Freitag, 31. Januar 2014

CD: Beautiful Eulogy - Instruments of Mercy

Hip-Hop vom feinsten aus Portland mit christlichen Texten. Diese 3 Herren kommen mit poetischen Texten und interessanten musikalischen Strukturen um die Ecke. Beautiful Eulogy haben ihre zweite Platte nach „Satellite Kite“ auf den Markt gebracht: „Instruments of Mercy“.

Beautiful Eulogy @ facebook

Trackliste:
01. Cello From Portland
02. Vital Lens
03. Exile Dial Tone
04. The Size Of Sin
05. You Can Save Me
06. Instruments Of Mercy
07. Symbols And Signs
08. Blessed Are The Merciful
09. Release Me From This Snare
10. Organized Religion
11. According To God
12. Raise The Bridge
13. The Size Of Grace
14. Acquired In Heaven


Mit „Cello From Portland“ beginnt die Platte mit einem Instrumentalstück das als kleinen Gesangseinschub: „This is who we are, desperate / This is what we need, mercy“ hat und von Regen- und Vogelgezwitschersound neben einer E-Gitarre, Tamburin und Kick Drum begleitet wird.

Der nächste Track ist die erste Single des Albums „Vital Lens“. Zum Song gibt es auch ein Video das mit Unschärfe, gesplitteten Bildschirm und dem Vorder- und Hintergrund spielt.
Inhaltlich dreht sich der Song darum das Evangelium Gläubigen als auch Ungläubigen gleichermaßen mit einer Klarheit der Herrlichkeit Gottes zu zeigen. Musikalisch kommt der Song, wie der vorige, mit Geräuschen von Wassertropfen und Wasserverdampfen, sowie mit Bass und einem Glockenspiel aus. “We the Beautiful Eulogy attempt to communicate audibly and visually / To help you hear and see the glory of God clearly.” In der 2. Strophe kommt die Hauptaussage des Albums zum Vorschein: die Barmherzigkeit Gottes an Beispielen als auch der Tod Jesus für die Sünden der Menschheit.

Danach schließt sich „Exile Dual Tone“ an. Auch hier sind die Beats keine typischen. Wieder mit einem Wasserfallrauschen, Glockenspiel und spacigen Loops neben Bass und Schlagzeugelementen spricht der Song vom Problem, dass Christen versuchen sich „zuverstecken“ und anzupassen, anstatt das Evangelium zu verbreiten. Wir schaffen eine Kultur der Akzeptanz und Relevanz statt der Barmherzigkeit und der Liebe. Beautiful Eulogy betont die Bedeutung der Einheit im Leib Christi.
„We are in this world not of it, not to be scared and run from it / We shine light in the darkness, that's why He left us here / Calling out to all the exiles, the Lord will not forsake you / His kingdom can't be shaken, hold strong the end is near / We are the light of the world, so, shine on“

Der nächste Song „The Size of Sin“ erinnert uns daran das jede Sünde in Gottes Augen gleich ist und nicht die eine Sünde schlimmer als die andere. Wir entfernen uns damit von der Gnade Gottes, wenn wir uns fragen, ob in Gottes Augen Mord schlimmer ist als Stehlen. „The smallest white lie is enough for being indictable / The size of sin so big it causes a cosmic fraction and Hell is the only relevant response to righteous reaction / This is what our sinful actions actually earned us, but God took upon himself the weight of sin reserved for us; a weight so significant that only the blood of an innocent one is / acceptable and worthy / So rather than make light of it or minimize the size of it, we should marvel at the magnitude of mercy.“

„You Can Save Me“ stellt eine Menge Fragen, die als Folge von so vielen verschiedenen
Wahrheitsansprüchen in der Welt gefragt werden und kommt zu der einen Wahrheit: Gott
 ist der eine wahre Gott und Jesus ist der eine wahre Weg zu ihm. „There's so many different religions, don't have the time to name them / Is each one a different road that is made from the same pavement? / Does every road out there go to the same destination? / Does every religion offer us the same salvation? / Can mankind make an image of a God and be convinced / That the God that they imagine in their mind is a God that exists? / But if God made man, how can man make a God and make a claim?“

“I’m an instrument in Your orchestra Lord and You are my only audience / Holding Your promises close and watching as Your plan unfolds / All for Your glory and praise playing the song that You composed / With Your hands, play Your song / Use my life, I’m your instrument / Tune my heart to sing Your song / Use my life, I’m Your instrument.” Der Titeltrack „Instruments of Mercy“ ist der 6. Track auf dem Album und zeigt die 2. Aussage der Platte auf. Wenn wir Jesus nachfolgen sind wir ein Instrument im Orchester von Gott. Er verwendet uns um die Herrlichkeit seines Reiches zu zeigen.

Der 7. Song von „Instruments of Mercy“ ist „Symbols And Signs“ der mit brummenden Tönen und wenigen Schlagwerken auskommt. Inhaltlich wird die Frage erörtert, wie Gläubige ihre eigenen Wünsche mit in den Willen Gottes eingliedern und Schnittmengen finden. Wir glauben, dass wir wissen, was der Plan für unser Leben ist durch „Symbole und Zeichen“, die wir nach unseren Wünschen deuten. “Are you the kind that’s completely consumed by symbols and signs? / If you are that’s fine, but don’t you find it interesting how most of the time your self-interpreting seems to coincide with what’s deep inside your heart’s desire? / Seems rather convenient, doesn’t it?”

Mit „Blessed Are The Merciful“ scheint ein kleiner Break im Album zu kommen, denn gerappt - wie in den Tracks zuvor - wird nicht. Es ist eher ein kraftvolles und ermahnendes Erzählen. „Are you merciful?“ damit beginnt die Art von Belehrung und Erinnerung daran, dass wir nicht ein Beweis von Gottes Liebe und Barmherzigkeit sind, wenn wir die Bibel auswendig kennen und davon nur erzählen, sondern wenn wir aktiv danach handeln und ein Licht in dieser Welt sind. “The evidence of God’s mercy in your life isn’t determined by how much theology you know, by how many books you read, but by your active goodness to people in misery and in need. Blessed are the merciful, for they shall receive mercy.”

Ein Psalm fehlt auf der Platte natürlich auch nicht: „Release Me From This Snare“. Mit teils verzweifeltem Bitten und Flehen wird das allwissende Wesen Gottes angesprochen und die „Verdorbenheit“ der Menschheit. Man findet auch Teile der Psalme 32 und 139 wieder.“There’s no way to hide from Your all-seeing eyes / You know everything, I can’t tell you a lie / You know my own heart much better than I / You know when I sleep and You know when I rise / You know all the thoughts that go through my mind / From morning to night, every moment of pride“

„Organized Religion“ hat wieder einen interessanten Beat. Wieder mit einer Art Brummen, 3-4 Tönen auf dem Synthesizer und ein Klappern was an Besteck erinnert. Der Song behandelt die alltäglichen Kämpfe, die man als Christ hat, wenn man mit Gott seinen Weg geht. Man weiß, man soll nicht lügen oder nicht schlecht über jemand reden, aber man macht es trotzdem manchmal. Doch Gott kann uns dabei helfen, dass wir uns durch ihn bessern:“Organize, organize, organize me / If You have my heart, then You have every part of me / What I hear, what I say, what I feel , what I see / If You have my heart, then You have every part of me.”

via Instagram. Foto von der Aufnahme von "Instruments of Mercy"

Mit „According To God“ geht es weiter. Musikalisch fällt hier die weibliche Stimme im Chorus auf und als Hintergrundsummen. Inhaltlich behandelt der Track die Stimmen, die einem etwas einreden wollen, wie zum Beispiel wir seien nichts wert, sind nicht Gottes Kinder oder sie wollen uns von Gott wegbringen. Mit diesen „Angriffen“ hat jeder mal zu kämpfen, Selbstzweifel oder Ängste die einen plagen. Doch wir müssen in solchen Zeiten an Gott festhalten und uns bewusst machen, dass wir mit ihm diese Angriffe abwehren können.“According to God, I was called from the darkness into His marvelous light / He is near, to the broken heart, and faithful to finish what He started.”

„Raise The Bridge“ ist ein Instrumentalstück das wieder mit Regengeräuschen, Gitarre, Synthesizer, Klatschen und leichtes Summen auskommt. Ein Track zum Entspannen und Abschalten.

„The Size Of Grace“ handelt davon, dass wir nicht das Ausmaß kennen noch erahnen können, was wir erhalten, obwohl wir es nicht verdienen - nämlich die Gnade Gottes. Wir erhalten sie ohne was dafür zu tun noch dass wir sie verdient hätten. Etwas ruhiger angehaucht als die anderen Tracks schließt er sich dem Instrumentalstück super an. “The size of grace, how great he size? / The gates of Heaven are open wide! / And people of all kind are welcome inside / Should have been denied but instead God replied / He said, in your place my Son has died / His death gave you life, it’s the size of grace / Innocent blood that was shed to erase / Every trace of sin for a chosen race.”

“Where God will be seen through purified eyes / Purged from the sin that blinded us from viewing God, glorified / Where love will be expressed with perfect affection / Until then, we will wait with expectation for all that we will acquire in Heaven.” Stammt aus „Acquired In Heaven“ dem letzten Song vom Album. Er ist auch etwas ruhiger und besinnlicher als der Rest des Albums. Es scheint als würde der Song sich befreien vom Rest des Albums und herausstechen. Der Song zeigt uns die Liebe und Barmherzigkeit Gottes offen an und bietet Lobpreis und Anbetung in Perfektion. Wieder mit Regen, Gitarre, einem „einfachen“ Beat und „dadaadadab“-Gesang zieht der Song einen in den Bann und schließt das Album in einer ruhigen Weise ab und fokussiert sich nochmals ganz bewusst auf Gott.

Alles in allem ist es ein Album mit frischen und einzigartigem Sound, bei dem Text und Beats wie Leim zusammenkleben und perfekt harmonieren. Es ist mächtig, kreativ, dynamisch und poetisch und immer wieder mit dem Fingerzeig auf die Gnade Gottes und unsere Fehlbarkeit. Freunde von Hip Hop sollten in das Album reinhören und sich ein Bild von den 3 Herren machen und sie im Auge behalten.

Das Album könnt ihr euch hier kostenfrei downloaden.


Beautiful Eulogy - Release Me From This Snare
 



Beautiful Eulogy - Vital Lens

 

Donnerstag, 30. Januar 2014

Musikvideo: normal ist anders - ich flieg

Bild: normal ist anders
Seit unserem Interview hat sich bei den Sauerländern von normal ist anders einiges geändert. Damals standen sie uns noch zu sechst Rede und Antwort und nun rocken sie als Quartett die deutschen Bühnen - Bassistin Alisa und Keyboarder Alexander verließen die Band letztes Jahr aus persönlichen und zeitlichen Gründen. In diesem Jahr wollen sie als "Boyband" ( (; )so richtigen durchstarten. So normal sie auch sind, so anders und unvergleichlich ist auch ihre Musik. Mit ihren deutschsprachigen Texten treffen Sie den Nageln auf den Kopf.
Ihre Botschaft: Gott liebt dich und ein Leben mit Ihm bedeutet 100 % Abenteuer.
Um ihre Botschaft umzusetzen haben sie ein ganz eigenes Konzept. Sänger Chris dazu: "Wir bringen harte Gitarren, fette Synthie-Sounds, epische Klänge und komplexe Arrangements zusammen und machen daraus Songs, die frisch, druckvoll und neu sind. [...] Als Christen sehen wir uns in der Verantwortung ein teil der heutigen Gesellschaft zu sein und unsere Meinungen und Kritik aus christlicher Sicht zu präsentieren."
Sie wollen aber nicht nur live angreifen. Derzeit sind Sebastian, Fred, Chris und Simeon im Studio und wollen im Frühjahr dann ihr 2. Album veröffentlichen.

Vor einem knappen halben Jahr haben sie ein Video zu ihrem Song "ich flieg" veröffentlicht.

Das Lied bringt 2 Eigenschaften, die im Inneren jedes Menschen tief verankert sind zusammen: Mut und Kraft. Frontman Chris dazu: "Ich habe mich schon mit einigen Menschen unterhalten, die diese beiden Eigenschaften in sich vergessen haben. Deswegen melden sie sich und sprechen den Protagonisten an: 'Hey, ich bins, die eigener Mut.' Die Figur in dem Lied wird in einen Dialog versetzt mit seinem persönlichen, natürlichen Antrieb."
In dem Video an sich, ist zwar keine Handlung zu sehen, sondern die Band, wie sie den Song in einem Keller performt. Das hat auch einen Grund, wie Chris uns erzählt: "Das Video an sich kam eigentlich aus einem Wunsch heraus. Wir wollten den Leuten zeigen, wie wir wirklich drauf sind. Wir waren lange Zeit als bodenständige, vielseitig einsetzbare und seichte Pop-Band bekannt. Ein Image, das gar nicht unserem Live-Sound entspricht und uns überhaupt nicht gefiel. Doch dieses Bild vermittelten wir überwiegend, weil wir in der Zeit viel Lobpreis-Einsätze hatten, die meistens etwas ruhiger waren. Wir machen gerne Lobpreis, keine Frage, aber unser wildes Herz wurde gekappt, unsere Rockader wurde nicht angezapft. Somit entschlossen wir uns bei einer Probe - in diesem schönen alten Weinkeller von Freds Freundin Hanna - uns selber filmen zu lassen und den Menschen dort draußen zu zeigen, was noch in uns schlummert. ROCKENERGY!!!!!!!!!!!!"
Wie sie selbst sagen, ist das Video zwar nichts professionelles, aber es zeigt die Band, wie sie wirklich ist und wie sie abgehen kann. Und das konnte man ja auch schon auf dem einen oder anderen Konzert erleben, wie z.B. beim Tag der Sachsen in Schwarzenberg oder bei der Jugendwoche in Königswalde.

Schaut mal rein in das Video - vielleicht fällt euch ja auf, was Chris uns noch verraten hat.
Das Video wurde nämlich 2x gedreht, ein Mal ohne Sebastian, da dieser an dem Tag in Berlin war und dann noch ein Mal mit Sebastian, aber an dem Tag fehlte Chris. Fällt eigentlich gar nicht auf, oder was meint ihr?

Normal ist anders - ich flieg




Für ihren Live-Angriff 2014 stehen auch schon einige Termine fest - vielleicht sind sie ja auch in deiner Nähe, dann solltest du da unbedingt mal vorbei schauen:

via Facebook

Dienstag, 28. Januar 2014

Musikvideo: Pale Grey - Shame

via Facebook
Im aktuellen Musikvideo der belgischen Indie-Band Pale Grey geht es um ein Thema, was viele junge Menschen betrifft: Mobbing.
"Shame" zeigt einen Jungen, der von anderen Jungs gemobbt wird. Sie lauern ihm förmlich auf und schubsen ihn hin und her. Er stürzt und die anderen Jungs rennen weg. Kurze Zeit später begegnet er den Jungs wieder und versucht noch ihnen zu entkommen. Doch sie sind in der Überzahl und holen ihn ein. Eigentlich schon eine fast alltägliche Begebenheit - auch an deutschen Schule.
Immer, wenn er alleine nicht weiter kommt, kommen ihm die Bandmitglieder zu Hilfe und richten ihn wieder auf.
Zu Hause in seinem Zimmer entwirft er Pläne, wie er sich wehren kann, wie er zurückschlagen kann. Er beginnt zu trainieren, um sich gegen die Jungs zu verteidigen und träumt davon, er hätte Superkräfte.
Er bastelt sich ein Superheldenkostüm und will es mit seinen Peinigern aufnehmen. Voller Entschlossenheit tritt er ihnen gegenüber und schlägt mit Superkräften zurück.
Doch er merkt, dass es sich nicht richtig anfühlt. Er ist über sich selbst erschrocken, denn er will eigentlich nicht so sein, wie die anderen. Von Schuldgefühlen geplagt rennt er davon um zu Hause den Entwurf seines Superhelden von der Wand zu reißen.

Gedreht wurde das Video in Zusammenarbeit mit einer Brüsseler Filmagentur, die den Song selbst interpretieren durften.

Aber schaut selbst:

Pale Grey - Shame


Hier gibt's noch ein Making Of.

Montag, 27. Januar 2014

Impuls für deine Woche

via evangelisch.de
Was bedeutet für dich Glück?

Eine 1 in Mathe? Ein Abi-Durchschnitt von 2,1? Das neue Smartphone was gerade rausgekommen ist? Ein Gewinn im Lotto? Aus einer brenzligen Situation nochmal heil rausgekommen zu sein?

Das Wort Glück kommt aus dem mittelniederdeutschen bzw. aus dem mittelhochdeutschen und bedeutet "Art, wie etwas endet bzw. gut ausgeht". Demzufolge wäre Glück der günstige Ausgang eines Ereignisses.

Die Jahreslosung für dieses Jahr lautet:
"Gott nahe zu sein ist mein Glück."
Psalm 73, 28

In diesem Psalm geht es um Asaf und der ist mit seiner Situation, in der er sich gerade befindet, so überhaupt nicht glücklich. Ihm geht es richtig schlecht und er zweifelt. Er fragt sich, warum es ihm, der doch an Gott glaubt, gerade so mies geht und es allen anderen, die nichts mit Gott zu tun haben wollen, scheinbar so gut geht.

Wir stellen uns auch auf die Frage, warum es denen, die nichts mit Gott zu tun haben wollen, scheinbar viel besser geht als uns.

Asaf sucht trotz seiner Zweifel Gottes Nähe und findet den Knackpunkt heraus: es ist nicht wichtig, wie sie leben, sondern wie ihr Leben endet. Und er merkt, dass ihm trotz seiner Sorgen und Ängste nichts besseres passieren kann, als Gott nahe zu sein, denn so weiß er auch, dass er am Ende bei Gott in Gottes Ewigkeit sein wird.

Ich wünsche dir für die nächste Woche, dass du - egal wie es dir gerade geht und was bei dir gerade auf dem Plan steht - Gottes Nähe spüren kannst und das genauso wie Asaf als Glück empfinden kannst.

Und hier nun noch ein schönes Lied passend zur Jahreslosung:


Samstag, 25. Januar 2014

CD: Andy Mineo - Heroes For Sale

via SCM Hänssler
Helden gibt es eigentlich viele, aber wenn man mal wirklich einen braucht, ist meist keiner da. Dann wäre es gut, wenn man sich einen kaufen kann. Der U.S.-amerikanische Hip Hopper Andy Mineo hat welche anzubieten. So denkt man vielleicht, wenn man den Titel seines aktuellen Albums hört. "Heroes For Sale" ist sein Debütalbum und wurde bereits im letzten Jahr veröffentlicht. Es enthält 16 Titel. Das Album wurde letztes Jahr sehnlichst erwartet und beinhaltet auch Gastparts u.a. von Lecrae, Trip Lee und for KING & COUNTRY. Lecrae und Andy Mineo verbindet etwas ganz besonderes, denn Andy Mineo durfte vor einiger schon ein Remix des Albums "Gravity" von Lecrae mitcovern (hier haben wir darüber berichtet). Mit dem Album landete er auch in der amerikanischen Charts (u.a. Platz 11 in den US Charts und Platz 1 in den US Christian Charts).

Tracklist:
1    Superhuman
2    Ex Nihilo
3    AYO
4    You Will
5    The Saints
6    Caught Dreaming
7    Bitter
8    Shallow
9    Wild Things
10  Take Me Alive
11  Uno Uno Seis
12  Cocky
13  Curious
14  Still Bleeding
15  Tug of War
16  Death Has Died

Eröffnet wird das Album von dem Lied "Superhuman". Es beginnt fast anmutig und mit einem Hauch asiatischen Style mit der Hymne "I Will Rise And Go To Jesus". Dazu sagte er, dass er das so sehr liebt und sich dachte, es gleich zu nutzen, um sein Album zu eröffnen. Zu dem Lied und seiner Entscheidung für den Anfang des Liedes sagte er ebenfalls gegenüber Reach Records "Mein Album beginnt mit einer traditionellen Hymne, was es im Hip Hop wirklich selten gibt, aber diese Eröffnungshymne verkörpert alles, was ich mit diesem Projekt ausdrücken will: Ich werde auferstehen und zu Jesus kommen. Ich bin zerbrochen, krank, verwunded. Alles was ich brauche ist Gnade." Und dann der Break. Und gleich zu Beginn spricht er ein Thema an, welches so ziemlich jedem Musiker bekannt sein dürfte und zeigt, dass auch Stars nur Menschen sind. "Even though my pride’s tellin me don’t ever let the fans know / I am not a Superhuman, no, I’m a man."

Weiter geht es mit dem Lied "Ex Nihilo" (lat. für "aus dem Nichts"). Für diesen Song holt er sich Christon Gray ins Boot, den man gegen Ende des Song auch hören kann. In dem Lied geht es darum, dass Gott den Menschen eigentlich auch nichts, aus Dreck erschuf. "You made something out of nothing - Du hast aus dem Nichts etwas erschaffen." Im Refrain wird der Song sogar ein bisschen soulig. Durchaus tanzbar und lädt vor allem im Refrain zum Mitsingen ein.

"AYO" ist ein typischer New York-Style-Track, der eigentlich auf keinem Hip Hop Album fehlen darf ("Heroes for Sale" kann gleich 2 dieser Track aufweisen). Der Song soll einladend sein und spricht vom Leben als Christ und dem Leben nach dem Tod, sowie der Party, die dann in der Ewigkeit stattfinden wird. "From this life to the one that’ll follow / Dudes gone vibrato at the bottom of the bottle / Til they got their face twisted up like Picasso / There’s another way to live!" Durchaus auch radiotauglich. Er versprüht Freude und hat einen sehr eingängigen Chorus.

Als nächstes kommt "You Will". In diesem Lied geht es darum, dass Gott nichts unmöglich ist und er die Macht hat Leben zu verändern. "Lord, there's nothing you can't do / Nothing in this world too big for you / So when they say you can't / I know you will - Herr, es gibt nichts, was du nicht kannst / Nichts auf der Welt ist zu groß für dich / Wenn sie also sagen, dass du das nicht kannst / dann weiß ich, du wirst es tun." Ein echtes Bekenntnis!

"The Saints" ist eine Anlehung an das altbekannte Lied "When The Saints Go Marching In" - das hört man spätestens im Refrain - und beginnt mit Trompetengetöne. In diesem Lied ist auch Trip Lee zu hören. Auch ein sehr mitreißender Track, den man sich sehr gut in einem Stadion vorstellen kann, wenn dann alle Heiligen Gottes (also wir) einziehen.

via facebook
Für "Caught Dreaming" ("Gefangen in Träumen") hat sich Andy Mineo Unterstützung von for KING & COUNTRY geholt, die ihren Stil in dieses Lied mtieinbringen und das Album etwas auflockern. Schon mit der Hook hat man das Gefühl, den Song schon einmal gehört zu haben. In dem Lied wird unter anderen die Geschichte aus der Bibel aufgegriffen als Gott durch einen brennenden Busch zu Mose sprach. Wenn man so etwas heutzutage erleben würde, dann würde man auch erstmal denken, man träumt.

Es gibt Sachen, die einem im Leben widerfahren, die einen verbittern lassen. Um genau solche Situationen und Sachen geht es in "Bitter". Aber man muss nicht zwangsläufig immer verbitterter werden. In dem Lied bittet Mineo Gott, ihm davon zu befreien und ihn zu bewahren nicht noch verbitterter zu werden, sondern frei werden zu können. "Bitterness is a choice" - Verbitterung ist eine Entscheidung und es liegt an dir, diese Entscheidung richtig zu treffen und zwar für Vergebung, denn Jesus hat dir vergeben.

"Shallow" baut direkt auf "Bitter" auf. In diesem Lied verarbeitet er sozusagen seine Beziehung zu seinem Vater. Diese Enttäuschung prägte sein Leben, doch dann macht es bei ihm Klick: "Cause God loves me despite of how much a mess I am." Und genau aus diesem Grund kann er auch vergeben.

Oft geht es auch im Hip Hop um Sex und Drogen, doch Andy Mineo will da einen entscheidenden Unterschied machen, denn er ist Christ. Genau aus diesem Grund gibt er sich mit "porn stars" und "dope dealers" ab, denn "my life's the only bible that they've ever seen." Darum geht es in "Wild Things". Kleiner Ausflug ins Metalgenre gefällig? Denn musikalisch macht er auch hier wieder einen krassen Break, wohl eher einen sehr harten, denn im Refrain geht es so richtig zur Sache.

In "Take Me Alive" geht es um die Frage, ob nach dem Tod alles aus ist. "If death is certain, then how you living? And if heaven's real, tell me how you get in. - Wenn der Tod gewiss ist, wie lebst du dann? und wenn der Himmel real ist, dann erzähl mir, wie du dort hin kommst."

Bei dem Lied "Uno Uno Seis" darf dann auch endlich Lecrae sein Können mit zum Besten geben. Gerappt wird auf Englisch und Spanisch. In New York leben die verschiedensten Menschen und genau dieser Vielfalt gibt es auch in unseren Kirchen. Der Körper der Gemeinde besteht aus vielen verschiedenen Gliedern, die nur miteinander ein großes Ganzes bilden und funktionieren. So unterschiedlich die Menschen in Gottes großer Gemeinde sind und auf so unterschiedliche Art und Weise sie ihren Glauben leben, so loben sie damit doch alle de gleichen Gott.

In "Cocky"geht es um Rap im Allgemeinen und ums gegenseitige Dissen. So ist es ja nun mal Gang und Gäbe. Aber Andy Mineo wird dabei keinesfalls überheblich. Man merkt, dass er sein Selbstbewusstsein aus einer ganz anderen, tieferen Quelle schöpft. Der Track beginnt mit fettem Bass und hat etwas von diesem typischen Gansta-Style.

"Curious" ist eine schöne Mischung aus gekonnten Rapskills und einem smoothen Chorus. Es geht um falsche Entscheidungen, die man im Leben getroffen hat, die man bereut. Entweder man bleibt an diesem Punkt stehen oder man schließ dieses Kapitel und geht weiter nach vorn. Es geht aber auch um die schönen Erinnerungen im Leben, an die man immer wieder gerne denkt. "It takes a moment to make memories /
A life time to to forget 'em (curious) / That's why I'm still curious." Und so gediegen wie dieser Track beginnt, so endet er auch.

Die letzten 3 Songs des Albums sind nochmal eine kleine Achterbahnfahrt.

Tiefschläge, die man z.B. durch schmerzliche Worte erleidet. "Still Bleeding" erzählt vor allem aber wieder von einem Teil aus Andys Leben, der in sehr prägte. Es geht um eine Beziehung, die ihn sehr verletzte. Das wird vor allem in der 2. Strophe deutlich: "It isn’t really what you said its what you didn’t/ I left texts and voice mails you actin’ like you missed ‘em." Ein sehr ruhiger, nachdenklich stimmender Track mit Geigen und anderen Streichinstrumenten, die ein bisschen an Filmmusik erinnern.

In "Tug of War" geht es um die Entscheidung, die jeder Christ eigentlich täglich auf's Neue treffen muss: Die Entscheidung zwischen Sünde und Erlösung. Das ist manchmal ein echter Kampf. So heißt es auch im Refrain, der von Krizz Kaliko gesungen wird: "back and forth like a tug of war / cause I been fighting for control / fighting for my soul / this is war." Ein sehr intensiver Song, der auch instrumental für ausreichend Spannung sorgt.

Das Album endet dann mit dem 16. Track, der den Titel "Death Has Died" trägt. Zum Schluss bringt Andy Mineo seinen Glauben nochmal auf den Punkt, den Jesus hat am Kreuz den Tod besiegt. Auch in diesem letzten Lied gibt der Rapper wieder einen Teil sein Geschichte preis. Und wenn irgendwann alles den Bach runter zu gehen scheint und was auch immer dich verletzt hat, du darfst gewiss sein: "one day He'll wipe every tear from our eyes / He'll come make all things right." Ein schöner und hoffnungsschöpfender Schluss des Albums.

Alles in allem ist zu sagen, dass ihm sein Debütalbum sehr gut gelungen ist. Und mit 16 teils emotionalen, tiefgründigen, aber auch tanzbaren Liedern ist es echt mal etwas Anderes. Sehr zu empfehlen für Fans von Lecrae und Trip Lee, aber auch für jeden, der auf der Suche nach etwas Neuemund überraschendem ist.


Zu kaufen gibt es die CD bei SCM Hänssler für 18,95 €.


Und weil wir finden, dass es mal wieder Zeit wird eine CD zu verschenken, verlosen wir ein Exemplar des Albums.

Beantwortet uns einfach folgende Frage:

Wie heißt das Album von Lecrae von dem es ein Remix gibt an dem Andy Mineo mitarbeiten durfte?

Eure Antwort schickt ihr bis 31.1.2014 (23.00 Uhr) an burnigheartreports[at]yahoo.de.

Das Los entscheidet dann über den Gewinner, welcher am 1. Februar auf Facebook bekannt gegeben und auch per Email über den Gewinn benachrichtigt wird. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook. E-Mailadressen und Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben oder zu Werbezwecken verwendet, sondern dienen nur der Benachrichtigung des Gewinners und der Zusendung des Gewinns. Sollte der Gewinner / die Gewinnerin sich nicht bis 07. Februar 2014 bei uns melden, wird ein neuer Gewinner ermittelt. Gewinne werden nicht in Bar ausgezahlt! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Freitag, 24. Januar 2014

Film: Soul Surfer


Der Film erzählt die Geschichte von Bethany Hamilton. Bethany wächst auf Hawaii auf und träumt bereits als Kind von einer Karriere als Profisurferin.

Diese scheint ihr auch sicher, bis sie mit 13 Jahren, am 31. Oktober 2003, beim Surfen von einem ca. 4m langem Tigerhai attackiert wird und dabei ihren linken Arm verliert.  Der Hai trennte ihr den linken Arm knapp unterhalb der Schulter ab. Ihre Freunde, mit denen sie gemeinsam auf dem Wasser war, halfen ihr, zurück zum Strand zu paddeln. Sie verwendeten ihre Leashes (Sicherheitsleine beim Surfen), um weiteren Blutverlust möglichst zu vermeiden, und retteten ihr damit das Leben. Als sie schließlich ins „Wilcox Memorial Hospital“ gebracht wurde, überließ ihr Vater, der an diesem Morgen für eine Knieoperation im Krankenhaus war, ihr seinen Platz im Operationssaal.

Sie ist verzweifelt, hat aber Hoffnung, bald wieder auf ihrem Surfbrett stehen zu können. Bereits drei Wochen nach diesem Unglück steht sie zum ersten mal wieder auf dem Board und arbeitet hart an ihrer Karriere als Profi-Surferin. Doch dies gelingt ihr ohne ihren linken Arm  nicht so einfach wie gedacht, denn sie muss vieles erst wieder neu erlernen. Nachdem sie auf einem Wettkampf versagt, beschließt sie, mit dem Surfen aufzuhören.

Als Bethany nach Thailand reist, um den Opfern des Tsunamis zu helfen, bringt sie einem Waisenkind das Surfen bei und versteht, dass Surfen nicht das Wichtigste im Leben ist. Davon ermutigt fängt sie wieder an zu trainieren, um an den Nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, bei dem sie aber nur den fünften Platz belegt. Doch bereits ein Jahr später kann sie den Wettbewerb gewinnen.

Soul Surfer, ein US-amerikanischer Film, gedreht 2011 von Sean McNamara. Das Sportdrama startete am 8. April 2011 in den US-Kinos und am 12. Januar 2012 in Deutschland. Der Film wurde als bester Familienfilm mit dem Movie Guide Award ausgezeichnet.



Den Film könnt Ihr euch unter anderem im SCM-Shop oder direkt beim Brunnen Verlag bestellen.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Musikvideo: 6'10 - Cannonball

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6'10 ist ein Soloprojekt von Tobin Bawinkel, dem Frontman der amerikanischen Celtic Punk Band Flatfoot 56.
Wer Flatfoot 56 kennt, weiß, dass es da richtig zur Sache geht. Aber es muss auch noch was anderes geben als Circle Pits und eine verschwitzte tanzende Menge, dachte sich der Musiker. Dass es eben eine Alternative geht, beweist Tobin Bawinkel mit 6'10. Mit seinem Acoustic-Projekt kehrt er zurück zu seinen musikalischen Wurzeln, zu Americana und Folk.
Wer Tobin schon mal live gesehen hat, kann erahnen warum dieses Acoustic-Projekt den Namen 6'10 trägt. ;)

Vor ein paar Tagen hat Tobin dann ein Musikvideo zu dem Lied "Cannonball" veröffentlicht.
Gedreht wurde es in Chicago. An manchen Stellen sieht man die amerikanische Stadt im Bundesstaat Illinois, an anderen Stellen ist dann wieder Tobin in ausgelassener Runde zusammen mit Freunden beim Musizieren zu sehen. Man merkt ihnen an, dass sie Spaß daran haben. Und das Video vermittelt auch den Anschein, dass sie das nicht das erste Mal zusammen machen. ;)

In dem Lied geht es um Träume, Hoffnungen, Freundschaft und vergangene Zeiten. Das alles lässt sich gut in Musik aufarbeiten und weiterentwickeln.

6'10 - Cannonball




Zu finden ist der Song auf der EP "The Humble Beginnings". Reinhören in die EP könnt ihr hier. Die EP wurde komplett bei Tobin zu Hause aufgenommen, produziert und "gepresst". Sogar die Hülle wurde selbst gebastelt. Man könnte sagen, sie ist "100 % handgemacht". Wenn schon back to the roots, dann aber richtig. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle - und kaufen auch.




Dienstag, 21. Januar 2014

Musikvideo: Bluetree - Shine

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Immer mehr Menschen erheben ihre Stimme gegen die soziale Ungerechtigkeit und Menschenhandel. Darunter auch die nordirische Band Bluetree rund um Lobpreisleiter Aaron Boyd.
Vor ein paar Tagen haben Sie ein Musikvideo zu dem Lied "Shine" veröffentlicht.

In den 70er Jahren herrschte in Kambodscha Bürgerkrieg. Die roten Khmer verbreiteten Angst und Schrecken. Auch wenn das schon lange her zu sein scheint, die Menschen in Kambodscha haben immer noch daran zu knabbern. Es herrschen Armut, Hoffnungslosigkeit und Versklavung. Täglich werden tausende Frauen und Mädchen für Sex verkauft.

Letzten November reisten Bluetree mit der Organisation Ratanak UK nach Kambodscha um den Menschen dort ein bisschen Hoffnung zu bringen, um ein Licht in der Dunkelheit scheinen zu lassen, so wie sie es auch in dem Lied singen. Genau auf dieser Reise ist auch das Musikvideo zu "Shine" entstanden.
Und so sieht man die Band, aber auch die Kambodschaner. Zu Beginn bekommt man verschiedene Eindrücke zum Land, man sieht aber auch die Hoffnungslosigkeit in den Gesichtern der Menschen dort.
Gegen Ende hin erkennt man aber auch, dass die Band etwas bei den Menschen verändern konnte. Man sieht die Leute dort zusammen mit der Band tanzen und singen. Ein Lächeln befindet sich auf ihren Gesichtern. Ein kleines Stückchen Hoffnung in dieser düsteren Welt.

Bluetree - Shine




Zu dem Lied haben sie auch schon vor einiger Zeit ein Lyric-Video veröffentlicht für das sie sich Martin Smith (Ex Delirious?) ins Boot holten.


Das Lied ist auf ihrem aktuellen Album "Kingdom" zu finden.
Auf ihrer Homepage findet man auch zu fast allen Liedern die Noten und Texte, um diese selbst nachzuspielen.

Montag, 20. Januar 2014

Impuls für deine Woche

feeling-seen.de
Wenn kleine Kinder ein Puzzle zusammensetzen, gehen sie manchmal lustig vor. Sie nehmen es nicht so ganz ernst, ob das Teil jetzt genau an diese Stelle gehört oder nicht. Wenn es sein muss, wird es einfach festgedrückt. Passt schon! Wenn ich unsere Gesellschaft anschaue, denke ich manchmal, dass es die Menschen genauso machen wie die Kinder. Sie pressen einfach Puzzleteile zusammen und denken: »Passt schon!«

Da beobachtet man Folgendes: Wenn eine Ehe auseinandergeht, sagt man: Es ging halt nicht mehr. Das kann im Leben nun mal so passieren. Oder man wechselt den Partner in regelmäßigen Abständen, weil man den Idealen noch nicht gefunden hat. Kinder wachsen in Patchworkfamilien auf und wissen evtl. nicht genau, zu wem sie eigentlich gehören. Da spricht man von Lebensentwürfen. Aber ein Entwurf ist ja noch lange kein Leben. Man versucht das Lebenspuzzle irgendwie hinzukriegen. Wenn es hakt, sagt man: »Es passt schon! Sieht doch ganz gut aus!« Aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben: Das ist ein Leben in Fragmenten. Weiß denn niemand, wo der Deckel mit dem Bild für das ganze Puzzle ist?

Gott hat den Deckel mit dem Bild. Er möchte uns echtes Leben schenken. Nicht nur einen Entwurf oder Fragmente. Wie das fertige Lebenspuzzle aussehen soll, kann man in der Bibel entdecken. Es beginnt damit, dass wir mit unserem Leben zu Gott kommen und in Beziehung zu ihm treten. Dann entdecken wir seine Lebensprinzipien, die für uns Leitlinien zu einem erfüllten Leben werden. Hört sich das nach einer gewissen Mühe an? Ja, klar! Jedes Puzzle für Fortgeschrittene erfordert Mühe und Einsatz. Man muss dranbleiben und immer wieder auf den Deckel mit dem Bild schauen.

"Wer ist der Mann, der Lust zum Leben hat, der seine Tage liebt, um Gutes zu sehen?" Psalm 34,13

Samstag, 18. Januar 2014

Piece of Heaven im Interview

via facebook
Piece of Heaven ist eine junge christliche Rockband aus dem Stuttgarter Raum.
Mit ihrer Musik möchten Sie dem Publikum Gott und ein Stückchen vom Himmel näher bringen.
Beim Loud and Proud Festival haben wir mit ihnen gesprochen.

CDs:
Who's better


Stellt euch doch mal mit 3 Eigenschaften vor. Welche Eigenschaften zeichnen euch aus?
Ruben: Wir sind total unterschiedlich, ein gemischter, bunter Haufen, der knackige Rockmusik macht und der Welt zeigen möchte, dass Christ sein nicht langweilig sein muss und auch nicht ist, sondern dass das richtig auf die Fresse gehen kann.
Michel: Bringen wir es auf den Punkt: Rockig, christlich und gut drauf!

Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen und hat er eine Bedeutung?
Ruben: Wir wollen mit unserer Musik ein Stückchen Himmel hier auf der Erde sein, also quasi Gottes Reich durch unsere Musik weiterbauen und quasi somit ein Stückchen von Gottes Liebe in der Welt an unsere Mitmenschen, Zuhörer und Fans weitergeben.

Welche Eigenschaft eines anderen Bandmitglieds hättet ihr gerne?
Ö: Den Körperbau von Ruben, weil der keinen Bauch hat.

Wie habt ihr euch als Band zusammengefunden?
Ruben: Das war 1835. (alle lachen) Also, wir waren mal eine Lobpreis-Band, das war aber noch eine komplett andere Besetzung.
Ö: Ja, von der ersten Besetzung von 2008/2009 sind nur noch der Ruben und ich übriggeblieben. Ich bin ein bisschen später dazugekommen, als Ruben schon Band-Leader war. Danach ist Hagen gekommen...
Hagen: 2010!
Ö: … und der Michael ist seit letztem Jahr dabei.
Ruben: So sieht's aus.


Wenn ihr eine Filmfigur sein könntet, wer wärt ihr dann?
Ruben: Also ich wär Lucky Luke!
Hagen: Bruce Willis!
Ö: Spongebob wäre cool!
Ruben: Da wär ich aber mehr für Schnappi, das kleine Krokodil!
Hagen: Ach nein, ich wäre gern so ein Minion!
Alle anderen stimmen ihm zu
Michel: So, jetzt muss ich noch was sagen, oder?
Hagen: Nemo!
Michel: Yoda. Er ist ein Minion, ich bin Yoda.
Ö: Ich wäre gern Garfield!

Habt ihr ein Lieblingslied in der Band, dass ihr immer wieder gerne spielt?
Ö:Ready“ haben wir jetzt ziemlich oft gespielt.
Ruben: Ich find „All I need“ ziemlich cool.
(allgemeine Zustimmung)

Woher kommen die Ideen für eure Songs?
Michel: Also der Ruben bringt immer die Texte und die Melodie und dann wird in der Band der Feinschliff gemacht, neue Sachen eingebracht und weiterentwickelt und dann kommt im Endeffekt der Song raus.
Hagen: Die Ideen für die Texte kommen dann aus Alltagssituationen und Erfahrungen mit dem Glauben und mit Mitmenschen.
Ruben: Sachen, die einen bewegen und die man teilweise auch verarbeitet.

Wenn ihr eine Person aus der Bibel treffen könntet, wer wäre das, Jesus ausgeschlossen und was würdet ihr ihn fragen?
Ruben: Maria, wie bist du schwanger geworden? (alle lachen)
Michel: Also ich würde gerne Mose treffen, um mal aus seiner Sicht zu erfahren, was er alles erlebt hat.
Hagen: Bei Paulus wäre es auch interessant, sein Zeugnis von ihm selbst zu hören!

Ihr habt ja vor kurzem ein Musikvideo gedreht. Wie würdet ihr diese Erfahrung beschreiben?

Ruben: Es war für uns eine ganz neue Erfahrung, wir haben das auch zum ersten Mal gemacht und hatten auf jeden Fall mega viel Spaß dabei und wir sind auch sehr dankbar, dass wir Statisten hatten und das Ganze mit WalnutTV machen durften. Die Kooperation hat auch viel Spaß gemacht, coole Zusammenarbeit. Wir hatten echt einen coolen Tag, zwar ein bisschen regnerisch, aber wir hatten das Glück, dass es, als wir angefangen haben, aufgehört hat zu regnen. Wir sind insgesamt alle ziemlich zufrieden damit.
Hagen: Es war ein ziemlich produktiver Drehtag, ziemlich straff und es war gut.

Mehr Bilder unter Time Passed By Photography
Unser Blog heißt Burnin' Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Ruben: Ich kann ja mal anfangen: Ich versuche, die Leute in meinem Umfeld voll von Jesus zu begeistern, nicht indem ich sie anquatsche und sage: „So wie du lebst, kommst du auf jeden Fall, wenn du stirbst, in die Hölle.“ Das ist, finde ich, der falsche Weg und ich glaube, da fühlen sich auch viele gleich mit dem Kopf an die Wand gestoßen. Ich versuche, so gut es geht, meinen Glauben auszuleben und durch meine Art und Weise und durch mein Handeln den Leuten klarzumachen, dass wir anders ticken. Das ist zwar überhaupt nicht einfach, aber das ist das, was ich mir vornehme, wie ich die Leute im Alltag erreichen möchte, durch mein Vorleben, was echt oft unter aller Sau ist, aber dass ich dann immer wieder ans Kreuz kommen kann und aus der Vergebung heraus leben kann. Ich denke, man ist als Mensch auch auf einem Weg, Leute zu erreichen und das kann vielleicht auf diese Art und Weise auch Früchte bringen.
Ö: Glaube ist für mich Hoffnung, Zuflucht und das, was dem Leben Sinn gibt.
Michel: Ich schließe mich dem Ö völlig an. Ich finde es klasse, wenn man morgens aufsteht und weiß, dass das Leben einen Sinn hat. Man weiß einfach, dass alles, was man macht, einen Sinn hat und man mit allem zu Gott kommen kann. Da bedaure ich echt, dass manche Menschen das nicht wahrhaben können, dass sie so große Angst vorm Tod haben, diese „Alles-Scheiße“-Einstellung. Ich finde es voll klasse, dass man da zu Gott kommen kann.
Hagen: Kann ich mich nur anschließen.

Wollt ihr unseren Lesern zum Abschluss noch etwas mitgeben?
Hagen: Kauft unsere CD. Besucht uns bei den Konzerten.
Ö: Feiert uns.
Ruben: Schaut auf unserer Homepage vorbei, www.pieceofheavenrocks.de und schaut euch mal unser Video „Ready“ auf YouTube an. Bleibt so, wie ihr seid.
Michel: Auf jeden Fall vielen Dank an unsere Fans für die vergangenen Shows, die im Publikum war, die abgegangen sind. Es macht riesigen Spaß, als Band zu sehen, wenn sich Leute an unserer Musik freuen.


Vielen Dank für das Interview!


Piece of Heaven - Who's better (Lyric Video)




Piece of Heaven - Ready




Piece of Heaven - Ready (unplugged)




Wenn ihr mehr über Piece of Heaven wissen wollt, dann schaut doch mal auf ihrer Homepage oder bei Facebook vorbei.

Freitag, 17. Januar 2014

One Rock 2014

via One Rock
Sehr spontan fuhren wir vergangenen Samstag zum One Rock 2014 ins beschauliche Rutesheim bei Stuttgart. Dort haben sich pünktlich die Türen geöffnet und so konnte es auch fast planmäßig losgehen.

Mit Konfettiregen startete die Show von Staryend. Die jungen Schwaben brauchten nicht lange und die Zuschauer begannen zu tanzen und ließen sich vom Pop-Synth-Rock mitreißen. Neben ihren eigenen Songs wie "Never Ends" und "Hear My Word" überzeugten sie auch mit dem ein oder anderen Cover.  Auch war das Publikum sehr überrascht als beim Opener "Heartbeat" Good Weather Forecast-Sänger Flo mit auf der Bühne stand. Sie heizten dem Publikum gut ein und durch die eingängigen Texte und Melodien wird sich der ein oder andere Song im Gedächtnis der Zuhörer festgesetzt haben.

Als nächstes durften die Jungs von My little Rockstar Dream die Bühne betreten. Nach nur wenigen Riffs hatten sie das Publikum auf ihrer Seite. Die gute Mischung aus älteren und neueren Songs wie auch einem Cover von "We found love" brachte MLRD die Massen ordentlich zum Kochen. Zwischenzeitlich gab es sogar einen richtigen Circle Pit und springen und pogen stand sowieso ganz hoch im Kurs. Sänger Kilian sagte zwischendrin immer mal ein paar Worte zu den Songs, was eine super Verbindung zum Publikum aufbaute. Auch ließen sich sowohl Bassist Toby wie auch Sänger Kilian vom Publikum auf Händen tragen. Die heiß geforderte Zugabe spielten die vier Jungs mit größtem Vergnügen und setzten mit dem "Teenage Dirtbag"- Cover nochmal richtig einen drauf.

Dann wurde es zum ersten mal international an diesem Abend: Trip To Dover kamen auf die Bühne. Das Publikum ging wieder einmal richtig gut ab, was bei der Show und der Musik der britischen Band kein Wunder war. Eine super Mischung aus elektronischen Klängen und Gitarrenriffs brachte die Menge zum Tanzen, aber auch zum Springen und Headbangen. Die guten Deutschkenntnisse von Sängerin Olga begeisterten das Publikum ebenso wie die Musik, und so hatten sowohl Band als auch Zuschauer großen Spaß an dem Auftritt. Als Olga verkündete, dass sie zu ihrem Song „Lifelong Lovesong“ heute ihr neues Live-Video drehen gab es im Publikum kein halten mehr. Gedreht wurde das ganze von der jungen Fotografin von Time Passed By Photography. Die Zugabe spielte Trip To Dover gern, somit erklang mit "Lifelong Lovesong", statt der typischen Zugabe "Where was I", der letzte Song des Abends.


Nun endlich wurde es Zeit für den heiß erwarteten Headliner: LZ7! Mit ihrem Pop- House/Electro- Hip Hop ließen sie die Halle nochmal richtig aufbeben und animierten das gesamte Publikum erfolgreich zum Mittanzen. Im Gepäck hatten sie ihr neues Album „Aftershow“. Damit konnten sie überzeugen. Auch die Bühnenshow war energiegeladen als gäbe es kein Morgen mehr. Man selber hatte das Gefühl, dass dieser Abend nie enden durfte. LZ7 bot definitiv eine super energiegeladene Show. Das Publikum konnte nochmal richtig abgehen, feiern und tanzen, was das Zeug hielt.

Zum Schluss wurde es ruhig in der Halle. Mit der Band Soul Devotion live zog Worship ein. Mit Songs wie „Happy Day“ oder auch eigenen Liedern brachten sie den Rest vom Publikum zur Anbetung Gottes. Während der Songs gab es auch Zeit zum Gebet und natürlich zum Lobpreis Gottes. Ein wirklich schöner und gelungener Abschluss für das One Rock 2014.

Ein großes Lob an den Veranstalter die hier Jahr für Jahr ein wirklich schönes Festival auf die Beine stellen.

Fotos vom One Rock 2014 findet ihr Hier bei Time Passed By Photography.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Film: Hardflip – Sprung ins Leben

www.imdb.com
Wer auf Skaten steht, wird diesen Film lieben! Und wer sich bisher noch nicht so sehr dafür interessiert hat, wird es nach diesem Film höchstwahrscheinlich tun.

Caleb (Randy Wayne), ein Teenager kurz vor seinem Schulabschluss, ist ein leidenschaftlicher Skateboardfahrer. Am liebsten würde er den ganzen Tag nichts anderes tun, als mit seinem Board in der Halfpipe neue Tricks zu üben. Seine Mutter (Rosanna Arquette) nervt ihn – wie eigentlich das meiste in seinem Leben – denn sie möchte, dass er etwas aus seinem künstlerischen Talent macht und Architektur studiert.

Doch dann gerät Calebs Leben plötzlich aus den Fugen: Seine Mutter wird mit einem schweren Hirnschlag ins Krankenhaus eingeliefert und fällt ins Koma. Caleb ist von heute auf morgen auf sich allein gestellt. Geldsorgen, Einsamkeit und Ärger mit der Polizei bestimmen nun seinen Alltag. Die Probleme wachsen ihm immer mehr über den Kopf. Als seine Mutter an den Folgen ihrer Erkrankung stirbt, weiß er mit seiner Wut und Verzweiflung nicht mehr umzugehen. Er flüchet sich in Drogen und Alkohol und will schließlich sogar seinem Leben ein Ende setzen. Aber dann lernt er den Skater Brian kennen, der Christ ist und wie Caleb eine harte Zeit hinter sich hat ...

Das umfangreiche Bonusmaterial der DVD "Hardflip" enthält ein 20-seitiges PDF zum Ausdrucken mit Material zum Weiterdenken: Texte, Fragen und Bibelstellen rund um die Themen des Films. Ideal für deinen Jugendkreis!



 
Bestellen könnt ihr euch die DVD unter www.scm-haenssler.de .

Dienstag, 14. Januar 2014

Musikvideo: Kyle Kupecky - On The Inside

via Facebook
Vor kurzem veröffentlichte Kyle Kupecky, dem einen oder anderen noch von Anthem Lights bekannt, ein neues Musikvideo und zwar zu dem Song "On The Inside". Der Song ist gleichzeitig auch seine Debutsingle.

Wer kennt sie nicht, diese Tage an denen einem alles zu viel wird. Aber nach Außen hin versucht man trotzdem sein Gesicht zu wahren und gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Eine gewisse Zeit kann man das ganze Spiel ganz gut mitmachen, aber irgendwann zerbricht man daran.

Um diese innere Zerbrochenheit geht es in dem Lied "On The Inside" von Kyle Kupecky.

In dem Video sieht man ihn an 2 verschiedenen Orten, einem relativ dunklen Ort mit einer kalten Steinwand und dann wieder auf einer Wiese bei strahlendem Sonnenschein.
Diese beiden "Orte" gibt es auch bei uns, die dunklen, trüben Tage und dann wiederum die Hochs an denen es uns blendend geht.

Der Song will Mut machen und uns sagen, dass wir nicht allein sind. "Your story doens't end here. I know how you feel because I've been there. Doesn't have to be yout fight. Don't you know he's on your side?" Er (Jesus) weiß genau, was in unserem Inneren vor geht.

Kyle Kupecky - On The Inside


Hier gibt es noch ein Lyric-Video dazu:


Montag, 13. Januar 2014

Impuls für deine Woche

www.cineasten.de
"Stolz und Vorurteil", der gleichnamige Film kam 2005 in die Kinos. Mit traumhaften Bildern entführte er in das 19. Jahrhundert und schilderte die aufkeimende Liebe zweier Menschen. Fast erstickte sie an unverstandenen Reaktionen des Gegenübers, Standesunterschieden oder ungeschicktem Verhalten von Verwandten. Nur das Überwinden von Stolz und Vorurteilen verhalf zum glücklichen Ende. Im normalen Leben geht es häufig anders aus. Vorurteile lassen dem Gegenüber oft kaum eine Chance. Aber wie schnell kann dabei die beste Lebenschance verpasst werden!

"Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!" Johannes 1,46

Im oben stehenden Bibelvers hatte ein Mann Vorurteile gegenüber Jesus Christus. Er wusste, dass der erwartete Retter nicht aus »Nazareth« kommen konnte. Seine gründlichen Nachforschungen in den heiligen Schriften der Juden gaben für diesen Ort nur »Bethlehem« an. Damit war für ihn die Sache zunächst einmal abgetan.
Ähnlich geht es auch heute. Die Fakten und die wissenschaftlichen Daten sollen angeblich gegen die Bibel sprechen - da kann man die Sache doch abhaken! Keine Chance mehr für Jesus Christus? - Zurück zu Nathanael. Sein Freund forderte ihn auf, sich noch einmal persönlich zu informieren. Und Nathanael ging tatsächlich mit und machte die Erfahrung seines Lebens! Er fand in Jesus den, der sein Herz mit Wünschen und allem Versagen kannte, der aber auch echte Erfüllung und Vergebung schenkt. Im Vertrauen hängte er sich und sein ganzes Leben an ihn - und wurde nicht enttäuscht! Irgendwann hat er sicher erfahren, dass Jesus Christus doch in »Bethlehem« geboren wurde! Hier hätte ein Vorurteil beinahe nicht nur eine Schlüsselbeziehung verhindert, sondern auch das Glück des ewigen Lebens bei Gott.

Samstag, 11. Januar 2014

Buch: Samuel Koch - Zwei Leben

via adeo
Viele erinnern sich noch an den einen Abend im Dezember 2010. „Wetten, dass…?
Ein junger sportlicher Mann wettete in der beliebten „Ich kann etwas, was andere nicht können“-Show mit Thomas Gottschalk, dass er mit Sprungfedern unter den Füßen, sogenannte „Poweriser“, über 5 fahrende Pkws springen könne, angefangen beim Smart bis hin zum Geländewagen. Die Show, die sonst immer mit viel Spaß und skurrilen Wetten verbunden war, wurde an eben jenen Abend des 4. Dezembers 2010 von einem tragischen Unfall überschattet. Was in den Proben noch klappte misslang dem jungen Athleten während der Sendung. Beim Sprung über das 4. Fahrzeug, welches vom Vater des Wetten, dass-Kandidaten gefahren wurde, passierte der schreckliche Unfall. Samuel Koch nahm Anlauf und sprang mit seinen Sprungfedern über den Pkw und blieb wenige Sekunden später reglos am Boden liegen. Schock und Fassungslosigkeit im gesamten Studio. Vor allem aber auch bei Moderator und Showmaster Thomas Gottschalk, welcher die Sendung abbrach. Samuels Zustand war kritisch. Es folgten zahlreiche Operationen, schier endlose Krankenhausaufenthalte und ein Reha-Marathon. Was damals noch unmöglich schien und Samuel Koch sich nicht zutraute: er schrieb ein Buch über seinen Unfall und sein Leben mit der Lähmung. Die Bestandsaufnahme, das Schwelgen in Erinnerungen und der Zukunftsausblick halfen ihm, mit der Situation klarzukommen.

In seinem Buch „Zwei Leben“ schreibt er aber nicht nur darüber, sondern auch woher er die Kraft nahm, nicht aufzugeben.
Das Hardcover-Buch wurde von adeo verlegt und beginnt mit einem Vorwort von Thomas Gottschalk. Es gibt 2 „Kapitel“ im Buch, auf denen der Leser Bilder von Samuel Koch finden kann. Bilder aus seiner Kindheit. Bilder von ihm beim Sport. Bilder nach dem Unfall…
Samuel schreibt von seinen Träumen und Zielen, die er vor dem Unfall hatte. Der Student sah sich in seiner Zukunft als Schauspieler und Stuntman. Das war sein Traum, der durch diesen Unfall zerstört wurde.
Vielen Menschen, die einen ähnlichen Schicksalsschlag erleiden und plötzlich von einer Sekunden auf die nächste vor den Trümmern ihres Lebens stehen, will dieses Buch Mut machen. Mut, nicht aufzugeben. Mut, für seine Träume und Ziele trotz Handicap zu kämpfen.
Samuel hat den Willen zu kämpfen.
Die sehr bewegende Geschichte eines jungen Mannes, dessen Leben sich in einem winzigen Augenblick veränderte.
Es ist aber auch ein Buch mit ergreifenden Worten, die Mut machen.
Hier noch eine kleine Leseprobe für euch:

"Ein kleiner Tumor oder 60 Millisekunden können über ein Leben entscheiden.
Was soll das? Ich weiß es nicht.
Ich kenne nicht der Weisheit letzten Schluss - geschweige denn ihren Anfang.
Mein persönlicher Super-GAU ist, abgesehen vom Tod eines Angehörigen, der,
dass ich mich nicht mehr bewegen kann.
Was hilft, ist die Hoffnung,
dass ich eines Morgens plötzlich mit verschränkten Armen im Türrahmen stehe,
kurz meiner Familie zuwinke und zum ersten Waldlauf aufbreche.
Allein die Vorfreude darauf ist es mir wert, an der Hoffnung auf Heilung festzuhalten.
Wunder passieren nicht auf Knopfdruck.
Aber hoffen ist erlaubt.
Ich hoffe darauf, mich wieder bewegen zu können.
Auch wenn der Verstand mir rät, lieber nicht darauf zu setzen,
um mich nicht selbst zu enttäuschen. ...
... Spätestens im Himmel werde ich all das wieder tun können, da bin ich sicher. ...
... Wenn ich als kleiner Junge die Sterne angeschaut habe,
wurde mir allein bei ihrem Anblick schon ganz mulmig:
Die Gedanken an die Unendlichkeit und die Fragen,
wo wir herkommen und was nach dem Tod geschieht,
bereiteten mir früher in meinem Hochbett schlaflose Nächte und machten mir Angst.
Bringe ich heute dagegen meinen Rollstuhl in eine Liegeposition und betrachte den Nachthimmel,
wird mir eher auf eine beruhigende Weise bewusst,
was für ein kleines Rad in diesem unvorstellbar komplexen Ordnungssystem des Universums
ich bin und wie wenig ich begreife oder kontrollieren kann.
Gemessen an der Unendlichkeit - der "umgekippten 8",
wie Chris und ich sie oft bezeichnen -,
sind die vielleicht 50 Jahre, die ich hier auf der Erde noch vor mir habe, nur ein Wipmernschlag.
Natürlich hoffe ich, dass ich sie nicht im jetzigen Zustand "absitzen" muss.
Das wäre so brutal anders als alles, was ich mir unter meinem Leben vorgestellt hatte.
Aus meiner heutigen Sicht gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder, mein Zustand verbessert sich so weit, dass ich damit leben kann - oder ich lerne,
meine Situation so anzunehmen, wie sie ist.
Aber dies ist nur das letzte Kapitel des Buches, nicht meines Lebens!"
(Samuel Koch in seinem Buch "Zwei Leben", Seite 199f) 





Sein Buch liest Samuel Koch u.a. in besonderen Konzertlesungen, die er zusammen mit seinem Freund Samuel Harfst aufzieht, selbst. Ein besonderes Erlebnis.
Ab Februar sind die beiden wieder gemeinsam auf Tour. Es gibt noch Karten zu kaufen, aber einige Termine sind schon restlos ausverkauft.

Freitag, 10. Januar 2014

The Ongoing Concept im Interview

via Facebook
Click here to read in English.

2013 war DAS Jahr für die Band, die auch zum Music Without Limits als heiß erwarteter Newcomer über alle Maßen gerockt hat: The Ongoing Concept! Wir haben keine Mühen gescheut und ein Interview mit den Amerikanern in die Wege geleitet.

CDs/ Veröffentlichungen:
What Is My Destiny (2010)
Arrows Before Bullets (2011)
Saloon (Album, 2013)

Die jungen Herren, die auf der Bühne alles geben und vor Energie nur so sprühen, sind eigentlich ziemlich schüchtern. Trotzdem haben sie uns hier Frage und Antwort gestanden:

Bitte stellt die Band in ein paar Sätzen vor.
Dawson: Wir sind The Ongoing Concept aus Idaho in den Vereinigten Staaten und wir sind eine... Ich weiß nicht, wie man den Musikstil nennen soll...

TJ: Wir haben auf YouTube und so schon den Begriff "Banjo Core" gelesen.

Dawson: Ja, wir machen harte Musik.

Gibt es in eurer Musik irgendwelche Besonderheiten, die sie einzigartig und speziell machen?
Dawson: Offenbar die Sache mit dem Banjo (; Ich glaube unsere Musik ist sehr unterschiedlich, wir haben sehr harte Songs und dann spielen wir auch mal ein langsameres Lied. Wir mögen es nicht so sehr, immer im gleichen Genre zu bleiben. Wir haben nicht unbedingt spezielle Instrumente, die die Musik besonders machen. Das Banjo ist ist eigentlich das einzige, was in diesem einen Song ziemlich speziell ist.

Livepics via Time Passed By Photography
Seit diesem Sommer seid ihr bei dem Label "Solid State Records" unter Vertrag. Was hat sich seitdem verändert und was bedeutet dieser Schritt für euch als Band und eure Karriere?
TJ: Bei Solid State unter Vertrag genommen zu werden war eine ziemlich goße Sache für uns, weil viele andere Bands schon dort waren, die uns oder zumindest mich sehr beeinflusst haben. Norma Jean, The Chariot und etliche andere große Bands zum Beispiel. Das hat auch unsere Sicht darauf ziemlich verändert, welchen Weg die Band einschlagen würde.

Ihr habt vor ein paar Monaten euer Album "Saloon" herausgebracht. Worum geht es auf der Platte und was bedeutet sie euch?
Dawson: Ich weiß nicht so richtig, worum es genau geht... (: Das sind viele Dinge und viele Themen. Ich glaube wir sprechen viel Sachen oder Menschen mit dem Album an. Wenn es zum Beispiel etwas gibt, das uns beschäftigt, schreiben wir Songs darüber. In "Cover Girl" geht es um Echtheit, dass man man selbst ist. In einem anderen Song, "Failures & Fakes" geht es um scheinheilige Menschen, die Angst davor haben zuzugeben, dass sie unrecht haben. Ein anderes Lied, "Good Bye, So Long", behandelt die Beziehung zwischen einem Ehemann und seiner Frau, Sie glaubt nicht an Gott aber er schon. Es gibt so viele unterschiedliche Themen über die wir geschrieben haben, eine einheitliche Idee für das Album gab es in dem Sinne nicht. Der erste Song auf der Platte, "Saloon" war wirklich etwas sehr besonderes für uns und deshalb haben wir das ganze Album so genannt. Er war einfach ganz anders.
Ich bin nicht sehr gut im Erklären (;

Wie seid ihr zu eurem Bandnamen, "The Ongoing Concept", gekommen?
Dawson: Als MySpace noch "modern" war, hießen wir "Concept", aber die URL war in dem Netzwerk schon vergeben, deshalb waren wir clever: Wir nannten die Seite "The Ongoing Concept". Schließlich haben wir entschieden, dass "Concept" ein blöder Name ist und dachten uns: "Es wäre zu viel Arbeit, den Namen überall in den URL's unserer Internetseiten zu ändern" und weil unsere URL bereits "The Ongoing Concept" war, haben wir daraus kurzerhand unseren Bandnamen gemacht. Das ist eigentlich alles dazu. Wir versuchen außerdem, gewisse Konzepte in unsere Songs einzuarbeiten. Wir sind konzeptuell veranlagt.
TJ: Ich habe das Gefühl, dass wir ein ganzes Stück weit in den Namen reingewachsen sind. Tatsächlich haben wir uns so genannt, um daran zu wachsen.

Das ist euer erstes Mal in Europa. Wie geht es euch damit und was ist euer erster Eindruck?
TJ: Aufgeregt. Es ist ziemlich verrückt, hier zu sein. Alles ist so neu.
Dawson: Ich habe das Gefühl, dass Deutschland, oder zumindest das was ich davon bisher gesehen habe, Kanada sehr ähnlich ist. Drei von uns sind Kanadier, leben zwar in den USA aber wurden in Kanada geboren und deshalb sind wir viel dort. Bestimmte Dinge ähneln sich wirklich sehr.
Kyle: Auch das Wetter, in Kanada und dort wo wir leben ist es genauso.
Dawson: Das ist so, was ich mitbekommen habe. Kanada ist sehr weltoffen, Amerika hingegen immer
ziemlich auf sich selbst fixiert. Deshalb sehe ich da wohl etliche Ähnlichkeiten zu Kanada. Das ist echt cool.

Was erwartet ihr von der heutigen Show, zumal ihr das Publikum nicht kennt?
TJ: Wir haben ehrlich gesagt keine Ahnung, was wir erwarten sollen. Wir wissen noch nichtmal, ob überhaupt irgendjemand zu unserem Auftritt kommen wird weil wir keinen Schimmer haben, ob uns die Leute hier überhaupt kennen.

Oh, nur um das vorwegzunehmen, euer Video zu "Cover Girl" war eine ziemlich große Nummer in der Rock Without Limits Gruppe im Facebook.
Dawson: Das müsst ihr kurz erklären, gestern abend haben wir versucht unsere Videos auf YouTube zu finden und sie existieren nicht. Wie habt ihr das dann gefunden? Wir haben auch nach Videos von anderen Solid State Bands geschaut und sie sind einfach unauffindbar. (Die Videos wurden von der GEMA blockiert, Anm. d. Red.)

Das stimmt, aber trotzdem wollten euch wirklich viele beim Rock Without Limits sehen.
TJ: Super! Jetzt sind wir noch aufgeregter (:

Unser Blog heißt Burnin' Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Kyle: Glaube ist etwas, das sich stets verändert, hoffentlich zumindest. Dort wo wir herkommen, werden Christen oftmals verurteilt, doch sie urteilen auch selbst sehr hart. Wir schauen auf Menschen, ob sie rauchen oder trinken oder so und verurteilen sie dann. Wir waren gerade mit der Band "Fallstar" auf Tour, sie sind bei Facedown Records unter Vertrag, eine andere christliche Band bei einem anderen christlichen Label. Diese Jungs sind sehr aufrichtige Menschen, sie haben nie jemanden verurteilt und ich glaube, sie haben mich in mancher Hinsicht richtig herausgefordert. Das ist so der Punkt, an dem ich stehe. Es ist mehr die Liebe allen gegenüber als mit dem Finger auf sie zu zeigen.
TJ: Ich denke, wir wollen uns alle einfach um die Menschen kümmern, sie lieben. Wir wollen nicht großartig predigen oder Moralapostel sein, sondern ihnen einfach zeigen, wer wir sind und worum es uns geht. Wir wollen niemanden vor den Kopf stoßen.

Nun kommen wir schon zu unserer letzten Frage: Gibt es irgendetwas, das ihr unseren Lesern zum Schluss noch mitgeben möchtet, einen Wunsch oder so etwas?
Dawson: Danke, dass ihr unsere Show besucht habt, Danke, dass ihr unsere Musik hört und unser Video mögt obwohl es nicht existiert. Ich weiß nicht wie ihr es euch angesehen habt, aber das ist cool. (lacht) Hoffentlich findet ihr auch unsere anderen Videos. In ein paar Wochen kommt ein neues Musikvideo heraus.
TJ: Ich bin echt überrascht, dass die Leute hier wissen, wer wir sind (:
Dawson: Normalerweise kommen in den USA ungefähr 50 Leute zu unseren Shows. Also vielen Dank, dass ihr uns heute Abend zuseht (:

Vielen Dank für das Interview!


Da die Videos inzwischen wieder entsperrt sind, gibt es hier den Clip, der so viel Aufsehen erregte: 
"Cover Girl"!



Donnerstag, 9. Januar 2014

Musikvideo: Sacrety - We Are The Ones

Lange, lange wurde es erwartet: Das Musikvideo von Sacrety zu dem neuen Song "We Are The Ones". Schon 2012 wurde das Video gedreht und seitdem saßen die Fans auf dem heißen Stuhl. Nun, am Tag vor Weihnachten, wurde es endlich veröffentlicht.

via sacrety.de
Am Anfang des Videos sieht man die Band selbst in einer alten Lagerhalle. Gleichzeitig hört man schon an den ersten Tönen, dass Sacrety mit dem kommenden Album noch einmal elektronischer wird - aber gleichzeitig auch etwas härter.
Die nächste Szene zeigt Fabi, wie er in einem Schuppen etwas zusammenlötet und klebt - mit dem Dynamit und spätestens mit dem Wecker ist klar, er baut eine Bombe. Im Refrain heißt es schließlich: "Wir, wir sind die Auserwählten, verloren, aber innerlich nicht zerbrochen. Wir, wir sind die Hoffnung für alle Nationen." Eine klare Botschaft. Die nächste Einstellung zeigt die Band, wie sie das Set aufbauen - Fabi befestigt die Bombe an der riesigen Lautsprecherfassade, gegen die Sacrety schließlich anspielt. Dabei wieder klar die Lyrics: "Wir müssen unsere Köpfe erhoben halten, jetzt ist die Zeit, mach etwas oder stirb." Dann wird auch klar, was die Bombe in dem Video bezweckt: "Let's be the B.O.M.B, the bomb in the system so they have to listen." Die Bridge macht dann textlich noch einmal deutlich, dass das ein Aufruf an alle ist, zusammenzustehen und die Welt zu verändern.
Es folgt ein weiteres Mal der Refrain, bei dem auffällt, dass die Vocals etwas anders klingen als man es von Live- Auftritten oder dem letzten Album gewohnt ist. Das liegt zum einen daran, dass hier nicht nur Matze singt, sondern auch die anderen Bandmitglieder in den Refrain einstimmen - schließlich heißt es ja "WE are the ones". Zum anderen ist hier nicht Dave derjenige, der die hohen Backingvocals singt, sondern Fabi.
Die Bridge ist dann ziemlich ruhig, recht elektronisch, man sieht und hört den Zeiger des Zeitzünders ticken, die Band ist bis auf Fabi eingefroren, der Zeiger tickt ein letztes Mal und...
...alles fliegt in die Luft. Fabi schreit gegen eine Feuerwand an, die Feuerwehr kommt hereingestürmt, schließlich hört man nur noch das Geräusch einer splitternden Glasscheibe und mit Beginn des Refrains wird gelöscht. Die Feuerwehr gibt alles, um das Feuer in Schach zu halten. Ein Symbol für den Gegenwind, den wir für die Courage, zu der im Video aufgerufen wird, bekommen würden?
Schlussendlich ist das Feuer gelöscht, die Band ist nass und die Instrumente werden zerstört (keine Angst, liebe Musiker -  die waren alle vorher schon nicht mehr wirklich zu gebrauchen. (; )
Ein sehr gelungenes Video, bei dem die visuellen Effekte kreativ und gekonnt eingesetzt wurden. Die lange Wartezeit war es somit definitiv wert. Und genau deshalb jetzt hier das Video für euch:
 
Sacrety - We Are The Ones