auseinandernehmen. Wenn sie es lieben, gehen sie mit, aber wenn sie es nicht mögen, dann hängen sie halt einfach nur da rum und stehen hinten. Wenn deutsche Fans vor allem eine härtere Band vor sich auf der Bühne haben, gehen sie einfach immer mit. Wir haben uns gestern Fallstar angeschaut und ich schwöre, dass da ungefähr hundert Mann in dem Circle Pit waren. Das war unglaublich. Es ist immer wieder großartig, hierher zu kommen und dieses Festival zu spielen, weil die Leute so dankbar sind. In Amerika gehen sie vielleicht auch aufgeregt nach hause, aber das ist kein Vergleich zu dem hier.
Ben: Das, was ich an unseren deutschen Fans am meisten Schätze ist, dass sie jedem eine Chance geben. Die meisten amerikanischen Leute, die zu einem Konzert gehen, wollen eine Band nicht sehen, wenn sie nie zuvor von ihr gehört haben. Sie würden rausgehen und vor der Location mit ihren Freunden rumhängen. Als wir zum ersten Mal auf diesem Festival hier gespielt haben, wusste wahrscheinlich noch niemand in Deutschland, wer wir waren. Trotzdem waren da echt viele Menschen, die vor der Bühne standen und unsere Show angeschaut haben, sie haben uns immerhin eine Chance gegeben, indem sie unsere Musik angehört haben, und zwar nicht nur einen Song, sondern das ganze Set. Manche mögen es vielleicht nicht, und sie sagen dir auch, dass sie es nicht mochten, was ich anerkenne. Aber sie hatten trotzdem die Einstellung: "ich habe es mir angesehen." Sie haben uns eine Chance gegeben.
Nick: Sie sind sehr aufrichtig.
Ben: Sie sind Musikliebhaber. Sie hören viele unterschiedliche Musikrichtungen und hören sich jedes Genre erst genau an, bevor sie sich ein Urteil darüber erlauben. Das ist cool.

Was war euer schönstes oder beeindruckendstes Banderlebnis?
Nick: Wir konnten den Grand Canyon sehen. Das war echt großartig.
Ben: Der Grand Canyon in Arizona. Wir haben dort letzten November einen Zwischenstopp eingelegt, also vor etwas mehr als einem Jahr. Wir hatten da einen Tag frei, das war cool. Stephen war vorher schonmal dort gewesen, aber Nick und ich noch nie. Du siehst zwar Bilder davon und hörst Leute darüber reden, aber selbst in Person dort zu sein und das mit eigenen Augen zu sehen ist großartig. Es macht einem bewusst, wie klein man eigentlich ist.
Stephen: Etwas anderes ist, als wir das erste mal hier auf der Christmas Rock Night waren, dass die Zuschauer die Texte kannten, die Texte zu unseren Songs. In den Staaten gibt es immer noch massenhaft Leute die sagen "Wer in aller Welt seid ihr?!" Leute unsere Songs singen zu sehen, obwohl Englisch nicht ihre Muttersprache ist, ist echt großartig. Das war eine coole Erfahrung. Als die CRN uns zum ersten Mal anfragte, waren wir nirgendwo unter Vertrag, bei keinem Record Label oder etwas in der Art. Wir haben uns gefragt, warum in aller Welt sie gerade uns angefragt haben. Ich dachte, es sei ein Fehler, wir bekamen diese E- mail, die wie eine Einladung war, in Deutschland zu spielen. Ich dachte, das wäre eine Spam- Mail, dass es eine Art Werbung für das Festival sei. Wir haben sie wirklich drei mal gelesen und dachten am Ende: "Die fragen uns tatsächlich, ob wir auf ihr Festival kommen, und sie wollen uns für den Auftritt bezahlen. Das können wir machen." Das war echt ziemlich surreal.

Was sind eure Pläne für die Zukunft, ein neues Album, ein Musikvideo, eine Tour...
Stephen: Wahrscheinlich alle drei dieser Dinge. Wir nehmen gerade neue Musik auf. Bevor wir hier her
kamen waren wir schon dabei, aufzunehmen, und wenn wir hier fertig sind, werden wir heim fliegen und damit weitermachen. Vermutlich werden wir ein Musikvideo zu einem der neuen Songs produzieren, das dann im Frühjahr herauskommt. Wir haben noch keine Tour bestätigt, weil wir erst das Album fertig haben wollten und schauen wollten, wie es dann weitergeht. Auf jeden Fall werden wir neue Musik machen. Allerdings planen wir auch nie zu weit voraus, weder mit der band noch persönlich, da man nie weiß, was man zu erwarten hat. Wir investieren nicht alles, was uns ausmacht, in diese Band, da das jederzeit wegbrechen kann, und ich will meinen Wert nicht im Musik machen definieren. Ich liebe es. Ich liebe es, Musik zu machen, wir alle lieben es, Live zu spielen und Songs zu schreiben, aber es gibt so viel mehr im Leben als nur Musik. Ich bin gerademal 27, es gibt also noch viel vom Leben zu leben.

Unser Blog heißt Burnin' Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Stephen: Wir haben gestern auch ein Interview gegeben und da haben sie eine ähnliche Frage gestellt. Leute fragen uns oft in Interviews "Wie sehr beeinflusst euch euer Glaube". Wenn man an etwas glaubt, sollte es einen vollständig beeinflussen. Ich glaube definitiv an die Schwerkraft. Ich glaube, dass ich, wenn ich von Dach dieses Gebäudes springen würde, so lang fallen würde, bis ich auf dem Boden auftreffe. Ich glaube, dass ich darum so etwas nie tun würde, ich würde nie von diesem Gebäude springen weil ich weiß, dass ich dann tot wäre. Wenn es also um unseren Glauben geht, ist das für uns genau so. Wir wollen unser Leben leben, um Christus in der Welt zu zeigen weil er die anziehendste Person Person war, die je gelebt hat. Wir möchten unser Leben nach ihm ausrichten, dass Leute die mit uns in Kontakt kommen sehen können, wie Jesus uns beeinflusst hat, dass sie selbst am Ende hoffentlich durch ihn beeinflusst werden und sie die Schönheit seines Wesens erkennen. Das ist unser Ziel, einfach zu glauben, was das Evangelium verkündigt, und zwar so ernsthaft, wie du niemals von einem Gebäude springen würdest. Die Dinge, die wir wissen, sind so wahr. Für mich ist es so, dass, seit uns der Herr gerettet hat, wir so gut wir es begreifen können wissen, dass Jesus Christus selbst der Herr ist. Er ist zum Kreuz gegangen und starb für die Sünden der Welt. Er ist für jeden einzelnen persönlich gestorben, er liebt jeden einzelnen von uns persönlich. Das ist unglaublich. Tatsächlich zu wissen, dass der Gott der ganzen Welt, der alles in Gang hält, der das Wort des Lebens in unser Dasein gesprochen hat, sich genug um mich sorgt, um nicht nur für mich zu sterben, sondern mich dann auch noch zu retten. Ich meine, warum gerade ich? Warum verdiene ich diese Gnade? Das tue ich nicht. Das wird die Frage unseres Lebens sein. "Du bist so gut. Warum würdest du je etwas für mich tun?" Es ist gerade weil er so gut ist. Ich glaube, das ist die Art, wie unser Glaube uns alle tagtäglich beeinflusst.

Wir kommen nun schon zur letzten Frage: Wollt ihr unseren Lesern zum Schluss noch etwas mitgeben, gute Wünsche oder etwas ähnliches?
Stephen: Es sieht so als, als kämen wir einmal im Jahr nach Deutschland, also sollten sie zur Christmas Rock Night kommen wenn sie uns spielen sehen wollen (; Ich hoffe einfach dass jeder, der unsere Musik hört sie nicht nur hört, weil sie ihm gefällt, sondern dass sie die Texte dazu lesen. Es gibt keine Musik ohne Worte und Leute die sagen, dass die Texte sie nicht interessieren, interessieren sich nicht für Musik. Oft hören nichtchristliche Menschen unsere Musik und sagen: "Ich mag die Musik wirklich, ich mag nur die Texte nicht." Dann denke ich mir nur: Dann magst du auch die Musik nicht, weil die Texte 50% von dem sind, was wir machen. Es ist, als würdest du nur 50% von Wolves At The Gate mögen. Ich sage nicht, dass man alles lieben muss von was wir sprechen, aber lest einfach mal die Texte. Gebt dem eine Chance, schaut es euch an. Viele Leute haben Angst davor, die Person von Jesus als real anzusehen, weil sie Angst davor haben herauszufinden, dass er wirklich Gott war. Du wirst diesen Gedanken in ihm finden. Wenn du versuchst, die Bibel zu beweisen, wenn du das alles versuchst zu hinterfragen, wenn du versuchst, die Wahrheit der Bibel Lügen zu strafen, du wirst bei alle dem scheitern. Wenn du wirklich glaubst, dass Jesus ein Lügner ist und nicht Gott war, fordere ich dich heraus, kein Feigling zu sein und die all das erstmal anzusehen. Lies Gottes Wort. Lies unsere Lyrics, das ist alles, was wir von dir wollen. Wir möchten, dass ihr die Bibel und unsere Texte lest, weil sich alles um das Evangelium dreht.

Vielen Dank für das Interview!


Nun, da ihr einiges über die 4 Amerikaner herausgefunden habt, seid ihr vielleicht auch auf ihre Musik neugierig geworden. Wer sie schon kennt, weiß, dass hinter der großartigen Musik auch tiefgründige Texte stecken. Wir verlosen deshalb ein Exemplar des 2012 erschienenen Album "Captors"!
Beantwortet uns einfach folgende Frage: 
"Wie oft waren Wolves At The Gate als Band schon in Deutschland zu Gast und was schätzen sie unter anderem sehr an diesem Land?" 
Sende die richtige Antwort bis zum 18. April 2014 um 23:00 Uhr an die E- Mailadresse burningheartreports[at]yahoo.de und versuche dein Glück. Wir wünschen dir viel Erfolg!

Wer sie noch nie live erlebt hat oder generell mit dem Namen Wolves At The Gate nicht so viel anfangen kann, der kann sich hier ein musikalisches Bild von ihnen machen. Uns bleibt nur zu sagen, dass die Jungs das, worüber sie singen, auch mit all ihrer Kraft leben.



Wolves at the Gate - Awake



Wolves at the Gate - Dead Man


Das Gewinnspiel beginnt am 12. April 2014 und endet am 18. April 2014 um 23:00 Uhr. Der Gewinner/ die Gewinnerin wird durch das Los ermittelt und auf Facebook bekanntgegeben sowie über E- Mail über den Gewinn benachrichtigt. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. Sollte sich der Gewinner/ die Gewinnerin bis 25. April nicht bei uns melden, wird ein/e neue/r Gewinner/in ermittelt. E- Mailadressen und Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben oder zu Werbezwecken verwendet, sondern dienen lediglich der Benachrichtigung des Gewinners/ der Gewinnerin.Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!